GretagMacbeth Mini ColorChecker Referenzchart


SAH

Unterstützendes Mitglied
hallo,

ich spiele gerade mit dem gedanken mir die Gretag-Macbeth Mini ColorChecker Referenzchart zuzulegen.

ich wollte nur mal so fragen ob jemand die karte nutzt und in welcher größe?

es gibt die mini (8,2 x 5,6 cm) ausführung und die normale (28,8 x 20,2 cm).

wie sind eure erfahrungen? ist dies eine sinnvolle anschaffung um korrekte farben bei der weiterverarbeitung zu erhalten?

als alternative käme evtl. die KODAK Q 13 in frage. bin mir aber nicht sicher, ob die noch aus analogzeiten für die filme abgestimmt wurde.

farbmanagement ist irgendwie noch nicht mein ding!

gruß
sven
 

scw2wi

Sehr aktives Mitglied
Hallo Sven,

was genau möchtest du denn damit verbessern?

Wenn der Weißabgleich nicht stimmt, dann genügt es, eine Graukarte beim ersten Bild mit aufzunehmen.
Aber Achtung, falls sich die Lichtsituation während der Aufnahmeserie ändert.

Farben werden in folgenden Fällen falsch wiedergegeben.

- bei Leuchtstoffröhren: könnte man mit einem Kameraprofil in der Griff bekommen, ist jedoch nicht ganz trivial.
- bei bestimmten Pflanzen werden violette Farben zu blau: Ist mit Farbmanagement leider nicht zu lösen.

Walter
 
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SAH

Unterstützendes Mitglied
hallo walter,

also graukarte habe ich und photographiere diese auch mit, bei einer längeren serie zu anfang.
ich dachte nur, dass in dieser karte alles soweit drin ist, was man so braucht. für grau- und weißabgleich und evtl. farbe zum abgreifen mit der pipette, wenn nötig.

gruß

sven
 
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scw2wi

Sehr aktives Mitglied
Hallo Sven,

geht es um Studio- oder Produkt-Fotografie, dann könnte es etwas bringen.
Im Freien sehe ich keinen wirklichen Vorteil darin.

Walter
 
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HOG2001

Unterstützendes Mitglied
Hallo Sven,

ich habe beide Gretag-Macbeth ColorChecker. Den Mini verwende ich für Unterwegs und den "normalen" zu Hause. Zum einem nutze ich das Feld 20 (neutral 8 RGB: 200, 200, 200) für den Weißabgleich und alle anderen Felder für Farbkorrekturen. Die Farbkorrektur lässt sich sehr leicht über Adobe Camera RAW, Photoshop und dem AcrCalibrator (s. Link) durchführen. Ich habe für meine DSLR vier vorgefertigte Profile erstellt: Tageslicht, Bewölkt, Kunstlicht und Studioblitz. Die Profile haben aber nichts mit dem Weißabgleich zu tun, sondern korigiern nur die "Neutralstellung" der Farben. Über Adobe Bridge oder Lightroom lassen sich diese Profile in einem Arbeitsschritt auf alle Bilder eines Shootings übertragen. Wer es ganz genau mag, könnte die Kalibrierung bei jedem Shooting durchführen. Aber jede Kalibrierung dauert etwa 30min und es ist fraglich, ob der Sensor so schnell altert. Besonders bei Hauttönen macht sich die Korrektur bemerkbar. Letztendlich handelt es sich aber nur um Nuancen. Und da sind wir bereits im Bereich: Geschmackssache :up: :down:

Hier ist der o.g. Link mit einer Anleitung (Englisch) und dem Script:



Grüße Roman
 
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F

Frank B.

Guest
Hi,

ich nutze ebenfalls beide, aber wie vom Vorredner schon gesagt, der Vorteil realisiert sich nur wenn es Dir um absolute Farbtreue geht. Dann gibt es nichts besseres.

Von der Hohlkehle auf den Rechner, Korrekturprofil zugewiesen und fertig!!!!

LG

Frank
 
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Bernd B.

NF-F Mitglied
Hallo,

noch eine Alternative (nutze ich z. B. bei Produktphotographie mit Blitzanlage) ist, sich die Messergebnisse als Profil in der Kamera als benutzerdefinierte Profile zu speichern (die D200 z. B. bietet Möglichkeit für 4 verschiedene Profile).

Damit ist dann am Rechner keine weitere Bearbeitung mehr erforderlich. Die Aufnahmen passen von vornherein.
 
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