Die frierende Frau im Soldatenmantel


Timotheos

Sehr aktives Mitglied
Auf der Insel Usedom gibt es eine Kriegsgräberstätte, den , einen Hügel am Rande der Stadt Swinemünde. Es handelt sich dabei um den grössten Kriegsopferfriedhof des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Es sind dort die Opfer des Bombenangriffes auf die Stadt Swinemünde vom 12. März 1945 beerdigt. 23.000 Tote. Am Eingang zum Friedhof mahnen die Toten auf einer Gedenktafel und fordern die Lebenden auf, dafür zu sorgen, dass Frieden bleibe.


Tim




 

BogiTw

Nikon-Clubmitglied - NF-F "proofed"
Irgendwie fehlt der Kontext zu ihrer Umgebung.
Es könnte genauso gut eine übernächtige Lili Marlen sein, die ihren späten Heimweg durch den Park abkürzt.
Ich fürchte das Bild wirkt nur wenn man vor Ort war - bei mir schafft das nicht mal deine Einleitung.
 
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Kay

NF-F Platin Mitglied
Irgendwie fehlt der Kontext zu ihrer Umgebung.
Es könnte genauso gut eine übernächtige Lili Marlen sein, die ihren späten Heimweg durch den Park abkürzt.
Ich fürchte das Bild wirkt nur wenn man vor Ort war - bei mir schafft das nicht mal deine Einleitung.
Stimmt - außerdem ist das Bild im Ausschnitt stark gewöhnungsbedürftig: Sieht aus wie im Vorübergehen geknipst ... nicht mein Ding.
 
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Wolfer

NF-F "proofed"
Ich finde nicht, dass Tim das im Vorübergehen geknippst hat. Das Bild ist m. E. sogar gut gestaltet.

Das Streiflicht macht die Figur sehr plastisch. Der Weg rechts führt zur Brücke in das Bild hinein und ich glaube im rechten Bildteil Kreuze zu sehen (direkt rechts neben dem Baum eines), die natürlich durch die offene Blende nicht scharf abgebildet sind. Den Friedhofsbezug hätte man schon ein wenig mehr hervorheben können, aber war wohl nicht Anders machbar.
Edit: Im Übrigen geht´s im Titel eigentlich um eine frierende Frau.
 
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R

rsc-hh

Guest
Mir gefällt das Bild auch. Es hat links ein bisschen viel Luft. Ein, zwei Schritte nach rechts (wenn möglich) hätten ein gutes Bild noch besser gemacht.
 
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Timotheos

Sehr aktives Mitglied
Ich finde nicht, dass Tim das im Vorübergehen geknippst hat. Das Bild ist m. E. sogar gut gestaltet.

Das Streiflicht macht die Figur sehr plastisch. Der Weg rechts führt zur Brücke in das Bild hinein und ich glaube im rechten Bildteil Kreuze zu sehen (direkt rechts neben dem Baum eines), die natürlich durch die offene Blende nicht scharf abgebildet sind. Den Friedhofsbezug hätte man schon ein wenig mehr hervorheben können, aber war wohl nicht Anders machbar.
Danke für den Kommentar. Es ist eine Bilderreihe und es wird noch andere Bilder geben. Das erste Bild der "Frierenden" zeigt den Zugang zum zentralen Mahnmal .

Der südliche Teil des Grabhügels.

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Kay

NF-F Platin Mitglied
Danke für den Kommentar. Es ist eine Bilderreihe und es wird noch andere Bilder geben. Das erste Bild der "Frierenden" zeigt den Zugang zum zentralen Mahnmal .
Okay, Du hast das offenbar als Reportage aufgebaut und diese Frau gehört dann an den Anfang.
Aber derjenige, der das zum ersten Mal sieht, hat hier noch keinen Bezug.

Der ergibt sich allerdings jetzt:

Der südliche Teil des Grabhügels.

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Jetzt ist der Zusammenhang klar.
 
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Mingo

Sehr aktives Mitglied
Perspektive und Gestaltung gefallen mir trotzdem nicht. Ich hätte die Frau im Hochformat aufgenommen.
Gruß
Armin
 
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chrissdi

Unterstützendes Mitglied
Mir gefällt bei dem Bild der 3D-Effekt besonders gut.
Das Bild hat auf jeden Fall was, was meinen Blick festhält.:up:
Ich finds klasse.
 
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Timotheos

Sehr aktives Mitglied
Perspektive und Gestaltung gefallen mir trotzdem nicht. Ich hätte die Frau im Hochformat aufgenommen.
Gruß
Armin
Das habe ich auch getan. Genau gesagt habe ich die Frau aus vielen Perspektiven und an vielen Tagen fotografiert, aber noch immer keinen wirklich zufriendenstellenden Zugang zum Motiv gefunden. Der Anschnitt der Figur und eine Positionierung etwas abseits des Ideals erscheinen mir als Darstellungsformen richtiger als viele andere, die ich bisher probiert habe. Die Frau symbolisiert eine Hinterbliebene, die den Grabhügel mit den toten Bewohnern ihrer Stadt hinter sich lässt - zerrissen, traumatisiert, einsam!
 
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Kay

NF-F Platin Mitglied
Perspektive und Gestaltung gefallen mir trotzdem nicht. Ich hätte die Frau im Hochformat aufgenommen.
Gruß
Armin
Wäre vorteilhafter.

