Ich will wieder analog fotografieren!


mo

Aktives NF Mitglied
Hello,

nach vielen digitalen Jahren möchte ich wieder zurück. Ich möchte meine Nikon F3 Press für Schwarz-Weiß Street und Portrait wiederbeleben, möchte mir zu dem vorhandenen Zoom zwei für mich sinnvolle FB organisieren:
Nikon 28mm f/2.8 AI-S
Nikon 50mm f/1.4 AI-S

Evtl. sollte ich meine F3 mal einem Nikon Service unterziehen? Wer macht sowas hier am Bodensee? Woher bekomme ich die Objektive zu einem vernünftigen Preis?
Welche Schwarz-Weiß-Filme mit schönem Korn sind angesagt und wer entwickelt sowas noch? Ich würde vermutlich nur Negative machen und diese dann scannen lassen, um sie in C1 Pro zu bearbeiten.

Freue mich auf all Eure Tipps! Danke :)
 
Zuletzt bearbeitet:
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jazzmasterphoto

Erfahrenes Mitglied
Evtl. sollte ich meine F3 mal einem Nikon Service unterziehen? Wer macht sowas hier am Bodensee? Woher bekomme ich die Objektive zu einem vernünftigen Preis?
Welche Filme mit schönem Korn sind angesagt und wer entwickelt sowas noch?

Schön der Reihe nach mit Nümmerchen …

1. Warum? Frische Batterie rein, einige Male auslösen und transportieren,
dann sollte eigentlich das Ding wieder knipsen wie eh und je ...

2. Da liegt doch Nikon Zürich ziemlich nah …

3. Wahrscheinlich bei Ebay …

4. Tja, die Klassiker sind Ilford und Kodak – entwickelt wird natürlich selbst.
Weil sw machen nur noch teure Spezialisten. Alternativ gibt es sw-Filme für
die C41-Entwicklung, kann von DM etc. bis lokales Minilab jeder …

.
.
 

Thomas Ferber

Sehr aktives Mitglied
Also - bei mir sagen das so aus:
Akkus in den Motor, ein paar Mal auslösen, den Film aus dem Gefrierschrank einlegen 105mm 1,8 ansetzen, und los geht's.
Die Filme habe ich im Mediamarkt abgegeben ..... Und einige Tage später dann gescannt. Probleme hat die F3 erwartungsgemäß keine gemacht.
 

Kay

NF-F Platin Mitglied
Evtl. sollte ich meine F3 mal einem Nikon Service unterziehen?
Warum ? Wenn die Zeiten stimmen und alles funzt - oder haste Sorgen ?

Wer macht sowas hier am Bodensee?
Beuteltier

Woher bekomme ich die Objektive zu einem vernünftigen Preis?
Es gibt immer wieder Leute, die verkaufen alte, manchmal stark abgenutzte Bodies für kleines Geld und oft ist " für lau " ein gutes Glas dabei.

Welche Schwarz-Weiß-Filme mit schönem Korn sind angesagt und wer entwickelt sowas noch? Ich würde vermutlich nur Negative machen und diese dann scannen lassen, um sie in C1 Pro zu bearbeiten.
Die da : https://www.open-eyes-hamburg.de/

Freue mich auf all Eure Tipps! Danke :)
... :smileys45: " ... und immer wieder einsteigen und zusteigen bitte - und jeder ist wieder sein eigener Hof-Fotograf - und immer wieder ... "
:f3358:
 

the eye of the deer

Aktives NF Mitglied
Hi mo,

schöne Fuffziger findest Du hier:

aber auch hier:

gelegentlich auch hier:

Filme, Beratung zu Filmen, Entwicklung und Scannservice bekommst Du hier:

Ich würde erst einmal probieren, ob deine F3 es nicht auch so tut, mit eines deiner Objektive. Ich würde mir auch noch einmal die Bedienungsanleitung zu Gemüte führen um mögliche Bedien-Fehler auszuschließen. Manchmal ist man ja nicht mehr ganz auf der Höhe...Dazu würde ich mir einen billigen, aber aktuellen Farb-Film kaufen, verschießen und dann in ein "Fachlabor" zum Entwickeln bringen. Dann sind alle möglichen Fehlerquellen ausgeschlossen. Sollten Fehler in Fotos zu finden sein, kannst Du so besser Analyse betreiben.

