JPEG mit den neuen FX-Nikons als RAW-Ersatz endlich möglich?


almaron

Unterstützendes Mitglied
Hallo allerseits,

vielleicht erstmal ein paar Worte zu meiner Person, bevor ich hier um Auskunft bitte: Ich fotografiere Hochzeiten und andere Anlässe, derzeit mit einer 5D und einigen Linsen von 15-135 mm. Wie so viele andere Canon-User beobachte ich die Entwicklung des Nikons-Systems sehr genau :)

Jetzt meine Frage: Ist es denn mit den neuen Nikons nun endlich möglich, auf RAW zu verzichten? Vielleicht mit geschickter Nutzung von D-Lightning, evtl. als Bracketing-Funktion? Auch bei schwierigen Lichtverhältnissen? Und der Weißabgleich, wie sieht es damit aus?

Bei meiner 5D ist an JPEG als Aufnahmeformat nicht zu denken, dafür belichtet sie zu ungenau und die Dynamik ist darüberhinaus zu eng. Nach EBV bin ich allerdings einigermaßen zufrieden.

Die gewaltigen bildbearbeitenden Möglichkeiten der D3 zusammen mit der hohen Geschwindigkeit sollten doch (evtl. mit Bracketing) ermöglichen, alle Bildinformationen per JPEG einsammeln zu können, oder?

Viele Grüße
Bela
 

andix

Unterstützendes Mitglied
Ich bin von der D2/200 auf die D3 umgestiegen.
Bei den Modellen der D2x-Serie war RAW für echte Qualität Pflicht.

Das hat sich mit der D3/D300er Serie (auch wohl D700, hier habe ich aber selbst keine Erfahrungen) geändert. Mein Fazit nach einem sehr ausführlichen Test:

* ich kann JPEG so konfigurieren, dass i.W. meine Einstellungen des RAW-Konverters schon in der Kamera vorweggenommen werden.
* RAW 14-Bit bringt nichts (ich finde kaum Unterschiede)
* ich fotografiere jetzt 90%+ JPG
* RAW nur noch, falls sowieso erhebliche Nachbearbeitung kommt

Die individuelle Anpassung der JPG-Engine bleibt einem m.E. aber nicht erspart.
Dabei muss man auch etwas Einarbeitungszeit investieren.

Der Default ist Okay, genügte mir aber nicht.
 
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Hallo allerseits,

vielleicht erstmal ein paar Worte zu meiner Person, bevor ich hier um Auskunft bitte: Ich fotografiere Hochzeiten und andere Anlässe, derzeit mit einer 5D und einigen Linsen von 15-135 mm. Wie so viele andere Canon-User beobachte ich die Entwicklung des Nikons-Systems sehr genau :)

Jetzt meine Frage: Ist es denn mit den neuen Nikons nun endlich möglich, auf RAW zu verzichten? Vielleicht mit geschickter Nutzung von D-Lightning, evtl. als Bracketing-Funktion? Auch bei schwierigen Lichtverhältnissen? Und der Weißabgleich, wie sieht es damit aus?

Bei meiner 5D ist an JPEG als Aufnahmeformat nicht zu denken, dafür belichtet sie zu ungenau und die Dynamik ist darüberhinaus zu eng. Nach EBV bin ich allerdings einigermaßen zufrieden.

Die gewaltigen bildbearbeitenden Möglichkeiten der D3 zusammen mit der hohen Geschwindigkeit sollten doch (evtl. mit Bracketing) ermöglichen, alle Bildinformationen per JPEG einsammeln zu können, oder?

Viele Grüße
Bela
Hallo Bela,

erstmal herzlich Willkommen im Nikon Forum.

Meiner Meinung nach gibt es auf deine Frage eine klare Antwort: JA
Seit die JPG's der D3 bei aktiviertem D-Lighting eine Qualität erreicht haben wie sie zuvor nicht einmal mit Einsatz von EBV machbar waren (Punkto Bildrauschen) kann man mit kleinen Abstrichen in brenzligen Mischlichtsituationen beim Weißabgleich fast perfekte JPG Files out of cam erwarten. Braketing ist trotzdem in manchen Fällen von Vorteil.

LG

Wolfgang
 
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FLB

Unterstützendes Mitglied
Die 90% in JPG kann ich für mich bestätigen. Eher sogar noch mehr.
RAW kommt nur noch in Frage, wenn ich weiß, daß ich etwas davon in DIN-A3 an der Wand haben will.

Das D-Lighting setze ich, sofern überhaupt erforderlich, erst bei der Bearbeitung mit NX2 ein. In der D3 bleibt es deaktiviert.
 
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D

D200User

Guest
Da ich selber bisher immer DXO als weitestgehend automatisch arbeitende Software nutze um auf 90 Prozent nutzbare Bilder zu kommen, bin ich über die hier gefallenen Aussagen natürlich begeistert.

Andererseits würde es mich interessieren, ob jemand RAW 14bit und DXO vs. RAW 12bit und DXO mal eingesetzt hat und dazu etwas sagen kann.
Rein vom mathematischen sollte DXO das 14bit Luxusangebot doch zu noch bessere Bildern bringen können, oder?

Zu den hier gemachten Aussagen Pro jpeg - gilt das auch für Mischlichtsituationen oder ist da das Potential von RAW gefordert?

Helmut
 
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miez

Sehr aktives Mitglied
klares ja plus eine Ergänzung zu der impliziten Unterstellung, bislang sei das mit Nikons nicht möglich gewesen: Die Unterstellung ist falsch.
 
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Magicfm

Unterstützendes Mitglied
In den meisten Fällen klappt das hervorragend! Mit den Einstellungen für Personen auf neutral, Sättigung +2, Schärfe +2; bei Landschaft u.a. auch Brilliant Schärfe +2; sowie D-Lght entsprechend der Lichtsituation kommst du meist zu Super Ergebnissen, die es in der Tat vorher nicht gab!
Wenn du dann RAW fotografierst und Capture NX2.0 als Converter wählst, kannst du die Kameraeinstellungen dort nachträglich verändern, falls nötig (meist ist es nicht) - Bilder als jpg oder Tiff abspeichern - fertig! Einfacher geht es nicht. Bin übrigens nach langem Suchen (auch ACR-CS3) beim Capture NX2.0 gelandet - die Ergebnisse sind überragend!
 
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Ralf aus HH

Unterstützendes Mitglied
Hallo Bela!

Mit durchdachten Einstellungen an der Kamera kann man auf RAW eigentlich verzichten. Ich selbst nehme es als Sicherheit immer nochmal mit. Das ist aber eigentlich, wenn ich ehrlich bin, nur für mein Sicherheitsgefühl.

Gruß aus Hamburg!

Ralf
 
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Magicfm

Unterstützendes Mitglied
Hallo Ralf,

RAW machen vor allem in kritischen Lichtsituationen Sinn und wenn du die Daten z.B. für den Druck aufbereiten musst (Konvertierung in TIFF, CMYK etc.) Auch ist es dann erforderlich, Feinarbeit am Bild zu leisten, die verlustfrei nur aus dem RAW zu machen ist.
 
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