Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : D700, bin ich der einzige der nicht alles toll findet?


Weide
28.07.2008, 10:20
Hallo,

ich habe die D700 jetzt seit 3 Tagen und bin nicht - wie offensichtlich so viele - in allen Belangen begeistert. Sicher, der große Sucher ist echt toll und natürlich kann auch das Rauschverhalten begeistern, wobei ich die High-ISO-Bilder, die ich zuvor im Netz fand, als etwas rauschfreier empfand, was vermutlich an den 30°C liegt die hier zur Zeit im Schnitt herrschen.

Was mir allerdings nicht so gefällt ist der automatische Weißabgleich. Da ist meine Fuji S5 treffsicherer. Zudem sollte man bei Vollformat die Pixelpeeperei schnellstens ablegen. Einige Objektive sind schlichtweg unbrauchbar geworden und alle(!) haben mit Vignettierungen zu kämpfen, wobei ich dies nicht als sonderlich schlimm empfinde, das es durch EBV leicht korrigierbar ist. Hierbei sollte man allerdings nicht vergessen, dass laut Tests viele Objektive an Crop schon mal im Randbereich eine Blende verlieren. An Vollformat können's dann durchaus 2 Blenden und mehr werden, was sich natürlich beim Ausgleichen auf das Rauschverhalten auswirkt.

Sehr gut schlagen sich übrigens die "alten" Vollformatlinsen wie das 35/2.0, das 85/1.8 (das ist top!). Das 50/1.8 ist so lala - ich werd's wohl noch gegen ein 50/1.4 tauschen. Sehr gefreut hat mich, dass mein 135/2 DC wieder zur Höchstform aufläuft. Der Frontfokus ist weg und die Abbildungleistung tadellos! Enttäuscht hat mich hingegen unerwarteterweise das Nikkor 24-85/2.8-4 - es ist an VF höchstens ab Blende 5.6 zu gebrauchen. Vorher hat es mit extremen Vignettierungen und vor allem Unschärfen im Randbereich zu kämpfen. In dem Zusammenhang muss ich leider sagen (was ich zuvor nie gedacht hätte), dass Nikon momentan kein VF-Immerdrauf Zoom bietet. Das 24-120 VR hatte mich seinerzeit schon an Crop nicht überzeugt und das neue 24-70/2.8 ist mir zu teuer und zu wenig universell (zu wenig Tele).

Positiv überrascht hat mich das in der Kritik stehende 70-200/2.8 VR. Es vignettiert zwar (wie alle) schon etwas, aber ansonsten ist es top. Diese ganzen Angaben gelten natürlich nur für meine Exemplare.

Interessant könnten in dem Zusammenhang noch Dx-Linsen sein. Ich habe mal probiert wie sich meine an VF schlagen und bin zum Ergebnis gekommen, dass ich mein Tokina 10-17mm Fisheye behalten werde, da es ab 15mm keine Randabschattungen mehr ausweist. Für ab und zu mal ein Fisheyebild reicht dies völlig. Das Tokina 12-24 funktioniert zwar ab ca. 18mm, allerdings sollte man dies einer 2500€ Kamera wohl eher nicht antun ;-). Das Tokina 50-135/2.5 ist an VF unbrauchbar.

Als S5-User habe ich eigentlich nur noch in jpg fotografiert und davon muss ich wohl bei der D700 wieder weg. Einen ähnlichen Dynamikbereich erreiche ich nur wenn ich in RAW (14Bit) fotografiere. Ich hab's getestet und konnte in RAW noch (bzw. wieder) Strukturen aus zunächst überbelichteten Stellen herausholen, in dem ich per EBV 3(!) Blenden abblendete. In jpg ging so gut wie nichts. In dem Zusammenhang ist es vielleicht wichtig zu erwähnen, dass die vermeindlich überbelichteten Stellen im Vorschaubild der Kamera auch bei RAW als überbelichtet angezeigt werden. Rettbar sind sie hinterher trotzdem.


Als Fazit kann ich sagen, dass man wieder verstärkt mit Unzulänglichkeiten der Linsen zu tun hat und speziell als Fuji S5-User muss ich mich daran gewöhnen zum einen wieder in RAW zu arbeiten und zum anderen mit einem weniger treffsicheren Weißabgleich zu leben, wobei für mich - um noch was Positives zu D700 zu sagen, gerade als S5-User bereits die 5 Bilder/Sek. (mit Batteriegriff 8/Sek.) natürlich eine Offenbahrung sind.

Mir ist klar, dass ich absolut nichts Neues erzähle. Im Prinzip war alles vorhersagbar. Allerdings verdrängt man (bzw. verdränge nur ich?) im Vorwege gerne mal ein paar Tatsachen ("das wird schon funktionieren", "damit werde ich schon klarkommen").

Gruß Weide

bk.968
28.07.2008, 10:28
Für den Fall, dass zur Messe tatsächlich D3x und D800 kommen, das Preisgefüge schon wieder ins Rutschen gerät und die D700 doch nur ein Schnellschuß war, um Marktanteile abzugreifen, würdest Du nicht allein bleiben. Obwohl die Gründe dann andere sein werden ...

