Fehlerhafte Blendenwerte bei neuem Nikon 105 mm - Help!


Patrick

NF Mitglied
Moin, dieser Tage kam das Nikon 105 mm. Soweit ganz prima, allerdings scheint das Teil eine Macke zu haben.

Es werden falsche Blendenwerte an die Kamera überliefert. Statt 2,8 beginnt es bei 4, mal bei 4,2 und endet statt bei 32 erst bei Blende 44. Außerdem ist auffällig, dass sich das Teil schwergängiger als die anderen Objektive ins Bajonett eindrehen lässt. Das Problem tritt an der F70 ebenso auf wie an der F100.

Bevor ich es morgen zurück schicke, würde ich gerne in die Runde fragen, ob das Problem bekannt ist und vielleicht einfach zu beheben ist. Vielleicht sind einfach nur die Kontakte schmutzig und brauchen ein wenig Spray? Danke für alle Tipps, ich habe nämlich wenig Lust, zwei Wochen auf Ersatz zu warten. :cry:
 

Anonymous

Unterstützendes Mitglied
Patrick";p="6878 schrieb:
Es werden falsche Blendenwerte an die Kamera überliefert. Statt 2,8 beginnt es bei 4, mal bei 4,2 und endet statt bei 32 erst bei Blende 44.
Hi auch !

Ist das das 2.8/105 MicroNikkor?
Wenn ja, dann:

Der Witz bei den MicroNikkoren ist ( eigentlich bei allen Macos) daß die effektive Blende die sich mit eingestelltem Abstand und großem Abbildungsmaßstab ( Abstand ~<=10fache Brennweite ) ändert ( da gibts Berechnungsgrundlagen zur Genüge im Netz , fur Inglischschprechende z.b.:
) also die effektiv _wirksame_ Blende in Makromaßstäben gleich richtig angezeigt wird. Also andersrum: Die angezeigte Blende ändert sich bei kleinen Abständen mit der eingestellten Entfernung gleich mit.
Kann zwar ein Übertragungfehler auch vorliegen ,was ich eigentlich nicht glaube .
Schwergängiger als so die FitzliPutzlizooms sind die MicroNikkore ganz sicher wegen ihrer doch etwas präziseren Mechanik, auch im Bajonett wahrscheinlich.

Wenn nein, dann:
Weiß ich auch nicht .-)

Klaroallesda?
 
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Nobody

Auszeit
so ist es. nikkore geben im gegensatz zu fremdlingen, bei denen teils die komplette d-abtastung fehlt (*1), stets die auszugsverlaengerung mit an. erst ab gut einem meter und darueber wird sich beim micro 105 blende 2,8 einstellen. bei 1:1 sollte etwa blende 5 anliegen

*1 was zugleich deren kritisches verhalten in sachen ttl-blitzmessung erklaert
 
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Patrick

NF Mitglied
Aaaaaah jetzetzle :) Stimmt, ändere ich die Entfernung, öffnet sich tatsächlich auch die Blende. It's not a bug, it's a feature, so quasi :) Danke sehr für die Erklärung. Es handelt sich übrigens um das Micro-Nikkor.

Muss ich dann trotzdem die Belichtung für Makros korrigieren wie im Waschzettel des Objektivs angegeben? Oder ist das damit dann gegessen und ich kann einfach draufhalten?

Werde mich heute Abebd ein bisschen in das Thema einlesen.
 
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Christian B.

NF-F Premium Mitglied
Moin Patrick,

nur nochmal zu Vergewisserung: Wenn Du die größte Blende einstellst (2.8) und auf unendlich stellst: Dann sollte auch 2.8 angezeigt werden. Ist das so, ist mit Deinem Objektiv alles in Ordnung. Fokussierst Du bis 1:1 wird der eingestellte Blendenwert automatisch größer. Es bleibt aber die offene Blende, wie von den anderen schon richtig beschreiben.

Daß das Eindrehen in das Bajonett anfangs schwerer geht, ist auch in Ordnung. Das wird sich mit der Zeit aber - leider - geben.

Zu Deiner letzten Frage:
Wenn Du den Belichtungsmesser der Kamera verwendest (sinnvollerweise im Modus "A"), mußt Du nichts ändern! Denn die Kamera mißt TTL (durch das Objektiv) die tatsächlich einfallende Lichtmenge. Du kannst also einfach draufhalten.

Interessant wird es, wenn Du manuell fotografierst, ohne den Belichtungsmesser der Kamera zu verwenden (z.B. Handbelichtungsmessung - das ist aber in der Regel nicht erforderlich). Dann mußt Du den Auszug berücksichtigen. Hast Du nur das Makro an einer AF-Kamera, zeigt Dir diese die erforderliche rechnerische Kompensation schon an. Tust Du noch einen MF-Zwischenring dazwischen oder verwendest Du z.B. eine FM2, wird der Blendenwert nicht mehr angezeigt, und Du mußt die Werte gemäß Waschzettel und ggf. die erforderliche weitere Kompensation für den Zwischenring berücksichtigen.

Das ist aber erst einmal, glaube ich, für Dich nicht wichtig, weil Du ja eine D70 oder F70 mit dem Makro "pur" verwenden willst.

Einfach drauf los fotografieren!

Gruß
Christian
 
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Patrick

NF Mitglied
nur nochmal zu Vergewisserung: Wenn Du die größte Blende einstellst (2.8) und auf unendlich stellst: Dann sollte auch 2.8 angezeigt werden. Ist das so, ist mit Deinem Objektiv alles in Ordnung. Fokussierst Du bis 1:1 wird der eingestellte Blendenwert automatisch größer. Es bleibt aber die offene Blende, wie von den anderen schon richtig beschreiben.
Genau so ist es! Nikon verblüfft mich immer wieder :-D Ich hätte ja alles vermutet, nur nicht, dass ein Objektiv wirklich mitdenkt. Unglaublich. Mechanisch ist es übrigens der Hammer.

Ich glaube, ich ziehe jetzt mal einen Film mit ein paar Schwachsinns-Makros durch, den ich morgen schnell entwickeln lassen werde. Mal sehen, was das Micro so tut. Vorerst werde ich mich auf die Automatik verlassen. Das tut's fürs Erste. Die Kamera ist sowieso schlauer als ich.
 
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Patrick

NF Mitglied
So, erste Sinnlos-Makros sind entwickelt und gescannt. Nicht schlecht, Herr Specht. Jetzt brauche ich nur noch eine Motivklingel für die vielen Bienchen und Blümchen :)





 
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Nobody

Auszeit
grossartige tests benoetigt das 105/2,8 micro nicht. im nahbereich ist es ueber alle zweifel erhaben. auf die distanz lassen schaerfe und kontrast etwas nach, wodurch es allerdings zur firstclass portraitlinse aufsteigt
 
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