Frage Backup-Strategie / Umgang mit der Datenflut

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dadri

Unterstützendes Mitglied
Hallo zusammen,

falls Ihr schon irgendwann mal einen Datenverlust o.ä. hattet, würde mich mal interessieren, was für eine Art Backup Euch gerettet hat oder was geholfen hätte aber gefehlt hat.


Obwohl es einen speziellen/akuten Grund für diese Frage gibt, ist es vielleicht auch nützlich, sie so allgemein zu stellen.

Trotzdem auch der konkrete Hintergrund: Wegen der gerade gestiegenen Kamera-Auflösung und zunehmend häufigeren Fotosessions wächst die Speicherbedarf schneller als befürchtet. Im laufenden Jahr haben sich schon über 240 GiB angesammelt. Heute war ich mit der neuen Kamera bei einem Motorsportevent und habe gerade 35 GB auf den PC übertragen.
Neue Festplatten sind momentan eigentlich nicht eingeplant, werde ich mir aber wohl leisten müssen. Aber ich will auch den Rotstift bei unnötigen Daten ansetzen und da fiel mir direkt mein Backup auf.

Aus langer Gewohnheit sichere ich einfach alle Originale direkt wie sie aus der Kamera kommen. Anfangs habe ich das gemacht, falls ich versehentlich während der Auswahl mal ein Bild voreilig lösche, irgendwo Fehler im Workflow auftritt oder ich irgendwann mal auch ein technisch grauenhaftes (-> gelöschtes) Foto brauche, um etwas nachzuvollziehen. Diese Sicherungskopien habe nie gelöscht und mache sie weiterhin.

Nun überlege ich, die zu löschen, um einem vernünftigem Backup des ganzen Foto-Ordners bzw. LR-Katalogs Platz zu machen. Ich zögere aber noch etwas. Womöglich sind die bisherigen Sicherungen doch sinnvoller als ich gerade glaube?

Ich freue mich über Input ;)
 

bl2002

Unterstützendes Mitglied
Wenn ich eine Fotosession mache, kopiere ich Alle Bilder auf meine Arbeitsfestplatte und sichte sie anschließend am PC. Hierzu reichen die JPGs. Gelöscht werden alle technisch unzulänglichen (inkl. der RAWs). Die anderen Bilder liegen als RAW und JPG vor. Die Bilder, die ich bearbeitet habe, als zusätzliches TIF.
RAW werde ich niemals löschen, da meine Erkenntnisse der Bildbearbeitung wachsen und dies die einzige originale Vorlage ist. Da eine Seagate 8TB Archieve für ca. 240€ zu bekommen ist, sehe ich keinen Grund für weitere Löschungen. Sie ist meine Backup Platte.
Per eSata für das Backup angeschlossen und ansonsten vom Strom/System getrennt. P/L halte ich für angemessen und sinnvoll.
Die finale Löschung werden dann meine Erben übernehmen.
 

assiliisoq

NF-F Premium Mitglied
Meine interne Festplatte ist schon längst überlastet.
Ich speichere nur noch extern.
Bilder werden als RAW auf die Externe übertragen.
Bearbeitete Bilder, die ich nutzen will, werden als JPG in einen eigenen Ordner dort integriert.
Früher habe ich mir die Mühe gemacht, einige Bilder zu löschen. Darauf verzichte ich längst. Es wäre nicht so viele, dass sich die Arbeit merklich auf den Speicherplatz auswirken würde.
Wenn die Externe voll ist, kommt eine neue hinzu.

Zusätzlich speichere ich hin und wieder auf eine zweite Externe (BackUp), die ich nicht zu Hause lagere - für den Fall der Fälle ...


Viele Grüße,
Sylvia
 

mhensche

Nikon-Clubmitglied
Hi,

rechne mal deine Arbeitszeit für das sinnvolle Löschen gegen den Festplattenpreis ...
Löschen lohnt nicht :)
Also außer Ausschuss, natürlich.
So ein Event wie Autorennen gibt es natürlich auch immer wieder, da stelle ich mir die Frage, wie viele der vielen GB sind überhaupt erhaltenswert?
Ich habe gestern 770 Bilder eines BMX und Scooter Events gemacht.
Aber das waren Fremde, ich wollte mal meine D500 austesten, die RAW werde ich alle löschen und ein paar JPG wegen der Nachvollziehbarkeit erhalten.
Das ist dann aber kein "sinnvolles" Löschen, sondern in einem Rutsch Testbilder weghauen :rolleyes:

Meine Sicherung mache ich auf ein Netzlaufwerk mit 3 TB, das hält noch ein paar Tage :D
 

Aussi

Sehr aktives Mitglied
Am Macintosh hängt eine externe Festplatte, auf die TimeMachine alles von der internen Festplatte sichert. Da habe ich aber nur aktuelle Bilder drauf. Alles ältere liegt auf einem Raid1-Laufwerk - also was ich auf dieses Ding kopiere, wird automatisch identisch auf zwei Platten abgelegt, ohne dass man es großartig merkt.

