Testbericht ein Nachruf

pixelschubser2006

Sehr aktives Mitglied
Die D200 bzw. die D80 als Amateurversion mit identischer Bildqualität machen wie ich oben beschrieben habe einen Wendepunkt in der Geschichte der digitalen Fotografie bei Nikon aus. Während D70 und D100 mit Minidisplay und Bildqualität nicht mehr standesgemäß sind, kann man mit deren Nachfolgern auch mit Kenntnis modernerer Kameras hervorragend arbeiten. Wobei dabei die Auflösung nur bedingt ein Thema ist, denn in diesem Punkt kann man mit den "Uralten" auch noch eine Menge anfangen. Wer nicht ständig Ausschnitte macht, kommt mit 6 Megapixeln noch sehr weit. Wie auch immer, diese Kameras würde man heute kaum noch benutzen.
Das sieht bei D80 und D200 anders aus. Zwar ist meine D80 auch schon auf dem Abstellgleis, aber wenn ich sie aus irgendeinem Grund mal nutze, stelle ich immer wieder erstaunt fest, daß ich mit ihr wunderbar die gewünschten Ergebnisse hinbekomme. Sie wirkt gegenüber meiner D7000 zwar minimal abgespeckt und einfacher verarbeitet, aber keinesfalls unmodern. Jedenfalls ist der Sprung von 2,5" auf 3" Display nicht so wild wie jedes Viertelzoll Zuwachs in der Anfangszeit der DLSR. Trotz der drastisch höheren Auflösung der neueren Displays.
Vielleicht wachsen die alten Haudegen nach einer Neuanschaffung über sich hinaus. Man kann die olle Knipse überall mitschleppen wo die Neue zu fein wäre. Und sich dann freuen daß sich unter solchen Bedingungen nicht selten tolle Motive ergeben.
 
Bild

luckyshot

Sehr aktives Mitglied
Kann ich nahezu so unterschreiben. Außer den Schlusssatz, ich hatte die olle D200 nach 6,5 Jahren Besitz gerade erst wieder im Einsatz. Exakt 190654 Auslösungen hat sie nun drauf, mich nie im Stich gelassen, das Leder hängt ihr (schon wieder) ein bisschen runter, ein Akku (ebenso alt) geht bei 40 % auf Null und sie fristet neben der D7000 und D3s im Grunde ein Schattendasein.

Aber eines ist fix: Sie hat den BeSTen Sound beim Spiegelschlag!
Ich auch.
>Meine< hats zwar nur auf knapp 160.000 Klicks gebracht, aber was nicht ist kann ja noch werden. Sie tut als Familienkamera immer noch ihre Dienste...
 
W

Wolfram.

Guest
Habe meine D200 2007. neu gekauft.War meine erste digitale DSLR.
Gründe für dieses Modell,ich habe zu diesen zeitpunkt nur AI und AIS Objektive besessen und wollte diese auch weiterverwenden.Der Sucher der D200 war schon für eine DX Kamera prima(größe und helligkeit).Heute sind diverse AF Objektive dazugekommen und ein zweites,,moderneres Gehäuse".
Die 200 bleibt und wird weiter Bilder machen.

MfG
Wolfram
 

Heiko Men.

NF-F "proofed"
...Aber es stimmt die D3 wurde parallel zur D300 vorgestellt. Trotzdem galt das Interesse der Fachwelt und Kunden der D3, weil die der Startschuss fürs FX Format war.
Habe ich nicht so empfunden. Klar wurde die D3 mit Spannung erwartet aber ein D200 Nachfolger war mindestens genauso gefragt. Die D200 war eine tolle Kamera aber sie war auch ein Zwischenschritt. Sie lag mit ihrem CCD-Sensor in Sachen Rauschfreiheit, Energieverbrauch und Dynamikumfang nachwievor ein ganzes Stück hinter den gleichwertigen Modellen der Konkurrenz zurück.
In der Tierfotografenszene war man immer gefrustet, wenn das Licht etwas schlechter wurde und die Ausdrucke oberhalb von ISO 400 ein Pixelmatsch in feinen Fell und Federstrukturen zeigte und die Canonisten noch fröhlich mit ISO 800 arbeiten konnten.
Die Hoffnung auf ein Semiprogehäuse, das wirklich richtig ausgereift ist und das zu dieser Zeit technisch machbare aus einem Sensor rausholt, war weit verbreitet und groß. Es war in der Forenwelt schon ein großes Ereignis, als die Eckdaten der D300 bekanntgegeben wurden. Ich war so interessiert an einer Kamera, die man endlich auch morgens oder abends etwas besser nutzen konnte, dass ich mir die Eckdaten per SMS von einem netten Forenkollegen nach Ägypten habe schicken lassen.

