D300 kein Vollautomat

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Hallo Nikon-Freunde,

da dies mein erster Beitrag im Forum ist, zuerst mal viele Grüße an alle. Ihr habt hier ein tolles Forum.

Ich habe mich mit der D300 beschäftigt und finde, die D300 ist eine prima dSLR.

Eine Frage beschäftigt mich aber doch, auf die ich noch keine Antwort gefunden habe. Was ist der Unterschied zwischen Vollautomatik und Programmautomatik ? :confused:


Folgendes gibt Nikon zur Belichtungssteuerung An:

1) Programmautomatik [P] mit Programmverschiebung
2) Blendenautomatik
3) Zeitautomatik [A]
4) manuelle Belichtungssteuerung [M]



Folgendes habe ich im Internet gefunden:

Die D300 ist keine Anfängerkamera, es gibt keine Vollautomatik wie an den kleineren Nikons.

No full Auto mode (but this is a professional level camera, so not expected either)


Vielen Dank und Gruß

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Thomas Ferber

Sehr aktives Mitglied
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Bei der D300 wird z.B. der Blitz nicht automatisch zugeschaltet .... und das finde ich gut so - eine Vollautomatik würde dies tun. Auch die ISO-Automatik kannst Du verwenden .... mußt es aber bei der D300 nicht .... und auch das finde ich gut.
Automatiken sind oft ein Stück weit hiulfreich - aber von Automatiken mir meine Fotos bestimmen lassen - das will ich nicht.
Wenn ich vor einer evtl. spiegelnden Scheibe stehe, möchte ich nicht, daß die Cam nun meint, es sei an der Zeit, den Blitz zu aktivieren.

Grüße,

Thomas
 
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tommi

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Eine Frage beschäftigt mich aber doch, auf die ich noch keine Antwort gefunden habe. Was ist der Unterschied zwischen Vollautomatik und Programmautomatik ?

Hallo,

ich kenne keine allgemein gültige Definition für Vollautomatik. Meiner Ansicht nach sind Motivprogramme, die in den meisten Amatuerkameras zu finden sind, eine Art Vollautomatik. Während die Programmautomatik Blende und Zeit automatisch einstellt, verändert ein Motivprogramm noch weitere Parameter z.B. Schärfe- oder Auslösepriorität, Einzel- oder Serienbild, Empfindlichkeit oder automatische Blitzzuschaltung.
Am Anfang, wenn man die Technik noch nicht so im Griff hat, manchmal ganz praktisch später ist das eher nutzlos bis lästig.

Gruß
Thomas
 
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Hallo hemem,


in manchen Testberichten wird davon gesprochen, dass die D300 keine Vollautomatik (?) hat.

Der Umgang mit Programmautomatik - also automatischer Vorgabe von Blende und Zeit durch die Kamera - ist mir durch meine Minolta 9000 bekannt.

Der Begriff Vollautomatik in diesem Zusammenhang ist mir neu.

Mir geht es nur darum, ob die D300 im Wahlbereich P automatisch Einstellungsvorschläge "erarbeitet".

Gruß

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P

PeterKn

Guest
Hallo Foto 7,

unter "P" stellt die Kamera in Zusammenarbeit mit der Belichtungsmessung nur die Belichtungszeit und die Blende ein. Weitere Einstellungen, wie ISO, Schärfe und Kontrast erfolgen nicht. OK, der Weißabgleich ist noch automatisch, man kann aber auch je nach Bedarf einen festen Wert wählen. Kameras, die auch noch Motivprogramme haben, wie Landschaft, Portrait usw. kann man mit diesen Programmen als Vollautomaten bezeichnen, da hier auch automatisch die anderen Werte von der Kamera eingestellt werden. Es fehlt nur noch die Motivklingel :D

Herzliche Grüße
Peter :hallo:
 
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SuperA

Guest
Ich würde unter Vollautomatik auch am ehesten die Motivprogramme verstehen.
 
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Ralf S.

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Gottseidank ist die D300 von Vollatomatik bzw. diversen Motivprogrammen verschont geblieben. :)

Gruß
Ralf
 
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GregorDamian27

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Fand die Vollautomatiken meiner D80 manchmal auch hilfreich, das Problem dabei, man benutzt diese dann auch zu oft und beschäftigt sich nicht mehr Richtig mit dem eingentlichen, dem Fotografieren, als ich dann auf die D300 ungestiegen bin, wurde dies prompt anders, arbeite seid dem nur im P-Modus wenn das Bildergebnis was werden soll ohne dabei das Risiko einzugehen das Motiv zu verpassen, ansonsten immer A- oder sogar M-Modus, so macht es auch viel mehr Spass...

