DX vs. FX: Stauchung bei Teleobjektiven unterschiedlich trotz gleichem Bildwinkel?

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Lordfubbes

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Hallo Gemeinde,

in diesem Thread (Post Nr. 50) kam die Behauptung auf, "echte" 300mm würde die Perspektive bei gleichem Bildwinkel mehr raffen als gecroppte 200mm (KB-äquivalent=300mm). Ehrlich gesagt, kann ich mir das kaum vorstellen, mangels DX-Kamera und 200mm-Linse kann ich's auch nicht nachprüfen.

Fragen:
1. Falls das schonmal jemand getestet hat: Wird bei FX durch die "echten" 300mm die Perspektive tatsächlich stärker gerafft? Am besten mit Beispielbildern. :)

2. Wie verhält es sich im Weitwinkelbereich: Verzerren 10mm an DX stärker als 15mm an FX?

3. Falls eine der beiden Fragen oben mit "Ja" beantwortet werden kann: Warum ist das so?

Und wie gesagt, Beispielbilder wären toll. :)

Gruß Erik
 
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shgt

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Hallo Erik,
also die "Raffung" ist nur vom Standort abhängig. Dafür brauche ich aber bei unterschiedlichen Sensorgrößen unterschiedliche Brennweiten, wenn der Bildwinkel gleich sein soll -> Schärfentiefe ändert sich, aber nicht der Eindruck der "Raffung".

Wenn ich die Bank in diesem Post ( http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/showpost.php?p=799732&postcount=2724 ) mit 10mm Brennweite aus der gleichen Entfernung geknipst hätte wie mit 300mm, so wäre der "Raff"-Effekt gleich - wenn ich entsprechend gecropped hätte.

Mehr Vergleichsbilder habe ich (noch) nicht, aber das ist so mein optisches Noch- und Schon-Wissen.

Viele Grüße

Martin
 
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W

Wolle

Guest
Moin,

ich habe zwar keine Beispielbilder, Halte diese Behauptung jedoch für völligen Unfug. Die Perspektive ist einzig und allein vom Standort der Kamera abhängig.
Das kann jeder selber prüfen, indem er vom festen Stativ aus bei gleicher Kameraausrichtung ein Foto mit kurzer und eins mit langer Brennweite macht. Das Telebild sollte von dem gleichen Aussschitt aus dem Weitwinkelbild nich unterscheidbar sein, abgesehen vielleicht von der Korn/Pixelzahl.
 
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N

Norden

Guest
in diesem Thread (Post Nr. 50) kam die Behauptung auf, "echte" 300mm würde die Perspektive bei gleichem Bildwinkel mehr raffen als gecroppte 200mm (KB-äquivalent=300mm).

Dann mach doch einfach ein Bild mit 200 mm und eins mit 300 mm an deiner D700. Dann schneidest du am Computer das Bild mit 200 mm so aus, dass es vom Bildwinkel dem 300mm-Bild entspricht (etwas anderes "macht" der kleinere Sensor der DX-Kamera auch nicht) und vergleichst die beiden miteinander. Siehst du einen Unterschied?

Edit: oder nimm doch das 200mm-Foto gleich im DX-Modus deiner D700 auf - im Prinzip hast du doch eine DX-Kamera.
 
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Lordfubbes

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Wie gesagt, ich glaub's ja eigentlich auch nicht, aber vollends überzeugt wäre ich, wenn jemand ein 200mm-DX-Bild und ein 300mm-FX-Bild vom gleichen Standort einstellen könnte. Hier gibt's doch genug Kollegen mit entsprechenden Kameras und Linsen. :)

Gruß Erik
 
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Olaf J.

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Alles nein. Das muss man auch nicht testen, da die Brennweite die Perspektive nicht ändert. Die Perspektive ändert sich nur wenn die Kamera bewegt wird.

Edit:

Hier sind Beispiele

Deine Aussage ist zwar richtig, aber leider am Thema vorbei. Dein geposteter Link taucht in Foren auch immer wieder auf, aber ist leider sehr irreführend.
An den Beispielbildern ist zwar nichts auszusetzen und auch nicht an der Kernaussage, aber mit dem richtigen Leben hat dies nicht viel zu tun!
Warum?
Mit der Brennweite verändert sich zwangsweise auch die Perspektive, da man bei unterschiedlichen Brennweiten einen anderen Standort einnehmen muss um das gleiche auf dem Foto abzubilden. Letztendlich wird man sich ja erst Gedanken machen, was denn alles auf dem Foto erscheinen soll. Danach kann man mit der gezielten Wahl der Brennweite die entsprechende Wirkung erzielen und so ist es eben auch ein Unterschied ob man 200mm oder 300mm Brennweite verwendet.

Wenn ich den Standort nicht ändere und den Vergleich DX und FX habe, muss ich nur die unterschiedliche Schärfentiefe berücksichtigen!
 
