D70 und ein Staub-Phänomen


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MikeW

Unterstützendes Mitglied
Hallo,
Staub auf dem Chip ist ja nichts ungewöhnliches.
Was ich aber sonderbar finde ist, daß der Staub je nach eingestellter Blende mehr oder weniger scharf abgebildet wird.
Bei weit offenen Blenden bläht er sich zu kreisförmigen Flecken auf (je größer aufgeblasen desto schwächer sichtbar) und erst bei geschlossensten Blenden wird er +- scharf abgebildet.
Die Flecken sind mit allen Objektiven am selben Ort, und auch unabhängig von der Brennweite .

Wie erklärt sich dieser Effekt?

Etwas ratlose Grüße
Mike
 
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lordpeng

Unterstützendes Mitglied
stimmt, das selbe phänomen ist mir auch schon aufgefallen, eigentlich ist's ja unlogisch, dass eine andere blendenstufe die abbildung eines staubkorns beeinflusst, da die blende ja vor dem ccd chip liegt oder habe ich da jetzt einen denkfehler?

kanns was mit dem lichteinfall bzw. dem lichteinfallswinkel innerhalb des objektivs zu tun haben?

würde mich auch interessieren ...


lg.

manuel
 
UweFlammer

UweFlammer

NF-F Premium Mitglied
Es dürfte wohl daran liegen, daß das einfallende Licht durch die geschlossene Blende stärker gebündelt wird und die Staubkörner dadurch einen größeren Schatten auf den Chip werfen.

Gruß
Uwe
 
A

Anonymous

Unterstützendes Mitglied
Es dürfte wohl daran liegen, daß das einfallende Licht durch die geschlossene Blende stärker gebündelt wird und die Staubkörner dadurch einen größeren Schatten auf den Chip werfen.
Dazu kommt noch, daß der Staub ja nicht auf dem Sensor sondern auf dem Tiefpaßfilter liegt, der dicht vor dem Sensor sitzt und auch eine gewisse Dicke hat.

Grüße
Andreas
 
M

MikeW

Unterstützendes Mitglied
Hallo alle,
Danke für Eure Antworten bisher.
Aber so recht erklären sie mir das noch nicht, denn:

1) Das Bild des Staubkorns ist bei offener Blende groß, unscharf, praktisch rund; und bei geschlossener Blende fast scharf, etwas unregelmäßig.

2) Nehmen wir mal ein Objekt im Licht der Sonne: dessen Schatten auf einer Wand ist um so schärfer und dunkler je näher das Objekt an der Wand ist. Aber der Abstand des Staubkorns vom Chip ändert sich ja durch die Blendenöffnung nicht.

Die Frage scheint mir letztlich zu sein: Sind Lichtstrahlen, die durch eine weit geöffnete Blende fallen, wesentlich divergenter als jene die durch eine sehr geschlossene Blende fallen?
Wenn das Korn durch senkrecht auftreffende, parallele Lichtstrahlen beleuchtet ist, wird es einen scharfen Schatten haben. Je divergenter der Lichtkegel ist, desto mehr Licht trifft auch seitlich aufs Korn und macht einen diffusen Schatten.
Nur: Warum unterscheiden sich die Lichtkegel bei unterschiedlichen Blenden derart, obwohl sie doch alle nur den Chip ausleuchen???

Grüße von Mike,
der immernoch am rätseln ist
 
A

Anonymous

Unterstützendes Mitglied
Im Grunde bist du doch bereits auf der richtigen Spur. Das auftreffende Strahlenbüschel divergiert bei kleineren Blenden weniger und wird stärker gerichtet. Daher wirft das Staubpartikel einen deutlicheren Schatten.

Gruß
Frank
 
M

MikeW

Unterstützendes Mitglied
Hi Frank,
Du hast recht. Nachdem ich mir das mal zeichnerisch klar gemacht habe, ist das ja ganz logisch. Der gleiche Effekt, der den Durchmesser der Zerstreuungskreise beeinflusst und für Schärfentiefe sorgt, bewirkt auch, dass die Staubkörner schärfer abgebildet werden.

Nur schade, dass die Programmierer der Nikon Capture Software das bei ihrer "Dust Reduction" Funktion nicht berücksichtigt haben. Wenn man da versucht den Staub mittels Referenzbild rauszurechnen, hängt der Erfolg allein von der Aufnahmeblende ab.

Grüße
Mike
 
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