Damit habe ich alles doppelt - und zwar jederzeit aktuell.

Letztens gab es in einem Medialaden 1TB-USB-Platten für knapp 40€. Auf diese habe ich eine dritte Ausgabe meiner Bilder gespeichert. Es ist aber umständlich und zeitintensiv (USB2), die dritte Ausgabe aktuell zu halten, daher werde ich dies nur ab und zu machen.

Eine Version abseits von zu Hause zu lagern, steigert natürlich die Sicherheit enorm, aber das ist mir ebenfalls zu umständlich. Über eine Cloud-Lösung habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.

Wenn alles mal weg sein sollte, muss ich halt neue Bilder machen :)
 

bernd!

Sehr aktives Mitglied
Um auf deine erste Frage ein zu gehen. Mich hat ein Offline Backup nach einem Überspannungsschaden gerettet!

Allgemein arbeite ich nach folgenden Ablauf:
Kopieren der RAWs von der Karte auf den PC
Auswahl / Löschen mit Fastrawviewer
Entwicklung der RAWs
Export als JPEG
Kopieren der JPEGs auf das NAS nach P:\YYYY\YYYY-MM-DD-nn, Beschreibung
Kopieren der RAWs inklusive der Entwicklunsdaten nach R:\YYYY...
Nach erfolgreicher Datensicherung des NAS löschen aller lokalen Daten (RAW, XMP, JPEG,....)
Formatieren der Speicherkarte in der Kamera
Auslagerung des NAS-Backups an einen anderen Ort

Gruß, b!

Gesendet von meinem KFTHWI mit Tapatalk
 

Detlev Rose

Moderator
Habe meine Bilder immer auf 3 externen Festplatten gesichert und hielt dies eigentlich für relativ sicher. Jetzt ist es mir passiert, daß meine Tochter mal samstags nachmittags kam und dringend eine Platte benötigte. Als liebender Vater habe ich eine Platte gelöscht und mir am Montag eine neue gekauft. Als ich die Daten aufspielen wollte, meldete die erste der zwei anderen Platten E/A Ausgabefehler schluck.....schnell die zweite Platte angeschlossen mit dem Erfolg...E/A Ausgabefehler. habe diese platten an vier verschiedenen echnern ausprobiert immer mit der Fehlermeldung. Also habe mich dann intensiv mit verschiedenen Rettungsprogrammen auseinander gesetzt und mit mäßigem Erfolg ein paar Bilder gerettet. Andere Bilder hatte ich noch auf DVD gebrannt, aber der Großteil meiner Bilder war für mich weg. Habe mich dann an einen proffesionellen Datenretter gewandt, Platte eingeschickt und jetzt nach 6 Wochen wiederbekommen mit ca. 90-95 % geretteter Dateien.
Lasse mich gerade über en Raid5 System beraten, werde mich (auch gegen meine Einstellung) mit einer Cloudlösung anfreunden und zusätzlich neue externe Platten anschaffen. Bei dieser 3-fach Lösung sollte ich dann wohl relativ sicher sein.
 

cjbffm

Registrierte Benutzer_B
Ich habe vor einiger Zeit einfach aufgehört, die Speicherkarten zu löschen und wiederzuverwenden.
Folgende Überlegung steckt dahinter: Früher haben (Dia-)Filme eine ganze Stange Geld gekostet, heute kosten mich 1000 Aufnahmen
nur einen Bruchteil, wenn ich Filmpreise und Preise für SD-Karten gegenüberstelle.

So habe ich immer noch ein Backup, wenn es hart kommt.
Ansonsten versuche ich, die Bilddateien auf zwei Festplatten zu speichern, also eine aktuelle Sicherung zu besitzen.