(haben wir eigentlich einen Glaskugel-Smiley?)

Horst S.
28.07.2008, 10:37
Mir ist klar, dass ich absolut nichts Neues erzähle. Im Prinzip war alles vorhersagbar. Allerdings verdrängt man (bzw. verdränge nur ich?) im Vorwege gerne mal ein paar Tatsachen ("das wird schon funktionieren", "damit werde ich schon klarkommen").Dein Beitrag ist in sofern nützlich, dass sich manche Interessenten noch mal darüber Gedanken machen sollten, ob es neben der Kamera auch noch für die entsprechenden erforderlichen Optiken reicht.

epikur
28.07.2008, 10:54
Den Beitrag ist in sofern nützlich, dass sich manche Interessenten noch mal darüber Gedanken machen sollten, ob es neben der Kamera auch noch für die entsprechenden erforderlichen Optiken reicht.

Yep, aber vielleicht noch schlimmer: ob es entsprechende Optiken überhaupt (schon?) gibt...

Und wenn ja: die Auswahl ist auf jeden Fall extrem eingeschränkt und deckt wohl nicht jeden Einsatzzweck ab.

Ich sehe die D700 deswegen z.Zt. eher als zusätzlichen Body, mit dem man, ähnlich eines speziellen Objektives, eben ganz bestimmte Aufnahmebereiche (noch) besser bedienen kann, als mit der D300. Universeller ist mMn. nach aber die D300.

vg, stefan

foxmulder
28.07.2008, 11:36
Für den Fall, dass zur Messe tatsächlich D3x und D800 kommen...

Für den Fall das zur Photokina eine D800 erscheint esse ich deine Eintrittskarte auf, trocken, ohne Salz, Pfeffer oder Soße!

Gruß
Dirk

bk.968
28.07.2008, 11:53
... esse ich deine Eintrittskarte auf, trocken, ohne Salz, Pfeffer oder Soße!

Brauchst Dich nicht zu quälen, große Portion Tabasco wäre ok :winkgrin:

Photoauge
28.07.2008, 12:23
Der Beitrag unterstützt mich in meiner Entscheidung die D700 zu nehmen, da sich die Unzulänglichkeiten in dem Rahmen halten, wie ich es vermutet habe.

Alle meine FX tauglichen Linsen kann ich behalten, zum. die die Festbrennweiten. Ich gehe davon aus, dass das 1,4er sehr wohl tauglich ist. Beim 70-300 auch, denn da haben das einige D3 Kollegen bereits positiv bestätigt.

Was ich auch bemängle, dass es kein bezahlbares "Immerdrauf-Zoom" analog dem 16-85 im DX Format angeboten wird. Beim 24-120 gehen mir die Meinungen zu stark auseinander. Aber da habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass da vielleicht was zur PK oder zum Weihnachtsgeschäft (2008 ;)) was kommt.

RAW ist für mich nicht das Thema, denn jpg habe ich bereits Kameraseitig den Rücken gekehrt.

Robby
28.07.2008, 12:52
Hallo,

in der aktuellen Ausgabe der Naturfoto schreibt dr. Schaub, daß Nikon zur Photokina Canon eine 25Mpx Kamera entgegensetzt. Das klingt nach der ominösen D3x.

An eine D800 glaube cih auch nciht.

Viele Grüße

ibgmg
28.07.2008, 12:55
Yep, aber vielleicht noch schlimmer: ob es entsprechende Optiken überhaupt (schon?) gibt...

Und wenn ja: die Auswahl ist auf jeden Fall extrem eingeschränkt und deckt wohl nicht jeden Einsatzzweck ab.

vg, stefan

Die gibt es, allerdings nicht im Sonderangebot. Wenn aber Leute überlegen Ihre DX-Optiken anzuflanschen, sollten Sie sich keine FX-Kamera kaufen. Schade ums Geld.



Ich sehe die D700 deswegen z.Zt. eher als zusätzlichen Body, mit dem man, ähnlich eines speziellen Objektives, eben ganz bestimmte Aufnahmebereiche (noch) besser bedienen kann, als mit der D300. Universeller ist mMn. nach aber die D300.

vg, stefan

Im Gegenteil, das FX-Format deckt praktisch alle Bereiche in der Fotografie besser ab, als ein DX-Format. Einzig der Tele-Crop am DX mag für eine bestimmte Gruppe Vorteile bringen, wobei aber gerade im Telebereich wiederum die High-ISO-Fähigkeiten des FX-Formats voll zum tragen kommen, trotz Stabi.

Wie gesagt, entscheidend ist die Linse vorne drauf, gerade beim FX-Format. Dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man sich eine D700 zulegen will und die Folgekosten einkalkulieren, wobei sicherlich viele ältere FX-Nikkore an der FX zu neuem Leben erweckt werden können.

Ebenso kann ich kaum nachvollziehen in JPEG fotografieren zu wollen. Da verschenkt man nicht nur einen Großteil des Potentials welches im FX-RAW steckt, sondern auch sich kreativ mit den Ergebnissen auseinander zu setzen. Ich für meinen Teil fotografiere ausschließlich in RAW und freue mich immer schon darauf, die Aufnahmen zu entwickeln und zu bearbeiten. Ich habe natürlich auch keinen Zeitdruck, da es ja ein Hobby ist.

