Einbein oder normales Stativ mit dem VR 200-400mm?


nikkorAT

Unterstützendes Mitglied
was würdet Ihr nehmen wenn es mal schnell gehen muss/soll und das zu fotografierende Objekt schnell den Standort ändert (Vögel z.B)?

Ein eher unterdimensioniertes Einbeinstativ damit der VR voll zum tragen kommt, oder aber ein großes stabiles Dreibeinstativ, welches den VR mehr oder weniger ad absurum führt?

Irgendwie ist für mich der VR bei einem Objektiv mit 3,5kg eine eigenartige Zusatzfunktion, denn einerseits ist die Optik zu schwer um damit längere Zeit aus der Hand fotografieren zu können, andererseits funktioniert der VR nicht gut wenn er auf einem stabilen Stativ verwendet wird?

Was ist Eure Meinung?

Gruss

Alex
 

Christian B.

NF-F Premium Mitglied
Woher hast Du die Erkenntnis, daß beim 200-400 VR der VR auf dem Stativ nicht gut funktioniert?

Meine Experimente mit dem 80-400 VR und dem 2.0/200 VR haben ergeben, daß es Probleme mit dem VR beim VR erster Generation des 80-400 geben kann, wenn man gleichzeitig ein Stativ verwendet, nicht aber beim 2.0/200 mit dem VR der aktuellen Generation, der auch dem 200-400 VR zu eigen sein dürfte.

Es funktioniert mit der D2H/D2X sogar gleichzeitig VR, Spiegelvorauslösung und Stativ, wobei der VR aber gegenüber der Nutzung von Stativ + Spiegelvorauslösung keinen sichtbaren Schärfegewinn mehr bringt.

Meine Ergebnisse waren (Kamera im Hochformat, 1/8 s) so:

Kamera auf Stativ ohne SVA und ohne VR: total unscharf
Kamera auf Stativ ohne SVA mit VR: beim 80-400 unscharf, beim 200+TC20E: scharf
Kamera auf Stativ mit SVA ohne VR: total scharf
Kamerauf auf Stativ mit SVA und VR: genauso total scharf beim 2.0/200+ TC20E, etwas weniger scharf beim 80-400

Ich nehme an, daß sich das 200-400 genauso verhält wie das 2.0/200+TC20E.
 
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nikkorAT

Unterstützendes Mitglied
Hi Christian,

ich beziehe mich teils auf eigene Erfahrung mit dem VR 70-200mm sowie dem VR 80-400mm, welche ich beide verwendet habe, sowie auf den sehr ausführlichen und für mich aussagekräftigsten test von Fritz Pölking.

In seinem "Werkstattbuch 1" unter dem Titel:

Scharfe Fotos
Von Stabilisatoren und der Spiegelvorauslösung

zu finden.

Ist mehr als informativ und beantwortet vieles.

Leider für mich aber nicht was man wann verwenden soll....

Gruss

Alex
 
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V

volkerm

Guest
Re: RE: Einbein oder normales Stativ mit dem VR 200-400mm?

nikkorAT";p="21830 schrieb:
VR 70-200mm sowie dem VR 80-400mm
Hallo Alex!

Die haben beide noch den alten VR der ersten Generation.

Gerade Pölking beschreibt durchaus Erfahrungen, wonach der VR-Einsatz bei Supertele auf massivem Stativ durchaus nutzt, entgegen der Canon Herstellerangabe.
 
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tvr

Unterstützendes Mitglied
Hallo volkerm, hallo Schrätt,

genau lesen, dann denken, dann posten hilft oft ungemein!