Gruß, Christian
 

Falkor

Aktives und bekanntes NF-Mitglied
Ich habe vor einiger Zeit einfach aufgehört, die Speicherkarten zu löschen und wiederzuverwenden.
Folgende Überlegung steckt dahinter: Früher haben (Dia-)Filme eine ganze Stange Geld gekostet, heute kosten mich 1000 Aufnahmen
nur einen Bruchteil, wenn ich Filmpreise und Preise für SD-Karten gegenüberstelle.
...
Wie viele Karten haben sich denn da bei Dir schon angesammelt?
Reine Neugier :)

Viele Grüße,

Jörg
 
G

Gelöschtes Mitglied 24311

Guest
Moin,
meine Bilder sind für die Nachwelt sicher uninteressant und unwichtig. Ich spiele meine Aufnahmen auf die Festplatte, lösche alles was nix ist und dann geht es per LR auf das NAS RAID5 - fertig. Zweimal im Jahr wohl ein Backup des Bildarchivs mt z.Z. ca 49.000 Bildern.
Von Zeit zu Zeit überkommt es mich und einzelne (mache nur NEFs) Bilder bearbeite ich je nach Projekt oder Kundenanforderung. Diese sind dann alle bearbeitet als PSD als "Smartobjekt", so kann ich jederzeit wieder daran schrauben und optimieren oder rückgängig machen.
Kundenbilder halte ich laut AGB ein Jahr vor (also wohl eher sicherheitshalber 18 Monate) dann kommt alles weg, was nicht Bestand hat für "höhere" Ansprüche.
Die Nachwelt interessiert mich leider nicht und so wichtig ist dasjenige was ich produziere auch nicht. Und wenn mal einer den Stecker zieht ist eh alles weg.
Und Datenverlust (gab es nur einmal bisher durch den IT-Betreuer, der mal eben den Rechner platt gemacht hat, damit alles schön sauber neu aufgebaut werden kann... grrrr) aber es ist auch ein Chance neu und besser weiterzumachen - und wenn ich überlege, welche Aufnahmen es wert sind oder wirklich erhaltenswert oder für die Nachwelt von Interesse - das sind doch herzlich wenige und in etwa überschaubar, wenn man objektiv ist, aber wer ist das schon ;)

Trotzdem eine fotografisch anregende Adventszeit....
 

WaGe

Sehr aktives Mitglied
Einen schönen guten Abend,

Ich will zu diesem Thema mal meinen laienhaften Kommentar abgeben....

Bezüglich Datensicherheit gäbe es, wie ja schon erwähnt, sehr schöne NAS Lösungen. Diese sind mittlerweile auch in erschwinglichen Preisregionen angekommen.

Ich möchte mal hier grob die Unterschiede darstellen. Wir gehen mal davon aus, dass wir 1TB Platten benutzen. Eins noch vorweg: bitte nicht an den Platten sparen und auch wirklich die nehmen, die für den NAS-Einsatz ausgelegt sind. Die sind zwar nicht so schön günstig wie normale Platten, aber wir wollen ja Sicherheit, oder?

Um nun sehr günstig in den Genuss einer NAS zu kommen, gäbe es im Netz auch Bauanleitung samt Teilelisten. Wer also technisch ein wenig bewandert ist, kann sich hier recht günstig ein solches System selber zusammenbauen. Es gibt auch Betriebssysteme kostenfrei, wie das OpenMediaVault auf Debian Basis. Nicht erschrecken, Linux ist recht einfach und ein OMV-System kann bequem über den Browser administriert werden.

Dann zu den Systemen:
Günstigere haben zwei Platten, die im so genannten RAID1 laufen. Das bedeutet, dass der Controller alles, was auf Platte-A geschrieben wird auch auf Platte-B schreibt. Fällt eine aus, so hat man ja noch die andere. Wird dann die defekte ausgetauscht, so "spiegelt" der Controller den Inhalt auf die dann neue Platte wieder drauf (=rebuid). Nachteil dieser Lösung: man muss zwei TB einsetzten um ein TB benutzen zu können.

