Frage Ist das alte Teil was wert?

Reiner_Unfug

NF Mitglied
Hallo,

ich habe von einem Freund eine analoge Kamera übergeben bekommen, die einst seinem schon länger verstorbenen Vater gehört hat.

Ist die was Wert oder kann man die entsorgen?

Es handelt sich dabei um Kamera, Objektive und Blitz:
- Revueflex AC 2
- 35 mm Fest 1:2,8
- 50 mm Fest 1:1,4
- 200 mm Fest 1:3,5
- Revuetron bc 26 s (Aufsteckblitz)
Dazu noch eine große Tasche, wo alles reinpasst und ein Extra-Tragegurt.
Vom Optischen her, sieht alles Top aus

Danke für eure Einschätzung
 
Bild

Nicname

Sehr aktives Mitglied
Hallo,

was ist der finanzielle "Wert" gebrauchten Fotogerätes? Wer legt Diesen fest? Im Allgemeinen ergibt sich der Wert aus dem, was Käufer bereit sind, zu einem Zeitpunkt x dafür zu bezahlen. Es könnte einen Versuch wert sein, den Artikel hier, im Nachbarforum oder in der Bucht anzubieten. Ich fürchte aber, das Ergebnis wird Dich nicht zufriedenstellen.
 

shovelhead

Sehr aktives Mitglied
Zwischen nüscht und einem Hunni für Alles. Die Objektive haben das K-Bajonett, dass Pentax auch heute noch verwendet. Allerdings ist das Interesse überschaubar.

Zahl das Bier selbst und belichte ein paar Filme mit der Kamera - vielleicht ist das dein Einstieg in die analoge Photographie ...
 

cjbffm

Registrierte Benutzer_B
Quelle hat Kameras, aber vor allem Objektive aus verschiedenen Quellen (sic!) zugekauft. Von sehr mäßig bis
durchaus gut war da manches dabei.
Über deine Kamera habe ich dieses gefunden - gebaut von Chinon und damals das Spitzenmodell im Haus Quelle:
Immerhin hat dieses Modell nach diesem Autoren 549 DM gekostet. Das war damals schon einiges.

Kannst ja mal im Internet recherchieren. Und wie Stefan schon gesagt hat - im Zweifel benutzt Du sie eben
selbst.

Grüße, Christian

Eines noch: In alten Beiträgen im Internet - ob in Blogs, Foren, oder sonstwo - werden für analoge Fotosachen sehr geringe
Preise genannt. Wir haben aber mittlerweile 2019 und nicht mehr 2010, die Preise, die für alte analoge Sachen verlangt und
bezahlt werden, haben sich inzwischen mindestens verdreifacht!
 
Zuletzt bearbeitet:

WörtherseeKnipser

Sehr aktives Mitglied
Das 50 1.4 ist recht gerne bei Retrofetischisten gesehen, ich glaub wegen den Bubbles, imo kommen da die Fujianer und Sony-- retroliebhaber auf ihre Kosten wegen der Adaptierbarkeit, könnte auch als PSielerei auf einer Nikon Z dann klappen wenn es mal Adapter gibt
Analog Film belichten ist eine Kostenfarge, und woher die dei Ausarbeitung bekommst
Am besten in der Bucht schauen wie die Teile so gehandelt werden, aber einen 100er für alles kann ich mir kaum vorstellen
 

Beuteltier

Platin Mitglied - NF "proofed"
Hallo Christian!
In alten Beiträgen im Internet - ob in Blogs, Foren, oder sonstwo - werden für analoge Fotosachen sehr geringe Preise genannt. Wir haben aber mittlerweile 2019 und nicht mehr 2010, die Preise, die für alte analoge Sachen verlangt und
bezahlt werden, haben sich inzwischen mindestens verdreifacht!
Schön wär's. :cry:
Ich biete schon lange analoge Kameras an - solche mit Elektronik drin und auch rein mechanische.
Wenn überhaupt, wollen die Käufer dafür nur 20 bis 40 € zahlen, obwohl ich darauf Gewährleistung gebe, und der Versand kostenlos ist.
Alleine das Durchtesten einer solchen Kamera kostet mich eine halbe Stunde Zeit, einen KB-Film und seine Entwicklung... :rolleyes:
Und andere Aufkäufer von alten Fotosachen schreiben in ihren Such-Anzeigen ausdrücklich, dass sie hauptsächlich Objektive ankaufen und Kameras nur zusammen mit einem oder mehreren Objektiven, Kameras alleine gar nicht. Warum wohl?
 