Die Eingangsfrage und somit der Kern des Anlasses, das Eingangsposting zu verfassen, lautet:

---
was würdet Ihr nehmen wenn es mal schnell gehen muss/soll und das zu fotografierende Objekt schnell den Standort ändert (Vögel z.B)?
---

Man überlege:
Da sitzt so ein vogel auffm Ast, 20m entfernt.
Du greifst dir die Cam, greift das Stativ, schraubst die cam auf das Stativ, der Vogel spreizt die Flügel, du setzt das Stativ (mit angeschaubter Cam) auf dem boden auf, der Vogel hat bereits die Sprungfunktion durchgeführt und gleitet bereits 30 cm vom Sitzplatz entfernt durch die Luft, du hast bereits die Cam eingeschaltet und das Auge an den sucher gelegt, der Vogel ist 5m weiter, du suchst (verzweifelt) den Vogel im Sichtfeld, der Vogel ist 30m weiter und mittlerweile siest du nur noch die Schwanzfedern, du hast mittlerweile den Vogel im Sucher und der Autofocus hat auch schon schön scharf gestellt aber der Zoom (Bildausschnitt) stimmt noch nicht, der Vogel ist mittlerweile im Dunst verschwunden und du hast noch kein einziges Foto von ihm im Kasten.

Ohne Stativ:
Du siehst den Vogel und reflexartig erfolgt der Grif zur Cam, beim Hochreißen schaltest du die Cam bereits ein und hast auch das Tele schon am richtigen Ende erwischt, Ausrichten aufs Objekt und zu erwartende Zoomposition erfolgen gleichzeitig, der Vogel hat noch nicht ansatzweise den Platz verlassen, Scharfstellung und Auslösen sind dan nur noch Routine.

Und noch einmal:
kein Stativ, sonst gerne!
 
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tvr

Unterstützendes Mitglied
Vielleicht kann man es auch so sehen:
Die Eingangsfrage passt nicht zum Titel des Schrätts = Threads.

Mal eben so und 200-400mm Tele passen eben nicht zusammen.
 
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V

volkerm

Guest
Re: RE: Einbein oder normales Stativ mit dem VR 200-400mm?

tvr";p="21834 schrieb:
Hallo volkerm, hallo Schrätt,

genau lesen, dann denken, dann posten hilft oft ungemein!

(...)

Und noch einmal:
kein Stativ, sonst gerne!
Naja, da stand schon mehr als Du zitierst hast, und Alex hat ausdrücklich den Zusammenhang VR und Störung des VR durch Stativ angesprochen. Daß es ohne Stativ noch schneller geht, ist wohl trivial und war nach meiner Auffassung auch nicht gefragt. Aber genau weiß das nur der Fragesteller Alex:)
 
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tvr

Unterstützendes Mitglied
Genau volkerm,

daher habe ich auch das andere Posting nachgeschoben.

Die Fragestellung beweist, daß es die Heisenbergsche Unschärferelation gibt!
 
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Christian B.

NF-F Premium Mitglied
Hallo Alex,

den Test von Fritz Pölking kenne ich natürlich auch, und ich habe ihn zum Anlaß genommen, nach Erscheinen des 2.0/200 VR diesen Test nachzuvollziehen. Ich habe darüber auch mit Fritz Pölking via e-mail diskutiert und habe nach seinen Empfehlungen meinen "Versuchsaufbau" gestaltet. Meine Ergebnisse entsprechen den Aussagen Fritz Poelking, daß die Spiegelvorauslösung Verwackelungen vor allem im Hochformat wirkungsvoller verhindert als der VR, und sie führen zu der auch von Fritz Pölking gegebenen Empfehlung, den VR für Actionaufnahmen zu verwenden (z.B. mit aufgelegtem Objektiv am Autofenster oder beim Mitziehen von Flugaufnahmen oder mit Einbein) und bei Aufnahmen "mit Zeit" in jedem Falle die Spiegelvorauslösung zu benutzen.

Für das 70-200 und das 80-400 gilt nach meinen Erfahren, nach dem Test von Pölking und auch nach den Empfehlungen des Herstellers etwas anderes. Bei diesen Objektiven sollte man den Stabilisator bei Stativeinsatz ausschalten.