MfG, Gregor
 
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Polarlicht

Unterstützendes Mitglied
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Na ja, das kommt wohl immer darauf an! Ich kenne den Umgang mit Blende und Belichtungszeit aus analogen Tagen - ich habe weder bei meiner D50 noch bei der D80 jemals Motivprogramme benutzt. Man muss diese nicht verwenden, auch wenn sie vorhanden sind.
 
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ppwill

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Hallo,

neben P, S, A und M haben viele Kameras auch noch eine Vollautomatik und Motivprogramme.

Die Vollautomatik schaltet in erster Linie den Blitz auch zusätzlich ein/aus und sonst nichts. Die Motivprogramme machen aber noch mehr, hier wird z.B. bei Porträt auch der Vorblitz autom. zugeschaltet und die Optimierung auf Personen gesetzt. Bei Landschaften wird der Blitz immer ausgeschaltet und die Farben auch anders Optimiert.

Die Vollautomatik nutze ich fast nie, außer wenn ich die Kamera wirklich sehr schnell nutzen muss. Die Motivprogramme nutze ich gelegentlich wenn Sie Sinn machen.

Ansonsten oft A mit fester Blende oder S wenn ich eine bestimmte Belichtungszeit wegen des Motives brauche. M fast nur bei Panorama aufnahmen oder mit Studioblitz.

Gruss

Patrick
 
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Pete Sahat

Guest
Bei der Programmautomatik muss man nach wie vor SELBST entscheiden, welche Blende und welche Belichtungszeit man haben möchte. Man stellt eines von beiden Werten ein. Die "Automatik" wählt dann den zweiten Parameter so, dass das Bild nach dem Belichtungsmesser "richtig" belichtet.

Die "Vollautomatik" ist dieses schöne "Auto" auf der Kamera. Man muss sich keine Gedanken machen. Man drückt einfach ab und die Kamera macht dann schon. Wie bei einer Knippse. Sie guckt, dass die Belichtungszeit nicht zu lang wird, die Blende möglichst klein ist. Notfalls erhöht sie den ISO-Wert. Dazu noch das Farbmanagement...

Von vielen verpöhnt, aber ideal für Schnappschüsse.

Die Motivprogramme - natürlich auch verpöhnt - wählen aber auch nur die Parameter, die ein Fotograf normalerweise selbst einstellt. Man weiß, Landschaft, möglichst kleine Blende. Oder spielende Kinder - möglichst kurze Belichtungszeit. Dazu noch ein intelligentes Farbmanagement - bei Landschaft sorgt es für saftiges grün, sagt man der Kamera, es handelt sich um ein Portrait, dann wählt es die Einstellung, die für gesunde Hauttöne sorgt.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum diese Programme so verpöhnt sind. Viele wollen einfach nur gute Bilder machen - und dafür sind die Programme perfekt. Vor allem sind sie für Einsteiger sehr hilfreich. Man kann ja wunderbar mit den mit der manuellen Einstellung spielen - wenn man aber schnell mal ein unwiederbringliches Motiv sieht, kann man auf Nummer sicher gehen und hat mit einem kleinen Dreh alles eingestellt, was man braucht. Man muss noch nicht einmal denken. Das Motiv wird trotzdem schnell und mit den idealen Einstellungen festgehalten.

Der D300 fehlt das alles. Sie hat nur die Programmautomatik, die Blendenautomatik und die Zeitautomatik. Bei allen automatiken muss man sich aber selbst entscheiden, welche Blende, beziehungsweise welche Zeit man haben möchte. Die Programmautomatik ist im Prinzip nichts anderes, als eine kombinierte Zeit- und Blendenautomatik. Man kann sowohl die Blende einstellen als auch die Zeit. Den zweiten Wert, welcher das auch immer ist, stellt die Kamera dann entsprechend ein.

Übrigens, wenn es ums Blitzen geht, da haben die Motivprogramme und die Vollautomatik für Anfänger auch Vorteile. So weit ich das getestet haben, kommen sie auf sehr ausgewogene Ergebnisse, wohingegen bei der manuellen Steuerung schon etwas Wissen vorhanden sein sollte. Nicht nur über Blende und Zeit, sondern auch über die Funktionsweise eines Blitzes und Synchronzeiten und so weiter.

