Fuji Velvia 50 Crop

Virgil Kane

Sehr aktives Mitglied
Ich muss zugeben diese 100% crops, die in diversen D800-Freds ab und an zu sehen sind, sind schon beeindruckend. Da hält man offensichtlich die Kamera mal ungefähr in Richtung Motiv und kann dann hinterher seine Ausschnitte wählen, wie man es möchte... :fahne: - ist natürlich nicht so, ich weiß.....

Film - selbst der feine Velvia 50 - kommt da schnell an die Grenzen. Wobei ich noch nicht weiß, wie fein ich ein solches Dia scannen kann, um vielleicht noch mehr rauszuholen.

Hier mal ein Versuch mit einem laborgescannten Bild.

Ganzes Bild:



und 100% crop Ausschnitt:




Zwei Fragen dazu:
Habt Ihr Empfehlungen für die Scan-Auflösung bei Dias? Und gibt es Vergleichsdaten, wievielen Megapixeln die Auflösung eines Kleinbilddias entspricht? - Ich hab mal irgendwo etwas von Dia = 24MP gelesen (bei Ken glaub ich....)
 
Bild

mbreu

Unterstützendes Mitglied
Das mit dem Crop bei Dias und Negativen ist nicht so vergleichbar mit dem Crop aus dem digitalen Bild.
Es kommt ja immer auf die Größe des Scans an und dann ist es nicht unerheblich mit welchem Scanner und welcher Software gearbeitet wurde.
Auch spielt die Erfahrung des Bedieners eine wesentliche Rolle.

Solange ich für mich die Frage nach meiner Zufriedenheit mit den Scans positiv beantworten kann fange ich nicht an irgendwelche Fehler zu suchen.
 

Roscoe Elasmo

Aktives NF Mitglied
Bist Du sicher, dass die Blume wirklich genau im Fokus liegt? Bzw. das Bild wirklich unverwackelt ist? Hier wurde irgendwann mal umgerechnet, was ein Velvia können könnte, es waren jedenfalls mehr als 24 MP. Aber ohne Stativ und penibler Scharfstellung ist das nicht wirklich aussagefähig, auch ohne die Scannerfrage zu berücksichtigen. In der Diaprojektion sehe ich beim Velvia auch wenn ich nah rangehe Korn nur im Ausnahmefall!

Rüdiger

EDIT: ok, Unschärfe ist für Kornbeurteilung vielleicht sogar gut. Allerdings scheint mir der körnige Eindruck des grünen Hintergrundes eher ein Artefakt der Scannerauflösung zu sein, oder eine Interaktion von Korn und Auflösung.
 

Virgil Kane

Sehr aktives Mitglied
Bist Du sicher, dass die Blume wirklich genau im Fokus liegt? Bzw. das Bild wirklich unverwackelt ist?
Nein, da bin ich nicht sicher. Das Bild entstand ohne Stativ, Belichtungszeit weiß ich nicht mehr - sehr wahrscheinlich, dass der Fokus nicht exakt stimmt.

Das Bild wurde laut Labor mit 300dpi gescannt.

Hier nochmal ein Beispiel, dieses Mal mit Stativ, allerdings mit manueller Fokussierung (hier könnte die fehlende Schärfe daran liegen, dass die Okularverstellung nicht exakt mit meiner Brillenstärke übereinstimmt.... :frown1:

Ganzes Bild:




100% crop:

 

Roscoe Elasmo

Aktives NF Mitglied
Gerhard, hier mal ein Beispiel von mir mit Fuji Velvia50, gescannt zuhause mit 3600dpi (CrystalScan 7200) ungeschärft, nur verkleinert und als jpg abgespeichert. Bildgröße des Originalscans ist knapp 4800x3300. Bild mit schwieriger Lichtsituation um ein bißchen Korn zu kriegen...



und der 100% crop (nicht weiter verkleinert, nur als jpg abgespeichert):


Viele Grüße,
Rüdiger
 

Virgil Kane

Sehr aktives Mitglied
Das Mohnblumenbild ist 1535 x 2285 Pixel groß, Dateigröße 1,7 MB, Format jpeg. Ich werde beim Labor mal nachfragen, was die da so einstellen beim Scannen.

Vielen Dank für dein Beispiel. :up:
 
Ich hab mal irgendwo etwas von Dia = 24MP gelesen
Das kommt fast hin, abhängig von der Bildfläche. Je nach Kamera und Modell ist das Bildfenster etwas grösser oder kleiner als 24x36. 21 MP sind der Standardwert mit normal grossem Bildfenster, wenn Du es mit 4.000 ppi scannst.

Aber: Vergleiche hier nicht Birnen mit Äpfeln. Darauf fallen sehr viele Menschen herein. Ein Filmbild, sauber gescannt, hat Korn, d.h. ein sogenanntes 'chaotisches Muster' (chaotische Strukturen sind für das Auge besser umzusetzen, weil wir in der Natur ausschliesslich chaotische - zufällige - Strukturen während unser millionen Jahre dauernden Entwicklungsgeschichte hatten. Damals ahnte niemand etwas von Digital :D). Ein Sensor liefert immer Quadrate mit klar definierten Kanten.

Nimm einen Scan und betrachte ihn bei 100%. Dann vergrösserst Du die Ansicht auf 200% und siehst - keine Quadrate, keine Klötzchen, sondern immer noch ein 'chaotisches' Muster, das sehr schwach ist und weiche Verläufe hat.

Das gleiche Digital, und Du staunst im wahrsten Sinne des Wortes Bauklötze. Eine Vergrösserung der Ansicht liefert keine weichen Verläufe, sondern harte Quadrate und Klötzchen.

Oder anders herum: Einen Scan kannst Du um 100% vergrössern und bekommst immer noch ein sehr gutes Bild, ein Digifoto liefert bei 100% Vergrösserung bereits Quadrate.



Gesamtansicht, rotes Rechteck ist der Ausschnitt



100% Ansicht, vergrössert auf 200% (d.h. die Ansicht auf 200% gesetzt). Film: Provia 100F. Objektiv identisch, vom Stativ.
Links Film/Scan (Nikon LS 5000 @4.000 ppi und 48 bit), rechts Digital.

Der Vergleich mag bei einer D800 anders ausfallen, aber sicher auch beim Velvia. Ich habe leider nur MF und GF mit Velvia gemacht, und es wäre unfair, diese Fotos zum Vergleich heranzuziehen.

Ein sauberes Filmbild ist mir immer noch lieber als ein sauberes Digi-Bild, nicht nur wegen der chaotischen Strukturen, die wir 'analogen' Lebewesen besser verarbeiten können.
 

Virgil Kane

Sehr aktives Mitglied
Ich habe das Dia jetzt mal selbst auf den Scanner gelegt (dachte eigentlich, ich kann mir diese Arbeit sparen...).

Mit Epson 2480 Photo, 48-bit und 4800dpi wird das Bild 5904 x 4111 Pixel groß und hat eine Dateigröße von 6,3 MB. Farbe und Anmutung sind anders als aus dem Labor und kommen dem Originaldia näher (ich weiß allerdings nicht, was das Labor genau beim Scannen macht).

Hier der Vergleich: links Labor / rechts selbst gescannt, beides unbearbeitet:





Ein 100% crop aus dem Selbstscan bestätigt die Aussage, dass Film keine "Klötzchen" bildet sondern diffus auflöst:





Das Scannen ist wohl der Knackpunkt und eine Wissenschaft für sich...:dizzy:
 

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