Island 2021 - eine verlorengegangene Fotoseele erwacht zu neuem Leben

palaeo1

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So fuhren wir weiter. Es zogen immer wieder dichte Wolken über den Fjord. Bald bemerkte jemand, wie sich eine Wolkenlücke auftat und ein Bündel Sonnenstrahlen auf das Wasser fiel, das an zu glitzern fing. "Stopp mal", hörte ich ! Ich hielt. Die beiden Fotofreunde waren schnell aus dem Auto und suchten sich eine gute Fotoposition. Ich hatte noch mein 80/400er Objektic auf der Kamera und musste erst wechseln. Dabei sah ich einen Schwarm Gänse in Richtung Sonnenlücke fliegen. Ich ließ das Objektiv erst einmal drauf und machte ein paar Fotos aus der Hand. wechselte dann aber auf das 24/70. Meine Freunde hatten die Gänse gar nicht mitbekommen, waren noch auf dem Fußweg zu ihrem gewählten Standort. Sie machten dann von dort ihre Fotos, aber ohne die Gänse. In der Ferienwohnung zeigte ich meinen beiden Freunden das Foto, nachdem ich die Bilder abgespeicherrt hatte und prompt kam der Kommentar: "Die Gänse hast Du da reinkopiert, oder ?"

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endtimeimages
endtimeimages kommentierte
Das "Godlight" ist geil. (gibt es dafür eigentlich auch einen deutschen Begriff?)
 
palaeo1
palaeo1 kommentierte
Danke ! Ich würde mal sagen : "göttliches Licht" oder "das Licht Gottes" trifft es vielleicht.
 
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palaeo1

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Ich hatte noch die eben schon im Bild festgehaltene alte verlasssene Farm im Visier, bevor ich zu den anderen ging. Dort angekommen war die Lichtsituation aber fast vorbei, so dass ich dort kein Foto mehr machte.

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palaeo1

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Dann ging es bald weiter. Wir sichteten ein Fischerboot, das am Strand lag, wendeten auf der Straße und fuhren näher heran. Es lag dort offensichtlich an einem Bootsschuppen zur Reaparatur.

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palaeo1

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Wir machten uns aber bald wieder auf den Weg, da es noch weit zu unserer Wohnung war. Das Licht, bzw. die wenigen Sonnenstrahlen, die uns hin und wieder mal beglückten, zeigten uns, dass es allmählich Abend wurde. Dennoch hielten wir wenig später erneut. Direkt an der Straße lagen türkisfarben gestrichene, alte Bootsschuppen oder, allgemein gesagt, Fischereigebäude. Auf der Hinfahrt waren sie uns gar nicht aufgefallen. Die Jacke meiner Fotofreundin passte perfekt.

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rollertilly
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palaeo1

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Jetzt aber ab nach Hause. Es war schon 17.45 Uhr und wir hatten noch 2 1/2 Std. zu fahren. Erst nach 1 1/2 Stunden Fahrt hielten wir erneut, als noch einmal die Abendsonne durch die Wolken brach und den Fjord, im wahrsten Sinne des Wortes, erstrahlen ließ. Ein paar Fotos und das Schauspiel war wieder vorbei.

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palaeo1

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Ein letzter Stopp folgte kurz vor unserer Unterkunft an dem kleinen Fährhafen Brjánslækur. Dort lag ein blau/weiß gestrichenes Fischerboot bei Ebbe angeleint an der Felswand. Kaum dass ich in einer Zufahrt zu einem abgelegenen Haus hielt, stiegen meine beiden Freunde aus. Ich parkte erst einmal richtig ein. Es war schon fast dunkel und fing wieder an zu regnen, alles war grau in grau, nur das Boot leuchtete. Ich zögerte mit dem Aussteigen, wollte die Szene morgen früh fotografieren, da wir hier ohnehin wieder vorbeikommen würden. Ich ging dann aber doch ein Stück zum Hafen runter und fotografierte es mit meinem 80/400er. Ich wollte das Objektiv noch wechseln und näher ran, da kamen mir die anderen beiden aber schon entgegen. So blieb es bei einigen Fotos von hier oben. Ich war platt wie eine Flunder und wollte nur noch in meinen Hotpod. Vorher stand ich aber wie jeden Abend noch in der Küche und fertigte das Abendessen für uns, es war inzwischen 20.30 Uhr geworden.