Und der größte Vorteil, den die Motivprogramme und Vollautomatiken bieten: Man kann die Bilder direkt von der Kamera verwenden. Wohingegen bei der manuellen Steuerung oft eine Nachbearbeitung am PC notwendig ist, um die Farben entsprechen hinzubekommen.

So viel von einem Bebfürworter von Motivprogrammen. So.
 
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tengris

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Was ist der Unterschied zwischen Vollautomatik und Programmautomatik ?

Wie tommi schon festgestellt hat, ist "Vollautomatik" kein genormter technischer Begriff. Es ist lediglich ein Marketingausdruck, den im Prinzip jeder Werbefritze verwenden kann, wie er will.

Beispiel aus der Praxis (kein Scherz!)

Als ich als junges Bürschchen in den Fotoladen kam, um mich behufs Anschaffung einer Kamera beraten zu lassen, stellte mit der Verkäufer unter anderem zwei Canon Gehäuse auf den Ladentisch. Die "halbautomatische" AT-1 und die "vollautomatische" AE-1.

Bei der "halbautomatischen" AT-1 wurde eingestellt:
Filmemfindlichkeit manuell
Belichtungszeit manuell
Blende manuell
Fokussierung manuell
Was war dann die Automatik? Es gab keine. Gemeint war offensichtlich die Lichtwaage, nach welcher Zeit und Blend in Einklang zu bringen waren.

Bei der "vollautomatischen" AE-1 wurde eingestellt:
Filmemfindlichkeit manuell
Belichtungszeit manuell
Blende automatisch
Fokussierung manuell

Dieser Schwachsinn wurde auch von Fotozeitschriften unwidersprochen so nachgebetet.

Einige Jahre später kam dann die A-1 raus. Hier gab es eine Automatik, welche gleichzeitig sowohl Zeit als auch Blende einstellte. Vollautomatischer als "Vollautomatik"? Was jetzt? Die "Programmautomatik" war geboren. Und für die weiteren schönen Gimmicks der nächsten Jahre und Jahrzehnte gab es immer wieder einen neuen Ausdruck, für welchen sich ein Marketinggenie nächtelang das Hirn zermartert hatte.

Somit wird der Ausdruck "Vollautomatik" nie ein ernsthafter Begriff sein. Immer dann, wenn wieder ein neues geniales Automatikfeature erfunden wird, ist die neue Kamera noch "vollautomatischer" als die bisherigen.

Soweit die graue Theorie. Kommen wir jetzt zur Praxis.

Die D300 ist keine Anfängerkamera, es gibt keine Vollautomatik wie an den kleineren Nikons.

Anfänger sind keine Idioten. Anfänger sind Leute die am Anfang ihrer Entwicklung stehen. Und wenn sie vorhaben, ernsthaft ihre Fähigkeiten weiter zu entwickeln, dann werden sie ein Werkzeug brauchen, welches ihre Entwicklung nicht einengt. Für Leute, welche sich mit Technik nicht belasten wollen, sondern diese lieber der Kamera überlassen, wird die "Programmautomatik" auch noch nach 20 Jahren gute Dienste erweisen.
 
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xweuf

Sehr aktives Mitglied
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Die diversen Automatikmodi der D300 reichen mMn völlig aus. Alles andere entspräche nicht der eigentlichen Zielgruppe. Wer eine D300 kauft, tut dies ja meist deshalb, weil er mehr will und kann, als eine Vollautomatik (heisst das so?) zu nutzen. Meisten muss man ja doch entgegen den Vorgaben der Automatik mehr, weniger oder anderst belichten, Blitzen obwohl es die Automatik nicht täte, nicht Blitzen wenn sonst der Blitz nach oben käme...
Wenn Du Dich ein paar Tage mit der Cam und deren Funktionen auseinandergesetzt hast, wirst Du diesen "Feature" nicht vermissen. Meist wirst Du die Blende vorgeben und selbst entscheiden, wann geblitzt wird und welcher WB gerade optimal ist.

Der einzig wichtige Vollautomat bei mir ist die Miele im Keller :)

Gruß

Martin
 
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Pharao

Unterstützendes Mitglied
Registriert
Vielleicht noch als kleine Ergänzung.....wenn Du ISO und Weissabgleich auf
Auto stellst hast Du schon sowas wie eine Vollautomatik unter Programmautomatik. Aber ich denke, wie meine Vorredner schon sagten waren unter dem Oberbegriff eher die Motivprogramme gemeint.

Gruss
Peter
 
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H

Haegar

Guest
oder sogar M-Modus, so macht es auch viel mehr Spass...

