Makro Sigma AF EX HSM 3,5/180 oder Nikon AF 4,0/200?


W

WilfriedV

Unterstützendes Mitglied
Hallo,
ich fotografiere sehr viel mit dem Makroobjektiv Nikon AF D 2,8/105 (und F100).
Manchmal wünsche ich mir jedoch einen größeren Aufnahmeabstand.
Ich bin daher am überlegen, ob ich mir ein Makroobjektiv mit ca. 200 mm Brennweite kaufe. In Frage kommen die o. g. Objektive.
Mit dem 105er Nikon Makro fotografiere ich seit ca. 10 Jahren - störungsfrei. Das davor gekaufte 90er Sigma Makro verabschiedete sich wenige Wochen nach dem Kauf, ich konnte nicht mehr im Makrobereich fotografieren, da sich der Schalter vom Autofokusbereich Fern nicht mehr auf den Autofokusbereich Makro umstellen ließ. Das alles im Urlaub. Obwohl das sicherlich auch bei Nikon nicht auszuschließen ist, habe ich dadurch Negativ-Vorurteile zur Sigma-Zuverlässigkeit.
Kann jemand was zur Optik, Mechanik, Zuverlässigkeit, Serienstreuung/Qualitätsunterschiede in der Fertigung usw. sagen?
Das 200er Nikon Makroobjektiv ist mehr als doppelt so teuer als das 180er Sigma Makroobjektiv. "Lohnt" sich die Mehrausgabe?
 
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Christian B.

Christian B.

NF-F Premium Mitglied
Moin Wilfried,

die optische und mechanische Qualität des Nikon AF 4,0/200 Mikro ED ist über jeden Zweifel erhaben. Die Mechanik ist noch solider als die der 2,8/60 und 2,8/105 AF. Es ist deshalb auch recht schwer. Die Bildqualität ist - wie beim 60ger und 105er - fantastisch.

Ob und wenn ja wieviel besser es als das 3,5/180 Sigma ist, kann ich nicht sagen, da ich mit diesem Objektiv noch nie fotografiert habe. Was man so liest und hört ist aber - sowohl optisch, wie mechanisch - auch nur positiv.

Ich persönlich bin gegenüber Sigma-Objektiven etwas vorsichtig geworden, nachdem ich einmal Probleme mit der Kompatibilität und der Farbabstimmung hatte (alle Bilder mit einem Sigma-Objektiv wurden zu grün und überbelichtet). Aber auch das muß mit dem recht wertig gearbeiteten 3,5/180-Makro nicht so sein. Am besten vergleichst Du beide mal im Laden miteinander. Das subjektive Gefühl spielt ja beim Fotografieren immer auch eine Rolle.

Wenn Du ein gebrauchtes 4,0/200 von Nikon für erwägenswert hältst, sieh mal in die Rubrik "Biete an". Ich habe eines zu verkaufen.

Gruß
Murmel
 
ChristianS

ChristianS

Sehr aktives Mitglied
Abend Wilfried,
ich verwende das Micro-Nikkor 4/200 AF seit acht Jahren an der F4 und habe den Kauf noch nie bereut. Mechanisch und optisch ist die Qualität überrragend, gerade deshalb ist es aber auch kein Leichtgewicht. Der Autofokus im Nahbereich ist natürlich nur stark eingeschränkt nutzbar, aber das gilt ja generell. Vor diesem Objektiv hatte ich das Sigma Apo Macro 2,8/180, das aber in keiner Eigenschaft an das Nikkor herankam. Eine preiswertere Alternative scheint das neue 180er Tamron zu sein, von dem man eigentlich nur Positives hört.

Gruß Christian
 
A

APO

Unterstützendes Mitglied
Hallo Wilfried,

ich hatte eine Zeit beide Objektive: das AF-D 200/4 und Sigma 180/3,5.

In der Abbildungsleistung konnte ich keinen Unterschied feststellen (wobei Sigma rein subjektiv etwas schärfer zu sein scheinte). Allerdings ist Nikon leicht warm in der Farbdarstellung, hier ist Sigma neutral.

Ein Manko hatte Sigma aber:

nach einem Aufenthalt von ca. 30 Minuten auf dem Tisch im Sonnenschein war die Schärfeeinstellung ausgefallen (MF wie AF). Nach dem Abkühlen war alles wieder ok.

