Formatwahl bei Berufsfotografen


jupiter6

Unterstützendes Mitglied
Seit dem DMAX Bericht vom 12.9.08 (Süddeutsche Zeitung TV) kennen wir nun Goran Nitschke als Gesellschafts- oder Promifotograf. Somit uns nun auch klar ist, was der Unterschied zwischen Gesellschaftsfotograf und Paparazzo ist...
Ich fand die Sendung insofern spannend, da die Unterschiede und Arbeitsweisen der Fotografen aufgezeigt wurden.

Aber eine Frage bezüglich der Fotoformatwahl interessiert mich sehr: Fotografieren alle Berufsfotografen mit RAW-format auf der höchsten Auflösung ? Bei einem Werbefotografen kann ich mir das noch vorstellen. Wenn ich aber daran denke, dass Fotos auch via UMTS verschickt werden und ein Foto schnell mal an die 30 MB misst, kommen mir Zweifel. Oder ein RAW-format Bild für die Bild-Zeitung oder die Morgenpost, wo ein lustiger Passant oder ähnliches darauf zu sehen ist ? Nitschke machte an einem Abend gegen 1000 Bilder, die er auf das Macbook geladen hatte. Auf meiner 4GB Karte haben 88 RAW Bilder der höchsten Auflösung platz.......

Gruss René
 
A

andrew b.

Guest
Habe es auch gesehen, peinlich, er bezeichnete sich selbst als Paparazzi.
Viel interessanter war, dass er aus diversen Wirtschaftszeitungen sein Wissen über die Promis und damit gegenüber seinen Kollegen, wie gesehen, einen Vorteil hat. Ich denke, er fotografiert in JPEG. Das reicht für die Klatschpresse locker.
 
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Boneless91

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Gerade bei Bildern die schnell verschickt oder gedruckt werden müssen ist RAW bestimmt viel zu zeitaufwändig. Und 30mb Fotos wären z.B. für eine Tageszeitung mit geringer Druckauflösung einfach überdimensioniert. Unsere Schulklasse hat mal eine Zeitungsredaktion besucht, bei der öfters Berichte in allerletzter Minute eintrudeln. Ich kann mir gut vorstellen, das die Redaktion sich mehr mit dem Text und dem Layout beschäftigt als mit perfekten Bildern. Bei Reportagen und Wochenzeitungen etc. denke ich aber, dass überwiegend RAWs produziert werden (müssen).
 
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habedehre

Sehr aktives Mitglied
Ich arbeite selbst bei einer Tageszeitung. Wenn du da mit RAWs ankommen würdest, würden dich die Jungs von der Bildbearbeitung erschlagen. In den meisten Häusern ist es üblich, dass ausschließlich jpg angenommen werden. Alles andere ist für diesen Zweck vollkommen überdimensioniert und überflüssig.

Bei Reportagen und Wochenzeitungen etc. denke ich aber, dass überwiegend RAWs produziert werden (müssen).
Auch da sind es meistens jpg.

Gruß

Christoph
 
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lesitzki

Sehr aktives Mitglied
Ich meine D2x von einen Gesellschaftsfotograf gekauft. Die Kameraeinstellungen waren wie folgt: Aufnahmeformat JPG und die Auflösung auf M = 6,8 MP. Damit beliefert er die gesamte deutsche Regenbogenpresse.
 
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S

Schakaya

Guest
RAW wird nur eingesetzt, wenn schwirige Bedingungen vorherrschen oder ich genau weiß dass Nachbearbeitet werden muss... ansosten reicht jpg aus.
 
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rofoto

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das einzige was die presse interessiert ist geschwindigkeit.
du muesstest das bild im raw nicht nur laenger senden, weil groesser, die litho muesste das bild auch noch wandeln, damit es im druck ueberhaupt ins rip kann.

alles viel zu langsam, zeitaufwendig etc.

presse = jpg :)

selbst wenn ich im studio bilder fuer magazine geschossen habe, so fotografierte ich zwar im raw, aber das bildmaterial was an den verlag ging war wieder jpg.
 