Und die D300 wurde ein voller Erfolg, sie hat der Konkurrenz in Sachen AF, Rauschverhalten, Gehäusequalität und Preisleistungsverhältnis lange Zeit das Fürchten gelehrt. Die D300 war das erste Semiprogehäuse, das bei nicht wenigen Fotografen der Konkurrenz Wechselgedanken wachgerufen hat (und einige haben es auch getan). Die D200 hat das nie geschafft, auch wenn sie mit ihrem Magnesiumgehäuse, ordentlichen Bildergebnissen und Ausstattung durchaus eine neue Ära bei den Kameragehäusen eingeleitet hat.

Gruß
Heiko
 

Heiko Men.

NF-F "proofed"
Gibt`s da auch Zahlen?
Die gibt es mit Sicherheit. Ob die bekannt sind bzw. von jedem eingesehen werden können, weiß ich nicht


Oder was ist Erfolg?
Für mich etwas, das sich nicht ausschließlich nur an Verkaufszahlen fest macht. Auch eine Vielzahl von technischen Tests und Vergleichen und die Erfahrungsberichte und Einschätzungen von vielen tausend Usern im In- und Ausland spiegeln in den Zeiten des Internets ganz gut wieder, welchen Stellenwert ein Modell bei den Leuten hat (und wie lange es diesen hat...).

Gruß
Heiko
 

aj43

Unterstützendes Mitglied
Die D200 bleibt mein zuverlässiger Kumpel! Sie war schon mal im Pfandhaus...sie hat mir vertraut und ich habe sie zurückgeholt ;)
Für ein neues Modell fehlt mir noch das Geld. Ich kann jedoch warten, es gibt noch viel zu lernen, bis dahin. Die großartigste Cam nützt bekanntlich wenig, wenn man keine wirklich guten Bilder hinbekommt. Höchstens als Statussymbol.
 

SCFR

Sehr aktives Mitglied
Was für Canon die 10D war ist für Nikon die D200, die erste bezahlbare, richtige DSLR für alle, mit einem vernünftigen Sucher.
Die D70, hatte ich auch, aber nur ein Spielding.
Fotografiert wurde mit der D200!
Mit der D200 konnte man wieder alle alten non AF Objektive vernünftig verwenden.
Besonders wenn man eine Schnittbild / Mikroprismen Scheibe verwendet!
Benutze die D200 immer noch gern.
Wird nicht verkauft, wie auch meine F, F2, F3 nicht ☺
 

Horst S.

Sehr aktives Mitglied
Die D70 war zwar meine erste DSLR-Kamera, aber die Haptik meiner F100 fehlte mir schon irgendwie. Dann wurde die D200 angekündigt, die ersten Bilder wurden veröffentlicht - die digitale F100! Wie viele war ich total begeistert und bestellte sie sofort.

Wir erinnern uns, diese Kamera war überfällig und die Nachfrage so groß das man wochenlang warten musste bis man sie endlich in den Händen halten konnte. Die D200 lies mich auch unter etwas rauen Bedingungen, wie alle Nikon Kameras davor, nie im Stich. Meine D200 verrichtet heute noch als Zweigehäuse bei einem Freund ihren Dienst und sie ist immer noch eine sehr gute DSLR-Kamera.


Am Grey-Gletscher in Patagonien - kalt und nass


Zum Glück ist es eine Nikon...
 

Mischi21158

Sehr aktives Mitglied
Wenn ich das so lese, und vor allem die letzten Bilder hier sehe, dann bestärkt es mich, meine D200 nicht gegen eine D7000 auszutauschen.
Habe sie vor einigen Jahren als Zweitkamera zur D300 erworben und mache mit ihr vor allem Landschaftsfotos und Makros.
Sollte doch eine neue hinzukommen, ziehe ich mit 3 Kameras los.
Muss ich nicht mehr Objektive wechseln.

Gruß, Michael
 

Nagra

Unterstützendes Mitglied
Ich habe meine D200 günstig von jemandem erstanden, der offenbar zur Kategorie, "Muss-immer-das-neueste-Modell-haben", gehörte.

Zur Zeit bin ich lediglich mit dem 18-70mm 3,5 - 4,5 unterwegs. Da ich mit diesem Objektiv aber zunehmend an Grenzen stoße, stehen nun Neuanschaffungen bevor.
Dabei überlegte ich auch oft hin und her, ob es überhaupt noch Sinn macht, an der D200 festzuhalten, wo doch schon die D300 um so vieles "besser" sein soll und man auch eine gebrauchte D700 ins Auge fassen könnte.
Und so las ich hier viel im Forum mit und kam immer mehr zu dem Schluss, dass eine D200 nun wirklich nicht mehr zeitgemäß sei und man sich eigentlich nach einer Alternative umsehen sollte.

Vor einigen Tagen befasste ich mich erstmals ausführlich mit flickr und gab mal spaßeshalber "D200" in das dortige Suchfeld ein. Das, was ich dann an Bildbeispielen sah, ließ mich alle vorherigen Zweifel mit einem Schlage vergessen.

