Brennweitenübertragung CPU-Nikkor - D70 und der Crop-Faktor


Bertl

NF Mitglied
Servus!
Es ist ja schön & gut, das der Blitz (in meinem Fall SB600) von der gewählten Brennweite am Nikkor erfährt, hat man aber kein DX vorne montiert, stimmen die Werte doch garnicht...
Dieser Umstand ist mir eigentlich schon beim ersten Kontakt mit der D70 aufgefallen, heute folgt die Frage :oops:

OK, beim SB600 geht die (manuelle) Brennweiteneinstellung bis 85, damit erübrigt sich eigentlich über BW zu diskutieren, die mit oder ohne Crop länger sind.
Montiere ich z.B. das 24er, ergibt das eigentlich ca. BW 36, der SB600 zeigt stur 24. Auch in den exifs schlägt sich nur die BW nieder, die am Nikkor gewählt wurde z.B. 320 (beim 200-400 Tamron), in Wirklichkeit ist es BW 480.

Gibt es einen technischen Grund, den Cropfaktor sozusagen zu unterschlagen?
Nach meinem bescheidenen Verständnis, würde z.B. beim Fix-24er nie die Einstellung des SB600 stimmen, und immer manuell korrigiert werden müssen.
Weiters bin ich der naiven Ansicht, das es doch kein Problem sein sollte, das die D70 bei einem analog-Nikkor einfach den Cropfaktor bei der Datenübertragung berücksichtig.
Mir ist klar, das Profis sich um sowas wahrscheinlich nichts pfeifen, weil sie bei der Bildgestaltung sowieso bewußt aus dem Regelwerk der Elektronik ausbrechen.

Und jetzt dürft Ihr mich korrigieren :-D

lg Bertl
 

sandow

Unterstützendes Mitglied
RE: Brennweitenübertragung CPU-Nikkor - D70 und der Crop-Fak

Das Problem war mir mangels Erfahrung mit einer solchen Kombination noch nicht bekannt. Wirklich zwingende technische Gründe sehe ich nicht, die Brennweite wird schließlich nicht direkt vom Objektiv an den Blitz weitergegeben, da ist ja noch die Kamera dazwischen, die eigentlich umrechnen könnte. Das Problem dabei ist, dass der Zoomreflektor nicht stufenlos funktioniert, sondern eine Abstufung entsprechend üblichen Brennweiten hat. Die würde man mit cropfaktorumgerechneten Brennweiten nicht treffen. Da aber einfach gar nix zu machen, statt auf den nächstpassenden Wert zu korrigieren, finde ich doch etwas arm. Das hätte ich von Nikon besser erwartet. Letztlich wird man mit dem Cropfaktor-Problem allein gelassen, Nikon verweigert ja auch jede Unterstützung bei der Auswahl passender Streulichtblenden.
 
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Christian B.

NF-F Premium Mitglied
Also, ein richtiges PROBLEM ist weder das von Bertl, noch das von Sandow geschilderte:

Wenn der Blitz den Bildwinkel von 84 Grad (24mm bei Kleinbild-Vollformat) ausleuchtet, dann wird automatisch auch der um 1,5 verkleinerte de Bildwinkel des Crop-DX-Formates ausgeleuchtet.

Ebenso führt die für 84 Grad bei 24mm Kleinbild-Format berechnete Sonnenblende nicht zu Nachteilen (z.B. Abschattungen).

Worum es Euch beiden geht, ist eine LEISTUNGSOPTIMIERUNG, die durch den reduzierten Bildwinkel möglich wird.

Also: Beim Blitzgerät kann man manuell den Reflektor auf 35mm stellen, damit bei Verwendung eines 24mm-Opjektives an einer DX-Kamera nicht soviel Licht "verschwendet" wird, außerdem kann man auf das 24mm-Objektiv die Sonnenblende eines 35mm-Objektives aufschrauben, wenn es eine solche gibt.

Was das Blitzen anbelangt, lege ich in der Regel Wert auf möglichst weiche Ausleuchtung. Ich habe daher meistens den Blitz auf 14mm gestellt und das Plastikhütchen oder eine Streuscheibe davor gemacht. Das "verschwendet" zwar viel Licht, gibt aber schöne Ergebnisse, auch mit weit längeren Brennweiten.
 