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kazol

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Ich arbeite selbst bei einer Tageszeitung. Wenn du da mit RAWs ankommen würdest, würden dich die Jungs von der Bildbearbeitung erschlagen. In den meisten Häusern ist es üblich, dass ausschließlich jpg angenommen werden. Alles andere ist für diesen Zweck vollkommen überdimensioniert und überflüssig.
Tach Kollege!

kann ich nur bestätigen: Ausschließlich jpg's. Das reicht vollkommen. Für viele meiner Kollegen ist es schon überflüssig, überhaupt die volle Auflösung zu bekommen oder selbst zu benutzen. Ich persönlich nehme immer die volle Auflösung, wenn ich für die Redaktion fotografiere...

Und zur Qualität ansich: jpg's mit höchster Qualität sind doch prima. Also ich habe mit der D100 da schon ganz ansprechende A1-Ausdrucke für eine Ausstellung hinbekommen.

Gruß

kaz
 
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habedehre

Sehr aktives Mitglied
Ich persönlich nehme immer die volle Auflösung, wenn ich für die Redaktion fotografiere...
Würde ich bei der D100 auch machen. Mit der D200 oder höher schraube ich dagegen die Auflösung runter, weil es für den Zeitungsdruck vollkommen ausreichend ist. Bei uns sind alle einzelnen Ausgaben in den Regionen über ein Netzwerk mit den Mantelredaktionen und dem Druck verbunden. Wenn da täglich hunderte oder tausende Fotos mit voller Auflösung rumgeschickt werden, bricht das Chaos aus. Deswegen schraube ich runter.

Und zur Qualität ansich: jpg's mit höchster Qualität sind doch prima. Also ich habe mit der D100 da schon ganz ansprechende A1-Ausdrucke für eine Ausstellung hinbekommen.
Ja, die Kamera hatte ich früher auch mal. Bis 90 auf 60 Zentimeter gabs keinerlei Probleme.

Gruß

Christoph
 
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kazol

Unterstützendes Mitglied
Würde ich bei der D100 auch machen. Mit der D200 oder höher schraube ich dagegen die Auflösung runter...
Ich habe jetzt die D700 seit zwei Wochen im Einsatz. Bislang habe ich sie bei 12,1 Mio gelassen, obwohl ich mit den 6,7 Mio. gedanklich gespielt habe. Natürlich reicht das vollkommen aus. Aber dann denke ich wieder, dass ich mir alle Optionen offen halte. Was, wenn unverhofft DAS Motiv vor die Linse kommt. Das will ich doch in bestmöglicher Qualität. Und wenn ich später mal nur einen Ausschnitt brauche? Auch dann habe ich genügend Reserven...

Bei einer Kamera in der Redaktion haben die Kollegen von den möglichen 5 Mio auf 2 Mio runter gedreht. Selbst, wenn es das in den meisten Fällen noch tut, verstehe ich den Geiz nicht.

Ganz nebenbei haben die Glück, dass ich meine eigene Kamera habe. Die lassen teilweise tagelang Bilder auf der Karte, wenn der Artikel nicht gleich erscheinen muss. Würde ich mit dieser Kamera auf Termin gehen, würde ich die Karte schlicht freimachen. Ich glaube, da hätte schon manch einer Bilder verloren. Hätte wohl auch einen gewissen erzieherischen Effekt. :D Aber das nur am Rande...

gruß
kaz
 
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habedehre

Sehr aktives Mitglied
Aber dann denke ich wieder, dass ich mir alle Optionen offen halte. Was, wenn unverhofft DAS Motiv vor die Linse kommt. Das will ich doch in bestmöglicher Qualität.
Naja, in der Qualität ändert sich ja nichts. Das Bild wird nicht besser, nur weil du eine höhere Auflösung verwendest. Außer natürlich, du möchtest das Foto später wandgroß belichten lassen.

Und wenn ich später mal nur einen Ausschnitt brauche? Auch dann habe ich genügend Reserven...
Die hast du bei 6MP auch, denn bei zu kleinen Ausschnitten hilft dir auch die Auflösung nicht mehr, weil das Motiv meistens durch fotografische Fehler wie minimales Verwackeln diesen Ausschnitt nicht mehr zu lässt.

Bei einer Kamera in der Redaktion haben die Kollegen von den möglichen 5 Mio auf 2 Mio runter gedreht. Selbst, wenn es das in den meisten Fällen noch tut, verstehe ich den Geiz nicht.
Zwei Mp wären mir jetzt auch zu wenig. Vier solltens schon sein. Geiz würde ich das allerdings nicht nennen. Es hat seine Vorteile, da der Workflow aufgrund der kleinen Dateien deutlich schneller wird, und je niedriger die Auflösung eingestellt wird, desto weniger ausgeprägt werden auch fotografische Fehler dargestellt.

