Digitaler Body für analoges Altglas- und Zubehörset


0fen

Unterstützendes Mitglied
Hallo zusammen,
ich habe gern und ca. 10 Jahre analog fotografiert, aber in letzter Zeit verließen mich die Kamera-Bodys. Habe noch zwei F-801 hier, aber sie funktionieren nur noch im manuellen Modus. Sobald Blenden- und/oder Zeitautomatik oder Autofokus aktiviert wird, frieren die Kameras ein (Batterie raus und wieder rein hilft, Auslösung nur im manuellen Betrieb möglich). Der Zahn der Zeit nagt doch sehr an den "alten" Kameras, sodass es nun voraussichtlich ins digitale Zeitalter gehen wird.

Es sind noch einige alte Objektive (F-Bajonett) und Zubehör übrig:
- Sigma Zoom 28-80mm, 3.5-5.6, 55mm
- Nikon DX AF-S Nikkor 18-55mm, 3.5-5.6 ED
- Fisheyeaufsatz für o.g. Nikkor, 0.25x 52mm siocore
- Sigma Zoom Af-APO Tele, 75-300mm, 3.6-16?
- Nikon Vivitar 28-70mm, 3.5-4.5, 52mm
- Kaleinar 5H, 100mm, 2.8 (manueller Fokus, mein Schatz)
- Blitz Metz 32CT3, SCA 346 AF
- Blitz Nikon Speedlight SB-24

Habt ihr Tipps für nicht zu alte gebrauchte digitale Nikon Kameras, die mit einige dieser Objektive umgehen können? Bin flexibel bzgl. DSLR, DSLM oder Systemkamera. Die Sammlung müsste ggf. auch ausgemistet werden, ist bisschen redundant (urspünglich mehrere Flohmarkt / ebay Sets).

Zu den Sticky Fragen:
1. Fotografischer Bereich: Ambitionierter Hobbyfotograf, Urlaub, Menschen, Straßenszenen, selten Landschaft ohne Menschen. Nachtfotografie eher selten, Sonnenuntergänge aber sehr gern.
2. Kenntnisse: Mittelprächtig, bin lernfähig.
3. Welche Funktionen und Möglichkeiten wichtig und unverzichtbar: Fotos. Videos in Full HD Qualität reicht. Wichtig: möglichst viele Funktionen der Alt-Objektive sollten nutzbar sein (Verschlusszeitberechnung, AF, ...). Hab noch gehört, Fokus-Peaking wäre ein tolles Feature, v.a. bei bewegten Szenen (Kinder).
4. Preislicher Rahmen, was gebrauchtes bis ca. 1000 EUR? 2000 wäre Schmerzgrenze, denk ich - muss noch mit der Regierung abgestimmt werden ;)

Sorry für den Roman. Freue mich auf eure Tipps.
PS: Wenn jemand etwas unkaputtbares Analoges empfehlen kann, immer raus damit.
 

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Stefan L.

NF-F Premium Mitglied
Auch wenn das natürlich nicht die gewünschte Antwort ist, aber viele hier im Forum -inkl. mir selbst- mußten da schon durch.

Klopp alles bis auf das 18-55 zu eBay oder zum Flohmarkt und kauf Dir zu dem Zoom eine D5600 oder D7500, je nach Budget.

Ich hatte seinerzeit auch mein heißgeliebtes Sigma 28-105 und 75-300 und wollte die eigentlich nie hergeben. An der D50 mit den mal gerade 6 MPIX waren sie auch noch halbwegs verwendbar, an der D200 mit den 10MP schon eher weniger und mit der D300 und 12MP war es endgültig Sense. Keine der Linsen -bis aufs 18-55- kann an einem modernen Sensor wirklich etwas reissen, bzw. Du wirst Dich nur damit ärgern.
 
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Tom.S

Sehr aktives Mitglied
Ich würde das 18-55 verkaufen und mir eine gebrauchte D750 holen. Damit geht jedes deiner vorhandenen Objektive uneingeschränkt, du bleibst beim FX-Format und kannst dich mal ohne weitere Investitionen in den digitalen Workflow einarbeiten.
 