Viele Spaß beim wiedereintritt in analoge Sphäre. Und falls Du süchtig werden solltest:

AHOI
Stephan
 

baklabar

Unterstützendes Mitglied
Wenn es um s/w Filme geht, kommt man aktuell nicht um Ilford herum. Diese sind schnell verfügbar, gut und in der Bucht halbwegs günstig.
 

bilderknipser

Aktives NF Mitglied
Ich verwende auch für SW teilweise Farbnegativfilme, die dann SW gescannt werden. Allerdings können die incl. dem XP2 nicht mit "schönem Filmkorn" dienen.

Du kannst aber jeden SW-Film auch z.B. bei Rossmann entwickeln lassen. Der kommt dann zwar in eine Einheitssauce, aber so schlecht ist das nicht. Wenn Du aber selbst entwickelst, was wirklich keine Kunst ist und auch billig (z.B. Einsteigerset mit allem drum und dran incl. Chemie für mehrere Filme unter 50 Euro bei Fotoimpex), dann kannst Du sogar gezielt auf Korn entwickeln. Ein 100er fleißig in Rodinal bewegt, liefert mehr Korn als ein 400er in einem anderen Entwickler. Dazu bietet Google jede Menge Tipps.
 

Tom.S

Sehr aktives Mitglied
Wenn es um schönes Korn geht, dann würde ich auf klassische Filme setzen. Die "modernen" Flachkristallfilme (z.B. Kodak Tmax, Ilford Delta) sind auf möglichst wenig Korn getrimmt und das vorhandene hat nicht klassische Anmutung.
Unter den klassischen S/W Filmen mit "schönem" ist der Kodak TriX 400 seit über 50 Jahren der am meisten für Reportage und Kunstfotografie genutzte Film. Als Alternative dazu gibt es von Ilford den HP5+. Welchen man nimmt ist Geschmackssache. Es gibt auf beiden Seiten überzeugte User, die tolle Beispiele zeigen können. Beide könntest du kennen, da sie länger am Markt sind als deine F3.

Sowohl Kodak als auch Ilford sind jederzeit verfügbar wobei Harmann als Hersteller von S/W Filme nicht nur Ilford als Marke führt sondern auch Kentmere, das etwas preiswerter ist. Ist scheinbar der Nachfolger der Ilford Pan-Serie. Dieser Film wird auch für andere Verkäufer konfektioniert und dann unter deren Label verkauft. Die Qualität ist sehr gut.
Ein eigenständiger Produzent von Filmmaterial, dessen Produkte leicht erhältlich sind, ist Foma aus Tschechien. Die eingefleischten Puritaner aus der Westzone nöhlen manchmal ein bisschen rum wegen der Ost-Flairs der Marke. Aber es ist ein Traditionsbetrieb und iner der letzten S/W Vollanbieter d.h. Chemie für Negativ wie Positiv, alle Papiere und Filmgrößen von KB bis 8x10" GF. Die 400er Filme haben für meinen Geschmack ein bisschen viel Korn aber sonst ist die Qualität insbesondere die Konfektionierung 1a.

Selbst entwickeln ist bei klassischem S/W die einfachste, preiswerteste und beste Option. Ich würde jedoch von Einsteigerpaketen abraten weil sie am Ende des Tages weder preiswert sind noch den tatsächlichen Bedürfnissen im Hinblick auf Endergebnis entsprechen.
 

bilderknipser

Aktives NF Mitglied
Ich würde jedoch von Einsteigerpaketen abraten weil sie am Ende des Tages weder preiswert sind noch den tatsächlichen Bedürfnissen im Hinblick auf Endergebnis entsprechen.
?????
Und was bitte unterscheidet eine Markenentwicklungsdose, Flaschen und Themometer im Set von einzeln gekauften außer dem Preis? Und auch die Chemie ist Standardware, die im Set lediglich in kleineren Gebinden enthalten ist. Natürlich kaufe ich meinen Entwickler auch im 3,8-l-Pack, aber ich weiß ja auch schon, daß ich den innerhalb der Standzeit aufbrauchen werde. Das kann man als Einsteiger eher nicht abschätzen.
 

Tom.S

Sehr aktives Mitglied
Ich würde schon mal empfehlen nicht mit Rodinal als Entwickler anzufangen. Und Adofix wäre auch nicht meine erste Wahl für den Tmax.
 

Ulrich56

Aktives NF Mitglied
Evtl. sollte ich meine F3 mal einem Nikon Service unterziehen? Wer macht sowas hier am Bodensee?
Analoge Nikons wartet/repariert schon lange nicht mehr jeder NSP. Bereits vor Jahren musste ich meine F3 zu einem darauf spezialisierten NSP schicken, war irgendwo in Süddeutschland, ich weiß aber nicht mehr wo das war. Ich würde vorher bei Nikon nachfragen.
 

