Falsche Vorstellungen, Linse schlecht oder was mache ich falsch?


Tutti

Unterstützendes Mitglied
Hallo,

da dies mein erster Topic hier ist, möchte ich mich kurz vorstellen.
Ich heiße Patrick bin 28 Jahre alt und ich beschäftige mich seit 2002 mit Digitalfotografie. Eigentlich schon seit 1999 mit einer AGFA-0.3MP Knipse, die heute von jedem Handy übertroffen wird aber fotografieren konnte man das wohl nicht nennen.

Die erste "richtige" war eine Olympus C-720 (aufgrund eines defektes bekam ich später die C-740). Diverse Programm wie Belichtungs- und Blendenautomatik waren vorhanden aber "schlecht" zugänglich womit ich mich damit nicht ausreichend befasste. Als die im letzten Jahr kaputt ging, kam erstmal eine kleine Kompakte mit dem "C" A350.
Merkwürdig war, dass ich auf einmal die ganzen Programme vermisste, die ich bei der Oly doch eher selten benutzte. Naja der Wunsch nach einer DSLR war schon immer vorhanden nur andere Anschaffungen hatten immer Priorität.

Letzte Woche jedoch, Megacompany hats möglich gemacht und der Preis passte mir für die D40+18-55mm-Kit plus eine Tasche von Nikon.


Nun aber zum Problem:
Über das für und wider der hier oft genannte "Kit-Scherbe" habe ich mich reichlich eingelesen.
Die Einen finden das Objektiv gut, wobei ich nicht genau weiß ob der Preis mit in die Bewertung "gut" einfloss.
Die Anderen finden es schlecht, das vermag ich eben aber nicht zu bestätigen, denn ich habe noch kein anderes Glas vor der Cam gehabt noch habe ich keine Routine was die Einstellungen angeht noch besitze ich große Kenntnisse bezüglich der verschieden Regeln.
Fakt ist, eben bin ich mit den Ergebnissen des 18-55mm Kit-Ojektivs nicht zufrieden.

Hier sind einige Bespiele zu finden (Vorsicht in Fine komprimierte 6MP)

Da ist nichts, aber auch gar nichts Scharfes drauf.
Einzig das Bild (DSC_0970.JPG) bekommt von mir ein gut/befriedigend.
Die Bilder sind alle ASA200 mit Blende 8 fotografiert, der Spotfokus sollte immer mitten im Bild liegen.
Sind das die falschen Bilder für solche Bewertungen?
Sind meine Maßstäbe zu hoch angesetzt bzw. meine Wünsche zu krass?
Ist das Objektiv Mist, oder ausgerechnet meines nicht in Ordnung?
Natürlich stellt sich auch die Frage, was mache ich falsch?

Ich hoffe ihr könnt mir helfen, eben bin ich etwas enttäauscht.

Grüße
Patrick
 

PeMax

Nikon-Clubmitglied - NF-F "proofed"
Ich denke, bis eben auf das 0970-Bild sind das doch etwas untaugliche Bilder. Ausserdem ist hier auch nicht eindeutig erkennbar, was dem AF tatsächlich gezeigt wurde (beim 0964er sind da ja alle möglichen Dinge in unterschiedlichster Entfernung zu sehen).

Was möglicherweise auch eine Rolle spielt: Die Kompaktkameras schärfen "serienmäßig" ziemlich stark nach, so dass man (abgesehen noch von der größeren Schärfetiefe der kleinen Billigsensoren) bei einem ersten Vergleich den Eindruck hat, die DSLR wäre nicht so scharf wie eine Minidigi.

Versuch mal, "richtige" Fotos zu machen, und wenn es ein Gartenstuhl in 5m Entfernung ist, bei dem der Fokus was brauchbares findet.
 
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A

aufwunschgelöscht

Guest
Muss mich da Peter anschliessen, wo soll da bei dem gewirr von Zweigen der AF scharf stellen.
 
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foxmulder

Auszeit
Sind das die falschen Bilder für solche Bewertungen?
Ja. Du hast Strukturen photographiert die kleiner sind als das was der Sensor auflösen kann. Beim letzten Bild hat das Motiv eine vernünftige Größe, deswegen sieht das besser aus.