Gruß Markus

Stefan L.
28.07.2008, 13:06
Ja wie jetzt :confused:

Ist die Linse vorne drauf das entscheidende, oder die EBV hinterher?

Krusty
28.07.2008, 13:14
Ja wie jetzt :confused:

Ist die Linse vorne drauf das entscheidende, oder die EBV hinterher?
Ganz eindeutig EBV, oder?!? :rolleyes:

Gruß,

Krusty

volkerm
28.07.2008, 13:18
wobei sicherlich viele ältere FX-Nikkore an der FX zu neuem Leben erweckt werden können.

So eine pauschale Aussage ist wenig hilfreich.
Danke an Weise, daß er hier konkrete Erfahrungen berichtet. Nur das hilft uns weiter.

mangalam
28.07.2008, 13:29
Sehr gut schlagen sich übrigens die "alten" Vollformatlinsen wie das 35/2.0, das 85/1.8 (das ist top!). Das 50/1.8 ist so lala - ich werd's wohl noch gegen ein 50/1.4 tauschen.

Gib uns doch noch einmal eine Rueckmeldung, wenn Du das 1.8/50 durch das 1.4/50 ersetzt hast.

Gruss

Martin

heli7
28.07.2008, 16:17
Dein Beitrag ist in sofern nützlich, dass sich manche Interessenten noch mal darüber Gedanken machen sollten, ob es neben der Kamera auch noch für die entsprechenden erforderlichen Optiken reicht.

Da muss ich Horst voll zustimmen, denn wenn ich das Anfangposting so durchlese, habe ich den Eindruck, hier wurde eine D700 - ohne viel nachzudenken - in der Erwartung gekauft, dass damit jede Linse zur Höchstform aufläuft und nur noch Fotos in Wettbewerbsqualität aus der Kamera kommen.
Dass ein FV-Sensor nach sehr hochwertigen Optiken verlangt, wurde ja mit der D3 vielfach besprochen. Nicht umsonst hat Nikon einige neue Profi-Linsen auf den Markt gebracht. (24-70, 14-24 usw.)
Ein 2,5K EUR Body wird mit einer Kit-Linse oder 99 EUR Festbrennweite selten hochwertige Ergebnisse liefern. - Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Weide, wie Du ja selbst anführst, sind deine Feststellungen alle nicht neu. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, Du willst uns damit sagen: Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich sie nicht gekauft."
Mich würde daher abschließend zu Deinen Ausführungen noch interessieren, warum Du eigentlich eine D700 gekauft hast? Bzw. welche Erwartungen du hattest und welche nicht erfüllt wurden.

epikur
28.07.2008, 16:20
Die gibt es, allerdings nicht im Sonderangebot.


OK - welche?


Im Gegenteil, das FX-Format deckt praktisch alle Bereiche in der Fotografie besser ab, als ein DX-Format. Einzig der Tele-Crop am DX mag für eine bestimmte Gruppe Vorteile bringen, wobei aber gerade im Telebereich wiederum die High-ISO-Fähigkeiten des FX-Formats voll zum tragen kommen, trotz Stabi.


Die High-Iso Fähigkeiten betragen gerade einmal eine Blende (was natürlich nicht zu verachten ist). Außerdem: wenn die Brennweite nicht reicht, reicht sie nicht. Dann hilft auch kein Bild bei höherer ISO.

Ansonsten könnte Dein Satz genauso gut heißen:

Im Gegenteil, das DX-Format deckt praktisch alle Bereiche in der Fotografie besser ab, als ein FX-Format. Einzig der WW-Bereich am FX mag für eine bestimmte Gruppe Vorteile bringen.

Um nicht falsch verstanden zu werden: ich habe nix gegen FX, ganz im Gegenteil: wenn (oder besser falls), die theoretischen Vorteile des Vollformates einmal in der Praxis ankommen, bin ich, Liquidität vorausgesetzt :D, einer der ersten, die das Nutzen.

Evtl. könnte das bei einer 24 MP Kamera der Fall sein - ob DX bei solcher Auflösung noch rauscharm sein kann, weiß ich nicht. Bei FX ist das schlichtweg wahrscheinlicher - und dann in einem hoffentlich noch vorhandenen DX Modus mit 10 MP ähnlich gute Bilder wie heute mit der D200 zu machen, würde die Vorteile beider Formate auf eine Kamera vereinen.

vg, stefan

tengris
28.07.2008, 16:49
in einem hoffentlich noch vorhandenen DX Modus

Ein DX Modus in der Nachbearbeitung wird immer vorhanden sein. Ich würde den DX Modus ohnehin abschalten, wenn nicht gerade der zur Neige gehende Speicherkartenplatz zur Sparsamkeit zwingt. DX auf einer 24 Mpx Kamera wird rechnerisch 10 Mpx haben. Schneide ich bei einer FX Aufnahme die schwarzen Ecken ab, kann ich die Tatsache nutzen, dass viele Zooms nur am kurzen Ende auf DX begrenzt sind und sich das Bildfeld bei längeren Brennweiten aufweitet. In Einzelfällen bis zum vollen FX-Format.