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sandow

Unterstützendes Mitglied
Christian Becker";p="17196 schrieb:
Worum es Euch beiden geht, ist eine LEISTUNGSOPTIMIERUNG, die durch den reduzierten Bildwinkel möglich wird.
Das ist jetzt aber sehr beschönigend ausgedrückt. Natürlich ist das nicht so schwerwiegend wie andersrum, aber ein 24 mm an einer Digitalkamera mit Faktor 1,5 ist schließlich unmittelbarer Ersatz für ein 35 mm an Kleinbild, und dann ist es schon blöd, wenn man nicht die Blitzreichweite von 35 mm hat. Wer ständig Leistungsreserven im Blitz mit sich rumschleppt, wird damit kein Problem haben, aber wer z. B. draußen Objekte in 20 m Entfernung blitzen will, hat nix zu verschenken. Aber ein bisschen Mitdenken kann eh nicht schaden, ich habe gelegentlich zum Aufhellblitzen bei Motiven in Bildmitte auch schon mal längere Brennweiten als real angewendet am Blitz eingestellt (also z. B. bei Kleinbild 70 mm für 50 mm).

Die Sache mit den Streulichtblenden hatten wir schon mal, die ist überhaupt nicht trivial. Da muss man mehr berücksichtigen als nur die Brennweite und u. U. einiges ausprobieren. Find mal eine Streulichtblende für das 1,4 28 mm an Digitalkameras. Filtergewinde 72 mm! Viel Spaß beim Suchen im Nikon-Sortiment. Ich hatte dann den Mut zum Risiko und habe mir die HN-20 (für das AIs-Nikkor 1,4 85 mm!) bestellt. Bei Cropfaktor 1,6 (!) passt die ohne jegliche Abschattungen auch bei Blende 1,4.
 
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Marv

Unterstützendes Mitglied
Alternative: kauf Dir einen Metz, die kann man auf "APS" einstellen, das passt dann wieder.

Warum die Nikon-Blitze das nicht können, darfst Du mich aber nicht fragen...

Gruß Marv
 
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Nobody

Auszeit
RE: Brennweitenübertragung CPU-Nikkor - D70 und der Crop-Fak

sachlich betrachtet entfaellt bei digi in verbindung mit autozoom gaengiger speedlights lediglich der bei kb uebliche randlichtabfall. absolut gleichmaessige blitzausleuchtung bis in die aeussersten ecken ohne hotspot bei gleichzeitig kaum nennenswertem reichweitenverlust, was will man mehr?
 
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W

Wolle

Guest
Re: RE: Brennweitenübertragung CPU-Nikkor - D70 und der Crop

Moin Nobody,

Nobody";p="17241 schrieb:
sachlich betrachtet entfaellt bei digi in verbindung mit autozoom gaengiger speedlights lediglich der bei kb uebliche randlichtabfall. absolut gleichmaessige blitzausleuchtung bis in die aeussersten ecken ohne hotspot bei gleichzeitig kaum nennenswertem reichweitenverlust, was will man mehr?
Stimmt leider nicht so ganz.
Das Licht hat nun mal die Eigenschaft, sich kugelförmig auszubreiten (OK, beim Blitz eben in Form eines Kugelausschnitts). Dazu kommt noch, dass sich die intensität des Lichtes mit der Entfernung im Quadrat verringert, d.H. doppelte Entfernung = ein Viertel des Lichtes.
Daraus folgt, dass der Randlichtabfall einzig und allein vom Aufnahmewinkel des Objektives abhängt.
 
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sandow

Unterstützendes Mitglied
Re: RE: Brennweitenübertragung CPU-Nikkor - D70 und der Crop

Nobody";p="17276 schrieb:
genial :lach: :lach: :lach:
Geht es vielleicht mit etwas mehr Substanz? Ich sehe in der Anwendung eines auf größeren Bildwinkel eingestellten Blitzes jedenfalls keine spezifische Eigenheit des digitalen Fotografierens. Man kann genau so bei Kleinbild einen größeren Bildwinkel (d. h. kürzere Brennweite) einstellen, als das Objektiv hat. Und natürlich ist das bei Digital- und Kleinbildkameras gleichermaßen mit einer Veringerung der Leitzahl und damit der Reichweite verbunden. Von "kaum nennenswertem Reichweitenverlust" kann da überhaupt keine Rede sein.
 
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Bertl

NF Mitglied
RE: Brennweitenübertragung CPU-Nikkor - D70 und der Crop-Fak

...Worum es Euch beiden geht, ist eine LEISTUNGSOPTIMIERUNG, die durch den reduzierten Bildwinkel möglich wird...
Servus!
Hmm... Nicht wirklich, ich sehe das "Nichtumrechnen" auf die reale Brennweite eher als eine Einbusse. Es stört sozusagen das Rundum-Sorglos-Paket, wenn man Nikkor, Body & Blitz zusammenarbeiten lassen will, weil die Fotos nicht höchsten Anforderungen standhalten müssen.

lg Bertl
 
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Dirk-H

Unterstützendes Mitglied
Ich war auch etwas verwundert, dass Nikon bei seinem neuen Blitzsystem iTTL nicht an den DX-Faktor gedacht hat. Sinnvoll wäre es schon.
Praktisch ist es mit dann aber auch wieder egal, da ich >90% indirekt mit Diffusor blitze.
 
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