Gruß
Dirk
 
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CALYPTRA

Sehr aktives Mitglied
Öh, irgendwie kann ich das Problem nicht erkennen. Die Bilder sind doch in Ordnung. Zu einer richtigen Beurteilung der Schärfe taugen sie zwar, wie Peter schon sagte, alle nicht so richtig, aber großartig Unschärfe kann ich nicht darauf erkennen. Du kannst nicht erwarten, dass in 15m Entfernung geknipstes Gestrüpp bei 800fach Zoom noch genauso aussieht, wie es das Auge wahrgenommen hat.

P.S.: Den Namen deiner Domain finde ich übrigens etwas unappetitlich ;)
 
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smashIt

Unterstützendes Mitglied
seh da nix schlimmes
die blätter z.b. haben gute kanten (solang der himmel im hintergrund nicht ausfrisst ;) )

du musst dir im klaren sein das die sensoren unserer kameras (ausser bei sigma) zwangsweise eine leichte unschärfe ins bild bringen (1-2 pixel breit)
dies kommt daher das der farbwert eines pixels erst durch die umliegenden errechnet werden muss
die kompakten vertuschen diesen umstand aber durch extreme nachschärfung/kontrasterhöhung. das is aber mathematik und nicht das was der sensor ausspuckt ;)
 
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Tutti

Unterstützendes Mitglied
Danke für eure Antworten.

Ausserdem ist hier auch nicht eindeutig erkennbar, was dem AF tatsächlich gezeigt wurde (beim 0964er sind da ja alle möglichen Dinge in unterschiedlichster Entfernung zu sehen).
Ich hatte die AF-Messung auf Spot gestellt und dachte eben dabei, dass das Bild aus der Mitte "scharf" ist.

Versuch mal, "richtige" Fotos zu machen, und wenn es ein Gartenstuhl in 5m Entfernung ist, bei dem der Fokus was brauchbares findet.
Das stimmt, da sieht es natürlich besser, wenn auch nicht "superscharf"
aber natürlich deutlich besser als die Baumprobanten ;)

Muss mich da Peter anschliessen, wo soll da bei dem gewirr von Zweigen der AF scharf stellen.
Das war ja meine Frage. Dass der Sensor das so nicht packt hätte ich nicht gedacht, wenngleich auch im MF das Bild nicht sonderlich besser wird.
So tippe ich eher darauf dass das Objektiv* nicht in der Lage ist
solche Motive aus der Entfernung so abzuzeichen...
...wie es das Auge wahrgenommen hat.
[*]Nicht Objektiv sondern generell die Technik
Dank pixel-peeper.com habe ich Bilder gefunden, die mit einem 17-55/f2.8(was ich denke ein sehr gutes Obektiv ist) entstanden sind und entfernte Objekte dort auch nicht "scharf" gezeichnet wurden.

Ja. Du hast Strukturen photographiert die kleiner sind als das was der Sensor auflösen kann. Beim letzten Bild hat das Motiv eine vernünftige Größe, deswegen sieht das besser aus.
Danke, so leuchtet es mir ein. :)

aber großartig Unschärfe kann ich nicht darauf erkennen.
Runtergerechnet sehen sie ganz gut aus aber DSC_0947.JPG z.B.
finde ich heftig, wenn ich daraus einen Ausschnitt bräuchte, könnt eich das vergessen. :confused:

Den Namen deiner Domain finde ich übrigens etwas unappetitlich
Nicht persönlich oder wörtlich nehmen, entstand mal aus einer Laune heraus.;)

Grüße
Patrick
 
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Kuirrin

Unterstützendes Mitglied
Die Bilder sind alle scharf und deine Ausrüstung ist OK.

Es wurde ja schon alles gesagt, ich denke du hast tatsächlich falsche Vorstellungen von der Leistungsfähigkeit der D40 / einer DSLR.

Nur mal so zum Vergleich / zur Beruhigung ein 100% Crop vom Fokuspunkt aus einer D2xs mit dem Micro Nikkor 105mm VR bei Blende 7,1. Die D2x ist derzeit eine der schärfsten und höchstauflösenden Nikonkameras und das Objektiv ist auch sehr gut.

Aber wie du siehts, auch nicht anders als bei deiner D40.

