Kaufberatung & Hilfestellung


lenkgiraffe

Unterstützendes Mitglied
Zunächst ein "Hallo" an alle Mitglieder ;)
wie man sieht bin neu hier und bin beim Recherchieren nach einer passenden SLR auf dieses äußerst informative Forum gestoßen.
In der Vergangenheit habe ich zunächst analog mit einer Pentax fotografiert, im digitalen Bereich zig Sony Kompaktkameras genutzt und im letzten Jahr mir eine Panasonic FZ50 gekauft, da ich den SLR-Umstieg aus Kostengründen zugegebenermaßen etwas gescheut habe. Im nachhinein betrachtet war es ein Fehler, aus diversen Gründen. Bspw. gibt es für die Kamera kein Unterwassergehäuse (ausser Sonderanfertigung), im Makrobereich hat diese Kamera auch ihre Grenzen. Kein UW-Modus etc. Wie auch immer - seid Monaten trage ich in mir den Gedanken des Umstiegs auf SLR - Herstellerseitig habe ich mich für Nikon-Technik entschieden.

Um einigermaßen zukunftssicher das Equipment zusammenstellen zu können, hoffe ich, dass ich den einen oder anderen guten Rat in Sachen Entscheidungsfindung hier bekommen kann. Der Anwendungsbereich ist neben der angesprochenen UW-Fotografie - ein IKELITE Gehäuse ist auf Markt - vorwiegend Urlaubsfotos, Städtereisen, Personen- und Gebäude, ab und zu Tierfotografie in freier Natur (wie es sich so manchmal ergibt). Da ich im Herbst auch Papa werde, kommen natürlich Bilderchen zuhause für den Nachwuchs hinzu - auf beruflicher Ebene wird die Kamera für Dokumentationszwecke und Veröffentlichungen in Sachen Detailgenauigkeit benötigt - sprich kleine Jumper und Speicherchips auf Mainboards für PCs, Anschlüsse, Steckverbindungen etc pp werden geknipst.

Für die D300 ist bspw. ein einigermaßen bezahlbares UW Gehäuse verfügbar, auch macht die D300 einen klasse Eindruck, die ich in einem Geizistgeil Laden schon mal etwas ausprobiert habe.

Nun meine Fragen:
Ist die D300 Quark und ein Warten auf die D700 lohnt?

Ist die D300 für die beschriebenen Zwecke in Ordnung und einigermaßen zukunftsicher oder zu überdimensioniert?
Falls letzteres - Alternativen?

Welche(n) Objektiv(e) mit guten Preis/Leistungsverhältnis wäre für den beschriebenen Einsatzbereich notwendig / zu empfehlen?

Herzlichen Dank und Euch noch ein schönes WE!

Mike
 

Kadele

NF-F Premium Mitglied
Hallo Mike,

zum Thema Unterwasserfotografie kann ich leider nichts beitragen; aber sonst führst Du fast alle Möglichkeiten der Fotografie auf.
Ich nutze die D 300 seit ein paar Monaten und bin begeistert. Vornehmlich Reise- und Naturfotografie, aber auch sonst alles, was sich lohnt, festgehalten zu werden.
Als "Immerdrauf" habe ich das Sigma 17-70 Makro; ist leicht, rel. lichtstark, kostet nicht die Welt und hat zusätzlich eine Makro-Einstellung. Reicht für viele Alltagssituationen.
Dazu das Nikkor AF-S 4,0 12-24. Für Tieraufnahmen ein Nikkor AF VR 80-400.
Vorteile der D 300 aus meiner Sicht:
sehr gute Haptik; robust, funktionale Bedienung, (einigermassen) logische Menüführung mit sehr vielen Einstellmöglichkeiten, Empfindlichkeitseinstellung bis ISO 1600 super, sehr schnelle Serienbilder möglich, gutes eingebautes Blitzgerät, erstklassiges Sucherbild (bin selbst Brillenträger).
Der Preis wird mit der Zeit auch immer günstiger. Also ran !
Grüße
Kadele
 
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lenkgiraffe

Unterstützendes Mitglied
@Kadele, Danke zunächst für Deine Gedanken und Tipps dazu. Zum Thema UW-Fotografie: Wenn es um einen Tauchurlaub geht, dann sind es so in 3 Wochen so ca. 3000 UW Bilder - sprich unter Wasser ist nichts mit lang fackeln. Hat einen Touch von "Schnappschußfotografie" wo es schnell gehen muss, da sonst die Motive "abhauen". Von dem her glaube ich etwa mit Sportfotografie vergleichbar - in dunkeleren Gefilden womöglich mit Concert-Fotografie. Hier steht jedoch das Wohl des Tauchers auf der Liste auf Platz 1, Respekt der UW Umgebung, Nichts Anfassen etc. - also die Einhaltung der "Taucherregeln" .