2 Kommentare
nikcook
nikcook kommentierte
Für die alten Linsen (FX) wäre selbst eine D700 zu schade. Weg damit ;). Wenn der TO sagt ob er in Richtung DX oder FX gehen will, mach auch eine Empfehlung Sinn. Vorher nicht.
 
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T
Tom.S kommentierte
Selbst mit den alten Objektiven wird das Ergebnis an der D700 besser sein als mit durchschnittlichen Filmmaterial.
 

dembi64

NF-F Premium Mitglied
Auch wenn es hart klingt, bei der von Dir genannten Gerätschaft ist nicht viel dabei was sich lohnt zu behalten. Allenfalls noch das 18-55er und Dein "Schatz" welches ich nicht kenne. Versuche alles zu verscherbeln und inverstiere den Erlös in aktuelle Technik. Alles andere wird Dich unglücklich machen, die genannten Objektive waren zum Zeitpunkt ihres erscheinens zwar ganz OK, aber mehr halt auch nicht.
Kaufe Dir eine, ggf. gebrauchte, D7200/7500. Dazu ein 18-105/140 und ein bzw. alternatv.ein und Du bist fürs erste gut versorgt und kannst mit aktueller Technik fotografieren und ins Budget passt es auch.
 
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Kay

NF-F Platin Mitglied
Für Deine Sammlung wirst Du kaum Geld bekommen.

Es ist ein Neuanfang - daran geht nichts vorbei, auch, wenn das DX AF-S Nikkor 18-55mm, 3.5-5.6 ED noch zu gebrauchen ist.

Du musst Dich jetzt erst einmal vor/entscheiden, was Du künftig fotografieren willst.
Danach kann man Dir raten, ob Weitwinkel, Tele, Zoom ...

Wenn alles unklar ist, nimm irgendein Kit aus dem Angebot beim Händler Deines Vertrauens, sonst wirst Du hier nur wuschig.
 
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0fen

Unterstützendes Mitglied
Danke euch für die schnellen Antworten! Ja, dachte schon dass viel Altglas dabei ist :(
Aber klar, die Objektive wurden ja nicht für heutige Abbildungsleistungen konstruiert, und bevor ich mich ärgere...
Wird also ein Body mit Allround Objektiv werden.
Die nächsten Tage mal einlesen in D5600, D7200, D7500, D750.
Melde mich ggf. nochmal. Merci!!
 
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D
Danulon kommentierte
Die empfohlenen vierstelligen Modelle haben einen etwas kleineren Sensor (APS-C, in Nikonsprech „DX“). Dadurch ist der effektive Blickwinkel im Vergleich zum gewohnten 35-mm-Filmformat um den Faktor 1,5 länger. Dein 100-mm-Schatz hat an DX den Blickwinkel eines 150-mm-Objektivs.
Der Vorteil ist, dass die DX-Modelle meist etwas kompakter - sprich näher - an der dir gewohnten Größe z.B. Deiner F801 liegen.

Die D750 ist i.S. Abbildungsqualität über jeden Zweifel erhaben und unter den DSLR mit „Vollformatsensor“ (= Sensorgröße wie bei deiner gewohnten Filmkamera) die Kamera mit den kleinsten Abmessungen.

Ich bin vor 10 Jahren von meinen Nikon-Filmkameras damals auf die D700 umgestiegen, war von der optischen Leistung begeistert, aber ein wenig ernüchtert über die deutlich gewachsene Größe und das höhere Gewicht. Die D750 ist kompakter und leichter.

Was du sicherlich schon weißt: Optisch sind deine Altobjektive natürlich in die Jahre gekommen, aber sie passen auch an die neuen Nikons. Durch die heute üblichen hohen Auflösungen werden ihre Schwächen allerdings mehr in den Vordergrund treten.
 
dembi64
dembi64 kommentierte
nit den von Dir genannten kannst Du nix falsch machen. Bitte beachten, die D750 (geile Kiste(y)) ist eine FX, die anderen DX.
 