Wen es interessiert, der kann sich ja mal die folgenden Fotos anschauen.
Mich haben diese Bilder darin bestärkt, an der D200 unbedingt festzuhalten, erst einmal nur in bessere Optiken zu investieren und meine Fähigkeiten zu verbessern.

Gruß
Achim

http://www.flickr.com/photos/vom_land_und_vom_meer/2068761583/in/set-72157604216530468/

http://www.flickr.com/photos/-jon-/3721666523/in/set-72157594216634157/

http://www.flickr.com/photos/straightfinder/288418547/in/set-72157594215136358/

http://www.flickr.com/photos/belovedstraycat/413700300/in/[email protected]/




EDIT:
Was ich in meiner Euphorie übersehen hatte, war, dass wenn man heute z.B. zwingend auf HighIso, schnellere Bildfolgen und Croppen angewiesen ist, man mit einem aktuelleren Modell schon besser bedient ist. Ich nutze meine Kamera aber nur für Dokumentationen und zukünftig für Porträts. Daher sehe ich für mich momentan keinen Umstiegsbedarf.
 

kenzaburo

Unterstützendes Mitglied
Hi,

ich habe meine D200 geliebt und tue es noch immer. Damals als sie neu herauskam, habe ich sie bestellt und mußte wochenlang darauf warten (habe damals in New York gelebt und wöchentlich die großen und kleinen (seriösen) Händler abgeklappert und sie letztenendes in Canada bestellt :rolleyes: )

Sie hat erst in diesem Jahr eine Nachfolgerin bekommen (D4) und ist immer noch als meine Zweitkamera mit dabei. Besonders bei Licht macht sie immer noch tolle Bilder. Größtes Manko war in meinen Augen der Stromverbrauch (habe 4 Akkus im Einsatz und jeder Urlaub ist von der Suche nach Steckdosen geprägt gewesen) und das Rauschen bei höheren ISO.

Was mich vielmehr ärgert, dass ich damals um teure Speicherkarten zu sparen häufig nur jpegs gemacht habe und nur bei vereinzelten Anläßen NEFs.

Das rächt sich heute bitter!

Grüße,
Michael
 

dolittle

Unterstützendes Mitglied
In der Tat: Die Optik ist unter 800 ISO noch immer wichtiger, als die jeweils neueste Kamera. Deswegen habe ich mir bisher auch neuere Gehäuse verkniffen und in Objektive investiert. Leider hat es für das 70-200 VR II Nikkor nie gereicht. :-( Aber auch ein paar Festbrennweiten (35, 50, 105mm) zwingen mich, genauer hinzusehen und nicht nur wild in der Gegend herumzuknipsen und zu -zoomen.


Vor einer Woche: D200; 50mm 1,4
 

Nagra

Unterstützendes Mitglied
Leider hat es für das 70-200 VR II Nikkor nie gereicht. :-( Aber auch ein paar Festbrennweiten (35, 50, 105mm) zwingen mich, genauer hinzusehen und nicht nur wild in der Gegend herumzuknipsen und zu -zoomen.
Vielleicht ja eines aus erster Hand? Gerade gestern erst hab ich ein 70-200er hier in der Gebrauchtbörse gesehen.

Gruß
Achim


p.s. Auf meine erste Festbrennweite freue ich mich auch schon und dass ich dann gezwungen bin, mich für den richtigen Bildausschnitt zu bewegen.
 
W

Wolfram.

Guest
Was mich vielmehr ärgert, dass ich damals um teure Speicherkarten zu sparen häufig nur jpegs gemacht habe und nur bei vereinzelten Anläßen NEFs.

Das rächt sich heute bitter!

l
Hallo Michael

Dem kann ich nur zustimmen.Habe heute noch viele Bilder bei denen ich denke,ach hätte ich nur:mad:Aber Egal auch so lernt mann,deswegen mache ich meine Bilder heute nur noch als NEF`s auch mit der D200.

LG
Wolfram
 

Hans-Peter R.

Administrator
Hallo Michael,

Was mich vielmehr ärgert, dass ich damals [...] nur bei vereinzelten Anläßen NEFs. Das rächt sich heute bitter!
sehr richtig!

Während damals fast alle in den Abgesang der proprietären Datenformate einstimmten und nach Standards suchten (was war gleich nochmal DNG :dizzy:) dachte ich mir damals nach einer kurzen Orientierungsphase, dass die RAW-Konverter und Rauschreduzierer mit der Zeit sicher nicht schlechter, sondern eher besser werden und habe ausschließlich in NEF fotografiert. Und heute freue ich mich über die alten D200 Fotos aus den Jahren 2005 und 2006, die mit Lightroom 4 und der Prozessversion 2012 hin und wieder nochmal ein neues Leben eingehaucht bekommen, mit erfreulichen Ergebnissen.

Ciao
HaPe
 

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