Habe etwas gestöbert - Pro´s Con´s der User hier in den unterschiedlichsten Foren gelesen. Es scheint so zu sein, dass die D700 im Vergleich zur D300 in Sachen IS= Werte bessere Ergebnisse liefert. Das kann möglicherweise gerade unterwasser sinnvoll sein, spart man sich die ganzen externen Arme mit Lampen & Blitzen dran... Naja weiterlesen ;)

Schönen Sonntag Euch allen!
 
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GregorDamian27

Aktives NF Mitglied
Auch ich kann zum Thema Unterwasserfotografie nicht's sagen, aber solltest Du das zusätzliche Kleingeld für die D700 anstatt der D300 haben, würde ich Dir zur D700 mit dem AF-S 14-24 raten, einfach aufgrund des enormen Weitwinkels... siehe auch hier :http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/showthread.php?t=66940

MfG, Gregor
 
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Alexander Kunz

Unterstützendes Mitglied
Wenn Du Dich heute für eine D300 oder D700 entscheidest ist das sicherlich im Moment die zukunftssicherste Entscheidung die Du treffen kannst. Du musst Dir nur im Klaren darüber sein, dass Du ab dem ersten Tag nicht mehr "einfach so" drauflosfotografieren kannst und eine Automatik alles richtet. Das gibt es bei diesen Kameras nicht. Aber wenn Du früher schon analog fotografierst hast ist das vielleicht auch gar kein Hindernis für Dich.

Zwischen D300 und D700 ist der grosse Unterschied halt das Sensorformat. Das wirkt sich auf die weiteren Investitionen aus, weil man ja auch entsprechende Objektive braucht.
 
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lenkgiraffe

Unterstützendes Mitglied
Hallo Alexander & Gregor, Danke zunächst! Mal doof gefragt, die D700 ist doch noch gar nicht so lange auf dem Markt - sprich entsprechend "schlecht" schaut es doch mit den entsprechenden Objektiven aus. Ist das FX Sensorformat wirklich so notwendig? Demgegenüber wird hier im Forum sehr häufig die Meinung vertreten lieber D700 mit "schlechterem" Objektiv als ne D300-Klasse mit gutem Objektiv... Aber ein schlechtes Objektiv ist bzw. kann ja "nur" DX... oder habe ich da nen Filmriß? :fahne:

Schönen Tag Euch allen!

Mike
 
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bmfoto

Unterstützendes Mitglied
Die D700 ist derzeit noch gar nicht zu erwerben. Ich meine gelesen zu haben, daß sie im öffentlichen Handel ab dem 25.07.2008 zu haben ist. Also reale Erfahrungsberichte wirst du frühestens ab Mitte August bekommen. Die Jenigen die in den nächsten Tagen ihre D700 in den Händen halten werden, werden in der verständlichen "Neu-Habenwill-Euphorie" noch keine verwertbaren Tests veröffentlichen können.

Die Theorie, an der D700 könnte man besser mit Billigoptiken zurechtkommen als an DX Kameras ist grober Unfug!!!!!!

Einziger Vorteil am FX Sensor ist, daß du den Brennweitenverlängerungsfakto (1,5) nicht mehr hast und du z.B. auf alte WW-Objektive zurückgreifen kannst und nicht unbedingt 12 oder 14mm Linsen Brauchst um einen wirklichen Weitwinkel zu erhalten.

LG Benni, der dir lieber zu einer D300 mit einem anständigen Objektiv raten würde, als zu einer D700 mit einem Plasikrohr zu.
 
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bmfoto

Unterstützendes Mitglied
Hallo Alexander & Gregor, Danke zunächst! Mal doof gefragt, die D700 ist doch noch gar nicht so lange auf dem Markt - sprich entsprechend "schlecht" schaut es doch mit den entsprechenden Objektiven aus. Ist das FX Sensorformat wirklich so notwendig? Demgegenüber wird hier im Forum sehr häufig die Meinung vertreten lieber D700 mit "schlechterem" Objektiv als ne D300-Klasse mit gutem Objektiv... Aber ein schlechtes Objektiv ist bzw. kann ja "nur" DX... oder habe ich da nen Filmriß? :fahne:

Schönen Tag Euch allen!

Mike
Ein DX Objektiv ist nicht schlecht, wo hast du denn diesen Schwachsinn aufgegriffen. Ein DX Objektiv ist nur einfach nicht für FX zu gebrauchen. Die "normalen" (Nicht DX) Objektive sind sowohl für DX als auch FX verwendbar.
Sicher gibt es da vereinzelt welche, die an DX nichts taugen und umgekehrt aber im Großen und ganzen kannst du an DX Kameras fast alles Verwenden, was Nikon je gebaut hat (Natürlich nur an den Kameramodellen die einen AF-Motor besitzen)
An FX kannst du fast alles verwenden, was Nikon je gebaut hat außer DX

Ich hoffe du Verstehst mein Wirrwar

LG Benni
 
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Alexander Kunz

Unterstützendes Mitglied
Mal doof gefragt, die D700 ist doch noch gar nicht so lange auf dem Markt - sprich entsprechend "schlecht" schaut es doch mit den entsprechenden Objektiven aus.
Ich versuch's mal zu erklären...