T
Tom.S kommentierte
Aber klar, die Objektive wurden ja nicht für heutige Abbildungsleistungen konstruiert
Objektive wurden nie für eine bestimmte Abbildungsleistung konstruiert. So wie es damals besseres gab, gibt es auch heute bessere Gläser. Das ist aber nur eine Frage des gewünschten Ausgabeformats. Wenn du das nicht zu ändern gedenkst, wirst du mit dem vorhandenen Objektiven eher ein Verbesserung sehen.
 

Thomas Ferber

Sehr aktives Mitglied
So - es gibt ja schon einige Vorschläge.
Mein Vorgehen wäre folgendes:
Die beiden Blitzgeräte sind mit den heutigen Kameras nicht kompatibel- verkaufen.
Der Brennweitenbereich 28-70mm ist mehrfach vertreten - testen und aussieben.
Dann würde ich die DX / FX - Entscheidung treffen. Wenn die auf FX fällt, auch das DX-Objektiv versilbern.
Deinem 100mm-Schatz zuliebe solltest Du auf jeden Fall einen Body mit eingebautem AF-Motor kaufen. Sonst funktioniert die Belichtungsmessung nicht. Also schlage ich mal die D700 vor.
Für das übrige Geld würde ich mir einen SB800 kaufen.
Wenn dann noch Finanzen da wären, würde ich beginnen, den Objektivpark zu ertüchtigen.
 
1 Kommentar
dembi64
dembi64 kommentierte
ach Thomas, warum wird immer die uralte D700 vorgeschlagen ? taugen denn aktuelle Kameras nicht zum fotografieren ? Das war mal eine sehr gute Kamera, in 2008. Aber inzwischen schreibt man 2020 und die Kamera ist schlicht altes Eisen für die im Falle eines defektes vermutlich nicht mal mehr die Ersatzteilversorgung sichergetellt ist. Zumindest in absehbarer Zeit. Von den technischen Eckdaten mal ganz abgesehen, die alles sind, nur nicht mehr zeitgemäß. Es gibt auch aktuell viele sehr gute Kameras mit denen man sehr gut fotografieren kann.

Ist so ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

nikcook

Registrierte Benutzer_B
warum wird immer die uralte D700 vorgeschlagen
Deshalb ;)

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Fairerweise sollte man dazu sagen, dass die Ersatzteilversorgung für die D700 von Nikon seit 2016 nicht mehr zu 100% garantiert wird. Deshalb wäre z.B. eine D610 + 24-85mm VR sicher die vernünftigere Lösung
 
3 Kommentare
dembi64
dembi64 kommentierte
ich habe ja nie behauptet das die Kamera schlecht war oder ist. Wer sie hat ist ja auch immer noch zufrieden. Aber alle Nostalgie ändert nix an den Tatsachen. Sie ist inzwischen 12 Jahre alt was im digitalen Zeitalter viele Generationen bedeutet.

Wobei natürlich die D610 (hatte selbst die D600) inzwischen ebenfalls ziemlich betagt ist. Die D750 ist seit erscheinen der D780 ziemlich im Preis gesunken. Warum also nicht, sofern es unbedingt Vollformat sein muss - warum eigentlich :unsure:, eine gute gebrauchte oder gar neue (+/- 1100 Euro) D750. Diese Kamera wurde immerhin über 5 Jahre gebaut und ist somit eine der erfolgreichsten digitalen Nikons.
 
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nikcook
nikcook kommentierte
dembi64
dembi64 kommentierte
stimmt, da bin ich bei Dir ;)
 

Thomas Ferber

Sehr aktives Mitglied
Thomas, warum wird immer die uralte D700 vorgeschlagen
- das Teil ist auch heute über jeden Zweifel erhaben
- Altglas macht daran wirklich Spaß
- ich war einer der wenigen, die auch die Kosten zum Ersetzen der Blitzgeräte im Blick hatte
- mit besseren Optiken an der D700 kommt der Fragesteller sicher zu besseren Ergebnissen als wenn er eine D850, D780 an die Vivitars und Soligors hängt
 
dembi64
dembi64 kommentierte
ich stelle nochmals die Frage. Was ist an den neueren DSLR schlechter.