MfG, Gregor

Mal ganz ehrlich, was macht denn soviel Spass im M-Modus? Ist doch eigentlich nichts anderes als ein Automatikmodus, der einen ans Haendchen nimmt und per "Lichtwaage" anzeigt, was man nun "manuell einstellen" soll. Da finde ich den "A" oder "S" Modus fuer mich ergiebiger, da ich da Tiefenschaerfe oder Verschlusszeit gezielt mit Unterstuetzung der Rechnerleistung der Software kontrollieren kann.
VG
Frank
 
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reinerk

Unterstützendes Mitglied
Registriert
.
[...]
Was ist der Unterschied zwischen Vollautomatik und Programmautomatik ? :confused:


Folgendes gibt Nikon zur Belichtungssteuerung An:

1) Programmautomatik [P] mit Programmverschiebung
2) Blendenautomatik
3) Zeitautomatik [A]
4) manuelle Belichtungssteuerung [M]

[...]

Vielen Dank und Gruß

Foto 7



zu den oben gennatne modi gibt es z.B. bei der D70

noch den "AUTO" mode.

Zitat Nikon Handbuch zur D70:
"zusätzlich zu den einstellungen, die sich auch bei der automatik "AUTO" manuell vornehmen lassen, können bei den belichtungsprogrammen P, S, A und M funktionen wie belichtungszeit, blende, weissabgleich bildoptimierung und belichtungskorrektur variiiert werden."

im umkehrschluss heisst das, das bei der verwendung von "AUTO" kein weiterer einfluss gegeben ist auf belichtungszeit, blende, weissabgleich bildoptimierung und belichtungskorrektur.

das ist die vollautomatik, die der D300 (neben den motivprogrammen wie "portrait", "landschaft" etc.) fehlt.

gruss,
reiner
 
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Christian B.

NF-F Premium Mitglied
Premium
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Bei der Programmautomatik muss man nach wie vor SELBST entscheiden, welche Blende und welche Belichtungszeit man haben möchte. Man stellt eines von beiden Werten ein. Die "Automatik" wählt dann den zweiten Parameter so, dass das Bild nach dem Belichtungsmesser "richtig" belichtet.

Das ist leider falsch. Bei der Programmautomatik P wählt die Kamera Zeit und Blende aus. Bei der Zeitautomatik A wählt man die Blende vor, die Zeit kommt von der Kamera automatisch; bei der Blendenautomatik S ist es anders herum. In der Einstellung M wählt man beide Parameter aus.


Die "Vollautomatik" ist dieses schöne "Auto" auf der Kamera. Man muss sich keine Gedanken machen. Man drückt einfach ab und die Kamera macht dann schon. Wie bei einer Knippse. Sie guckt, dass die Belichtungszeit nicht zu lang wird, die Blende möglichst klein ist. Notfalls erhöht sie den ISO-Wert. Dazu noch das Farbmanagement...

Das ist richtig, und den Unterschied zwischen Programmautomatik und "Vollautomatik" hast Du in den von mir fett markierten Bereichen schön beschrieben. Ergänzen könnte man noch das automatische Einschalten des Blitzes.

Von vielen verpöhnt, aber ideal für Schnappschüsse
.

Ob die automatischen Einstellungen der Kamera wirklich ideal für Schnappschüsse sind, wage ich zu bezweifeln. Ich behalte da lieber die Kontrolle drüber, gerade bei Schnappschüssen. Gemeint ist wahrscheinlich, dass die Vollautomatik für Schnappschüsse ideal sind, wenn man nicht weiß, welche Einstellungen dafür ideal wären.

Die Motivprogramme - natürlich auch verpöhnt - wählen aber auch nur die Parameter, die ein Fotograf normalerweise selbst einstellt. Man weiß, Landschaft, möglichst kleine Blende. Oder spielende Kinder - möglichst kurze Belichtungszeit. Dazu noch ein intelligentes Farbmanagement - bei Landschaft sorgt es für saftiges grün, sagt man der Kamera, es handelt sich um ein Portrait, dann wählt es die Einstellung, die für gesunde Hauttöne sorgt.

Warum wählt man es dann nicht selbst an, sondern überläßt es der Kamera?

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum diese Programme so verpöhnt sind. Viele wollen einfach nur gute Bilder machen - und dafür sind die Programme perfekt.

Das sind sie eben häufig nicht.

Vor allem sind sie für Einsteiger sehr hilfreich.

Das ist einerseits absolut richtig, andererseits aber auch nicht, weil es dazu verführt, sich auf die Kamera zu verlassen, statt es selbst richtig zu lernen.