Ich hätte mir schon beim ersten Bild einen Bezug zum Friedhof gewünscht. Und wenn die Frau dort allein steht (kenne den Ort nicht) und man keine gemeinsame Perspektive mit Grabkreuz oder Eingangsschild, oder ... hinbekommt, hätte eine andere Aufnahme die Serie eröffnen müssen.
 
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Kay

NF-F Platin Mitglied
... Die Frau symbolisiert eine Hinterbliebene, die den Grabhügel mit den toten Bewohnern ihrer Stadt hinter sich lässt - zerrissen, traumatisiert, einsam!
Das kommt aber erst herüber, wenn Du die anderen Bilder zeigst - oder, wenn man - wie Du - dort gewesen ist.

Für einen Erstbetrachter gibt das Foto wenig.
 
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Jochen2

Sehr aktives Mitglied
Hallo Tim,

ich finde es prima, dass du auch wieder mitmachst :). Die Bilder transportieren für mich sehr gut diese etwas beklemmend-ruhige Stimmung, die dort vorherrscht und auch die Art der Bearbeitung finde ich passend und stimmig zum traurigen Thema.

Das erste Bild könnte m.E. auch gut alleine stehen, vielleicht käme dabei (noch) nicht die Tragweite dessen heraus, was da wirklich passiert ist.

Ich bin gespannt auf die weiteren Bilder.

Viele Grüße,
Jochen
 
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Christophe Albig

Aktives und bekanntes NF-Mitglied
Hallo Tim,

danke für das Zeigen Deiner Bild, hoffentlich kommen noch mehr aus der Serie.

Bei beiden Bildern finde ich die Bearbeitung stimmig, auch die leichte Sepia-Note. Bei dem ersten Bild bin ich noch am schwanken, ob nicht der IR-Ansatz etwas zu verspielt, zu leicht wirkt. Aber so setzt sich auf jeden Fall der dunkle Kopf besser vom Hintergrund ab.
Auch der Bildtitel passt zum ersten Bild; da steht was von frierender Frau und nicht von einem Soldatenfriedhof...
Ich persönlich würde durch einen deutlich engeren Beschnitt das erste Bild komprimieren. Wichtig erscheint mir das Brustportrait und -warum auch immer ("Zeichen der Vergänglich und Zeit")- der Weg. Ich würde also das Bild oben am Kopfrand, unten unterhalb des unteren Arms, links am ebenfalls an diesem Arm und rechts am 4. Zaunpfosten von links beschneiden.
Auch das zweite Bild würde ich moderat beschneiden und so verdichten.
Nur meine persönliche Meinung...

Herzliche Grüße - Christophe
 
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com.charlie

Unterstützendes Mitglied
Mir hat auch erst der Kontext gefehlt, was mit dem zweiten Bild hergestellt ist. Das Bild hätte ich aber rechts mehr geschnitten. Also der erste Baum rechts weggeschnitten.
 
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K

kant

Guest
Vielen Dank für das Zeigen deiner eindrucksvollen Bilder, Tim.

Mir gefallen sie beide, so wie sie sind, sehr gut, und ich finde im Gegensatz zu Kay (#12) auch die Reihenfolge passend

hätte eine andere Aufnahme die Serie eröffnen müssen
Ich stelle mir vor, daß Du auf dem Weg zur Kriegsgräberstätte der Insel Usedom einer Frau begegnest, die gerade von den Toten kommt und sich, noch immer entsetzt vom Anblick der Massengräber, fröstelnd in ihren Soldatenmantel hüllt.

Erst dann betrittst Du selbst die Nekropole.

Lieben Grusz

Philipp
.
 
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atahualpa

Unterstützendes Mitglied
Hi,

ich finde beide Bilder atmosphärisch dicht und gelungen. Zumindest beide Bilder zusammen lassen bei näherer Betrachtung so etwas wie eine Geschichte entstehen.

Die traurig in sich verloren wirkende Frau, die den Mantel eng um sich schlingt um der Kälte zu trotzen lässt den Betrachter neugierig werden, warum Sie sich in dieser Gemütslage befindet. Beim zweiten Bild weiß man dann warum. Insofern wirkt vor allem das Zusammenspiel.

Wir habe hier in Aachen einen alten Rest eines Friedhofes aus dem 18./19. Jahrhundert wo es noch Fragmente von Gräbern gibt bzw. richtig große Prunkgrabsteine von ehemals bedeutenden oder reichen Menschen. Als ich letztens da mal mit der Kamera ähnliche Impressionen festhalten wollte war ich mit dem Ergebnis nicht sonderlich zufrieden. irgendetwas hatte mir gefehlt. Deine speziell bearbeiteten Bilder haben hingegen genau das, was ich wohl gesucht hatte.

Viele Grüße,

Bernd
 
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sylvie

NF-F Premium Mitglied
danke tim.
vorallem das erste bild hinterlässt bei mir einen gewaltig starken eindruck.
und was das schönste dabei ist: man merkt (also ich :rolleyes:), dass du dich sehr intensiv mit der thematik, bzw. den bildern auseinander gesetzt hast.
gerade den beschnitt würde ich nicht ändern. es lebt vom querformat, von der liebevoll komponierten perspektive/bearbeitung.

allerdings würde mich dasselbe bild im winter auch sehr interessieren. so ohne blätter an den bäumen...

viele liebe grüsse
sylvie
 
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