Farbmanagement


NF Adventskalender 2019

Ralf B.

Sehr aktives Mitglied
Hallo Forum,

als jemand der fototechnisch noch vollkommen analog unterwegs ist, mache ich im Moment meine ersten Gehversuche mit EBV. Meine bisherigen Erfahrungen sind etwas zweigeteilt. Bislang habe ich eine ganze Reihe von Dias und Negativen gescannt, dann ein wenig mit Photoshop Elements bearbeitet, d.h. im wesentlichen habe ich Staub weggestempelt, eine Tonwertkorrektur anhand des Histograms vorgenommen und leicht unscharf maskiert. Einige der so bearbeiteten Datein habe ich dann auf A4 ausgedruckt und war soweit eigentlich ganz zufrieden.

Im letzten Urlaub habe ich jedoch einige Velvias im Abendlicht am Strand belichtet und für diese hat meine obige Prozedur keine vernünftigen Ergebnisse mehr gebracht. Am Monitor sehen die Bilder noch ganz ordentlich aus (TFT, ist mit Adobe Gamma kalibriert - soweit man das damit machen kann!), auf meinem Drucker haben sie aber schon einen leichten Farbstich. Die absolute Katastrophe war der Versuch die Scans beim Discounter ausbelichten zu lassen (ja ich weiß - soll man ja auch nicht tuen). Die Bilder haben einen fürchterlichen Gelbstich und sind auch sonst unglaublich bonbon-farbig *grusel*!

Abhilfe brachte nach einigem Herumprobieren das Einbetten eines Farbprofils und die Anwahl eben diesen Farbprofils auch für meinen Drucker und Scanner. Ich bin mir jetzt aber nicht sicher, welches Farbprofil ich denn optimalerweise verwende. Im Prinzip kann ich mit sRGB, AdobeRGB und AdobeRGB (1998) arbeiten. Letzeres lieferte die oben genannten vernünftigen Ergebnisse. Wer kann mir sagen, worin sich diese Farbprofile unterscheiden, und was die Vor- und Nachteile sind? Mit der Suche-Funktion habe ich dazu nichts gefunden.

Gruß
Ralf
 
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biobert

Unterstützendes Mitglied
Hallo Ralf,

das ganze ist nicht so einfach.

Wichtig ist eine gut eingestellter Bildschrim, lässt sich meist mit Colorsync machen oder ein Farbmessgerät wie der "Spyder".

Dann natürlich der Scanner der ja auch einen eigenen Farbraum besitzt, entweder mit einem IT 8 kalibrieren oder in den Grundeinstellungen ein Profil zuweisen wie z.B. Nikon Ls 4000 oder andere. Möglich ist auch ein neutrales Profil wie CIE-LAB (ein sehr großer Farbraum). Nach dem Scan wir es meist mit Photoshop geöffnet, spätestens dann erkennst Du welches Profil Dein Scan besitzt. Nach der Bearbeitung, wie farbeinstellung, Schärfe usw. kannst Du eine Profilumwandlung in ein für Dich wichtiger Farbraum vornehmen oder einfach neutral lassen.

Standard ist ein ECI-RGB. Für Druck braucht es ein CMYK-Profil (am besten mit der druckerei ausmachen). Für eine Ausgabe an einem Digital-Printer ist es ein sRGB Profil, ist meist etwas dumpfer.

Somit sollte eigentlich ein Bild ähnlich wie am Bildschirm als Ausdruck sein.

Lektüre: Farbkorrektur von Wargalla,
Link: http://www.eci.org

Gruss Robert
 
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