Photoauge
28.07.2008, 17:11
Ein DX Modus in der Nachbearbeitung wird immer vorhanden sein. Ich würde den DX Modus ohnehin abschalten, wenn nicht gerade der zur Neige gehende Speicherkartenplatz zur Sparsamkeit zwingt. DX auf einer 24 Mpx Kamera wird rechnerisch 10 Mpx haben. Schneide ich bei einer FX Aufnahme die schwarzen Ecken ab, kann ich die Tatsache nutzen, dass viele Zooms nur am kurzen Ende auf DX begrenzt sind und sich das Bildfeld bei längeren Brennweiten aufweitet. In Einzelfällen bis zum vollen FX-Format.

Ich hatte heute mal bei der D700 mit einem 18-70 DX Objektiv geschaut und da waren im Sucher zwischen den dunkel Ecken und der Eingrenzung schon noch Platz.

Wenn ich meine D700 habe, probier ich´s, ohne DX-Modus mal aus

Stefan_N
28.07.2008, 17:17
Hallo,

ich habe die D700 jetzt seit 3 Tagen Enttäuscht hat mich hingegen unerwarteterweise das Nikkor 24-85/2.8-4 - es ist an VF höchstens ab Blende 5.6 zu gebrauchen. Vorher hat es mit extremen Vignettierungen und vor allem Unschärfen im Randbereich zu kämpfen. In dem Zusammenhang muss ich leider sagen (was ich zuvor nie gedacht hätte), dass Nikon momentan kein VF-Immerdrauf Zoom bietet.

Gruß Weide

http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/showthread.php?t=66886 :nixweiss: :fahne:

Stefan

foppel
28.07.2008, 17:25
Warum sehen alle die D700 als die grosse Schwester der D300 wenn sie doch die kleine Schwester der D3 ist?

volkerm
28.07.2008, 17:25
denn wenn ich das Anfangposting so durchlese, habe ich den Eindruck, hier wurde eine D700 - ohne viel nachzudenken - in der Erwartung gekauft, dass damit jede Linse zur Höchstform aufläuft und nur noch Fotos in Wettbewerbsqualität aus der Kamera kommen.

Polemik, die ich nicht nachvollziehen kann. Was soll das?

Dass ein FV-Sensor nach sehr hochwertigen Optiken verlangt, wurde ja mit der D3 vielfach besprochen. Nicht umsonst hat Nikon einige neue Profi-Linsen auf den Markt gebracht.

Ein Allgemeinplatz, der inhaltlich keine neuen Erkenntnisse bringt. Was ist mit den anderen Objektiven?

Ein 2,5K EUR Body wird mit einer Kit-Linse oder 99 EUR Festbrennweite selten hochwertige Ergebnisse liefern. - Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Polemik, die ich nicht nachvollziehen kann. Es geht nicht um 99 EUR Festbrennweiten, sondern um diverse z.T. recht teure Objektive, deren Nutzbarkeit eine ganze Reihe von Mitlesern interessieren dürfte. Mich interessiert z.B. die Aussage zum 135DC.

Du kritisierst hier einen wirklich nützlichen, weil detaillierten Beitrag in einer Art und Weise, daß ich nur staunen kann. Heli, was bringt eigentlich dein Beitrag an nützlichen Informationen?

heli7
28.07.2008, 17:40
Heli, was bringt eigentlich dein Beitrag an nützlichen Informationen?

Hallo Volker,
ich habe nicht behautet, dass mein Beitrag was Nützliches beitragen soll.
Und Polemik - sorry sehe ich hier definitiv nicht. Und bitte spar Dir mir gegenüber bitte das "Was soll das?" - Du bist nicht mein Kindergartenonkel.

Für mich kommt das Anfangposting einfach so rüber, als hätte sich einer eine D700 gekauft, ohne sich wirklich Gedanken zu machen.
Mich würde daher einfach ernsthaft interessiern, warum sich Weide die D700 gekauft hat. Ich hoffe nicht einfach, um beim Club der VF-Besitzer dabei zu sein.

volkerm
28.07.2008, 17:42
Und bitte spar Dir mir gegenüber bitte das "Was soll das?" - Du bist nicht mein Kindergartenonkel.

Das hättest du dir besser gespart bei deiner unsachlichen und unbegründeten Kritik am Eingangsposting. :mad:
Und nun kommt schon der zweite Beitrag im gleichen Tenor - was soll das?

Es ist doch gut und hilfreich, wenn man ein solches ganz konkretes und differenziertes Feedback bekommt wie im Beitrag von Weide.

heli7
28.07.2008, 18:05
Das hättest du dir besser gespart bei deiner unsachlichen und unbegründeten Kritik am Eingangsposting. :mad:
Und nun kommt schon der zweite Beitrag im gleichen Tenor - was soll das?

Volker, keine Ahnung, was mit Dir heute los ist. Die Hitze?
Diese gewisse Aggressivität kenne ich von einen Postings nicht.