Die etwas bessere Lösung wär dann RAID5. Hier werden drei Platten benötigt. Ganz grob nun die Funkton...
Der Controller wird nun das zu schreibende Datenpäckchen in der Mitte durchschnippeln und den Teil-A auf Platte-A, den anderen Teil auf Platte-B und die Prüfsumme beider Teile auf Platte-C schreiben. Beim nächsten Datenpäckchen wird Teil-A auf Platte-B, die andere Hälfte auf Platte-C und die Prüfsumme auf Platte-A geschrieben und dann so weiter...
Vorteil hier ist, dass die Zugriffszeit gegenüber RAID1 steigt und bei eingesetzten 3TB noch 2TB zur Verfügung stehen.
Fällt eine Platte aus, so kann der Controller im Hintergrund die fehlenden Datenteile rekonstruiren - meint, man kann trotz ausgefallener Platte ganz normal weiter arbeiten. Tauscht man dann die defekte Platte aus, so wird der Controller auf dieser den fehlenden Teil wiederherstellen (=rebuild)

Wikipedia meint zu der Ausfallwahrscheinlichkeit:

RAID 1 stellt 1 TB zur Verfügung. Die Ausfallwahrscheinlichkeit des RAIDs beträgt 0,0100 % (1 in 10.000 Fällen).
RAID 5 stellt 2 TB zur Verfügung. Die Ausfallwahrscheinlichkeit des RAIDs beträgt 0,0298 % (1 in 3.356 Fällen).

Das ist dann schon ziemlich sicher. Muss es noch sicherer gehen wird man dann schon ein Bandlaufwerk brauchen. Bänder halten aber nur für sehr kurze Zeit die Daten sicher. Also immer wieder auffrischen....

Und ja, wenn die NAS-Kiste Füße bekommt, obwohl sie keine Beine hat, dann....

In der Datenwolke würde ich meine Bilder nicht speichern wollen. Ich will wissen, wo meine Daten sind und wer darauf außer mir noch zugreifen kann. Bei Cloudlösungen bin ich mir da extrem nicht sicher, wer da was und wie mit meinen Daten macht....
 

skahde

Unterstützendes Mitglied
Hallo,

wo habe ich die Schallplatte... ah, da. Nadel in die Rille... [KNACK, Kratz, Krrrchhhh, KNACK, Rumpel...]

"RAID zur Datensicherung ist Quatsch! Es hilft nur bei Festplattenausfall. Ende. Controllerfehler, Ausfall/Zerstörung/Diebstahl des NAS und vor allem die wahrscheinliche Hauptquelle von Datenverlust: Versehentliches Löschen. Gegen nichts [Knack] davon hilft Raid.

In jedem Fall muss also eine zusätzliche, aktuelle Sicherung her, wenn man die Datensicherheit effektiv erhöhen will.

Wenn ich die [Krch, zisch] aber habe, wozu brauche ich dann das Raid? Fällt - ohne Raid - die Datenplatte aus, tausche ich sie aus und spiele die Sicherung zurück. Bis die neue Platten wieder befüllt ist, kann ich aber nicht arbeiten. Und da sind wir beim einzigen Vorteil des Raids: es erhöht die [Knack] Verfügbarkeit, denn mit Raid kann ich sofort und ohne Unterbrechung weiterarbeiten, bis die neue Platte da ist. Allerdings kann ich auch mit einer Sicherung, schnell wieder am Start sein, wenn ich sie nicht zu "schlau", also z.B. mit einem esoterischen Backupprogramm oder auf einem anderen Medium als Festplatte erstellt habe.

Über ein Raid freuen sich also vor allem die Hardwarehersteller und Profis, deren Arbeit keinesfalls durch einen Plattenausfall unterbrochen werden darf. Der Rest hat vor allem zuviel Geld ausgegeben. " [Kahnack, krchhh, Kahnack, krchhh, Kahnack, krchh...]

Ach, die alte Platte. Oft gespielt aber ein echter Evergreeen. :D;)
 

bernd!

Sehr aktives Mitglied
Und ja, wenn die NAS-Kiste Füße bekommt, obwohl sie keine Beine hat, dann....

In der Datenwolke würde ich meine Bilder nicht speichern wollen. Ich will wissen, wo meine Daten sind und wer darauf außer mir noch zugreifen kann. Bei Cloudlösungen bin ich mir da extrem nicht sicher, wer da was und wie mit meinen Daten macht....
Wenn die Bilder direkt in einem Cloud-Laufwerk (OneDrive von Microsoft, GoogleDrive oder in Amazon-CloudDrive, ....) gespeichert werden, dann bestünde Anlaß für diese Sorge - wenn ich mir auch immer die Frage stelle, was an meinen Bildern so interessant sein sollte. Darüber hinaus sind auch die amerikanischen Anbieter sehr pingelig was die Sicherheit angeht.

