Lichtdichtungen erneuern?


Frank S

Unterstützendes Mitglied
Hallo Gemeinde.
Am Wochenende musste ich leider feststellen, das sich bei meiner Minolta X500 die Lichtdichtungen an der hinteren Klappe in Wohlgefallen auflösen. Mit eine ziemlich schmierigen Effekt. :frown1:
Was mit der Spiegeldämpfung ist weis ich noch nicht. "Sieht" aber erstmal i.O. aus.
Nach ein wenig googeln bin ich auf den gestoßen, bei dem man für 10,-€ (?) eine neuen Dichtungssatz erwerben kann.
Meine Frage: hat schon mal jemand dort eine solchen Dichtungssatz gekauft? Wie schwierig (sicher Typ- und Herstellerabhängig) ist der Wechsel in Eigenregie?

Schon mal Danke für Eure Antworten.
 

Stefan N.

NF Team
Hallo Frank,
ich habe mit beim Kameradoktor so ein Set für die FM2 gekauft. Es sind genau 10 Euro (8,90 + 1,10 Versand)
Es war nicht schwierig, wenn man sich Zeit nimmt und die Anleitung, die man per Mail bekommt auch befolgt.
Bei mir war der Wechsel der Spiegeldämpfung in einer halben Stunde erledigt, wobei das Entfernen der Reste des Alten und des Teers die meiste Zeit in Anspruch genommen hat.

Stefan
 
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Frank S

Unterstützendes Mitglied
Hallo Stefan.
Danke für die positive Antwort.
Ich bin zwar nicht der geduldigste Mensch :rolleyes:, aber die Minolta liegt mir irgendwie am Herzen.
Vielleicht, weil es meine erste eigen SLR war, die ich mir als Schüler durch einen Ferienjob im Straßenbau verdient habe.
 
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mbreu

Unterstützendes Mitglied
Hallo Frank,
ich habe auch schon an mehreren Kameras die Dichtungen und Spiegeldämpfer gewechselt.
Wie Stefan schon sagt ist das Entfernen der alten Dichtungsreste der schwierigste oder besser gesagt schmierigste Teil der Aktion.
Beim Wechseln der Spiegeldämpfer solltest Du darauf achten, dass keine Reste der alten Dichtungen auf die Matscheibe fallen. Das Zeug klebt wie Pech.
Der Kameradoktor liefert gute Dichtungen die auch sehr gut passen. Bei mir war bis jetzt immer so viel Material in der Lieferung das man eine zweite Kamera damit hätte bestücken können (na ja fast). Besonders das einkleben der Rückwanddichtungen ist ein Fummelei. Da hilft es schon wenn man einen Streifen mehr hat mit dem man ein bisschen üben kann.
 
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Stefan N.

NF Team
Hallo Stefan.
Danke für die positive Antwort.
Ich bin zwar nicht der geduldigste Mensch :rolleyes:, aber die Minolta liegt mir irgendwie am Herzen.
Vielleicht, weil es meine erste eigen SLR war, die ich mir als Schüler durch einen Ferienjob im Straßenbau verdient habe.
Aber gerne doch! Wenn du ein derartiges Verhältnis zu der Kamera hast, wird es dir auch nicht schwerfallen hier nicht schnell, schnell die Dichtungen zu wechseln. Wie ich schon im SW Film / selbstentwickeln Thread geschrieben habe, bin ich kein Großer, wenn es um Geduldsarbeiten geht, aber das hab selbst ich geschafft. Also nur Mut und frisch ans Werk.

Stefan
 
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peterkdos

Sehr aktives Mitglied
..F, F2A, mehrere FE's mussten "dranglauben".

Die Zuschnitte von Kamersdoktor waren OK, nur etwas zu lang.

Bei sorgsamer Arbeitsweise kein Problem, wie auch beim Vorschreibern: Die meiste Zeit geht an die Reinigung der Klebestellen.

Gruß

Peter
 
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Frank S

Unterstützendes Mitglied
.................Die meiste Zeit geht an die Reinigung der Klebestellen.

