Kratzer Auswirkung auf Abbildung?

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letitbe

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Hallo,

ich möchte mir ein gebrauchtes 105/4 Mikro kaufen. Ich hab da jetzt ein sehr günstiges Angebot mit 90 Euro, allerdings mit Kratzer auf der Frontlinse, alles andere ist o.k.. Ich habe ein Bild davon eingestellt. Wie würdet ihr die Auswirkung einschätzen? Laut Vorbesitzer wirkt es sich nicht aus. Kann jemand das aus eigener Erfahrung beurteilen?
Würde sich ein Kauf mit Linsentausch im Service lohnen? Weiss jemand was eine neue Frontlinse kostet?
 
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Lordfubbes

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Bei kleineren Blenden machen sich die Kratzer vielleicht bemerkbar, bei einem Makro könnte das dann schon kritisch werden...

Gruß Erik
 
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uwestalf

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Das sieht mir nicht nach Kratzer aus sondern eher so, als ob da kleine Teile der Frontlinse abgesplittert sind! Würde ich auf keinen Fall nehmen!
 
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volkerm

Guest
letitbe schrieb:
Wie würdet ihr die Auswirkung einschätzen?

Schlechtes Streulichtverhalten, Verschleierung bei Gegenlicht. Die Macke ist schon sehr heftig.

letitbe schrieb:
Weiss jemand was eine neue Frontlinse kostet?

Diese kleinen Linsen sind normalerweise nicht teuer, das dürften vielleicht 30-40€ Ersatzteilkosten sein falls (!) es die Linse noch als Ersatzteil gibt. Nur den Einbau kann ich schlecht abschätzen. Bei anderen Tele ist vorne z.T. ein sichtbarer kleiner Ring und man kann die Frontlinse in ein paar Sekunden ausbauen. Beim 105/4 sehe ich noch nicht, wie man die Linse demontiert.
 
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letitbe

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Das gibts doch gar nicht! Hab die Frage noch nicht einmal richtig abgeschickt ...und schon drei kompetente Antworten. :)
Ich teile auch eure Bedenken, ich habe allerdings keine Objektive mit Schrammen und kann daher schwer abschätzen, wie sich solche Kratzer (oder sogar Absplitterungen) tatsächlich auswirken. Ich glaub ich kontaktier einmal Nikon Service, was ein Austausch kosten würde.
Danke!!und Gruß
Thomas
 
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CALYPTRA

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Bin ganz der Meinung von Uwe: Ein kleiner Kratzer ist das schon nicht mehr. Sieht mir so aus, als wäre das was großfläche drübergeschabt bzw. sogar auf der Linse gedreht worden. Da die schadhaften Flächen recht breit sind, ist davon auszugehen, dass die Bildqualität durch Streulicht beeinträchtigt wird.
 
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Axel R.

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Lordfubbes schrieb:
Bei kleineren Blenden machen sich die Kratzer vielleicht bemerkbar, bei einem Makro könnte das dann schon kritisch werden...

Gruß Erik

Da sich die Kratzer im Randbereich befinden, trägt dieser Teil des Glases gerade bei kleineren Blenden gar nicht zur Bildentstehung bei, von daher würde ich es einfach mal ausprobieren.

lg
Axel
 
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volkerm

Guest
Axel R. schrieb:
Da sich die Kratzer im Randbereich befinden, trägt dieser Teil des Glases gerade bei kleineren Blenden gar nicht zur Bildentstehung bei

Moin Axel,

sicher?

Der Bildwinkel ändert sich doch nicht blendenabhängig. Lass mal ein Filter oder eine Sonnenblende seitlich in das Bildfeld ragen, das ist bei f22 genau so störend wie bei Offenblende.
 
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CALYPTRA

Sehr aktives NF Mitglied
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Auf die Anmerkung von Axel hin,

Axel R. schrieb:
Da sich die Kratzer im Randbereich befinden, trägt dieser Teil des Glases gerade bei kleineren Blenden gar nicht zur Bildentstehung bei, von daher würde ich es einfach mal ausprobieren.

mal eine Frage von mir einfach zu ins Forum:) geschmissen. Müssten sich solche Linsenbeschädigung nicht gerade bei kleinen Blenden stärker bemerkbar machen als bei großen Blenden?
 
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asaerdna

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Schluppi schrieb:
Müssten sich solche Linsenbeschädigung nicht gerade bei kleinen Blenden stärker bemerkbar machen als bei großen Blenden?
Auf jeden Fall! Und zusätzlich noch mit geringer werdender Brennweite (aber 100mm sind hier wohl eher unkritisch).
 
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Axel R.

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volkerm schrieb:
Moin Axel,

sicher?

Moin Volker,

nö, nicht sicher, aber folgende Überlegung:

- I. d. R. wird die Abbildungsleistung eines Objektives besser bei moderater Abblendung.
- Dies liegt zum großen Teil daran ( so hab ich das zumindest immer verstanden ), daß die "schwierig auszukorrigierenden Randstrahlen" durch die verkleinerte Eintrittspupille sozusagen abgeschottet werden; als einfaches Beispiel hier mal spärische Aberration genannt.
- Falls dem so ist, sollte eine Störung im Randbereich eigentlich bedeutungslos sein.

Während ich das hier so schreibe fällt mir allerdings auf, daß durch diese Störung allerdings auch erst vagabundierendes Streulicht AUF DER LINSENOBERFLÄCHE ENTSTEHT, was hier natürlich überhaupt nichts zu suchen hat und normalerweise durch die Fassung oder die Geli von vornherein ausgeschaltet werden würde, so aber sein qualitätsminderndes Werk ungehindert ausführen kann.