Heute habe ich das neue Tamron 180/3,5. Das ist das Beste von allen, was die Abbildungsleistung und die Mechanik angeht. Und absolut bezahlbar (habe meins im Neuzustand mit Garantie für 500,- bekommen).

Es hat einen sehr netten Ring, mit welchem sich das Filtergewinde drehen lässt, selbst wenn die Blende aufgesetzt ist (für das Polfilter).

Und das Filtergewinde von 72 mm ist in meinen Augen kein Nachteil im Vergleich zum Nikkor (62 mm), da alle Nikon-Ringblitze (inkl. SB-21) mit entsprechenden Adapterringen anschließbar sind.

Gruß,

Andrei
 
A

Anonymous

Unterstützendes Mitglied
Sigma Macro 180

Hallo Wilfried !
ich habe das Sigma Macro 180/3,5 HSM.
Bin damit sehr zufrieden, der damalige Kauf war ebenfalls der Preisunterschied zum Nikon.
Zu dem Punkt „Auf wärmen“ durch Sonneneinstrahlung kann ich Dir folgendes sagen: die ersten Makros bis Serien Nummer 1005000 hatten dieses Problem, hier wurde zur damaligen Zeit von Sigma eine kostenlose Überarbeitung angeboten.
Ab der Serien-Nr. 1005001 sind die Objektive in Ordnung.
Abbildung: sehr scharf
Autofocus: sucht öfters mal, braucht einen sehr guten Kontrast ! Manuell optimal !
Verarbeitung: sehr gut
Stativschelle: gewöhnungsbedürftig ! zwar sehr stabil aber drehen ins Hochformat wackelig bis die Schraube wieder fest gezogen ist !

Nikon 200/4 Micro:
Super Objektiv
AF-Umschalte-Ring (alle Objektive mit diesem Ring) kann irgendwann Schwierigkeiten machen und muß von Nikon ausgetauscht bzw. repariert werden.

Viele Grüße
Joe

Achte auf die Serien Nummer !!!
 
M

MartinS

Unterstützendes Mitglied
Hallo ,ich habe das 5,6/180 Apo Makro und bin mit diesem Objektiv total zufrieden, da ich kein Vollprofi bin und es selten in harten Einsatz kommt. Es ist außerordentlich handlich und leicht und hat eine fantastische Bildqualität. Leider geht es nur bis 1:2 , da muß man dann mit Zwischenringen oder Vorsatzlinse nachhelfen. Ich verwende es viel an der FE2 ,um die längeren Verschluß-Zeiten mit der Spiegelvorauslösung verwacklungsfrei zu bekommen. Gebraucht ist es schon für 150-180.- zu haben.
Eine Frage an Andrei: Wo hast du dein Tamron für 500.- bekommen?
Grüße vom Bodensee Martin...
 
W

WilfriedV

Unterstützendes Mitglied
Hallo,

zunächst ein spätes Dankeschön für die Antworten.
Meine Entscheidungsfindung hat etwas länger gedauert - trotz oder gerade wegen des hohen Nikon-Preises.

Vor wenigen Wochen habe ich bei ebay nach ausführlichem Studium der Bewertungen usw. per Sofortkauf zugeschlagen und ein neuwertiges Nikon AF 4,0D/200 zu einem guten Preis erworben. Es war tatsächlich wie neu und ohne jegliche Gebrauchsspuren.

Mechanisch ist es wohl kaum zu toppen. Die Optik ist nach sichten der ersten Dias ebenfalls top. Obwohl auch ich im Makrobereich nie mit AF arbeite, dazu einige Anmerkungen. In den AF kann nicht eingegriffen und somit nicht von Hand vorfokussiert werden. Wenn der AF etwas zum fokussieren findet, funktioniert er schnell und sicher (im Makrobereich oft die falsche Stelle).
 
D

dete

NF Mitglied
Hallo Leute

habe jetzt gerade dieses Thema gelesen. Wenn man doch im Macrobereich sowieso selten oder gar nicht mit AF arbeitet. Was spricht hier dagegen mit einen günstigerem Objektiv mit MF zu arbeiten??
Das macht doch bestimmt auch mehr spass ,wenn man da in Ruhe die Kamera einrichtet und dann nachdem selber als eingestellt wurde die Erfolge sprich Aufnahmen sieht.
Gibt es den nicht diverse Objektive mit MF die viellwicht sogar besser verarbeitet sind wie die Neuen ?? Das Frage ich jetzt mal allgemnein und im besonderen die alten Hasen.
 