WörtherseeKnipser

Sehr aktives Mitglied
[
Kameras alleine gar nicht. Warum wohl?
Vielleicht weil man nirgends mehr Analogfilme entwickeln kann? Oder wenn zu einem horrenden Preis.
Ich hatte mit einer Minolta eine alte Filmrolle mitbekommen, aber kein einziger Laden entwickelt die noch, und ein Vermögen von 1 paar€ /Bild will ich auch nicht ausgeben (vielleicht ist ja nur Mist drauf)
 

cjbffm

Registrierte Benutzer_B
Ich muß zugeben, ich hatte eigentlich nur Objektive im Blick. Die sind vor Jahren fast verschenkt worden,
inzwischen - dank der vielen Spiegellosen - werden einige zu sehr phantasievollen Preisen gehandelt.
Selbst sehr einfache werden nicht unter 20 Euro gehandelt, und selbst dann muß man Glück haben.
Daß analoge Kameras teurer gehandelt würden als vor Jahren, kann man wirklich nicht ernsthaft behaupten.

Grüße, Christian
 
Zuletzt bearbeitet:

Nicname

Sehr aktives Mitglied
Ich wohne zwar relativ dörflich, dafür aber genau zwischen 2 rheinischen Metropolen, die keine halbe Stunde entfernt sind. Trotzdem muss ich fragen: Was ist denn BIPA?
 

Beuteltier

Platin Mitglied - NF "proofed"
Hallo Christoph!
In DE ist das an sich kein Problem, irgendwo eine Annahmestelle für Analogfilmentwicklungen zu finden
In Augsburg (20 km entfernt) gibt es Kaufland, die verkaufen Farbnegativfilme, nehmen Farbnegativfilme zum Entwickeln an, und schicken sie zu CEWE.
Es dauert etwa 6 Wochen bis der Film entwickelt inklusive obligatorischer Foto-CD und Billigst-Abzügen (9 x 13 cm) abholbereit ist.
Das kostet dann für 36 Aufnahmen knapp 5 €, die Auflösung der Scans auf der Foto-CD ist dann allerdings nur 1024 x 1536 Pixel.

Beim Schreibwaren- und Foto-Geschäft in Diedorf (12 km entfernt) machen sie nur noch Passbilder und Portraits, verkaufen keine Filme mehr, nehmen aber Farbnegativfilme zum Entwickeln an, und schicken sie zu einem großen Fachlaborbetrieb, ob CEWE oder einen anderen (gibt's überhaupt noch andere?), weiß ich nicht.
Es dauert da etwa 5 Wochen bis der Film entwickelt und inklusive obligatorischer Foto-CD und Abzügen abholbereit ist, die Abzüge sind dann aber mindestens 10 x 15 cm groß und kosten pro Stück relativ viel, so dass das Ganze sehr viel teurer (ab 20 €) wird.
 

bilderknipser

Aktives NF Mitglied
Die Kamera ist ausgesprochen hochwertig, aber verkauft bekommt man sie eher nicht. Die Objektive gehen überwiegend an "Adaptierer". Aber da das wohl keine Markenobjektive sind, falls das 1,4er nicht gerade ein Tomioka ist, kommt auch da nicht viel bei rum. Der Markt ist voll mit dem Kram, sodaß man auch Markenobjektive günstig bekommt, obwohl die Preise schon deutlich angezogen haben. Den Blitz wird man eher nur als Briefbeschwerer los. Der Tipp mit dem Selbstbenutzen ist auf jeden Fall die sinnvollste Verwendung für das Set, falls alles funktioniert.

dm entwickelt Filme nur zusammen mit Bildbestellung (bei Dias ohne). Rossmann auch einzeln sowohl KB als auch Rollfilm. Farbe, Dia und SW ist kein Problem. Ich wohne darüber hinaus im Filmentwicklungsparadies Köln. Beim Lambertin kann ich diverse Schnelligkeiten bei Farbnegativfilm wählen zu verschiedenen Preisen von 1 Stunde bis über Nacht. Beim Gregor meines Wissens auch. Die über-Nacht-Entwicklung kostet bei Lambertin nicht mehr als bei Rossmann die Langzeitentwicklung, so um die 3 Euro.

SW entwickle ich aber nur noch selbst. Das ist weder eine Kunst noch eine Preisfrage. Sogar das analoge Straterset mit Entwicklungstank, Messbecher, Thermometer und allen Chemikalien ist bei Fotoimpex für 45 Euro zu haben. Mit den Chemikalien kann man so einige Filme entwickeln. Danach ist es mehr oder weniger Pfennigskram.

