"Billigstativ"+ Mup


Mister Smith

Unterstützendes Mitglied
Hallo zusammen!

Ich stelle mir seit längerer Zeit eine Frage, die ich mir selbst nicht so richtig erklären kann. Es gibt hier im Forum sehr viele Theards die sich mit Stativen aller möglichen Art auseinandersetzen. Die einen haben Stative aus Carbon, der eine wiederrum aus Holz und der nächste wiederrum aus Aluminium und die Kontroverse besteht darin welches Material die Schwingungen des Spiegelschlags am besten absorbieren kann. Aber was ist wenn:

Man nehme einen normalen Stativ aus Aluminium z. B. einen Manfrotto irgendwas X-Pro B stellt bei der Kamera dir "richtige" SVA mittels Mup Funktion ein und nimmt dazu natürlich einen Fernauslöser. Löst aus und wartet z. B. 10 sec. und drückt nochtmal ab.Erübrigt sich dann die Frage nach einem super Stativ aus einem super Material für viel viel Geld?

Meines Erachtens wären dann die mögliche Fehlerquellen die zur einer Verwacklung führen würde, wenn man in unmittelbarer Nähe von dem Stativ rumgeht wenn dieser auf einem unbefestigten Boden steht. Aber ansonsten? Mir fällt da nichts mehr ein, was noch zu einer Verwacklung die nicht auf Kamera+Stativ einhergeht kommen könnte (man, was für ein Satz:dizzy:)
 

Michael K.

NF-F Premium Mitglied
an sich bist du schon auf der richtigen Fährte!

Ausschwingen lassen und dann erst die Aufnahme.

Leider nicht immer praktikabel, wie bereits erwähnt ist Wind ein guter Störfaktor.

Und es gab auch Untersuchungen, das der Verschluss ebenso Schwingungen produziert.
 
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PadrePedro

Sehr aktives Mitglied
Mit Billigstativen bist Du bei mir an der richtigen Adresse! Hab hier ein Hama Star 61. War vor ein paar Tagen auf einem Parkdeck und wollte Flugzeuge knipsen. Wenn ich nicht noch eine Schlecker-Tüte mit leeren Flaschen gehabt hätte (zum Anhängen), wäre mir das Ding schon so weggeflogen - es war sehr windig. Außerdem habe ich die Befestigung der Platte versärken müssen, es vibriert sonst beim gerinsten Windhauch die ganze Kamera. Und bei der D80 ist bei Spiegelvorauslösung nichts mit ausschwingen. Das sind nur Sekundenbruchteile, bis der Verschluß kommt. Bei einem guten Stativ reicht diese Zeit vermutlich. Für Indoor (Produkt/Porträt usw) macht es allerdings seinen Job.
Gruß Peter
 
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pulsedriver

Unterstützendes Mitglied
Der Verschluss führt auch zu Verwacklern. Klar ist da nicht jede Cam so schlimm, aber wenn ich meine Penatx 67II auf den Stabilen Gitzo anfasse, wenn ich mit hochgeklapptem Spiegel auslöse, dann merke ich genau, was das Staiv abbekommt! Gut, es reicht für die Brennweiten die ich hab (bis 165mm).

Ich hab mir auf dem Gorndergrat Abends mal die betsen Aufnahmen versaut mit einem Wackelativ. Nur so zur Info: Fahrkosten 100 Euro mit dem Auto, 30 Euro mit dem Zug. Filmkosten (hatte eine DSLR und zwei F4 da): mind. 80 Euro. 4 Stunden bei zunächst minus 10, nach Sonnenntergang deutlich weniger ausgeharrt.

D.h. nur dieser Ausflug hat mich über 200 Euro gekostet, plus ein paar richtig kalte Stunden. Und die Bilder wurden von einem 70 Euro Wackelativ versaut (das im übrigen mit Kopf ca. 4 kg wog)! Da werden die 900 Euro, die ich für mein Gitzo Carbon gezahlt habe, richtig billig. Es tut nur einmal kurz beim Bezahlen weh. Und wer mit mind. 20cm mehr Packmass und deutlich mehr Gewicht klar kommt, findte ja bei Berlebach mind. gleiche Stabilität für einen deutlich tieferen Preis (das wollte ich halt nicht, weil ich mein Stativ schonmal 5 Stunden in der Hand oder auf der Schulter rumschleppe)

Ich werde mir nie mehr den A.... abfrieren, wenn ich dabei nicht ein 100% Stativ verwenden darf.
 
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Heiko Men.

NF-F "proofed"
Gar nicht so verkehrt mit dem Wind, bei den großen Teleobjektiven sind die Sonnenblenden schöne Windfänger. Das macht sich dann bei langer Brennweite auch so richtig stark bemerkbar.