Christian B.

Christian B.

NF-F Premium Mitglied
Hallo dete,
es spricht überhaupt nichts dagegen, im Makrobereich mit MF zu arbeiten. Man kann sogar eigentlich nur mit MF im Makrobereich arbeiten. Deshalb hat Nikon auch noch vier MF-Makros im Programm. (2.8/55, 2.8/105, 2.8/85 PC, 4.0/200). Die kommen allerdings ohne Zwischenring nur bis zum Maßstab 1:2, sind aber leichter und handlicher und deutlich angenehmer manuell zu fokussieren als die AF-Versionen 2.8/60, 2.8/105 und 4.0/200 ED sowie 70-180/4.5-5.6. Wesentlich günstiger sind die MF-Versionen aber eben gerade nicht als die AF-Versionen und sie sind unbrauchbar an der D100, der D70, der F80, 75, 65, 55. Wenn man in einem Rutsch bis 1:1 will und / oder eine der zuletzt genannten Kameras hat, kommt man um die AF-Versionen nicht herum.

Richtig günstiger sind nur die Fremdobjektive - die haben heutzutage aber auch alle Autofokus, den man im Makrobereich besser abschalten sollte.

Meines Erachtens sind alle 8 Nikon-Makros mechanisch und optisch spitze. Da man sie gebraucht deutlich günstiger bekommt, als es auf der Nikon Homepage steht, würde ich sie einem Fremdobjektiv immer vorziehen.

Gruß
Christian
 
D

dete

NF Mitglied
nächste Frage Christian

ich weiche jetzt vielleicht vom Thema ,aber warum können die alten MF-Objektive nicht genutzt werden?? Beziehst du das nur auf dem Abbildungsmaßstab ??
 
H

Hobbs

Aktives und bekanntes NF-Mitglied
Bin zwar nicht Christian, kann aber trotzdem eine Antwort darauf geben:

die "alten" MF Nikkore besitzen eben keinen Chip und können daher nicht mit dem Elektronenhirn der aufgezählten Kameras (D100, D70, F80 bis F55) kommunizieren. Leider funktioneirt bei diesen Kameras nicht einmal mehr eine Arbeitsblendenmessung mit MF Objektiven. Für Makroaufnahmen kann man aber auch durchaus ein (preiswert über ibäh zu erstehendes) Manuellfokus-Gehäuse (F3, FE2, Fe, FM2, FM,...) verwenden.

Gruß
Hobbs
 
D

dete

NF Mitglied
Hobbs danke für die Antwort das geht ja hier ruckzuck.

Ich denke ich bleibe lieber bei den DSLR's sprich D70. Den wenn ich jetzt noch anfangen würde mich mit den Anlogen zu beschäftigen dann würde ich viel über die Fotografie lernen aber auch viel Arbeit würde das bedeuten.
Aber somit ist meien Frage und sicher das Thema auch beantwortet, Nochmal danke für die schnelle Hilfe.
 
Christian B.

Christian B.

NF-F Premium Mitglied
Eine Ergänzung vielleicht noch:
Das MF 2.8/85 PC-Mikro hat eine CPU eingebaut und kann daher an allen Digitalkameras und allen aktuellen Nikon-Filmkameras verwendet werden. Es ist allerdings - wenn ich es recht sehe - auch das teuerste Nikon Mikro.
Gruß
Christian
 
D

dete

NF Mitglied
Hallo Ralf
ja ich denke du hast das richtig verstanden!!
Ein Beispiel: Wer vor 15 Jahren am Computer mit MS-DOS und Win3.1 angefangen ist. Kennt sich heute auch an der Shell aus und kann einiges zu Fuss machen. Wer heute einen Rechner bekommt mit Win XP der weiß gar nicht was eine Shell ist. So geht es mir mit der analogen Fotografie.
Habe immer nur einen kleinen Knipskasten gehabt und bin dann vor 1 1/2 Jahren mit der Digitalfotografie angefangen.
Hier ist vieles einfacher und es machen sich auch bestimmt viel einfacher. Wenn das Bild nichts geworden ist, egal machen wir ein neues.
Dirk Vorbusch hat das auf seiner Homepgae so schön gesagt wenn ich Ihn zitieren darf. Wer analog fotografiert oder fotografiert hat, der machte sein Blder wesentlich bewusster, den er wußte was er tat.Da kann ich nicht mal eben nachschauen und gut. Nein da ist ein entwickeltes Bild hin und kostet zudem auch noch.
So möchte ich nicht arbeiten sondern bewußt an die Sache rangehen. Danke für deinen Hinweis.
 