Seit über 30 Jahre arbeite ich fast ausschließlich hybrid - also mit eingescannten Filmen. Auch da ist es deutlich besser, das selbst zu machen als vom Großlabor. Natürlich gibt es auch hochwertige Scanns, aber die kosten inzwischen nette Sümmchen. Viel mehr als 100-150 Euro muß man für einen neuen oder eventuell gebrauchten Flachbettscanner mit Durchlichteinheit nicht ausgeben. Bis DIN A4 reicht der allemal. Gleich gute Filmscanner leigen deutlich höher.

Das einzige kleine Problem sind die Filme. Die bekommt man zwar auch vor Ort aber nur in sehr beschränkter Auswahl selbst bei den großen Fotoläden. Wenn man mehr als die Standardfilme will, dann ist man auf den Versandhandel angewiesen.
 

departure69

Sehr aktives Mitglied
Hallo Christoph!

In Augsburg (20 km entfernt) gibt es Kaufland, die verkaufen Farbnegativfilme, nehmen Farbnegativfilme zum Entwickeln an, und schicken sie zu CEWE.
Es dauert etwa 6 Wochen bis der Film entwickelt inklusive obligatorischer Foto-CD und Billigst-Abzügen (9 x 13 cm) abholbereit ist.
Das kostet dann für 36 Aufnahmen knapp 5 €, die Auflösung der Scans auf der Foto-CD ist dann allerdings nur 1024 x 1536 Pixel.

Beim Schreibwaren- und Foto-Geschäft in Diedorf (12 km entfernt) machen sie nur noch Passbilder und Portraits, verkaufen keine Filme mehr, nehmen aber Farbnegativfilme zum Entwickeln an, und schicken sie zu einem großen Fachlaborbetrieb, ob CEWE oder einen anderen (gibt's überhaupt noch andere?), weiß ich nicht.
Es dauert da etwa 5 Wochen bis der Film entwickelt und inklusive obligatorischer Foto-CD und Abzügen abholbereit ist, die Abzüge sind dann aber mindestens 10 x 15 cm groß und kosten pro Stück relativ viel, so dass das Ganze sehr viel teurer (ab 20 €) wird.
Hallo Michael,

aber in Augschburrg muß es doch an mehreren Ecken auch die typischen Drogenmärkte wie DM oder Roßmann geben?

Die nehmen Negativ- und Dialfilme an. Bei Negativfilmen MUSS man bei Roßmann zwingend Abzüge mitbestellen (da gibt es nur ein mögliches Kreuzchen auf dem Bestellumschlag), ich nehme da immer 9x13 auf Standardpapier, ist am günstigsten. Bei DM geht Negativentwicklung sogar ohne Papierbild-Zwang. Dauert bei beiden circa 5 volle Werktage, gibt man den Film montags ab, kann man mit etwas Glück am Samstag seine Tüte holen. Gibt man erst freitags ab, kommen latürnich noch die 2 Tage vom WE hinzu.

Dialfilme dauern bei beiden 7 volle Werktage, de facto also 1 1/2 Wochen. Bestellt man beim Dialfilm gleich Papierabzüge mit, kann's bei beiden bis zu 3 Wochen dauern (mir ist mal erklärt worden daß das 2 völlig verschiedene Durchläufe sind, die jeweils von vorn beginnen müssen).

Ein befreundeter Berufsfotograf, der in einem kleinen Laden arbeitet, der aber immer noch belichtete Filme annimmt, hat mir erklärt, daß nahezu alles aus Süddeutschland in das gleiche Labor in Gera/Thüringen geht (ob das Cewe ist, weiß ich nicht). Auch das verlängert natürlich die Wege und Zeiten.

Früher (siebziger, achtziger) hatte mindestens jede Kreisstadt so ab 20.000 Einwohner noch Laborabeiten im Angebot, weil häufig niedergelassene Fotogeschäfte mit Ladenlokal noch ein eigenes Labor sogar in eigenen Räumlichkeiten betrieben haben. Da konnte man mitunter nach 2 Stunden seine Fotos holen. Diese Zeiten sind lange vorbei. Trotzdem wurden lt. Statistik in 2016 in DE noch 10 Millionen Filmrollen entwickelt. In Fotos gerechnet wären das 240 bis 360 Millionen Fotos. Klingt viel, ist aber lächerlich, ich vermute, diese Anzahl wird mittlerweile täglich mit Smartphones verknipst.


Viele Grüße

von

departure69
 

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