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comabird

Auszeit
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...und so ist es eben auch ein Unterschied ob man 200mm oder 300mm Brennweite verwendet.

Ebenfalls haarscharf am Thema vorbei gerutscht, Olaf! Erik wollte ein 300er an FX, mit einem 200er an DX verglichen haben.
 
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marcx88

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Deine Aussage ist zwar richtig, aber leider am Thema vorbei. Dein geposteter Link taucht in Foren auch immer wieder auf, aber ist leider sehr irreführend.
An den Beispielbildern ist zwar nichts auszusetzen und auch nicht an der Kernaussage, aber mit dem richtigen Leben hat dies nicht viel zu tun!
Warum?
Mit der Brennweite verändert sich zwangsweise auch die Perspektive, da man bei unterschiedlichen Brennweiten einen anderen Standort einnehmen muss um das gleiche auf dem Foto abzubilden. Letztendlich wird man sich ja erst Gedanken machen, was denn alles auf dem Foto erscheinen soll. Danach kann man mit der gezielten Wahl der Brennweite die entsprechende Wirkung erzielen und so ist es eben auch ein Unterschied ob man 200mm oder 300mm Brennweite verwendet.

Wenn ich den Standort nicht ändere und den Vergleich DX und FX habe, muss ich nur die unterschiedliche Schärfentiefe berücksichtigen!
Erik hat doch nach der Perspektive bei gleichem Bildwinkel an Dx und FX gefragt. Oder lese ich das falsch?
.. 300mm würde die Perspektive bei gleichem Bildwinkel ..
Das 200mm und 300mm eine andere Bildwirkung haben wenn man den Abbildungsmaßstab gleich wählt bezweifele ich nicht.
 
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kazol

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Edit: Werter Leser, die folgenden Zeilen sind Blödsinn und beruhen auf einem Denkfehler meinerseits. Das habe ich eingesehen, lasse es aber natürlich trotz Widerruf an nachfolgender Stelle stehen, weil ich ja im Übereifer diesen Mist verzapft habe. Dazu sollte man stehen:D

Also Leute, jetzt mal kurz und knapp:

Je mehr Tele desto mehr Raffung. Da ich mit DX nur ein 200mm habe, um den 300mm-Ausschnitt entsprechend FX zu bekommen, habe ich weniger Raffung mit DX als mit echten 300mm. Das habe ich schon in jugendlichem Alter mit Beispielen in einem Fotobuch gesehen. Natürlich nicht mit DX/FX, sondern mit verschiedenen Objektiven, die letzlich den gleichen Auschnitt abbilden. Erscheint doch aber auch logisch, wenn man sich den Verlauf der lichtstrahlen vor Augen führt.

Wenn ich nun einen extrem kleinen Senor hätte, der aus einem 50mm-Objektiv 300mm machen würde, habe ich die Raffung der normalen Brennweite, nicht die eines 300er-Tele - auch nicht in diesem Ausschnitt.
 
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H

haraclicki

Guest
Hallo Gemeinde,

in diesem Thread (Post Nr. 50) kam die Behauptung auf, "echte" 300mm würde die Perspektive bei gleichem Bildwinkel mehr raffen als gecroppte 200mm

Post Nr. 50:

"das hatten wir schon mal. der blickwinkel/bildausschnitt ist bei 300echten und 200gecropten der selbe. die abstände von objekten in der objektivachse werden bei 300echten stärker verkürzt."

Lord, das ist keine Behauptung, das ist eine Tatsache.
 
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Hanner B.

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Mit der Brennweite verändert sich zwangsweise auch die Perspektive, da man bei unterschiedlichen Brennweiten einen anderen Standort einnehmen muss um das gleiche auf dem Foto abzubilden.

das ist ja nun völlig schräge. die perspektive ändert sich mit dem standortwechsel. und nur dadurch. mit einer anderen brennweite MUSS ich überhaupt nix einnehmen, auch keinen anderen standort. was hältst du denn davon, wenn ich statt dessen einfach bleibe wo ich bin und ein anderes sensorformat nehme, darum geht es nämlich in diesem thread.

und um die ausgangsfrage zu beantworten: das ist der blanke unfug, die perspektive bleibt exakt gleich mit 300 mm an fx und 200 mm an dx.
 
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Hanner B.

Administrator
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Post Nr. 50:

"das hatten wir schon mal. der blickwinkel/bildausschnitt ist bei 300echten und 200gecropten der selbe. die abstände von objekten in der objektivachse werden bei 300echten stärker verkürzt."

Lord, das ist keine Behauptung, das ist richtig.

das ist stuss und wird auch durch wiederholte behauptung nicht richtig.
 