Mir erschließt sich nicht der Grund warum man heute noch ein so altes Eisen kaufen sollte. Allenfalls nostalgische.
Über kurz oder lang wird vielleicht auch eines der genannten Altgläser ersetzt werden müssen. Und dann? kauft er wieder ein solches Altglas nur weil er eine D700 hat?
Oder vielleicht doch ein aktuelleres welches auch eine aktuelle Kamera bedienen kann?

Man muss ohne Zweifel nicht immer nur das neuste kaufen. Mache ich auch nicht. Aber wenn schon eine Investition ansteht sollte es nicht zwanghaft das älteste sein nur weil es irgend wann mal gut war. Übrigens war meine D200 damals auch eine hervorragende Kamera. Haben würde ich sie heute nicht mehr wollen. Ebensowenig wie die ebenfalls erstklassige D300(s).

Aber letztendlich ist es auch nicht unser Problem. Der TO wird schon wissen was er braucht und was er dafür augeben kann/möchte.
 
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Stefan L.
Stefan L. kommentierte
Ich frage mich auch gerade über welchen Zweifel eine D700 erhaben sein soll, ich habe selber irgendwo noch eine rumliegen.

Die ist nunmal völlig veraltet, für das was sie leistet viel zu gross und schwer und man hat genau 0 Crop-Reserven.

Wenn es unbedingt Vollformat sein soll dann min in Richtung D750, ansonsten D7500 oder D5600.
 
Thomas Ferber
Thomas Ferber kommentierte
Dass mit einer D5x00 bis auf das eine DX Objektiv kein AF und bei dem manuellen Schatz nicht mal die Belichtungmessung funktioniert ist Dir schon bewusst???? Dann lieber eine D200 oder D300 - die können das beide.
Also ich würde tunlichst die Finger von JEDER D3x00 und JEDER D5x00 lassen, wenn die Objektive eine Chance erhalten sollen
 

bilderknipser

Aktives NF Mitglied
Bei Deinem Budget würde ich auch etwas aktuelleres kaufen als eine D700. Dafür bekommst Du locker eine D750 und hast praktisch aktuellste TEchnik. Habe für meine vor 2 Monaten im örtlichen Handel mit 1 Jahr Garantie 650 Euro bezahlt. Die Preise für gebrauchte DSLRs sind im Keller.

Alte Blitze kannst Du an neuen Kameras aber vergessen. Die funktionieren schlicht nicht.

Ob Deine Objektive ersetzt werden müssen, hängt von der gewünschten Endgröße Deiner Bilder ab. Für Monitor- oder Internetgröße reichen auch alte Objektive allemal. So ab 40x60 Prints KANN es kritisch werden.

Was hast Du an der F801 eigentlich mit dem (gar nicht guten) 18-55 gemacht?

Übrigens kannst Du für deutlich weniger Geld auch eine F100 bekommen, an der alle Deine Objektive funktionieren und auch ganz neue AF-S und die nach Meinung etlicher Leute die beste analoge Nikon ist noch vor der F6.
 
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0
0fen kommentierte
18-55 war nur für das Fisheye, weil das Gewinde passt, damals im Set in einem Forum erstanden. F100 ist notiert, danke.
 
T
Tom.S kommentierte
F100 ist ein gute Wahl. Die F6 ist zwar nochmals besser aber auch viel teurer und von der F801 kommend, wirst du nichts vermissen.
 

orpheuss

Erfahrenes Mitglied
Wenn ich mich richtig erinnere, hat die D750 doch nichtmal eine AF-On Taste?! Aus dem Grund alleine läge die D700 deshalb vorne. Ansonsten vielleicht noch die DF. Sicher eine sehr teure Entscheidung für den D4 Sensor. Aber, vielleicht optisch für dich eine ganz andere Überlegung wert. Analog kennst du dich womöglich ganz gut aus - also analog, für dein Budget aus meiner Sicht: nur die F6.
 
