Alte Vereinschronik abfotografieren?


telecaster

Unterstützendes Mitglied
Hallo,

ich steh vor der Aufgabe eine alte Vereinschronik zu digitalisieren, bzw. abzufotografieren.
Es handelt sich um ein Buch, ca DinA3 groß und ca 400 Seiten dick.:frown1:
Darin sind viele handschriftliche Berichte drin und aus neuerer Zeit auch Zeitungsberichte, also zum Teil relativ klein.
Würdet ihr da eher zu einem Weitwinkel raten, als zum 50mm 1.8? Mit dem 50mm muß ich schon ca 1,80m weit weg um das aufgeschlagene Buch komplett drauf zu bekommen.

Ein gutes Stativ hab ich, ansonsten D300, SB-800 Blitz und an Objektiven wie gesagt das 50mm 1.8, Sigma 10-20mm, Tamron 17-50, Nikon 18-200.
Lichtstärke dürfte nicht so wichtig sein, da ich ja abblenden, und mit Fernbedienung auslösen kann.

Vielleicht hat ja jemand ein paar Tipps für mich.

Gruß und danke, Jürgen
 

Fotolinse

Unterstützendes Mitglied
Hallo, für die Repro ist sicher das 50 mm Objektiv die beste Wahl, das mit den 1,80 Metern kann ich mir nicht vorstellen. Das Problem liegt eher beim Blitzen, du bräuchtest zur fachgerechten Reproduktion zwei Leuchten/Blitze, jeweils links und rechts :hallo: Gruss Fotolinse
 
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Hanner B.

Administrator
Teammitglied
du wirst ein repro-stativ benötigen und das entsprechende licht dazu. 180 cm objektabstand für eine a3-seite ist ein bisschen viel (du musst natürlich jede seite einzeln aufnehmen). die bekommst du aus ca. 100 cm schon drauf, optimal wäre ein sigma 30/1.4 aus 60 cm, kannst aber auch das tamron bei ca. 30 cm einsetzen, da sind die verzeichnungen auch gering.

reprostativ:
 
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telecaster

Unterstützendes Mitglied
Hallo,

erstmal danke für die Antworten und Tipps!

Die 180cm Abstand beim 50mm Objektiv waren geschätzt, vielleicht sind es auch 15cm weniger.
So wie ich das sehe, ist eher die gleichmäßige Ausleuchtung als das Objektiv das Problem.:frown1:
Ich wollte halt nicht extra ein Reprostativ kaufen für das eine mal.
Bei meinem Manfrotto Stativ kann man die obere Stange quer einsetzen, so dass man auch nach unten fotografieren kann.
Das ganze mit 2 Baustrahlern ausleuchten...:confused::frown1: .... eher :down: ?


Gruß, Jürgen
 
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Hanner B.

Administrator
Teammitglied
ohne reprostativ und -beleuchtung ist es wohl nicht unmöglich (ich habe in dieser hinsicht wenig praktische erfahrung), aber doch sehr erschwert.

zur verkürzung der gegenstandsweite kann jedenfalls die brennweite nicht beliebig verkürzt werden, ohne dass massive probleme mit schärfentiefe, bildfeldwölbung, verzeichnung, vignettierung etc. auftreten. die brennweite sollte mit anderen worten nicht allzusehr von der normalbrennweite abweichen.

schon aus diesem grund scheint es mir sinnvoll zu sein, nicht eine doppelseite am stück zu bearbeiten, dazu kommen noch probleme mit der planlage. ich kenne das objekt natürlich nicht, kann mir aber vorstellen, dass eine doppelseitige vorlage nicht schonend in planlage zu bringen ist und dem objekt schaden an der bindung verursachen könnte. außerdem verlierst du damit auch ein stück auflösung.

stehen denn überhaupt keine mittel für eine passende ausstattung zur verfügung? so kann das nur sehr behelfsmäßig mit entsprechend bescheidener qualität durchgeführt werden.
 
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PeMax

Nikon-Clubmitglied - NF-F "proofed"
Objektiv: auf keinen Fall ein Weitwinkel, Verzerrungen sind da unvermeidlich. Stativ ist ja eh klar, erst mal ein paar Testaufnahmen machen, welche Blende am besten abbildet.
Das 50/1,8 sehe ich von der Brennweite und Schärfe eigentlich schon als Mindestanforderung.

Das allerwichtigste allerdings (das habe ich erst kürzlich beim Abfotografieren eines Plans gemerkt) ist die gleichmäßige Ausleuchtung - nichts lässt einen im Nachhinein so verzweifeln wie unterschiedliche Helligkeit des Bildes, die man mit dem Auge kaum bemerkt, die auf dem Foto nachher aber um so deutlicher hervortritt. Ideal wäre hier m.E. ein Ringblitz oder ein kürzlich in einem anderen Thread erwähntes Ringlicht.
 
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xweuf

Sehr aktives Mitglied
Ich habe bereits gute Erfahrungen mit einem auf mindestens 5,6 abgeblendeten 50/1,4 mit indirektem Blitzen gemacht. Der SB-800 hat genug Reserven um so etwas zu Machen. Stativ ist klar, Planlage ebenfalls, soweit möglich eben.
Je weiter Du abblendest, um so eher verkraftet Dein Aufbau ein oder zwei Grad Schräglage.

Gruß

Martin
 
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telecaster

Unterstützendes Mitglied
Hallo,

zur verkürzung der gegenstandsweite kann jedenfalls die brennweite nicht beliebig verkürzt werden, ohne dass massive probleme mit schärfentiefe, bildfeldwölbung, verzeichnung, vignettierung etc. auftreten. die brennweite sollte mit anderen worten nicht allzusehr von der normalbrennweite abweichen.
Das ist schon klar, wobei 30mm ja eigentlich die Normalbrennweite wär.

schon aus diesem grund scheint es mir sinnvoll zu sein, nicht eine doppelseite am stück zu bearbeiten, dazu kommen noch probleme mit der planlage. ich kenne das objekt natürlich nicht, kann mir aber vorstellen, dass eine doppelseitige vorlage nicht schonend in planlage zu bringen ist und dem objekt schaden an der bindung verursachen könnte. außerdem verlierst du damit auch ein stück auflösung.
Es wäre sicher besser die Doppelseite nicht am Stück zu bearbeiten, aber eben auch wesentlich umständlicher und zeitaufwändiger.


stehen denn überhaupt keine mittel für eine passende ausstattung zur verfügung? so kann das nur sehr behelfsmäßig mit entsprechend bescheidener qualität durchgeführt werden.
An Ausstattung steht das zur Verfügung was ich besitze. Wobei ich aber auch mal an die Anschaffung eines Reprostativs gedacht hab, was man ja für andere Sachen auch noch benutzen könnte.
Und an Mitteln (falls Geld gemeint ist) steht nix zur Verfügung. Es würde sich auch nur um einen Gefallen meinerseits handeln.
Ansonsten ist es nicht so, dass diese Chronik quasi komplett neu gemacht und gebunden werden muß.
Es ist vielmehr der Wunsch des Schriftführers das ganze eben auch auf dem Rechner zu haben.
Zu einer Lebensaufgabe werde ich mir das sicher nicht machen (bei einem Schmöker von ca 10cm Dicke:dizzy:), da werd ich dann eher dankend ablehnen.

Gruß, Jürgen
 
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