Gruß

Peter
Danke. Ihr macht mir Mut. Ehrlich.
Aber habt Ihr irgendwelche Mittelchen zum entfernen der kleberigen Reste benutzt?
 
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Stefan N.

NF Team
Danke. Ihr macht mir Mut. Ehrlich.
Aber habt Ihr irgendwelche Mittelchen zum entfernen der kleberigen Reste benutzt?
Der Kameradoktor empfiehlt in seiner Anleitung, die du nach dem Kauf bekommst, erst die Reste mit angespitzten Holzstäbchen zu entfernen, dann mit Alkohol, kein Aceton, die Klebestellen zu reinigen.
Bin genauso verfahren und es war auch recht praktikabel.

Stefan
 
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Frank S

Unterstützendes Mitglied
Ich habe zu dem Thema mal ein kleines Tut gebastelt.
Klick mich.
Klasse "Tut".
Danke für Deine Mühe, und auch für Antworten der Anderen.
So schwer scheint die Geschichte ja doch nicht zu sein.
Ich denke, dann werde ich mich auch mal daran versuchen, meine Minolta zu "retten".
 
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Knut

Sehr aktives Mitglied
Moin,
ich habe nicht die Nerven für sowas und habe Glück, das in D´dorf jemand professionell alte Schätzchen repariert.

Das Austauschen aller Lichtdichtungen an meiner Minolta XE-1 hat letztens mit Rechnung 35,- Euro gekostet.

Wenn man mal die Dichtungen plus Versand plus Alkohol (soweit nicht vorhanden) rechnet, dann würde ich meine analogen Kameras immer wieder in Profihände geben.

Gruß
Knut
 
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EchoRomeo

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Das Geld für die teuren Zuschnitte

kannst Du Dir übrigens auch sparen.
Das Material auf der Rückseite der meisten dünnen Mauspads ist identisch.
Einfach einen Streifen doppelseitiges Klebeband aufkleben und dann die rutschige (normalerweise sichtbare) Schicht des Mousepads abziehen.
Dann nur noch entsprechende dünne Streifchen mit einem scharfen Messer herauschneiden und vor dem Aufkleben natürlich die Schutzfolie des Klebebands entfernen.
Das ergibt auch 1a Spiegelbremsen die sogar die richtige Dicke, Dichte und Rückfederkraft haben.
 
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Stefan N.

NF Team
AW: Das Geld für die teuren Zuschnitte

kannst Du Dir übrigens auch sparen.
Das Material auf der Rückseite der meisten dünnen Mauspads ist identisch.
Einfach einen Streifen doppelseitiges Klebeband aufkleben und dann die rutschige (normalerweise sichtbare) Schicht des Mousepads abziehen.
Dann nur noch entsprechende dünne Streifchen mit einem scharfen Messer herauschneiden und vor dem Aufkleben natürlich die Schutzfolie des Klebebands entfernen.
Das ergibt auch 1a Spiegelbremsen die sogar die richtige Dicke, Dichte und Rückfederkraft haben.
Also ich weiß nicht, ob man hier an der richtigen Stelle sparen würde. Der Kameradoktor erklärt auf seiner Seite recht überzeugend, warum sein Material nicht so ohne Weiteres durch irgendeine Behelfslösung ersetzt werden kann. Das fängt bei seinen Klingen an und setzt sich im Dämmmaterial fort. Er schreibt auch, was passieren kann, wenn das Material für die Spiegeldämpfung nicht genau die Stärke und Beschaffenheit des von ihm Verwendeten hat.
Ich finde die 10 Euro muß man nicht sparen.

Stefan
 
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EchoRomeo

Unterstützendes Mitglied
AW: Das Geld für die teuren Zuschnitte

Der Kameradoktor erklärt auf seiner Seite recht überzeugend, warum sein Material nicht so ohne Weiteres durch irgendeine Behelfslösung ersetzt werden kann...
Würdest Du auch machen, wenn Du mit Deinem Wissen/Trick bei minimalem Einsatz maximalen Gewinn einfahren kannst.