Aber was das 4.0/200-400 anbelangt, so ist die Aussage von Nikon zum Stativeinsatz dieselbe wie beim 2.0/200 und sind die Ergebnisse zum 70-200 und 80-400 somit nicht übertragbar.

Aus eben diesem Grund beruht die Eingangsfrage auf einem Mißverständnis und deshalb habe ich nachgefragt, beziehungsweise meine Erfahrungen geschildert.

Die Ausgangsfrage ist im übrigen nicht allgemeingültig zu beantworten. Es kommt auf die Situation an. Grundsätzlich aber sollte man bei einem 3 Kg schweren Objektiv soviel Stativ verwenden, wie in der Situation möglich. Es macht in jedem Falle - trotz VR - Sinn. Wenn man ein Stativ nicht aufstellen kann oder vom Stativ die Objekte einfach nicht einfangen kann, muß man sich natürlich anders behelfen. Für "aus der Hand" scheint mir das 200-400 allerdings in der Tat wenig geeignet. Dafür sollte man dann doch lieber das 80-400 nehmen.
 
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Ingo

Aktives NF Mitglied
Hallo !
Alos meine Erfahrungen sagen , dass mit dem 200-400 ein Stativeinsatz völlig o.k. ist auch wenn VR eingeschaltet ist. 3 Wochen Galapagos habe ich mit dem 200-400 , einem Nill Kopf und dem 1348 Gitzo zu abfotografiert. Allerdings nicht im activ Modus. Den habe ich immer bei Freihandaufnahmen verwendet vom Boot im Dschungel oder so. ich habe das knackscharfe Aufnahmen hinbekommen, teilweise sogar mit dem 14er KOnverter. Kommt natürlich immer auf die Belichtungszeit an. Gleiches gilt übrigens für das 70-200 VR. Beim 80-400 gehen VR und Stativ nicht zusammen.
Gruß

Ingo


 
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nikkorAT

Unterstützendes Mitglied
...und wir wären wieder am Anfang.

Danke für eure Bemühungen und die Antworten, aber wirkliche Erfahrungsberichte von Nutzern des VR 200-400mm fehlen noch....

Ich für meinen Teil vermute das nach wenigen Minuten das Gewicht dieses doch sehr voluminösen Objektivs dazu führen muss, dass man mehr wackelt als der VR auszugleichen vermag. Um dies teilweise und genau darum geht es auszugleichen, sollte man vermutlich ein nicht allzu stablies Einbein verwenden. Dann hat der VR immer noch genug zu tun und man ist aber auch flexibel genug für schnelle Standortwechsel.

Was meint ihr...?

Gruss

Alex
 
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Christian B.

NF-F Premium Mitglied
Ich bin nicht der Auffassung, daß wir wieder am Anfang angekommen sind. Deine Frage wurde beantwortet.

Also nochmal:

Du kannst ein Einbein nehmen, Du kannst aber noch besser - wie der 200-400-Nutzer par excellance Ingo (schau mal auf seine HP!) eben gerade ebenfalls ausgeführt hat - auch sehr gut ein Dreibein nehmen, für Vögel besonders sinnvoll mit dem Nillkopf bestückt. Auch auf einem Dreibein wirkt sich der VR sehr segensreich aus, fast so segensreich wie die Spiegelvorauslösung, die ja nun bei bewegten Objekten nicht so richtig in Betracht kommt.
 
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nikkorAT

Unterstützendes Mitglied
das Du nicht meiner Auffassung bist liegt daran, dass Du nicht geschaut hast wann die beiden Beiträge vor Deinem letzten gepostet wurden... stimmts? Denn bei fast zeitgleich geposteten Beiträgen tut man sich etwas schwer.....

Außerdem ist eine konkrete Meinung wohl nicht ganz ausreichend zu so einem komplexen Thema.