Kannst Du nicht einfach akzeptieren, dass es Leute gibt, die Dinge anders sehen als Du?
Ich sehe in dem Anfangsposting keine wirklich neue Information, die wir nicht schon seit der Einführung der D3 bereits kennen. Dass dies alles mit der D700 nicht anders sein wird, war mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten.

volkerm
28.07.2008, 18:16
Volker, keine Ahnung, was mit Dir heute los ist. Die Hitze?
Diese gewisse Aggressivität kenne ich von einen Postings nicht.

Nein, es sind die Beiträge wie deine, die mich ärgern. Da kommt nun das raus, was schon in anderen Beiträgen hier anklingt: wenn in einem Beitrag ein Hauch von Kritik anklingt (in diesem Fall nicht mal Kritik, sondern konkrete Erfahrungen, die sachlich vorgetragen werden und keine Kritik an der D700 darstellen), dann kommen irgendwelche Gestalten auf den Plan, die diese Information anscheinend unterdrücken möchten. Wem soll denn das nutzen? So macht man ein Forum kaputt.

Ich sehe in dem Anfangsposting keine wirklich neue Information, die wir nicht schon seit der Einführung der D3 bereits kennen.

Dann bist du entweder ganz besonders gut informiert, oder überhaupt nicht. Gestatte mir, daß ich vopn der zweiten Möglichkeit ausgehe. Ich kann mich nur wiederholen: der Beitrag enthält eine ganze Reihe von nützlichen Details für D700 Interessenten, was die Objektive angeht. Auch wenn du sie nicht verstehst, so gibt dir das kein Recht, einen derartig unverschämten (und dabei naiven) Beitrag zu verfassen.

Ich schau mir das noch ein paar Tage an, wie das weitergeht. So jedenfalls nicht.

UweFlammer
28.07.2008, 18:29
Hallo Weide,

danke für Deinen Beitrag. Deine Erfahrungen decken sich ungefähr mit dem, was ich von der D700 erwarte, und ich freue mich schon auf mein Exemplar. Wenn das 1.8/85 gut mit der Kamera harmoniert, ist dies schon mal ein echter Pluspunkt, denn für diese Linse gibt es keinen Ersatz in der DX-Welt. Wenn jetzt noch das 2.8/24 und das 1.4/50 zu den Eigenschaften des Sensors passen, ist die Welt in Ordnung :-)

Ich freue mich schon auf mein erstes Shooting mit Available Light!

"Immerdrauf" für eine 2600-EUR-Kamera? Wer D-SLR mit "Immerdrauf" haben möchte, der möchte ja generell etwas Preisgünstiges, Kompaktes, und da fährt er mit einem DX-Gehäuse und dem neuen 16-85 VR II recht gut. Rattenscharf das Ding, schneller, treffsicherer AF auch an der D200 und schöne Farbwiedergabe, aber eben auch niedrige Lichtstärke und ganz erhebliche Verzeichnung an beiden Enden! So etwas möchte ich auf einer D700 nicht haben. Dann lieber ein Satz "immerdabei" Festbrennweiten! Und wenn einer unbedingt ein "Standardzoom" haben muss - z.B. weil er von Action-Fotos lebt - muss er eben in die Tasche greifen und sich das 2.8/24-70 anschaffen. Ist ja immer noch billiger als das D700-Gehäuse.

Ich werde mein altes 2.8/35-70 aus dem Schrank holen und mich erkundigen, was die Reperatur kostet - das Ding ist mir vor Jahren mal runtergefallen und knirscht seither etwas beim (manuellen) Fokussieren.

Grüßle
Uwe

Andreas Jorns
28.07.2008, 18:43
Der Beitrag von Weide hebt sich in verschiedener Hinsicht vom täglichen Forums-Einerlei positiv ab:


differenziert geschrieben (Pros aber eben auch Cons - dadurch viel glaubwürdiger)
Vermeidung von sinnlosen Superlativen
völlig unaufgeregt formuliert (kein Schimpfen, kein Meckern)
Erfahrungen aus erster Hand (nicht "habe gehört, dass jemand behauptet hat, irgendwo gelesen zu haben ...").


Vor diesem Hintergrund finde ich es nicht glücklich, dem Threaderöffner mit einem sinngemäßen "das hättest Du Depp aber vorher wissen können" reinzugrätschen. Da halte ich es mit Volker ...


... sagt ein großer Anhänger des FX-Formats ...

heli7
28.07.2008, 19:01
Nein, es sind die Beiträge wie deine, die mich ärgern. Da kommt nun das raus, was schon in anderen Beiträgen hier anklingt: wenn in einem Beitrag ein Hauch von Kritik anklingt (in diesem Fall nicht mal Kritik, sondern konkrete Erfahrungen, die sachlich vorgetragen werden und keine Kritik an der D700 darstellen), dann kommen irgendwelche Gestalten auf den Plan, die diese Information anscheinend unterdrücken möchten. Wem soll denn das nutzen? So macht man ein Forum kaputt.

Dann bist du entweder ganz besonders gut informiert, oder überhaupt nicht. Gestatte mir, daß ich vopn der zweiten Möglichkeit ausgehe. Ich kann mich nur wiederholen: der Beitrag enthält eine ganze Reihe von nützlichen Details für D700 Interessenten, was die Objektive angeht. Auch wenn du sie nicht verstehst, so gibt dir das kein Recht, einen derartig unverschämten (und dabei naiven) Beitrag zu verfassen.