Furby

Nikon-Clubmitglied
Warum entwickelst Du nicht selbst? Ich habe damals ausschließlich Fuji Neopan 400 genutzt, der sehr gutmütig ist und von 100 -3200 belichtet werden kann und nachher entsprechend zu entwickeln ist. Ich weiß nicht, ob es den noch gibt, habe ihn in den frühen 90ern in Kisten mit 50 Filmen gekauft, entwickelt in Rodinal. Da musst Du Dir einen Workflow erarbeiten, nach dem Du strikt vorgehen musst. Eigentlich brauchst Du nur eine Dose zum Entwickeln, drei Gefäße für die Chemie, einen Warmwasserhahn und ein bis zwei Thermometer sowie einen dunklen Raum zum Filme eindosen. Als Entwickler ist Rodinal sehr gut, er gibt schönes Korn bei hohen ISO. Farb- und Diafilme stellen deutlich höhere Ansprüche, besonders an die Temperaturgenauigkeit beim Entwickeln. Farbfilme sind auch etwas weicher als SW-Filme. Natürlich muss der Scanner schon erste Wahl sein, wenn Du nur Negative machen und die Fotos am PC gererieren willst. Habe das ewig privat und auch beruflich gemacht und bin heute froh, mit Digitalkameras zu knipsen. Die Schwarzweißbilder werden damit genau so gut ;).
 
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shovelhead

Sehr aktives Mitglied
Ja, in der Not säuft der Teufel Weihwasser und ich nehme einen Ilford HP5+, aber eigentlich ist es seit 1977 bei mir der Kodak Tri X. Phantastisches Korn und meistens problemlos verfügbar.

 

hjklemenz

NF-F Premium Mitglied
Ich gratuliere dir zu Deinem Entschluss, wieder in die Analogfotografie einzusteigen. Es wird dir viel Spass machen - aber nur, wenn Du die Filme selber entwickelst :) Das ist sehr günstig und der Spassfaktor ist hoch.
  • Als Film würde ich einen gutmütigen mittelempfindlichen nehmen, zum Beispiel den FP4 von Ilford. Dieser ist recht tolerant auf Fehlbelichtungen und Entwicklungstoleranzen (Temperatur, Zeit). Ich selber experimentiere im Moment auch mit dem günstigen Fomapan 200.
  • Zum Entwickeln nehme ich mittlerweile Rodinal. Aus dem einfachen Grund, weil er sehr lange auch in der angebrochenen Flasche haltbar bleibt. Andere Entwickler verderben relativ rasch. (Rodinal, Adonal, R09 etc. ist alles dasselbe)

Wie ich den Weg zurück zur Analogfotografie gemacht habe, haber ich hier beschrieben.

Hans Jörg
 

mo

Aktives NF Mitglied
Ihr seid ja echt mal der Oberknaller! Danke für Eure vielen, tollen Antworten. Ich hatte während des Studiums zum Grafiker zwei Semester Filme entwickelt und vergrößert. Spaß machte es, ja. Ich weiß aber nicht, ob ich diesen Prozess haben möchte. Mit schwebt eher vor, die Sachen von einem Service entwickeln und ordentlich scannen zu lassen. Und dann in C1Pro selbst aufzubereiten. Alles andere würde mein Zeitbudget sprengen und mich mittelfristig wieder digitalisieren :)

Ergänzung:
Ich habe nun bei meinfilmlab.de ein paar sw Filme bestellt und bei Amazon eine neue Batterie. Dann werde ich das Ganze kommende Woche mal mit dem vorhandenen Zoom, einem Nikkor 35-105 3.5-4.5 AI-S auf seine generelle Funktionalität prüfen. Dazu werde ich bei meinfilmlab.de die Entwicklungs- und Scanangebote nutzen. Danach werde ich mir wohl mal ein 28er und ein 50er Nikkor holen und loslegen :)
 
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Tom.S

Sehr aktives Mitglied
Negative zu entwickeln, verlangt wenig Zeit und wenig Aufwand, in jeder Hinsicht. Aber es ist der einzige Weg zu sehr überschaubaren Kosten tatsächlich das Ergebnis zu bekommen, das man will, wenn man etwas gezieltere Vorstellungen hat.
Vergrößern ist da eine ganz ganz andere Liga. Da kann man Unmengen Platz, Geld und Zeit versenken. Ich mag es trotzdem :giggle:
 
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