Abend

Alex
 
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Ingo

Aktives NF Mitglied
Hallo !
Danke Christian für das Kompliment.
KLar wird das Objektiv mit der Zeit schwer, aber es gibt Situationen wo eben ein Stativ eher stört. Was soll ich denn auch noch anderes schreiben. Es ist so zu gebrauchen wie ich es geschrieben habe. Ein einbeinstativ schadet sicher nicht. So habe ich in Kenia vom Safariwagen aus fotografiert. Kommt also immer drauf an wo man wie was fotografieren will. Im Kanu auf dem Amazonas ist jedes Stativ fehl am Platze. Man kann sich kaum drehen und muss zu jedem Foto freihand neu ansetzen.
Gruß
Ingo


 
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V

volkerm

Guest
Re: RE: Einbein oder normales Stativ mit dem VR 200-400mm?

nikkorAT";p="21860 schrieb:
Ich für meinen Teil vermute das nach wenigen Minuten das Gewicht dieses doch sehr voluminösen Objektivs dazu führen muss, dass
Ich benutze Objektive in der Gewichtsklasse nur mit Stativ. Dort wo das nicht geht, nehme ich lieber was kleines und leichtes
 
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Ingo

Aktives NF Mitglied
Hallo Volker,
stimme dir zu: Wenn möglich immer Stativ.Aber es geht leider nicht immer. UNd was kleineres nehmen wenn des Objekt weit weg ist geht leider auch nicht immer.
Gruß

Ingo


 
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A

Alton

Guest
@nikkorAT

Ich weiß nicht genau was du willst. Es wurde doch alles gesagt.

Im Gegensatz zum 80-400 oder 70-200 kann das 200-400 bei aktiviertem VR mit einem Dreibein benutzt werden.

Wann Freihand, Einbein oder Dreibein benutzt wird oder werden sollte, kommt auf die Situation an.

Mehr ist doch dazu nicht zu sagen.
 
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V

volkerm

Guest
Re: RE: Einbein oder normales Stativ mit dem VR 200-400mm?

Ingo";p="21873 schrieb:
Hallo Volker,
stimme dir zu: Wenn möglich immer Stativ.Aber es geht leider nicht immer. UNd was kleineres nehmen wenn des Objekt weit weg ist geht leider auch nicht immer.
Hallo Ingo,

ich meinte mit klein jetzt auch wirklich Baugröße und Gewicht, nicht Brennweite.

Das 200-400VR habe ich noch nicht benutzt, aber ich benutze einige MF's in der Gewichtsklasse, z.B. 200/2.0 und 400/3.5. Und die sind mit ~3kg einfach arg schwer, um sie längere Zeit Freihand zu halten. Einbein ist doch sehr angenehm.

Freihand würde ich ein leichtes 80-400VR vorziehen wegen Handling.

PS: Aber wem erzähle ich das ... tolles Portfolio auf Deinen Webseiten!
 
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SkobyMobil

Unterstützendes Mitglied
Hallo,
auch auf die Gefahr hin, das ich das bis jetzt nicht richtig verstanden habe.
Ich mache meine Bilder in analog.
VR ist wohl so etwas, wie ein BildStabi.
Also, wenn Du ein 400mm Tele hast, dann sind 1/400stel die unterste Grenze für FreiHand. Du kannst Dein VR also einschalten.
Bei 1/800stel oder ab1/1000stel würde ich es nicht mehr einschalten. Die solltest Du frei schießen können.
Auf einem Stativ würde ich VR immer ausschalten.
Noch etwas zur SVA, wenn Du die schon bei 400mm brauchst, dann stimmt etwas nicht- Camera, Stativ oder Objektiv.
Zu Deiner Stativ Frage, bewegst Du Dich viel- ein Einbein. Fast immer der gleiche Standort- ein Dreibein. Immer perfekte Foto´s- ein Dreibein...
Gruß und Spaß
Andreas
 
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