Ich schau mir das noch ein paar Tage an, wie das weitergeht. So jedenfalls nicht.

Hallo Volker,

ich habe nicht die Absicht irgendwas zu unterdrücken. Ich habe auch nie gesagt, dass das unnützer Beitrag ist. - Für mich liefert er keine wirklichen großen, neuen Informaitonen zu Nikon FX-Kameras.

Volker, lass'stecken, aber Du darfst Dir alles erlauben oder wie?

Im Sinne - der Klügere gibt nach - werde ich in diesem Thread nicht mehr posten.
Schön langsam wird es hier im NFF schon recht komsich. Man darf doch bitte noch seine Meinung kundtun.

MaD
28.07.2008, 19:39
hallo Weide,

auch ich möchte mich bedanken für den Beitrag. Sehr aufschlussreich und vorallem mit guten praktischen Erfahrungen bereichert.

Finds auch gut dass du die Anforderungen an die Objektive erwähnst, wird gerne übersehen.

grüsse
Florian

Kuirrin
28.07.2008, 19:53
Im Sinne - der Klügere gibt nach - werde ich in diesem Thread nicht mehr posten.
Schön langsam wird es hier im NFF schon recht komsich. Man darf doch bitte noch seine Meinung kundtun.

Du darfst doch deine Meinung kundtun. Man sollte nur auch das Echo vertragen können :nixweiss:

bfischer
28.07.2008, 20:18
Hallo Weide,


Als Fazit kann ich sagen, dass man wieder verstärkt mit Unzulänglichkeiten der Linsen zu tun hat und speziell als Fuji S5-User muss ich mich daran gewöhnen zum einen wieder in RAW zu arbeiten und zum anderen mit einem weniger treffsicheren Weißabgleich zu leben [...]

meinst Du denn, Du wirst noch warm mit der D700 oder würdest Du sie nicht wieder kaufen, wenn Du nochmal die Wahl hättest?

Was RAW statt Jpeg angeht, da muß man bei Nikon ziemlich viel an Menü-Parametern wurschteln, bis da die Bilder so rauskommen, wie man sich das wünscht. Und die neuen haben da ja nochmal mehr Möglichkeiten als schon D200 und D2Xs. Und für den Weißabgleich finde ich die Expodisc echt klasse. Zumindest um Größenordnungen besser als den Auto-WB der D200.

Grüße,

Björn

frank.ho
28.07.2008, 20:49
Man darf doch bitte noch seine Meinung kundtun.

... wenn nix mehr geht, muss die Meinung herhalten.

Na gut , dann äussere ich mal die Meinung, das der "Kindergartenonkel" und die
Agressivität von dir in den Thread gesetzt wurden und nun der halbe
Thread aus dem hin-und-her darum besteht - eine unglaubliche Informationsleere,
die sich da auftut - im Gegensatz dazu ist der Eingangsthread ja der reinste Brockhaus ...

Grüsse
Frank

Weide
28.07.2008, 21:03
Hallo,

erstmal danke für Eure zahlreichen Antworten. Ich muss sagen ich bin positiv überrascht; ich hätte gedacht, nun sämtliche "VF-Gegner" auf den Plan zu rufen, die geflissentlich meine positiven Äußerungen überlesen. In anderen Foren (ich will keine Namen nennen ;-)) hätte man mich auch garantiert zerrissen.

@heli: Du fragtest nach dem Sinn meines D700-Kaufes. Ich bilde mir ein, damit in bestimmten (Licht-)Situationen tatsächlich bessere Bilder zu machen, oder sollte man eher sagen brauchbarere Bilder? Mein Hauptgrund war nämlich die Available Light Fähigkeiten der Kamera. Wo's bei anderen Kameras bereits mächtig rauscht sieht's bei der D3 und D700 noch ganz gut aus. Einer kommenden D3x oder D800 mit 18 oder mehr Megapixeln sehe ich gelassen entgegen. So eine Kamera würde ich mir nicht kaufen und ich hätte mir auch eine D700 mit mehr als 12MPix nicht gekauft.

Des Weiteren glaube bzw. hoffe ich, mir durch den größeren Sucher eine bessere Möglichkeit der Bildgestaltung zu schaffen. Ich komme ursprünglich aus dem Pentaxlager und dort habe ich eine Mattscheibe völlig ohne Linien eingebaut - nichts was die Bildkomposition irgendwie stört. Gut, jetzt habe ich einen (recht unauffälligen) Rahmen, aber immerhin ein sehr großes Sucherbild.