Allerdings gibt es noch eine zweite Möglichkeit zur Verwendung einer Cloud. Die gängigen NAS-Systeme bieten die Möglichkeit an ein Backup in die Cloud zu machen und hier werden oftmals nicht die Bilder 1:1 kopiert sondern es erfolgt die Speicherung in einen Blob. Der ist nur über einen Schlüssel welcher beim Kunden liegt zugreifbar ... und damit sind die Daten in der Cloud von Interessen Zweiter geschützt.
Das ist eine durchaus sinnvolle 2te Sicherung, falls das NAS mit der lokal angeschlossenen Sicherungsplatte abbrennt, "Füße bekommt", unter Wasser geht oder einfach den Dienst einstellt.
Ich verteufle Cloud deshalb nicht perSe sondern schaue mir das einfach ein wenig genauer an.

https://www.qnap.com/en/tutorial/con_show.php?op=showone&cid=114

/b!
 

skahde

Unterstützendes Mitglied
In den AGBs der 08/15-Cloudanbieter wie Google, Amazon, Microsoft, Apple steht sinngemäß, dass sie sich das Recht einräumen, die Daten beliebig und nach eigenem Gusto zu löschen, wenn sie das schick finden und sie für nichts garantieren. Als Sicherung, die den Namen verdient, eher ein Witz.

Es gibt aber deutlich bessere Angebote, man nuss sich nur sehr genau ansehen, was man da bekommt. Für den durchschnittlichen DSL-Nutzer mit einer Handvoll Handyfotos könnte das DIE Lösung sein. :rolleyes: Mit Gigabit-Glasfaser im Haus vielleicht auch für Multimegapixel-RAW. Für das Geld, das dafür dann regelmäßig über den Tisch geht, bekommt man aber über die Jahre aber auch viele, schöne, große Fesplatten, die einem so schnell keiner unterm Hintern wegzieht, wenn der Admin im Cloudrechenzentrum mal den Change falsch gelesen hat.
 

fwolf15

NF-F Premium Mitglied
Ich habe es mittlerweile so gemacht:

Ein lokales NAS mit 6TB als Raid1, also zwei Platten drin mit je 6TB, dazu das alte NAS mit den ehemaligen zwei 4TB als JBOD also 8TB ohne Redundanz in einer anderen Lokation, dorthin wird dann mindestens einmal in der Woche das "produktive" NAS übers INet gesichert bzw. die Änderungen. Beide NAS System versorgen mich mit Emails soweit es eben machbar ist falls was vorfallen sollte (SMART Detection etc).
Was mir beim einrichten des ganzen aufgefallen ist: man sollte bei sowas bei einem Hersteller bleiben. Mein erstes NAS war ein qnap, das starb nach nem Firmwareupdate, dann bin ich auf Synology umgestiegen. Seither eigentlich da geblieben, aber vor wochen gab es das 6TB NAS von Western Digital günstig, da dachte ich jetzt ist der Zeitpunkt gekommen um Daten auch außerhalb des Hauses zu speichern. Ich hab nach zwei Tagen probieren und Foren wälzen aufgegeben, die 2 6TB Platten aus dem WD Gerät gebaut und mir ein aktuelles Synology Gerät gekauft. Was ich damit sagen will: auch wenn es wohl Wege geben soll zwischen unterschiedlichen NAS Systemen daten zu schieben (beispielsweise über rsync) ist es bei weitem einfacher wenn man beim gleichen Herstelle bleibt. So btw: braucht jemand ein My Cloud DL2100 Business Series Leergehäuse? hab eins günstig abzugeben *lacht

Beste Grüße
Wolfgang
 

bernd!

Sehr aktives Mitglied
In den AGBs der 08/15-Cloudanbieter wie Google, Amazon, Microsoft, Apple steht sinngemäß, dass sie sich das Recht einräumen, die Daten beliebig und nach eigenem Gusto zu löschen, wenn sie das schick finden und sie für nichts garantieren. Als Sicherung, die den Namen verdient, eher ein Witz.
Das ist reine Polemik und nicht fundiert.