Da letitbe aber ja offensichtlich ungehinderten Zugang zu der Linse hat kann er doch mal eine Testreihe machen und uns alle aufklären, ob die Verschlechterungen nur theoretisch oder auch praktisch vorhanden sind.

lg
Axel
 
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tengris

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Ich weiss, das ist kein wirklich konstruktiver Beitrag, aber so ein zerschrammtes Ding würde ich nicht einmal geschenkt nehmen, außer vielleicht, um ein Bajonett für Adaptionen zu gewinnen. Solche Beschädigungen hat ein Objektiv nicht, weil es zu viel geputzt wurde. So sieht es aus, wenn es mal die Gletschermoräne runter gerasselt ist. Ich würde da nicht darauf wetten, dass es da nicht noch weitere Schäden davon getragen hat.
 
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Lordfubbes

Sehr aktives NF Mitglied
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Schluppi schrieb:
Auf die Anmerkung von Axel hin,



mal eine Frage von mir einfach zu ins Forum:) geschmissen. Müssten sich solche Linsenbeschädigung nicht gerade bei kleinen Blenden stärker bemerkbar machen als bei großen Blenden?

Nichts anderes schrieb ich.

Gruß Erik
 
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CALYPTRA

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Axel R. schrieb:
- I. d. R. wird die Abbildungsleistung eines Objektives besser bei moderater Abblendung.
So weit richtig.

Axel schrieb:
- Dies liegt zum großen Teil daran ( so hab ich das zumindest immer verstanden ), daß die "schwierig auszukorrigierenden Randstrahlen" durch die verkleinerte Eintrittspupille sozusagen abgeschottet werden; als einfaches Beispiel hier mal spärische Aberration genannt.
- Falls dem so ist, sollte eine Störung im Randbereich eigentlich bedeutungslos sein.

Abgeschottet werden nur die Strahlen im inneren des Objektives. Die Frontlinse hingegen läßt auch noch die auf den Randbereichen durch. Das muss auch so sein, denn würden die Strahlen bereits am Rand der Frontlinse abgeschnitten, würde sich ja der Bildwinkel des Objektives verkleinern (die Brennweite verlängern).

Den Effekt kannst du dir sehr schön selbst verdeutlichen. Stelle dazu die kleinste mögliche Blende ein und lege einen Finger an den Rand des Objektives (aber nicht auf die Linse fassen:)), so dass er leicht ins Blickfeld des Objektives reinragt. Schaue nun durch den Sucher und du wirst nur einen leichten Schatten sehen können. Drückst du jetzt die Abblendtaste für die Arbeitsblende und der Schatten sollte sehr deutlich erkennbar sein. So habe ich mir das auch verdeutlicht.:up:
 
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Martin F.

NF Team
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Mich würde mal interessieren, wie dieser doch rel. starke Schaden überhaupt passieren konnte? Die Frontlinse der Macros sitzt ja ziemlich weit im Tubus und ist schon dadurch recht gut geschützt. Also vom Putzfimmel kommt das wohl nicht. Irgendwas reingefallen? Stein, Schraube ...?

Ich fing mir ja mal mit einem 80-400 einen fliegenden Kieselstein bei einem Motorsportevent ein, der dann aber auch gleich die Frontlinse knackte - das waren dann ca. 250,- EUR... Aber Bilder machte die Linse immer noch problemlos, und die Krätzerchen des Macros werden sich sicher auch erst bei extr. Gegenlicht bemerkbar machen, wenn überhaupt.
 
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volkerm

Guest
Martin F. schrieb:
Die Frontlinse der Macros sitzt ja ziemlich weit im Tubus und ist schon dadurch recht gut geschützt.

Das täuscht etwas auf dem Foto. Sieht steil aus, ist aber eher flach und die Linse ist weniger als 1cm zurückgesetzt.
 
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letitbe

Sehr aktives NF Mitglied
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Hallo,
bin wieder zurück
also die Frontlinse ist laut Information Nikon Service Wien nicht mehr lieferbar und daher das Objektiv auch nicht reparierbar.
Und damit muss ich mir wohl überlegen, ob ich die 90 Euro riskieren soll, in der Hoffnung, dass es wirklich nur in extremen Gegenlichtsituationen auswirkt. Das Objektiv an sich soll ja an der D200 wirklich toll sein.
Oder doch lieber 300 Euro drauflegen und ein AF 105/2.8 D abwarten. Ja, ja hätte man immer nur solche Sorgen...
Gruß
Thomas
 
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volkerm

Guest
Hallo Thomas,

ich würde weder dieses beschädigte Objektiv für 90€ kaufen noch ein AF-D.

Warum nicht auf ein 105/4 Micro in gutem Zustand warten, das es für ~200€ gibt? So selten ist das ja auch nicht.

Das würde ich optisch besser einstufen als das AF-D, es hat die schönere Mechanik und für meinen Geschmack auch das bessere Handling.
 
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letitbe

Sehr aktives NF Mitglied
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Hallo Volker,

genau das sagt auch eine Seite in mir und dann meldet sich die "jetzt-aber-endlich-haben-wollen-Seite". Mal sehen welche gewinnt.
Das Problem ist nur das ich das Objektiv in letzter Zeit nur sehr teuer (um ca. 400,- Euro) gefunden habe.
Oder hat jemand einen Link?
Gruß
Thomas
 
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