Zum Thema 2600€ Kamera und billige Objektive wurde ja bereits etwas geschrieben. Meine Objektive sind zwar meist "nur" zweitbeste Wahl, aber billig war hier ganz bestimmt nichts. Wobei ich (und jetzt erhängt mich ;-)) in der Beziehung durchaus eine "komische" Meinung habe. Ich habe in einem anderem Thread geschrieben, dass gerade die D700 dafür geeignet ist ein weniger lichtstarkes Objektiv daran zu verwenden. Mit einem Tamron 28-300 VR kann man auf der D700 oder D3 sicherlich rauschtechnisch bessere Bilder machen als auf einer DSLR bei der man aufgrund der schlechten Lichtstärke die ISO grenzwertig hochdrehen muss. Allerdings muss ich meine Meinung in der Hinsicht etwas revidieren; ich habe Bilder vom Tamron an einer 5D gesehen - die waren nicht so dolle (Vignettierung, matschig).

@bfischer: Ich werde ganz bestimmt noch warm mit der Kamera. Bisher war ich bei allen Kameraneuanschaffungen zunächst eher skeptisch. Zudem hatte ich bisher leider nur wenig Zeit (und wegen der Hitze auch wenig Lust) mal gezielt auf Fototour zu gehen.

Viele Grüße

Weide

[EDIT] Noch einen Kaufgrund vergessen: Ich fotografiere gerne im Weitwinkelbereich, wo ich jetzt mit der D700 natürlich noch mehr Möglichkeiten habe.

winwar
28.07.2008, 21:04
Sehr gut schlagen sich übrigens die "alten" Vollformatlinsen wie das 35/2.0, das 85/1.8 (das ist top!).
Gruß Weide

Ich konnte die D700 jetzt zwei Tage ausführlich testen - und kann obiges Ergebnis nur bestatigen:
- gute Ergebnisse mit MF 2,0/35 AIS
- sehr gute Ergebnisse mit MF 1,8/85 AI und 2,5/105 AIS
- sehrgute/gute Ergbnisse mit MF 2,8/180 mm AIS ED
- und für mich eine Überraschung: gute Ergbnisse mit dem MF 35-135 AIS

Die alten MF Nikkore sehen hinsichtlich der Abbildungsleistung bei Vollformat Digital gar nicht "ALT" aus !
Grüße
winwar

Nobody
28.07.2008, 21:15
Oh Mann, ... bei all dem Pro und Kontra FX bin ich inzwischen richtig froh kürzlich noch eine fast jungfräuliche D2h ergattert zu haben. Schätze, bis Nikon die optische FX-Seite flächendeckend in den Griff bekommt, sind DX-Sensoren bereits derart leistungsstark, dass es sich schon gar nicht mehr lohnt ... :fahne:

hottaflex
28.07.2008, 21:34
Hmmm

Jede hier kundgegebene Meinung wird eigen aufgefasst und eigen verarbeitet.

Die Antworten sind manchmal wirklich fernweg aller Fotografie Emotion.
Manchmal denke ich es wird lieber getippt als geknipst...

Es stimmt die 700 ist die kleine Schwester der D3 sie hat mit 300 nix zu tun bis knapp der Body und die Knöpchen...

sie ist als 2t Body für D3 Leute besser geeignet die sie verwenden als für Forum Fans die sich darüber zerreißen...

Ich habe kein 24-120 VX sondern das alte D es funkt auf der 700 perfekt, zumindest bei mir.

Ich habe gestern eine Reihe Table Top Pic als Job gemacht und werde mir morgen wohl den verdienten Motor Block kaufen.

Den kann ich dann auf der 300 auch nutzen

Das gefällt mir besser als alles rum, das Nikon endlich gleiche Akus hat für meine 80 300 700 für die D3 bräuchte ich neue Akus !!

Und der doppelte Motor und die doppelte Nutzbarkeit der Optiken

Ich habe heute wieder einen Job und anstand viel tippen geh ich nun knipsen und mir eine D3 verdienen oder D3x oder D800/900 oder besseres Glas

Aber ICH bin mit der 700 zufrieden

Musikliebhaber
28.07.2008, 21:52
... Ich bilde mir ein, damit in bestimmten (Licht-)Situationen tatsächlich bessere Bilder zu machen, oder sollte man eher sagen brauchbarere Bilder? Mein Hauptgrund war nämlich die Available Light Fähigkeiten der Kamera. Wo's bei anderen Kameras bereits mächtig rauscht sieht's bei der D3 und D700 noch ganz gut aus. Einer kommenden D3x oder D800 mit 18 oder mehr Megapixeln sehe ich gelassen entgegen. So eine Kamera würde ich mir nicht kaufen und ich hätte mir auch eine D700 mit mehr als 12MPix nicht gekauft.
...

Hallo,

und Danke für Dein objektives Posting. Genau aus dem Grund Avaible Light (Konzerte) habe ich die D700 gekauft. Weitere Eigenschaften sind "fast" sekundär. Als erstes würde ich noch mein 2.8/17-35 nennen welche ich wieder als "richtiges" Weitwinkel - Immerdrauf einsetzen möchte. (ich habe mich mit DX Objektiven sehr zurück gehalten) Nüchtern muss man aber sagen das die Vignettierung doch recht deutlich ist. Aber da muss nun Software helfen da ich keine Hardwarealternative sehe, da das neue 12-24 mir einfach zu extrem ist. Das 24-70 lockt natürlich schon sehr.

jflachmann
28.07.2008, 22:03
Hallo Weide,

erstmal vielen Dank für den informativen Beitrag. Deine Erfahrungen decken sich weitgehend mit denen, die ich bisher mit der D700 gemacht habe.