Es gibt aber deutlich bessere Angebote, man nuss sich nur sehr genau ansehen, was man da bekommt. Für den durchschnittlichen DSL-Nutzer mit einer Handvoll Handyfotos könnte das DIE Lösung sein. :rolleyes: Mit Gigabit-Glasfaser im Haus vielleicht auch für Multimegapixel-RAW. Für das Geld, das dafür dann regelmäßig über den Tisch geht, bekommt man aber über die Jahre aber auch viele, schöne, große Fesplatten, die einem so schnell keiner unterm Hintern wegzieht, wenn der Admin im Cloudrechenzentrum mal den Change falsch gelesen hat.
Über Dinge wie ITIL brauchen wir hier nicht zu diskutieren, wenn als Basis die eigene Qualifikation (was in Deinem Fall durchaus sein kann) über ein etabliertes Changemanagent gestellt wird.

/b!
 

skahde

Unterstützendes Mitglied
Das ist reine Polemik und nicht fundiert.
Tatsachen sind nicht fundiert? Postfaktisches Zeitalter oder was? Lies es halt selbst nach. Kein Anbieter eines kostenfreien Cloud-Angebots garantiert die Verfügbarkeit und Wiederherstellung der Daten in irgendeinem konkreten Rahmen. Daten Weg? Dein Problem. Rechenzentrum ausgefallen? Warten sie halt, bis es wieder online ist. Und der konkrete eingetretene Fall des Fotografen Dirk Salm, der vom Dienstleister einfach mal willkürlich von seinem Account ausgesperrt wurde, weil dem ein paar Bilder nicht gefielen, sollte sich langsam herumgesprochen haben: http://www.nzz.ch/digital/microsoft-windows-live-id-skydrive-dirk-salm-aachen-fotograf-1.17381862

Noch toller wird es dann dadurch, dass man noch nicht mal mit Aussicht auf raschen Erfolg klagen kann, wenn der Vertragspartner im Ausland sitzt, was nahezu immer der Fall ist.

Über Dinge wie ITIL brauchen wir hier nicht zu diskutieren, wenn als Basis die eigene Qualifikation (was in Deinem Fall durchaus sein kann) über ein etabliertes Changemanagent gestellt wird./b!
Wir reden hier nicht über eine hochkomplexe IT-Aufgabe sondern über die Sicherung von maximal ein paar Terrabyte platte Dateien. Dafür braucht kein Mensch in seinem eigenen Umfeld ein aufwändiges Framework oder eine Zertifizierung für was auch immer.
Erst wenn die Daten zusammen mit denen vieler Anwender in einem RZ landen wird es kompliziert und die nachvollziehbare Qualitätssicherung aller Vorgänge unabdingbar. Man muss sich einfach überlegen, wem man mehr vertraut. Sich selbst oder einem vor allem unter hohem Kostendruck arbeitenden Dienstleister, der mich bei Problemen erst mal in ein mehr oder weniger taugliches Incidentmanagement abschiebt. Auch das kann man in schlechter oder besser haben, und auch das merkt man dann rasch auf dem Bankkonto.

Ich weiß jedenfalls Eines: Niemandem sind meine Aufnahmen im Zweifel soviel wert wie mir selbst.
 

1bildermacher1

Nikon-Clubmitglied
Ich mache es wie folgt:

1x 3 TB im Schliesfach der Bank
1x Sicherung auf externes Laufwerk zuhause
1x Sicherung mit time Machine auf zusätzlicher Platte im Computer

Gruss Wolfgang
 

falconeye

Sehr aktives Mitglied
Ach, die alte Platte. Oft gespielt aber ein echter Evergreeen. :D;)
Ähmmmh, was soll das?

RAID5 ist DER Standardbaustein in jedem Szenario, in dem Datensicherheit vorkommt.

Ein Plattenausfall ist einfach etwas Normales und jedes größere Computersystem sollte das abkönnen. Plattenausfälle sind garantiert. Vor allem auch mit SSDs, diese Dinger fallen ohne jedwede Vorwarnung aus und zwar zu 100% und in etwa so häufig wie Magnetplatten (mir sind schon zwei SSDs verreckt). Hinzu kommt, dass RAID5 mit z.B. 4 Platten ja nur 33% Mehrkosten verursacht.

Mir fällt sicher ca. einmal pro Jahr eine Platte aus und ich habe sicher weder Zeit noch Lust, da jedesmal Zeit zu investieren.

Natürlich reicht das als Backup nicht. Dafür kann man z.B. hin und wieder auf langsame große Festplatten kopieren. Aber das ersetzt kein RAID-System.
 

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