Belichtungsmessung bei Langzeitbelichtung


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Peter

Unterstützendes Mitglied
Hallo,
mich plagt seit kurzem eine Frage.

Wie ist das, wenn ich eine Langzeitbelichtung mache.

Sagen wir mal die Belichtungsmessung hat eine Zeit von 15 Sek. ermittelt, ich löse aus und 2 Sek. nach Auslösung ändern sich die Lichtverhältnisse und es wären nur noch 7 Sek. Belichtungszeit erforderlich.
Erkennt die Kamera noch wärend der Belichtung die veränderten Bedingungen, oder wird die Aufnahme stur 15 Sek. belichtet?

Gruß Peter
 
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APO

Unterstützendes Mitglied
Hallo Peter,

da der Spiegel bei der Belichtung oben ist (somit kommt kein Licht mehr auf die Sensoren), kann die Kamera nicht mehr auf die Veränderung der Lichtsituation reagieren.

Gruß,

Andrei
 
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Robert Hill

Guest
Hallo Peter,

kommt drauf an: Wenn Deine Kamera das vom Film reflektierte Licht misst, wird sie die Belichtung sofort abbrechen. Wenn das Licht, das plötzlich dazukommt in Addition mit der bereits erfolgten Belichtung zu einer Überbelichtung führt, dann ist diese damit erfolgt.

Robert
 
P

Peter

Unterstützendes Mitglied
Sorry,
natürlich kann es zwischen verschiedenen Kameras technische Unterschiede geben.
Ich hätte dabeischreiben sollen, dass es sich bei meinen um die F100 bzw. die FM 3a handelt.
@Apo: Befinden sich die Sensoren nicht im Kameraboden?

@Rohi: Wenn die Sensoren, wie ich vermute, im Kameraboden sind, würden sie doch das vom Film reflektierte Licht messen, oder?
Entscheidend ist aber auch ob die Elektronik eine addierende Messung macht.
Kennt sich da jemand aus?

Gruß Peter
 
R

Robert Hill

Guest
Peter,

ich kenne weder die F100, noch die FM3A. F3, F4 und F5 haben Sensoren im Boden des Spiegelgehäuses, die messen das reflektierte Licht. Ich vermute, dass das bei der F 100 auch so ist.

Bei der FE, FE2, FM und FM 2 ist die Messzelle im Prisma. Wenn der Spiegel oben ist, erfolgt natürlich keine Messung mehr. Wie es bei der FM3A ist, lässt sich einfach feststellen: Verschluß auf "B" und Rückwand auf. Ohne Film natürlich. Und nachschauen.

Entscheidend ist aber auch ob die Elektronik eine addierende Messung macht.
Probiere es aus. Kamera aufs Stativ, Raum bis auf eine kleine Funzel dunkel (so dass eine Belichtungszeit um die 10 Sekunden rauskommt) und dann während der Belichtung reinblitzen. Wenn der Verschluss dann schließt, weißt Du Bescheid.

Robert
 
P

Peter

Unterstützendes Mitglied
So,
ich habe mit beiden Kameras einen Versuch gemacht.
Es klappt mit beiden nicht. :-(

Bei der FM3a sitzt ein Sensor im kameraboden und ist gerichtet auf die Filmebene. Offensichtlich ist also die Elektonik nicht in der Lage eine Lichtadditionsmessung zu machen.
Bei der F100 konnte ich nicht nachschauen wo der Sensor sitzt, da momentan ein Film eingelegt ist. Ist letztlich aber auch egal, da es ja eh' nicht funktioniert.

Gruß Peter
 
photohomepage

photohomepage

Unterstützendes Mitglied
So etwas gab es einmal von Olympus bei der OM1 und oder OM2.
Diese können automatisch während der Langzeitbelichtung die Belichtung anpassen. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe wird es dort autodynamische Belichtungsmessung oder Steuerung genannt.
Meines Wissens wurde dieses Meßverfahren von Olympus damals patentiert.
Vielleicht ist dies der Grund, das Nikon (und C****) dies bis heute nicht können?
 
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PeterSKO

Guest
Hallo Photohomepage!
Ganz recht, es waren die Olympus OM-2 und OM-4 samt ihrer Sondermodelle, die das konnten. Meiner Meinung nach ist es bei allen anderen Kameras unerheblich, ob ihr Belichtungssensor im Sucher oder im Kameraboden sitzt. Im Moment der Auslösung wird der Belichtungswert gespeichert und abgearbeitet, komme was da wolle.
Allerdings hat mir mein damaliger Händler etwas den Wind aus den Segeln genommen, weil dieses Kriterium den damaligen Ausschlag zugunsten meiner OM-2 geben sollte. Wie oft passiert so was? und in den Bereichen, in denen es sich um evtl. mehrere Sekunden handelt, fällt es sehr wenig auf. Und zu guter Letzt macht man dann noch eine Aufnahme. Viel wichtiger erschien dem guten MAnn 1977, dass die OM-2 mit Systemblitz die erste war, die TTL-Blitzen konnte. Deshalb gab es für mich diese und nicht die Nikon FE. Ich würde wahrscheinlich noch immer mit dem Gerät fotografieren, wenn ich sie nicht 1992 (aus Versehen!) mit Motor-Drive und 2,0/24mm in den Grand canyon geworfen hätte. Habe heute noch nen Kloß im Hals, wenn ich an die Situation denke.

Viele Grüße
Peter
 
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