Man kann ja wunderbar mit den mit der manuellen Einstellung spielen - wenn man aber schnell mal ein unwiederbringliches Motiv sieht, kann man auf Nummer sicher gehen und hat mit einem kleinen Dreh alles eingestellt, was man braucht. Man muss noch nicht einmal denken. Das Motiv wird trotzdem schnell und mit den idealen Einstellungen festgehalten.

Dies möchte ich bestreiten. Es kann so sein, ist aber alles andere als zwingend. Ich habe schon häufig genug erlebt - bei Mitreisenden - dass die Motivprogramme alles zerstört haben, z.B. durch das von der Kamera für nötig gehaltene Herausklappen eines Blitzgerätes.


Der D300 fehlt das alles. Sie hat nur die Programmautomatik, die Blendenautomatik und die Zeitautomatik.

Und die manuelle Einstellmöglichkeit M.

Bei allen automatiken muss man sich aber selbst entscheiden, welche Blende, beziehungsweise welche Zeit man haben möchte.

Das ist immer noch falsch. Siehe oben.

Die Programmautomatik ist im Prinzip nichts anderes, als eine kombinierte Zeit- und Blendenautomatik. Man kann sowohl die Blende einstellen als auch die Zeit. Den zweiten Wert, welcher das auch immer ist, stellt die Kamera dann entsprechend ein.

Falsch. Siehe oben. Die Kamera gibt einen Zeit und einen Blendenwert vor. Man hat allerdings im Anschluß die Möglichkeit, durch Drehen am Zeitrand die Zeit-Blenden-Kombination zu "shiften". Wer es gern bequem hat und von Fotografieren etwas versteht, kann damit ganz interessant arbeiten.

Übrigens, wenn es ums Blitzen geht, da haben die Motivprogramme und die Vollautomatik für Anfänger auch Vorteile. So weit ich das getestet haben, kommen sie auf sehr ausgewogene Ergebnisse, wohingegen bei der manuellen Steuerung schon etwas Wissen vorhanden sein sollte. Nicht nur über Blende und Zeit, sondern auch über die Funktionsweise eines Blitzes und Synchronzeiten und so weiter.

Du scheinst nicht sehr viel von der Funktionsweise einer modernen SLR zu verstehen. Man kann z.B. sehr wohl mit der Zeitautomatik-Einstellung der Kamera und gleichzeitig mit der iTTL-Blitzlichtautomatik des Blitzgerätes arbeiten. Auch das führt sehr einfach zu sehr ausgewogenen Ergebnissen, ohne das übermäßig viel Wissen vorhanden sein müßte. Allerdings schadet wissen über die Blitztechnik nie. (Dass man mit den Motivprogrammen auch zu ausgewogenen Ergebnissen kommen kann, ist allerdings zutreffend. Schlecht ist nur, wenn das Motiv für Blitzeinsatz nicht geeignet ist, aber die Kamera es nicht weiß - woher auch?)

Und der größte Vorteil, den die Motivprogramme und Vollautomatiken bieten: Man kann die Bilder direkt von der Kamera verwenden. Wohingegen bei der manuellen Steuerung oft eine Nachbearbeitung am PC notwendig ist, um die Farben entsprechen hinzubekommen.

Wenn man sein Gerät beherrscht, ist das Gegenteil der Fall.

Worüber wir uns einigen können: Vollautomatik und Motivprogramme sind etwas für Anfänger und solche Benutzer, die sich mit der Kamera- und Fototechnik nicht auseinandersetzen wollen. Sie helfen einem, ohne viel Wissen schnell zu technisch akzeptablen Bildern zu gelangen.

Worüber wir anderer Meinung sind: Wenn Du wirklich reproduzierbar und bewußt fotografieren willst, kommst Du mit den Motivprogrammen irgendwann nicht mehr weiter. Deine Bilder bleiben technisch mittelmäßig. Du wirst Dir dann über die Zusammenhänge von Zeit und Blende, ihrer Bildwirkung etc. Rechenschaft ablegen müssen, und wenn Du das getan hast, dann wirst Du künftig darüber auch die Kontrolle ausüben wollen. Und dies bedeutet, dass Du in A, S, M oder P mit Shift fotografierst und Dir darüber hinaus auch über Farbräume, ISO-Einstellung, Weißabgleich und Blitztechnik Gedanken machen mußt.

Schließlich verhilft Dir keine Automatik der Welt zur interessanten Sicht Deines Motives.
 
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