Gruß

Christoph
 
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Slayer

Sehr aktives Mitglied
Bislang habe ich sie bei 12,1 Mio gelassen, obwohl ich mit den 6,7 Mio. gedanklich gespielt habe.Und wenn ich später mal nur einen Ausschnitt brauche? Auch dann habe ich genügend Reserven...

Wenn ein Ausschnitt gemacht werden muss, bin ich auch froh genügend Reserven zu haben!
Ich finde die volle Auflösung schon wichtig!

Ich schicke die Bilder immer in einer Größe von 1 MB in die Redaktionen, mehr wollen die garnicht.
Also spielt es auch keine Rolle ob ich das Foto von 20 MB oder von 3MB verkleiner...ist doch beim abspeichern die gleiche Zeit.

MfG
Rico
 
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Alex60489

Unterstützendes Mitglied
Ich kenne eine Berufsfotografin die Ihre Canon 1DMarkIII ständig auf Webauflösung stehen hat. Sie meint der Workflow ist so viel schneller.
Die Bilder lässt Sie auch oft in Postergrösse ausdrucken.
Ich persönlich habe meine D200 immer auf volle Auflösung und bester Qualität eingestellt.
Ich würde mich nicht trauen Bilder mit 72Dpi als Poster auszubelichten.
 
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UweFlammer

NF-F Premium Mitglied
Der große Vorteil von RAW ist nicht die Auflösung oder dass man Ausschnitte machen kann. Der Vorteil ist, dass man Weißabgleich, Farb- und Tonwerte nachträglich anpassen und das Bild etwas besser schärfen kann als das kameraintern möglich ist.

Für das aktuelle Bild in der Tageszeitung ist das alles nicht von Bedeutung. Aber wie sieht es mit einer späteren Zweitverwertung aus? Macht es da nicht Sinn, die Bilder fürs Archiv parallel in RAW aufzunehmen? Ganz besonders dann, wenn tatsächlich Promis oder bedeutende Ereignisse fotografiert werden?

Grüßle
Uwe
 
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andrew b.

Guest
Aber wie sieht es mit einer späteren Zweitverwertung aus? Macht es da nicht Sinn, die Bilder fürs Archiv parallel in RAW aufzunehmen? Ganz besonders dann, wenn tatsächlich Promis oder bedeutende Ereignisse fotografiert werden?
Genau so mache ich es, alles in Raw, dann gezielt und projektbezogen "entwickeln". Rest ab ins Archiv. Bist zum HD-GAU. :eek:
 
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habedehre

Sehr aktives Mitglied
Der große Vorteil von RAW ist nicht die Auflösung oder dass man Ausschnitte machen kann. Der Vorteil ist, dass man Weißabgleich, Farb- und Tonwerte nachträglich anpassen und das Bild etwas besser schärfen kann als das kameraintern möglich ist.

Für das aktuelle Bild in der Tageszeitung ist das alles nicht von Bedeutung. Aber wie sieht es mit einer späteren Zweitverwertung aus? Macht es da nicht Sinn, die Bilder fürs Archiv parallel in RAW aufzunehmen? Ganz besonders dann, wenn tatsächlich Promis oder bedeutende Ereignisse fotografiert werden?

Grüßle
Uwe

Das kommt darauf an, wie viel Zeit man investieren möchte. Das Fotografieren und der dazu gehörende Workflow sind ja kein lustiger Zeitvertreib, sondern Arbeitsaufwand. Wenn ich alles in Raw fotografieren, bearbeite und dann konvertiere, schaffe ich schlichtweg weniger Bilder und Aufträge.

Klar macht man auch mal Raw´s. Doch gerade deine aufgeführten Promibilder sind dafür eher uninteressant. Warum sollte ich die in Raw machen? Für den Abdruck in Zeitungen und Magazinen reicht jpg allemal und dass richtig belichtet wird und der Weißabgleich stimmt, davon gehen die Zeitungen (zu Recht) aus. Was anderes ist es, wenn es wirklich um bedeutende Ereignisse geht und bspw. der Papst vorbeischaut. Und natürlich macht man oft parallel Raw´s für´s eigene Archiv, aber nicht für den Workflow in der Redaktion.

Gruß

Christoph
 
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