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Metalhead
Metalhead kommentierte
Sie hat keine explizite Taste dafür, allerdings sind div. Tasten am Body konfigurierbar und deshalb sollte dies kein Thema sein. Die D750 wäre in meinen Augen auch genau das, was der TS sucht. Andere Kameras Nikons wären entweder zu teuer und/oder überdimensioniert.
 
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Ich würde eine D800 empfehlen.
Die ist mechanisch viel robuster als die D750 und die D810 es sind, hatt alle Knöpfe die man glaubt zu benötigen, und lässt mit ihren 36,15 MP an FX auch noch eine venünftige Auflösung von 15,36 MP im DX-Crop-Format zu.
 

pixelschubser2006

Sehr aktives Mitglied
Es gibt schon das eine oder andere Argument, was für eine D700 spricht. Nämlich der Preis, der noch Spielraum für die Investition in Glas erlaubt. Die Kleinbild-Zooms werden vielleicht funktionieren, aber Spaß machen sie nicht. Es gibt ganz wenige Standardzooms aus der Analog-Ära, die auch digital gut funktionieren, z.b. das 3,5-4.5/28-70, das 2,8/35-70 oder das Nikon 35-135er. Auch die 2,6 bzw. 2,8/28-70 Angeniex bzw. Tokina sollen sich erstaunlich wacker schlagen. Das ehemals hochgelobte Nikon 28-85 (Version egal) wurde vom Nikon Classics Blog verrissen (glaubhafter Test!).

Deshalb kann man bei einem Budget ~1000 Euro durchaus eine D700 nehmen, die haptisch extrem viel Freude macht und schon ziemlich leistungsfähig ist. Das offenbar erhöhte Ausfallrisiko muss man natürlich in Kauf nehmen. Die Kamera ist recht alt, hat das eine oder andere nicht ganz so haltbar konstruierte Bauteil und wurde intensiv genutzt. Diese Cocktail ergibt halt eine Ausfallquote, die nicht dramatisch, aber doch auffallend höher als bei anderen Kameramodellen ist. Bei einem Kaufpreis ab 350 Euro und einem gewissen Restwert im Defektfall ist das aber nicht existenzbedrohend. Letzlich hat die D700 immer noch ihren Reiz.

Die D750 muss man in Betracht ziehen, wenn das Budget über 1500 Euro liegt. Dann bekommt man eine extrem ausgewogene Kamera - und zwar gleich mit einem hochanständigen, aktuellen Zoom dabei. Die Kamera steht im Grunde in einer gewissen Tradition zur F801, weil sie dieselbe Klientel bedient. Die D700 ist eher die digitale Enkelin der F100. Der einzige nenneswerte Haken ist der Sucher der D750. Der ist zwar grundsätzlich völlig ok, zumal FX. Aber an den legendären HP-Sucher der F801 kommt er nicht dran. Die 801 bietet nämlich den übersichtlichsten Sucher ALLER jemals gebauten Kameras. Hier wird nämlich eine optische Konstruktion mit hervorragender und großer Darstellung mit einer auf das wesentliche konzentrierten digitalen Anzeige kombiniert. Selbst F4 und F5 konnten das nicht besser, weil immer noch der Blendenring eingespiegelt werden musste, und in den Generationen danach kamen immer mehr weniger benötigte Anzeigen dazu. Ergo war die 801 das Optimum, ungeachtet der Frage, ob der eine oder andere Anzeigen vermisste, die z.b. die F90 später hatte.

Was die vorhandenen Linsen betrifft: Erzähl bitte mal, wie sich das DX-Zoom da reingeschlichen hat. Das ist echt witzig. Das Sigma Tele muss man ausprobieren. Es wird vermutlich wirklich kein Performer sein, allerdings sind die originalen Nikon Zooms jener Zeit 100% digitaltauglich, teilweise echte Perlen. Nur halt mit lahmem Autofokus. Zumindest würde ich das Sigma insofern mal testen und schauen, ob es nicht doch für die eigenen Ansprüche genügt. Bekanntlich gibt es bei alten Teleobjektiven an Digitalkameras konstruktiv weniger Einschränkungen als bei Weitwinkelzooms.

