Graukarte selbst herstellen – sinnvoll oder übertriebener Geiz?

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MThorsen

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Hallo, Nikon-Fans,

in analogen Zeiten hatte ich gerade bei schwierigen Lichtsituationen (z.B. hoher Weiß- oder Schwarzanteil im Bild) eine Kodak Graukarte im Einsatz. Die habe ich inzwischen leider verkauft.

Da ich seit einigen Monaten wieder "richtig" ins Fotografieren eingestiegen bin, frage ich mich, ob man sich so eine Graukarte nicht selbst basteln kann.

Klingt zwar ein wenig knauserig, aber eigentlich sollte sich doch so eine 18%-Graufläche leicht selbst herstellen lassen.

Oder ist das Quatsch von wegen fehlender Lichtbeständigkeit oder so?

Gruß Matthias
 
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Klingt zwar ein wenig knauserig, aber eigentlich sollte sich doch so eine 18%-Graufläche leicht selbst herstellen lassen.

Hm - wie den ??? Muss ja nicht nur 18% haben sondern auch neutral
von den Farbanteilen her sein.

Es gibt ja auch welche aus Pappe die nicht so teuer sind.
Damit bin ich immer gut zurecht gekommen.
 
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Ja, reicht denn nicht ein 18% Grau? Wie das herzustellen ist, dachte ich, erfahre ich von Euch.

Zum messen der Belichtung könnte es reichen.

Das neutral Grau ist aber auch eine Hilfe für die WB - dafür
sollte es neutral sein.

Aber ich habe keine Idee wo Du das Grau herbekommen
willst und sicher sein kannst das keine Optischen Zusatzstoffe
verwendet wurden die Du nicht siehst, der Belichtungsmesser
u.u. aber schon.
 
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Klingt zwar ein wenig knauserig, aber ...

... und das nicht zu knapp!!!

Hallo Matthias,

wenn Du eine Graukarte einsetzen willst, tust Du das ja wegen der Präzision. Die Graukarte ist also ein Kalibrierungswerkzeug und das muss 100%ig genau sein, sonst kannst Du Deinen Weißabgleich auch gleich "Pi mal Daumen" machen. Kauf dir eine, dann hast du was Du brauchst.

Herzliche Grüße, Georg
 
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Ich werde mir diese Woche noch diese hier bestellen. Ich finde die nicht teuer. Neben Grau auch noch Weiß- und Schwarzreferenz.

Klingt interessant – ist aber auch sehr klein (ich weiß, hat Vorteile: immer dabei usw.). Muss mal wohl lt. Beschreibung immer mit Spotmessung anmessen.

Ich hatte früher eine Kodak Graukarte in DIN A4. Die hielt man so vor die Kamera, dass man nur noch die Karte sah. Vorteil: Man konnt mit allen Belichtungsvarianten (nicht nru Spotmessung) arbeiten.
 
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Na ja, unterwegs tut's doch auch ein frisches 0815-Papiertaschentuch und wenn es kritsch wird, dann stelle doch einfach auf RAW. Dann hast Du zuhause alle Zeit der Welt.

Das Papiertaschentuch kannst Du sogar als Marker in einem kritischen Motiv verwenden.
 
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Das Papiertaschentuch ist aber nicht grau, sondern weiß. Hinzu kommt, daß durch Färbe- und Bleichmittel zwar ein strahlendes Weiß, nicht aber unbedingt ein kalibiertes Weiß erzeugt wird. Beide Faktoren erschweren der Kamera den Weißabgleich enorm. Eine kalibrierte Graukarte ist wirklich unumgänglich wenn es genau sein soll. Wenns nur so ungefähr sein soll, dann kann man es auch einfach in RAW aufnehmen und später per Auge abgleichen.
 
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Nachdem ich meine Materalträgertruppe entlassen mußte, verzichte ich auf möglichst viel "Ballast".
Leichtes Gepäck ist auch leicht beim Fotografieren...

Ne, mal im Ernst. Meine Graukarte ist seit Jahren schon die Innenhandfläche. Hier liegt der "Referenzwert" eine Belichtungsstufe über neutral Grau.

Hat man immer dabei, kostet nichts und es funktioniert sogar.
Belegfotos ca. 12.300 / 3 Monate Island, saubere Belichtungen und schöner tiefschwarzer Sand mit ausreichnder Zeichnung / dito bei Schnee und Gletscher...

Einfach mal ausprobieren.
 
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Ne, mal im Ernst. Meine Graukarte ist seit Jahren schon die Innenhandfläche. Hier liegt der "Referenzwert" eine Belichtungsstufe über neutral Grau.

Eine beliebte Methode von Afrika bis China

Konnte ich mir nicht verkneifen

Du hast ja recht - als Hilfe geht das auch.
 
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in analogen Zeiten hatte ich gerade bei schwierigen Lichtsituationen (z.B. hoher Weiß- oder Schwarzanteil im Bild) eine Kodak Graukarte im Einsatz.

Für die Belichtung würde ich heute nicht mehr auf eine Graukarte zurückgreifen. Das Histogramm ist hier das Mittel der Wahl. Das zeigt Dir unmittelbar die nötigen Daten an. Und um das maximale an Kontrastumfang herauszuholen belichtet man digital sowieso nicht auf 18% Grau sondern auf die Lichter - gerade und ganz besonders in schwierigen Lichtsituationen.

Für den Weißabgleich sieht das u.U. anders aus. Auch bei RAW ist das nachträgliche "korrekte" Licht nicht leicht zu ermitteln - vor allem nicht bei Mischlicht. Ich selber verwende zwar keine Graukarte, das aber nur, weil bei meinen Motiven (Menschen) kei korrektes Licht benötigt wird - das setze/manipuliere ich sowieso immer rein subjektiv und ein "korrekter" Weißabgleich würd mir nur meine Lichtstimmung versauen.

Ganz anders natürlich bei Produktfotos da hier die Farben so gut wie möglich stimmen müsssen, ist eine Graukarte, besser noch so eine genormte Farbkarte unumgänglich.

Wo genau Du Dich jetzt mit Deiner Fotografie befindest, mußt Du selber entscheiden.

vg, stefan
 
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Für mich ist eine Graukarte ein Meßinstrument und sowas bastelt man zweckmäßigerweise nicht selber.

Bei Foto-Koch z.B. gibt es die Novoflex-Graukarte für 11 Euro, das ist doch nicht die Welt....
 
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FREITAGSFRED: Graukarte selbst herstellen – sinnvoll oder übertriebener Geiz?

Dürfen wir demnächst hier den Thread "Gebrauchtes Klopapier recyceln - sinnvoll oder übertriebener Geiz" lesen? - Aber dann bitte erst über-übermorgen....
 
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