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CALYPTRA

Sehr aktives Mitglied
Ich hatte die AF-Messung auf Spot gestellt und dachte eben dabei, dass das Bild aus der Mitte "scharf" ist
Spot hat mit dem AF nichts zu tun. Es ist eine Methode, die richtige Belichtung zu ermitteln. Die Messung erfolgt nur in dem kleinen Spot und die Belichtung so angepaßt, dass dieser Fleck richtig belichtet ist.
Partielle Schärfe ist mit den Standardoptiken (leider) nicht möglich. Es wird immer eine ganze Ebene scharf dargestellt. Allerdings gibt es auch Spezialkonstruktionen, mit denen man gezielt einen Ausschnitt scharfstellen kann.
 
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Tutti

Unterstützendes Mitglied
Wahnsinn, mehr fällt mir dazu nicht ein.

Kann es sein, dass die Wahrnehmung mittlerweile von diesen "synthetischen" Bildern, die man zu Hauf im Netz findet arg (de)sensibilisiert ist, dass man meint man müsse mit seiner DSLR die selbe Leistung erreichen?

Danke euch allen für das "auf den Teppich zurückholen". :)


Calyptra, Spot war falsch erzählt von mir.
Einzelfeldmessung wollte ich sagen.
 
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Chlorgas

Unterstützendes Mitglied
Spot hast du wahrscheinlich als Belichtungsmessung genommen.

Allerdings finde ich die Fotos auch nicht zwingend schlecht.
Versuch mal einzelne Objekte zu fotografieren.

Viele Foto im Netz sind so nachgearbeitet, dass man sich nicht mehr sicher sein kann ob es so fotografiert worden ist oder nicht. Schade eigentlich!
 
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Tutti

Unterstützendes Mitglied
Chlorgas, das mit den EBV-Bild stimmt natürlich.
Man sieht die Wahnsinnsbilder und möchte das so nachmachen.

Einzelne Objekte klappen recht gut.
Hier nochmal eines:
Das entstand heute an dem See, wo ich auch Bilder von Bäumen machte, an denen ich vorhin beinahe verzweifelt wäre. :nixweiss:
 
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Chlorgas

Unterstützendes Mitglied
Das sieht gut aus! Die Schärfe liegt zwar ein wenig mehr am Blatt als auf der Libelle, aber das hat nichts mit dem Objektiv zu tun.
Bei solchen kleinen Viechern solltest vielleicht manuelle fokussieren.

Hier was zum Schmökern:

und
 
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Don Quijote

Registrierte Benutzer_B - NF-F "proofed"
OT: "ich-brech-ins-essen.de" Einen unappetitlichen Domainnamen hast Du Dir da ausgesucht
 
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Tutti

Unterstützendes Mitglied
Bei solchen kleinen Viechern solltest vielleicht manuelle fokussieren.
Das hatte ich auch vor aber die Liebelle musste dann auf einmal weiter. ;)
Solche Bilder sind wohl eher etwas für die Tele+Makro-Gemeinde.
Aus der Entfernung heraus hat man mehr Möglichkeiten, als wenn ich da im Abstand von 30cm vor ihr herzottle, da hatte die keinen Bock mehr drauf. :)

Hier was zum Schmökern:

und
Schön gesehen ;-)
 
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Turbulator

Unterstützendes Mitglied
Hallo Tutti,
zu dem bis jetzt geschriebenen möchte ich noch hinzufügen, daß ich denke das man durch den größeren Tiefenschärfebereich von den Kompakten auch im Anspruch an die DSLR "verdorben" wird. D.h. die Bilder der Kompakten sind über einen wesentlich größeren Bereich scharf. Das liegt u.a. an der Größe des Bildsensors, ließ mal im "großen Humbold Fotolehrgang":up: nach.
Probier mal ein paar Porträts, da ist der Effekt gewünscht und es sieht weitaus professioneller mit unscharfem Hintergrund aus.
Viel Spass:D
Peter
 
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MiTi

Unterstützendes Mitglied
Vielleicht noch zum Kitobjektiv: dieses zeichnet tatsächlich etwas "weicher" - vor allem auf 18mm. Das ist aber durchaus ok - "wir" haben wenigstens den Vorteil, die Schärfe des Bildes nachträglich erst zu bestimmen - mittels RAW-Editor zB. Die Kompaktcams hauen ständig ihren Schärfegrad auf die Bilder rauf, schöne, warme Bilder sind damit oft nicht möglich.