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palaeo1

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Gestern Abend wurden noch die Koffer gepackt, da wir unser zweites Domizil, zu dem wir heute umziehen, 150 km weiter östlich gebucht hatten, - eine nicht weniger spannende Gegend, die ich ebenfalls schon von einer Reise 2017 kannte.

Der heute geplante Rundflug wurde ja von uns aufgrund der vorhergesagten Wetterlage bereits storniert. Der wäre von einem Flugfeld in der Nähe unserer neuen FeWo gestartet. Wie richtig unsere Entscheidung war, zeigte der Blick aus dem Fenster. Es zogen erneut Regenwolken übers Land und es war stürmisch. Wir hielten unterwegs nur selten, wobei die dabei gemachten Fotos hier nicht zeigenswert sind.

Erst als wir kurz vor dem Ziel als Abstecher auf die Halbinsel Reykjanes fuhren und dort Reykhólar erreichten, wurden wir etwas entschädigt. Über dem Breiðafjörður ereignete sich ein Wetterschauspiel, was ich nach 12 Islandreisen so auch noch nicht gesehen hatte. Was wir erleben durften, war eine Regenwolke, die sich in Windrichtung entlud und dabei von Sonnenstrahlen, die in die entgegengesetzte Richtung fielen, eingefangen wurden und somit so etwas wie ein Rautenmuster entstehen ließen - unglaublich schön !

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palaeo1

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Die Hauptstraße durch Reykhólar führt direkt bis an die Hafenpier. Rechts und links des Straßendamms öffnete sich bei Ebbe gerade eine kleine Inselwelt und vermittelte eine absolut friedliche Stimmung.

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palaeo1

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Und dann kam am selben Ort eine neue Wetterfront auf uns zu. Es war eine hellgraue Wolkenwalze, die da anrollte. Dahinter sah man dunkelgraublaue Wolken. Im Vordergrund schien noch die Sonne.

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palaeo1

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Das selbe in einer anderen Blickrichtung. Ich wechselte das Objektiv, nahm mein 80/400er. So konnte ich einen Sendemast mit Häuschen daneben und einen alten Bootsschuppen mit ins Bild holen. Eine für mich atemberaubende Szenerie, die ich so auch noch nicht gesehen habe.

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palaeo1

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Ich hätte hier noch eine ganze Zeit verweilen und einfach den Wetterkapriolen zuschauen können. Bei den anderen herrschte Aufbruchstimmung. Es wurden noch die Kirche und eine paar heiße Quellen fotografiert. Da gibt es von mir keine Fotos. Auf der Fahrt nach Reykhólar hatten wir einen Hof bemerkt, auf dem dutzende von Treckern standen, - restauriert und unrestauriert Dort fuhren wir jetzt hin. Ich ging zu dem Bauernhof und klingelte. Es öffnete ein sehr alter Herr. Ich fragte ihn auf englisch, ob wir die Trecker fotografieren dürften, und wies dabei in Richtung Trecker und zeigte auf meine Kamera. Er nickte und schloss die Tür wieder. Ich ging zu den anderen zurück und wir fingen an Fotos zu machen. Die Traktoren standen aber so dicht beieinander, dass man sie nicht richtig freistellen konnte.

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palaeo1

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Dann kam auf einmal der ebenfalls schon betagte Bauer vom Hof. Er fragte mit einer Mischung aus isländisch und englisch nach unserer Herkunft. Als ich ihm sagte, dass wir aus Deutschland kommen, zeigte er uns seine deutschen Traktoren - Hanomag und Porsche. Dann ging er zu einem Farmall, kurbelte ihn an und drehte damit für uns eine Runde.

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