In welche Richtung ploppen Dias??


Jürgen B.

Nikon-Clubmitglied
Hallo Leute!

Nachdem mich die Verwendung von platzsparenden CS Rahmen durch das ploppen jahrelang fast in den Wahnsinn getrieben hat, habe ich seit gut einem Jahr sehr gute Erfahrungen mit den doppeltverglasten Rahmen von GePe gemacht.
Allerdings beschleicht mich doch ab und an die Angst, das die Dias in den beidseitig verglasten Rahmen schwitzen, anlaufen und dann schimmeln könnten.
Ich denke das die Belüftung in den einseitig verglasten Single AN-Gläsern doch um einiges besser sein müsste.
Um jedoch den gleichen Erfolg gegen das Ploppen damit zu erzielen, müsste doch wohl aber die verglaste Hälfte auf der Seite des Filmmaterials sein zu der sich das Material wölbt, oder?
Hat jemand Erfahrung in diesem bereich und kann mir sagen wo das Glas sitzen muss....zur Leinwand hin oder auf der Projektorseite??

Vielen Dank im voraus

Gruss Jürgen
 

Marv

Unterstützendes Mitglied
Nach Murphy: immer auf der anderen Seite :cool:

Jetzt ohne Scherz: aus genau diesem Grunde setzte ich entweder doppelt oder gar nicht ein, da ich bei meinen Dias kein System feststellen konnte.

Gruß Marv
 
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rstobbe

Sehr aktives Mitglied
Hmmm, mal ne Frage an die Dia-Experten, hat das Ploppen nicht auch etwas mit dem Projektor zu tun. Das Ploppen rührt doch von der Erwärmung des Dias her, wenn das Dia also ausreichend "belüftet" wird, sollte sich das Ploppen doch hinauszögern lassen. Oder seh ich das jetzt ganz falsch?

Ansonsten, wenn das Ploppen stört, dann sollte man etwas schneller zum nächsten Dia schalten :-D

ciao
-- Rüdiger
 
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alex0004

Unterstützendes Mitglied
Hallo Jürgen,

wie oben beschrieben, handelt sich dabei um Erwärmung des Films. Die Folge der Erwärmung sind thermische Spannungen (Du weisst ja, das ist die Geschichte in der sich die meisten Materiallien bei Erwärmung ausdehnen). Das Ploppen kommt dadurch zu Stande, dass der Dia versucht die Spannungen durch Verbiegung/Krümmung abzubauen und zwar schlagartig (Plop). D.h. wird sich der Dia nicht in eine Richtung krümmen können, weil da Glas im Weg steht wird er sich in andere Richtung krümmen und damit die thermische Spannung abbauen. (das war jetzt Theorie, bin aber ziemlich sicher, dass es in der Praxix genau so funktioniert, da zumindestens bei mir beim Plopen sich auch die Schärfe ändert, was ein Indiez dafür ist, dass sich der Film verschoben hat).
Ob Du durch die bessere Kühlung was retten kannst kann ich Dir nicht sagen da keine Erfahrung, möglicherweise wird die bessere Kühlung "etwas" zu laut sei.

Alex
 
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GuenterM

Unterstützendes Mitglied
Ich habe bei meinem Projektor (Braun) einfach die Lichtleistung etwas zurückgenommen, und mir ein Objektiv mit Blende gekauft. Da ist dann die Tiefenschärfe grösser und wenn es ploppt fängt der Autofokus nicht an rumzustellen. Werde mich aber schon freuen, wenn gute Beamer endlich so billig werden, das man das als Privatmann auch nutzen kann :?
 
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Hobbs

Sehr aktives Mitglied
Das Problem mit den >guten Beamern< ist, dass sie eben teuer aber nicht gut sind. Verglichen mit einem projizierten Dia ist selbst ein teurer Beamer noch keine echte Alternative (leider !).

Hobbs
 
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Photopeter

Unterstützendes Mitglied
Verglaste Dias sind immer zu einem schnelle Tod verurteilt. Es ist unmöglich die Dias so trocken zu bekommen, damit sich kein Schimmel und Stockflecken bilden.

Es gibt ein ganz einfaches Mittel gegen Ploppen bei Dias, das obendrein die Bildqualität verbessert (und nicht wie bei Glasrahmen verschlechtert). Man blende das Projektionsobjektiv ab. Jedes Objektiv gewinnt an Tiefenschärfe und an Abbildungsleistung wenn man es nicht mit voll geöffneter Blende betreibt. Das ist eine allgemein bekannt. Es gibt ein ganz paar seltene Objektive, die eine Blende eingebaut haben.