Aber du kannst ja einmal versuchen irgendwo ein günstiges 50mm/1.8 zu organisieren - neu kostet das etwa 100-150 €. Leider fehlt bei dir der Stangen-AF bei der D40, daher müsstest du manuell fokusieren. Aber rein von der Schärfebeurteilung siehst du dann gleich einmal den Unterschied zwischen 18-55 @50mm und 50mm/1.8 ... aber wie gesagt: mittels EBV lässt sich die Schärfe beliebig nachträglich (NEF-Format) anpassen und damit hast du auch schöne scharfe Bilder :)
 
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marcberg

Unterstützendes Mitglied
Aber rein von der Schärfebeurteilung siehst du dann gleich einmal den Unterschied zwischen 18-55 @50mm und 50mm/1.8 ... aber wie gesagt: mittels EBV lässt sich die Schärfe beliebig nachträglich (NEF-Format) anpassen und damit hast du auch schöne scharfe Bilder :)
Beliebig würde ich jetzt nicht sagen, aber zumindest in einem gewissen Grad kann man den Eindruck entstehen lassen, indem eben die Kontraste im kleinen gesteigert werden; wobei ja beim Schärfen auch nicht mehr Details im Foto auftauchen können.. Die Auflösung der Linse bleibt gleich.
Was vielleicht noch ein wenig von der "Schärfehysterie" befreien könnte, wäre die Betrachtung der Fotos auf Abzügen; z.B. 13x19. Da sieht die Sache schon viel besser aus als beim 100 Prozent-Anblick auf dem Bildschirm!
 
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UweFlammer

NF-F Premium Mitglied
Einzelne Objekte klappen recht gut.
Hier nochmal eines:
Das entstand heute an dem See, wo ich auch Bilder von Bäumen machte, an denen ich vorhin beinahe verzweifelt wäre.
Über mangelnde Schärfe kannst Du Dich bei diesem Bild wirklich nicht beschweren. Wie schon gesagt wurde, hat der Autofokus auf das Blatt scharfgestellt, daher liegt dort die maximale Schärfe, und das Blatt ist sehr gut abgebildet. Aber auch die Flügel der Libelle sind noch sehr gut.

Auch auf Deinen anderen Bildern sind die Bereiche, die innerhalb der Schärfentiefe liegen, scharf und absolut sauber abgebildet. Dieses Kitobjektiv ist wirklich sehr gut! Jetzt kommt es nur noch auf Dich an. Suche nach interessanten Motiven und lerne, sie aus interessanter Perspektive zu fotografieren. Achte auf den Hintergrund und auf störende Details. Um ein gutes Bild zu machen, muss man sich schon etwas abmühen mit dem Motiv.

Gruß
Uwe
 
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Tutti

Unterstützendes Mitglied
Hallo,

erstmal Dank an euch Allen, dass ihr mich vor einer aufkommenden DSLR-Depression bewahrt habt. :)

Ich denke das Problem ist wirklich die 100%-Darstellung auf dem Monitor. Ich habe nun mal 2-3 Bilder auf Thermo-Sub in 10x15 ausgedruckt und es sieht tatsächlich ganz gut aus, selbst Ausschnitte aus einem Bild auf 10x15.

Die Libelle, Uwe, gefällt mir ja auch. Das Problem war ja, dass solche Motive schöne Linien haben und die Bilder aus der Entfernung eben nicht so.
Nun weiß ich, dass das technisch in dem Maße, wenn man nicht gerade heranzoomt , gar nicht oder bedingt nur machbar ist.

Peter, Humbold Fotolehrgang gerade über Amazon geordert. :)

Was das Obejktiv angeht, denke ich dennoch dass der Platz meines
"Immerdrauf" künftig von einem Tamron SP-AF28-75 F/2.8 XR Macro eingenommen wird.
In den Bereichen unter 28mm arbeite ich wohl eher selten, vermisse beim Kit-Objektiv aber ein bisschen über 55mm. Sollte ich doch mal mehr Weitwinkel brauchen, das Kit-Objektiv will ich ja nicht verkaufen. ;-)
Die Macrofunktion und die Lichtstärke machen das Tamron mir jedenfalls schmackhaft.

Grüße
Patrick
 
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