Am heikelsten sind die Spiegeldichtungen. Und die bestehen bei meinen Cams aus Mouspad... no Problems.

Die sonstigen Lichtdichtungen sind technisch/mechanisch völlig unkritisch.

Gibt nur mehr solche Abzockereien rund ums Fotografieren. Klistierspritzen für Pfennige die zu teuren Ausblasgeräten für DSLRs mutieren oder die fusselfreien Iso-Alkopads zum Sensorputzen,,,
 
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Stefan N.

NF Team
Bleibt dir natürlich unbenommen und wenn es auch langfristig funktioniert freut es mich für dich.
Einen Reibach macht er sicher nicht mit dem Zuschnitt, das sieht man auch und vor allem an seinen Versandkosten. Abzocker habe ich ganz anders in Erinnerung.

Stefan
 
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mbreu

Unterstützendes Mitglied
AW: Das Geld für die teuren Zuschnitte

Am heikelsten sind die Spiegeldichtungen.
Die sonstigen Lichtdichtungen sind technisch/mechanisch völlig unkritisch.
Das sehe ich anders. Der Spiegel schlägt flächig gegen die Dichtung. Hier reichen auch bröselige Reste um dem Spiegel den Schwung zu nehmen. Es muss lediglich vermieden werden, dass der Spiegel auf die blanken Anschläge klatscht.
Bei den Lichtdichtungen in der Kamera Rückwand wirken, mit jedem Öffnen und Schließen der Klappe, Scherkräfte auf die Dichtungen. Die mechanische Beanspruchung ist wesentlich höher. Hier kann schon das fehlen kleinere Teile zu Lichteinfall und somit der Zerstörung des Films führen.

Gibt nur mehr solche Abzockereien rund ums Fotografieren.
Für einen Umsatz von 10 € pro Dichtungssatz würde ich mich nicht hinsetzen und diese Dinger zuschneiden. Alle Dichtungen haben unterschiedliche Stärken und sind sogar aus verschiedenen Materialien (Alle diese Materialien muss der Kameradoktor auf Vorrat haben). Schon die Skizze die jeweils in der Karten ist zeugt davon das der Mann sein Geschäft mit einer gehörigen Portion Begeisterung betreibt.
Das ist aber nur meine Meinung. Ich finde das Preis/Leistungsverhältnis beim Kameradoktor absolut in Ordnung.
 
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EchoRomeo

Unterstützendes Mitglied
Ihr dürft es halten wie Ihr wollt...

ich hab Euch nur den Tip gegeben.

Tip stammt aus gut zehn Jahren mehr oder minder intensiven Bastelerfahrung bei der "Wiederbelebung" von alten Schätzchen mit mürben Dichtungen.
Einige zehn - vor allem Nikons - stehen bei mir in der Vitrine, einige werden noch von mir und Bekannten geführt.
Vor allem: Alle funktionieren und sind dicht.
Meine nächsten Bastelobjekte für die Winterabende: F2, FT2, eine Pentax und ein kleines Rudel KB-Kompakte.
Wäre ziemlich mühsam - ob er dafür überhaupt Schablonen hat - alles zu bestellen. DiY ist da preiswerter und geht schneller.

PS: Wenn der Deckel "Scherkräfte" entwickelt, dann ist was gewaltig schief gelaufen und wird nicht lange heben. Wenn, dann wird diese Dichtung auf Press beansprucht.

PPS: Die alten Dichtungen und Brösel lassen sich am einfachsten mit "Häkchen" und "Schaber" aus der Werkzeugkiste Zahnarzt herauskratzen und mit einem Akku-Krümelsauger entfernen.

Springblende zu
 
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Frank S

Unterstützendes Mitglied
Auch EchoRomeo Danke für seine Bemühung.
Aber ich denke da ehr wie Martin. 10,-€ sind wirklich nicht zuviel, zumal ich mich das erste mal an eine solche Reparatur heran wage. Da bin ich dankbar, dass es diese fummeligen Dichtungen fertig gibt.
 
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