Aber mann kann einfach und ohne Kosten praktisch jedes Projektionsobjektiv abblenden. Ganz oft passt der schwarze (Agfa Fotografen sind da im Vorteil) Deckel einer Filmpatrone vorne in die Fassung genau vor die Frontlinse. Der "innere" Teil des Deckels wird nun einfach weggeschnitten und voila, das Objektiv ist abgeblendet. Den Lichtverlust merkt man bei Projektionen im normalen Räumen überhaupt nicht. Aber den Gewinn an Tiefenschärfe garantiert. Die Dias ploppen zwar weiterhin, man sieht es aber nicht. Die generelle Abbildungsleistung (selbst eines Colorplan) steigt dafür deutlich sichtbar an.

Sollte man entweder keine schwarze Filmdosendeckel haben, oder diese nicht in das eigene Objektiv passen, so kann man eine Blende auch aus schwarzem Karton (oder aus anderem mattschwarzen Material) schneiden. Wenn man die Scheibe etwas groß macht, klemmt die Blende in der Fassung des Objektivs, ohne sonstwie befestigt werden zu müssen. Somit kann man bei Bedarf (Vorführung in großen Säälen) diese Blende auch wieder entfernen. Die Kosten für diese Operation sind gleich Null, der praktische Nutzen aber enorm. Ich wende diesen simplen Trick schon seit zig Jahren grundsätzlich bei allen Projektoren an, die in meinem Umfeld zu finden sind. Jeder war bis jetzt davon begeistert.
 
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Jürgen B.

Nikon-Clubmitglied
Hallo Photopeter,

also das ist je ne dolle Sache:) Von so einer Aktion habe ich noch nie gehört, aber sollte es wirklich funktionieren wäre das ja echt nen Hammer:)
Aber obwohl ich nicht ganz ungeschickt bin, mal einige Fragen dazu an dich.
Meinst du die Filmpatrone (ist doch meines Wissens nach das Teil in dem sich der Film befindet) oder die PlastikverpackungSolltest du die Plastikdosen meinen, so passt der Deckel nicht in mein Kindermann 2.4/90MC.
Also muss ich mir etwas aus schwarzem Karton schneiden....und dazu dann meine nächste Frage:
Wie gross schneidest du die Blendenöffnung, bzw. welche Erfahrungen hast du bezüglich der benötigten Grösse der Blende bei unterschiedlichen Projektionsabständen.
Ich würde deine Anregung gern einmal aufnehmen und ausprobieren und wäre dir für die beantwortung meiner Fragen dankbar.

Ein Weihnachtlicher Gruss

Jürgen
 
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Photopeter

Unterstützendes Mitglied
Das funktioniert hundertprozentig. Der Trick ist nicht von mir, den hab ich schon von meinem Vater übernommen. Und auch der hat ihn nicht erfunden, sondern irgendwo in einer Fotozeitung o.Ä. entdeckt. Wie gesagt so betreibe ich und jeder in meinem Bekanntenkreis schon seit 30 Jahren seine Diaprojektoren. Das Abblenden des Objektivs ist immer das erste, was gemacht wird, wenn es einen neuen Projektor bzw Objektiv gibt. (Kommt ja jetzt im Digitalzeitalter nicht mehr so oft vor).

Sorry, ich hab mich nicht richtig ausgedrückt, ich meinte natürlich schon die Dose (also die Umverpackung) des Films. Aber wie gesagt, spielt das Material eigentlich gar keine Rolle, solange es lichtundurchlässig, unbunt und nicht reflektierend ist. Die Dosendeckel passen nur zufällig in viele Objektive vorne rein.

Soo ganz eng braucht man das mit der Größe der Blende nicht sehen. Ein etwa 5mm breiter Ring ergibt bei 2,8 bzw 2,4 85/90mm Objektiven grob etwa Blende 5,6, was selbst bei meinem "Zweiauge" von Reflekta mit seinen 150 Watt Birnen noch immer genug ist, um die Lampen nicht mit voller Leistung zu betreiben. Eine anständige Leinwand und normale Raumgrößen (bis ca 20, 25 m²) vorausgesetzt. Erst wenn man über 5 Meter Abstand kommt kommt, kann es notwendig werden, die 150 Watt Projektoren mit voller Leistung zu betreiben. Bei 250 Watt Geräten (wie meinem Kinderman Silent oder meinem Leitz Pradovit) reicht es auch noch weiter, bevor man die Lampen voll aufdrehen muß. Ab 10 Meter oder so könnte es vielleicht mit 250 Watt und Blende 5,6 knapp werden, ist mir aber bis jetzt noch nie passiert.
 
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