Das manuelle 100mm muss man ebenfalls mal testen. Auch solche Linsen sind uneingeschränkt digitaltauglich, auch wenn die Auflösung moderner Digis schwache Linsen viel eher entlarvt. Es ist aber auch denkbar, dass dieses Objektiv ein für dich so reizvolles Bild liefert, daß dennoch gefällt. Perfektion ist nicht immer alles. In früheren Diskussionen haben wir hier mal im Forum das Fazit herausgekitzelt, das extrem hochauflösende Kameras wie die D800 / 810 / 850 auch mit weniger performanten Linsen Sinn machen können, weil der Charakter der Optiken schön wiedergegeben wird.

Letztendlich ist es wie so oft im Leben: Lass dich nicht verrückt machen. Die eine oder andere alte Optik wird ne Weile gehen, und auch 2021 und 2022 gibts Weihnachten und Geburtstage.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar

0fen

Unterstützendes Mitglied
Zum 100mm hier ein Link, ich mag es wirklich sehr:
"Russisches Portrait-Teleobjektiv, zu dem man leider primär nur Informationen auch auf Russisch findet. Angenehm klein und leicht mit guten Bildergebnissen." (Geschmackssache)

Zum DX-Zoom: Hab ich oben schon kommentiert. Ich wollte ein Fish-Eye - hatte das Paket aus 18-55mm und Fisheye Adapter günstig gebraucht bekommen.

Danke vielmals an alle für die zahlreichen Kommentare, ich muss die Lage am Wochenende mal sichten :)
 
Kommentar

Thomas Ferber

Sehr aktives Mitglied
Volle Zustimmung zu Pixelschubsers Beitrag.

Ich habe eine D700. Ich stand zweimal beim Händler mit der Überlegung, sie zu ersetzen.
Einmal war die Abwägung gegen die Df. Sorry - viel zu viel Plastik. Und kein Feeling wie das der F3 oder FA. Also weiter mit der D700.
Beim zweiten Mal war es die D750, die antrat. Nun ja. Wer von der D7x00 kommt - mag sein, das sie punkten kann. In meiner Hand konnte sie es nicht.
Und so blieb ich wieder bei der D700.
 
Kommentar

sukarujak

Sehr aktives Mitglied
Ich möchte mich jetzt hier nicht unbeliebt machen angesichts der doch recht homogenen Meinungen in Richtung D700/D750 (beides tolle mögliche Lösungen), aber vielleicht sollte man doch noch einen völlig anderen Gedanken in die Diskussion einbringen:
Eine Nikon Z6 liegt mit FTZ-Adapter knapp unterhalb der genannten Schmerzgrenze. Alle Objektive munter weiter verwenden und künftig nach Belieben nach und nach durch F- und Z-Objektive ersetzen. Insbesondere für das manuelle Portrait-Tele ist der Sucher der Z6 mit der Scharfstelllupe ein Genuss. Ich mache gerade so etwas ähnliches mit dem 2/85 mm Jupiter 9. Und sogar das DX-Objektiv kann mit etwas Pixelverlust noch eine Weile mitlaufen, weil die Z6 das Bild im Sucher ebenso groß anzeigt wie bei einem Vollformatobjektiv.

VG, Klaus
___
 
2 Kommentare
T
Tom.S kommentierte
Bis auf das DX-Zoom lassen sich an den Z die anderen Objektive nur mit manuellen Fokus bedienen :cautious:
 
nikcook
nikcook kommentierte
So läuft das hier doch immer, der T.O. möchte eine neuer Kamera (1.000 Euro Budget) und irgendwann landen wir bei der D850. :LOL:
 

Stefan L.

NF-F Premium Mitglied
Man könnte auch einfach außerhalb des Nikon-Universums schauen. Bei Media-Markt gibts grad die Sony A7 (erste Version ist auch nicht mehr taufrisch, war aber meine Umstiegskamera von der hier oft erwähnten D700) als Kit mit Tasche für 750,- das manuelle Russenschätzchen läßt sich für wenig Geld adaptieren
 
Kommentar

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