Ralf B.

Ralf B.

Sehr aktives Mitglied
Hallo Dete,

Hallo Ralf
ja ich denke du hast das richtig verstanden!!
Ein Beispiel: Wer vor 15 Jahren am Computer mit MS-DOS und Win3.1 angefangen ist. Kennt sich heute auch an der Shell aus und kann einiges zu Fuss machen. Wer heute einen Rechner bekommt mit Win XP der weiß gar nicht was eine Shell ist. So geht es mir mit der analogen Fotografie.
Habe immer nur einen kleinen Knipskasten gehabt und bin dann vor 1 1/2 Jahren mit der Digitalfotografie angefangen.
Hier ist vieles einfacher und es machen sich auch bestimmt viel einfacher. Wenn das Bild nichts geworden ist, egal machen wir ein neues.
Dirk Vorbusch hat das auf seiner Homepgae so schön gesagt wenn ich Ihn zitieren darf. Wer analog fotografiert oder fotografiert hat, der machte sein Blder wesentlich bewusster, den er wußte was er tat.Da kann ich nicht mal eben nachschauen und gut. Nein da ist ein entwickeltes Bild hin und kostet zudem auch noch.
So möchte ich nicht arbeiten sondern bewußt an die Sache rangehen. Danke für deinen Hinweis.
ich bin zwar noch überzeugter Analogiker, aber ich glaube eigentlich nicht, dass die digitale Fotografie einfacher ist als die analoge. Okay, technische Fehler lassen sich vielleicht leichter vermeiden, so sie denn auf dem Monitor erkannt werden. Im günstigsten Fall erlaubt Dir dann Dein Motiv es nochmal unter den selben Lichtbedingungen abzulichten. Der wesentliche Vorteile der digitalen Fotografie ist hier eigentlich nur, dass sie schneller Ergebnisse liefert, als die analoge. Aus den fertigen Dias kann man aber (später!) auch bei analoger Aufnahmetechnik die gleichen Schlüsse ziehen und das gleiche lernen. Wie gesagt, hier spreche ich nur über die technische Seite ein korrekt belichtetes Bild zu erzeugen.

Das schwierigste an der Fotografie ist für mich aber die eigentliche Bildgestaltung. In dieser Hinsicht ein gutes Foto zu machen, das einen anspricht oder eine Geschichte erzählt ist völlig unabhängig von der Aufnahmetechnik, egal ob digital oder analog. Und wenn man gute Fotos machen will, muss man sich damit ernsthaft auseinandersetzen. Eine digitale Kamera hilft Dir dabei nicht mehr als eine analoge. Etwas schwieriger ist hier vielleicht nur die Diafotografie, da man hier ein Motiv nachträglich nicht mehr beschneiden kann, um die Bildaussage zu verbessern.

Soweit ich Dich verstanden habe, ist aber gerade letzeres das, was Du auch willst. Insofern kannst Du Dich auch ruhig an eine analoge Kamera heranwagen :).

Gruß
Ralf

P.s.: An letzerem Punkt verzweifele ich auch regelmäßig, viel öfter als an der technischen Umsetzung!
 
D

dete

NF Mitglied
guten Tag Ralf,

Da geht die Meinung schon in die richtige Richtung ,ich sehe wir verstehen uns. Mit einfach ohh Gott, das sehe ich jedesmal beim fotografieren mit der D70. Da ist nur eines einfach, die gute Menüführung. Mit der Aussage meinte ich nur , knipsen, gucken scheiße , neu machen.Sorry --- So machen es bestimmt einige die die gleiche Kamera haben wie du und ich. Ich will aber fotografieren und dazu gehört genau das was du eben geschrieben hast. Vor allem , auch deine Worte,- die Bildgestaltung--.
Zur Zeit habe ich genug gelegenheit zu lesen. Da kann man einiges lernen und dann natürlich versuchen umzusetzten. Die Kamera alleine macht gar nichts, wenn der der dahinter steht keine Ahnung, kein Felling und kein Talent hat, denke ich .
 
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