"FX" ist nur die Bezeichnung für den Sensor der (fast) das Format des Kleinbildfilms hat. Vor dem Eintritt Nikons in das digitale SLR-Segment waren alle Kameras und Objektive für dieses Format gebaut, und genau daran knüpfen nun die D3 und die D700 mit Ihrem "Kleinbild", "Vollformat", "FX" Sensor an - man kann also alles ausser den DX-Objektiven ohne Einschränkungen am FX-Sensor verwenden (einschränkenderweise sei erwähnt, dass der digitale Sensor andere Ansprüche an die Optiken stellt).

Der "DX" Sensor aller anderen digitalen SLRs von Nikon ist kleiner. Man sieht nicht das ganze Bild, sondern nur einen Ausschnitt davon. Dieser Ausschnitt entspricht dem Bildwinkel einer Brennweitenverlängerung um den Faktor 1,5 - daher hat Nikon Objektive gebaut, die auch nur diesen Ausschnitt vollständig "beleuchten". Man kann diese Objektive an jede Kamera anschliessen, aber Film und den FX-Sensor leuchten diese Objektive nicht vollständig aus, es bleiben schwarze Ecken (die FX-Kameras schalten daher standardmäßig automatisch auf eine verringerte Auflösung und verwenden nur einen Teil des Sensors, damit reduziert sich die Auflösung von 12MP auf runde 5MP).

Alles klar? :dizzy:
 
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PhysEd

Unterstützendes Mitglied
Hallo,

konkret: wie viel bist du bereit zu investieren? Bedenke, dass die D700 nicht ganz billig ist, bei der D300 gibt es - zumindest in der Schweiz - zur Zeit eine Cashback Aktion.

Dann kostet neben der Kamera die Linsen und all der Zubehör auch nicht gerade wenig. V.a. wenn die das Fieber gepackt hat - wie bei mir seit einigen Monaten - dann gibst du im nu einige 1000(!) euro mehr aus als geplant.

Mein Vorschlag:
D300
lichtstarke Festbrennweite (ev. mehrere) à la Sigma 30/1.4, Nikon 50 od. 85/1.4. Gerade die 50/85mm eigen sich sicherlich gut für die UW Fotographie, sowie für Portraits. Zusammen mit der guten ISO Werten der D300 ideal bei wenig Licht.

Dann einige Zooms in den Bereichen 10-300/400mm für den Alltag und die Naturfotographie.
Ich habe den Bereich wie in meiner Signatur abgedeckt (eher günstig).

Wenn Geld keine Rolle spielt, dann vielleicht doch die D700 und folgende Linsen:
14-24/2.8
24-70/2.8
70-200/2.8
200-400/4... ich will gar nicht erst zusammenrechnen.

Gruss
Michi
 
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atzi63

Aktives NF Mitglied
Hi,
für UW braucht man meist Macro oder Weitwinkel.
Telezooms habe ich UW noch nie gesehen.
Objektive die beim Zoomen merklich ausfahren funktionieren in den meisten Gehäusen prinzipiell nicht.
Macro und Normal: Planport reinbauen und los gehts.
Weitwinkel / Fisheye: Domport erforderlich, kostet nochmal 500...1000EUR extra.
Für Fotos im Flachbereich gibts Farbfilterfolien mit einem speziellen rosa-Ton, die das Licht so hintrimmen, dass der Weissabgleich der Kamera einigermassen funktioniert. ISO etwas hochdrehen und es kann losgehen.
Gescheite Tauchlampen (35W HID oder 50W HID; Tank + Lampenkopf ab 1200EUR) helfen für geringe Entfernungen. Für Macro kann man den SB800 in ein Gehäuse bauen. Für "richtige" Blitzaufnahmen ist Subtronic o.ä. angesagt (Blitzenergie 200Ws, also ca. 4x soviel wie SB800). Für einen Subtronic + Blitzarm sind schnell nochmal 2000EUR weg, und für schöne Ausleuchtung braucht man eigentlich zwei.
Ich würde eine D300 nehmen und das gesparte Geld für Linsen, Licht, Zubehör und evtl. ein anständiges Alugehäuse ausgeben.
Gute Möglichkeit zum Anschauen: BOOT Düsseldorf, Taucherhalle, immer Ende Januar.
Eventuell macht es Sinn, auch Olympus mal zu betrachten, da kommt man für Unterwasser wesentlich kleiner, leichter und billiger weg.
Über Wasser natürlich Nikon...
Grüsse
Johannes
ps: ich knipse UW mit coolpix und schaue jedes Jahr wie es im Bereich SLR-Gehäuse aussieht. Eigene UW-SLR-Erfahrung hab ich kaum, aber ich kenne UW-Fotografen die regelmässig unglaubliches Geld ausgeben.
Ach ja, nochwas: zukunftssichere Digitalkameras gibts bisher nicht...
 
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