Archivkosten an Kunden weiterverrechnen -> legitim?


pelles.ch

Unterstützendes Mitglied
Hallo Alle,
Bitte habt Verständnis, ich weiss nicht, ob ich hier am richtigen Ort bin:
Ich lebe nicht 100% von der Fotografie, aber mittlerweile habe ich einige finanzträchtige Aufträge abgewickelt, und auch einiges an Daten angesammelt.

Die Bilder lege ich auf eine gespiegelte Synology DS918 - 2 x 16 TB-NAS ab. Dieses NAS wird wöchentlich auf einer externen Festplatte gespeichert.
Tja, nun sammeln sich da ganz viele Daten an, und ich überlege mir, ob ich einen Teil meiner Kosten auf meine Kunden abwälzen könnte. Es geht drum, dass ich meinen Kunden ihre Daten auf "Lebenszeit" anbieten möchte. Macht das Sinn? Oder ist meine Frage hier fehl am Platz?

Lieber Gruss aus der Schweiz
Patrick
 

Beuteltier

Platin Mitglied - NF "proofed"
Hallo Patrick,

ich würde nicht für Kunden die Speicherung ihrer Daten übernehmen. OK - ich betreibe die Fotografie schon länger nicht mehr hauptberuflich und hatte auch nie finanzträchtige Großaufträge, habe damals aber nach Abschluss der Arbeiten die Ergebnisse in endfertig bearbeitetem Zustand und wenn gewünscht auch noch zusätzlich als unbearbeitete Originale dem Kunden gegeben, damit war der Auftrag abgeschlossen.

Auch ist unklar, wessen "Lebenszeit" da gemeint ist - deine oder die des Kunden?
Und so eine Speicherung wäre mit großer Verantwortung für dich verbunden, die im Fall eines Datenverlustes enorme finanzielle Folgen haben könnte.
 
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bilderknipser

Aktives NF Mitglied
Die vom Kunden gewünschte -und nicht von Dir!!! - Lagerzeit, musst! Du kaufmännisch sogar einkalkulieren. Wenn Du ohne Auftrag des Kunden die Bilder lagerst, ist das ganz und gar Deine Angelegenheit. Einerseits. Andererseits legst Du Deine Kalkulation ja nicht offen. Deshalb kannst du einrechnen, was Du willst.
 
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VisualPursuit

Sehr aktives Mitglied
Du stellst Deinen Kunden über Dein Honorar auch mittelbar die
Abschreibungskosten der Ausrüstung, der Berufshaftpflicht und
aller anderen Kosten in Rechnung.

"The cost of doing business".

Du hast nun also die Wahl Archivierung einfach mit einzukalkulieren,
oder ggf als separate Leistung auch separat anzubieten und zu berechnen.

Ich handhabe das so, daß ich allen Kunden sage daß ich nichts aktiv
lösche, alle Daten für einen gewissen Zeitraum räumlich getrennt
doppelt vorhanden sind, aber daß ich keine Garantie für Langzeitarchivierung
übernehme. Den Kunden wird dringend angeraten selbst für Backups
und deren Pflege zu sorgen. Falls das schiefläuft, haben sie bei mir eine
gute Chance noch einmal (Dtenträger oder Transfer gegen Berechnung)
eine Kopie zu erhalten, aber ich garantiere das nicht, und berechne es
folgerichtig auch nicht separat.

Die Festplatten und deren Handling sind schlicht einkalkuliert in
mein Honorar.
 
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pelles.ch

Unterstützendes Mitglied
Danke Euch Allen für die guten Inputs.
Zuerst dachte ich diese Dienstleistung als eigener Punkt auf der Offerte anzubieten. Aber der Input von @Beuteltier hat mich überzeugt. Die finanziellen Folgen wären sicher unverantwortlich.
Ich werde mich an die Inputs von @bilderknipser und @VisualPursuit halten und die Kosten für die Archivierung nicht offenlegen. ;-)
 
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