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marcx88

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Alles Leute, jetzt mal kurz und knapp:

Je mehr Tele desto mehr Raffung. Da ich mit DX nur ein 200mm habe, um den 300mm-Ausschnitt entsprechend FX zu bekommen, habe ich weniger Raffung mit DX als mit echten 300mm. Das habe ich schon in jugendlichem Alter mit Beispielen in einem Fotobuch gesehen. Natürlich nicht mit DX/FX, sondern mit verschiedenen Objektiven, die letzlich den gleichen Auschnitt abbilden. Erscheint doch aber auch logisch, wenn man sich den Verlauf der lichtstrahlen vor Augen führt.
Bei diesen Beispielen wird aber immer der Aufnahmestandpunkt, also die Perspektive geändert. Ich habe auch so ein Buch aus den 70ern von Herrn Hedgecoe.
Wenn ich nun einen extrem kleinen Senor hätte, der aus einem 50mm-Objektiv 300mm machen würde, habe ich die Raffung der normalen Brennweite, nicht die eines 300er-Tele - auch nicht in diesem Ausschnitt.
Dieser Satz ist komplett falsch, sorry.
 
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Lordfubbes

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Erik hat doch nach der Perspektive bei gleichem Bildwinkel an Dx und FX gefragt. Oder lese ich das falsch?

Nein, Du liest richtig.

Das 200mm und 300mm eine andere Bildwirkung haben wenn man den Abbildungsmaßstab gleich wählt bezweifele ich nicht.

Bei gleichem Sensor ist das klar - die Frage ist, ob bei gleichem Bildwinkel und gleichem Abbildungsmaßstab durch den Cropfaktor bei unterschiedlichen Brennweiten auch unterschiedliches herauskommt.

Wenn ich nun einen extrem kleinen Senor hätte, der aus einem 50mm-Objektiv 300mm machen würde, habe ich die Raffung der normalen Brennweite, nicht die eines 300er-Tele - auch nicht in diesem Ausschnitt.

Und das kann ich irgendwie nicht so recht glauben... Wenn ich mit einer Superzoomkamera mit fingernagelgroßem Chip einen Vogel formatfüllend ablichte, habe ich auch eine extrem gestauchte Perspektive - obwohl die reale Brennweite vielleicht 60mm beträgt.

Da fällt mir ein, ich könnte morgen ja mal den Vergleich zwischen Kompaktknipse und FX machen. :)

Gruß Erik
 
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Hanner B.

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Alles Leute, jetzt mal kurz und knapp:

Je mehr Tele desto mehr Raffung. Da ich mit DX nur ein 200mm habe, um den 300mm-Ausschnitt entsprechend FX zu bekommen, habe ich weniger Raffung mit DX als mit echten 300mm. Das habe ich schon in jugendlichem Alter mit Beispielen in einem Fotobuch gesehen. Natürlich nicht mit DX/FX, sondern mit verschiedenen Objektiven, die letzlich den gleichen Auschnitt abbilden. Erscheint doch aber auch logisch, wenn man sich den Verlauf der lichtstrahlen vor Augen führt.

Wenn ich nun einen extrem kleinen Senor hätte, der aus einem 50mm-Objektiv 300mm machen würde, habe ich die Raffung der normalen Brennweite, nicht die eines 300er-Tele - auch nicht in diesem Ausschnitt.

wie kann man nur auf solchen unsinn kommen? ohne einen standortwechsel bleibt die perspektive exakt gleich, das ist hier und in allen lehrbüchern schon tausendfach beschrieben. unterschiedlcihe sensorgrößen und unterschiedlcihe brennweiten sind absolut äquivalent und stehen im verhältnis einer ausschnittsvergrößerung zueinander, wird durch eine solche etwa auch was gestaucht im bild?
 
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Don Quijote

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Bin ebenfalls überzeugt, dass 200mm an DX nicht von 300mm an FX beim gleichen Standort zu unterscheiden sind. Wikipedia liefert dazu folgende Grafik:
url]

aus http://de.wikipedia.org/wiki/Formatfaktor
+
Aber als Experimentalfotograph warte ich auch immer noch auf die ultimativen Beweisfotos der Leute mit entsprechendem Equipment. :)
+
Grüße
Oliver
 
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Hanner B.

Administrator
Teammitglied
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der zusammenhang von brennweite und sensorformat ist so banal, dass man sich wirklich wundern muss, wie immer wieder so ein unsinn darüber erzählt wird:

seht euch doch mal dieses teil an

und dann holt mal luft denkt über die zusammenhänge nach.
 
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Hanner B.

Administrator
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Durchaus, Schädel.

Aber ein 300ter "verkürzt/rafft die Objekte in der Sichtachse stärker als ein 200er".



Ich bleibe am Ball...:D

wie soll denn eine verkürzung von abständen ohne perspektivänderung funktionieren? das wird ja immer abenteuerlicher.
 
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