Ansonsten: Es ist ja nicht so, dass da mit der SVA und dem Kabelauslöser noch keiner dran gedacht hat und die Leute völlig umsonst viel Geld in ein solides Stativ inverstieren... :rolleyes:
Ich mache alle meine Telebilder mit Kabelauslöser und in bestimmten Verschlusszeitenbereichen auch immer mit SVA. Trotzdem merke ich im längeren Verschlusszeitenbereich sogar einen Unterschied, ob ein Carbonstativ mit dünnen Beinen oder ein größeres Modell mit dicken Beinen (natürlich ausgefahren in Stehhöhe) unter der Kamera steht. Und nach dem Auslösen sieht man auch die Vibration, die da entsteht. Denn neben Faktoren wie dem Wind ist es der Verschluss, der zu Verwacklern führt. Aber das hatte pulsdriver ja schon geschrieben...

Gruß
Heiko
 
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Olaf J.

Unterstützendes Mitglied
Man nehme einen normalen Stativ aus Aluminium z. B. einen Manfrotto irgendwas X-Pro B stellt bei der Kamera dir "richtige" SVA mittels Mup Funktion ein und nimmt dazu natürlich einen Fernauslöser. Löst aus und wartet z. B. 10 sec. und drückt nochtmal ab.Erübrigt sich dann die Frage nach einem super Stativ aus einem super Material für viel viel Geld?
Unter optimalen Bedingungen geht sicherlich einiges mit preiswerteren Stativen. Leider ist dies aber häufig an der Praxis vorbei. Bei der Makrofotografie, Landschaftsfotografie oder dem Eisvogel der eine kleine Ewigkeit ruhig sitzen bleibt geht sicherlich einiges, aber häufig findet man diese Bedingungen nicht!

Vielen Tiere bewegen sich halt und ich kann leider mit SVA häufig nichts anfangen. Sei es der kleine Singvogel der auf dem Zweig hoppelt oder gar nur den Kopf bewegt, oder ein Wasservogel der sich bewegt. Selbst eine 0,4s SVA reicht da schon häufig aus um die Schärfeebene zu verschieben. Gerade im Nahbereich ist der Schärfebereich recht gering und wenn der Spiegel hochklappt ist auch nichts mehr mit prädiktiver Schärfenachführung.
Wo es geht versuche ich natürlich auch immer den Fernauslöser und die SVA zu nutzen, geht aber häufig nicht :)

Ein anderer Aspekt ist noch der Untergrund. Das ist eben auch nicht immer eine Betonplatte sondern kann auch schon mal ein sandiger Untergrund sein und schon bietet ein gutes Stativ mehr Reserven.

Der Wind ist auch ein Aspekt, aber hat der Wind eine bestimmte Stärke erreicht hilft hier nur sehr viel Gewicht und meiner Meinung nach ist man mit einem hochwertigen Carbon- Stativ nicht sonderlich im Vorteil. Hier würde ich eher die Streulichtblende abnehmen.
 
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smashIt

Unterstützendes Mitglied
Ein anderer Aspekt ist noch der Untergrund. Das ist eben auch nicht immer eine Betonplatte sondern kann auch schon mal ein sandiger Untergrund sein und schon bietet ein gutes Stativ mehr Reserven.
blöde frage, aber sollte ein harter untergrund nicht schwingungsfördernder sein als ein sandiger/matschiger?
gerade bei matsch drängt sich der gedanke an hydrodynamische dämpfer auf :rolleyes:
 
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Olaf J.

Unterstützendes Mitglied
blöde frage, aber sollte ein harter untergrund nicht schwingungsfördernder sein als ein sandiger/matschiger?
gerade bei matsch drängt sich der gedanke an hydrodynamische dämpfer auf :rolleyes:
Wenn es so einfach wäre, bräuchten die Hersteller ja nur einen Stoßdämpfer einbauen - machen sie aber nicht :D

Es sind auch nicht nur die Erschütterungen durch die Mechanik der Kamera, sondern auch die Erschütterung durch die Bewegung der eigenen Füße (falls man dieselbigen nicht absolut still halten kann :dizzy:)
 
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thobe

Unterstützendes Mitglied
...auch die Erschütterung durch die Bewegung der eigenen Füße...
Ja, ja, habe auch schon Stativaufnahmen mit MUP und Kabel versemmelt weil das Stativ auf Moos stand und ich die Füße bewegt habe. Kein Scherz. Fotozellen von der Größe weniger Mikrometer verzeihen halt nicht viel an Verschiebung.
 
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Olaf J.

Unterstützendes Mitglied
Ich habe auch nicht gescherzt :)

Kameras mit LiveView sind ja immer mehr verbreitet. Ich empfehle dann immer mal die Kamera auf LiveView mit 100%-Ansicht zu stellen, das größte Objektiv zu verwenden und dann mal ein bisschen drücken, anfingern und pusten :D Da wird man mitunter erstaunt sein wie alles wackelt und sich überträgt (besonders wenn der Bildwinkel extrem klein ist).
 
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