Das AF-S 2.8/ 60 mm, das AF-S 2.8/ 24-70 mm und das AF-S 2.8/ 70-200 mm schlagen sich sehr gut. Ein altes, vor langer langer Zeit mit der F90 erworbenes AF-D 3.5-4.5/ 28-70 mm hinterlässt erwartungsgemäß keinen so guten Eindruck. Mehr habe ich noch nicht ausprobiert. Mein Händler hat mir am Samstag, als ich die Kamera abgeholt habe erzählt, dass das AF-S 2.8-4/ 24-85 mm an der D700 ganz gut gewesen sei. Er hat es am Demo-Tag (25.07.) gemeinsam mit dem Nikon-Promoter im Vergleich zum 24-70er ausprobiert. Jetzt weiss ich allerdings nicht, ob es nur mal schnell ein "Test" über den Tresen hinweg gewesen ist oder ob man systematisch vorgegangen ist.

Wirklich wichtig erscheint mir folgende Botschaft: Die D700 braucht, genau wie die D3 oder die Vollformat-Kameras von Canon, sehr gute Objektive. Andernfalls wird man es schwer haben, das Potenzial der Kamera auszuschöpfen. Nach den Erfahrungen, die ich mit dem 24-120er VR an der D300 gemacht habe, kann ich mir nicht vorstellen, dass es ein guter Partner für die D700 ist. Von daher befremdet mich die Vorstellung etwas, dass Nikon genau diese Kombination als Kit verkaufen zu wollen scheint.

P.S.: Bevor jemand auf dumme Gedanken kommt, ich finde die D700 ist eine tolle Kamera.

UweFlammer
28.07.2008, 22:13
Oh Mann, ... bei all dem Pro und Kontra FX bin ich inzwischen richtig froh kürzlich noch eine fast jungfräuliche D2h ergattert zu haben. Schätze, bis Nikon die optische FX-Seite flächendeckend in den Griff bekommt, sind DX-Sensoren bereits derart leistungsstark, dass es sich schon gar nicht mehr lohnt ... :fahne:

Ich habe gerade eine größere Menge von Landschaftsfotos durchgesehen, die ich am Sonntag mit meiner D200 und dem 16-85 VR geschossen habe. Ich habe das Objektiv erst seit kurzen, und ich habe es mir zugelegt, da ich für Reisen mit begrenztem Gepäck (Flugzeug, Motorrad) auch mal ein "Immerdrauf" haben wollte.

Dass dieses Objektiv an beiden Enden ziemlich stark verzeichnet, wusste ich bereits, es ist schon im Sucher nicht zu übersehen. O.k., kann man damit leben. Muss man sich halt passende Bildausschnitte suchen, bei denen die Verzeichnung nicht auffällt. Aber wie stark das Ding vignettiert, und zwar bei Offenblende über den gesamten Zoombereich hinweg, habe ich erst auf dem PC gesehen.

O.k., was akzeptiert man nicht alles, um unter schwierigen Bedingungen doch ein paar Bilder mit nach Hause bringen zu können. Man kann am PC ja sehr schöne Panoramas aus den Landschaftsbildern herausschneiden, da macht die Vignettierung dann gar nichts mehr aus. Oder man schneidet das Bild auf 4:3 zusammen, dann fällt die Vignettierung auch raus. Aber bis Nikon sein DX-Zeug in den Griff bekommen hat, fotografiere ich unter Normalbedingungen erstmal mit FX und meinen alten Optiken, die sich schon in Kombination mit Film bei Vollformat bewährt haben.

An all die Streithähne: Macht mal Urlaub. Ein Ausflug per Schiff ist sehr beruhigend (s. unten).

Grüßle
Uwe


http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/photopost/data/500/20080727_Bodensee_6715.jpg

ibgmg
28.07.2008, 22:27
OK - welche?


2.8/14-24, 2.8/24-70, das neue 60er und 105er Makro, die gannze PC-E Serie, sämtliche Telefestbrennweiten vom 200er bis 600er.
Dazu kommen offensich eine nicht unerhebliche Zahl älterer Objektive, was jedenfalls von Usern hier genannt wird, die diese Linsen haben. Da ich keine ältern Linsen habe, glaube ich halt diesen Berichten hier im Forum.



Die High-Iso Fähigkeiten betragen gerade einmal eine Blende (was natürlich nicht zu verachten ist).


Rein subjektiv erscheinen mir die Ergebnisse mit der D700 noch besser als der in den Raum gestellte Wett von 1 Blende. Ich habe aber keinen echten Maßstab, sondern rein verglichen mit meiner D300. Es ist jedenfalls so, dass sich dadurch z.B. ein nicht unerheblicher Nutzraum fürs D-Lighting ergibt, was den Dynamikumfang der Aufnahmen entsprechend erweitert. Es müssen nicht immer nur High-Iso Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen als Maßstab herangezogen werden.



Außerdem: wenn die Brennweite nicht reicht, reicht sie nicht. Dann hilft auch kein Bild bei höherer ISO.


Ich kann mich nicht erinnern, gegenteiliges behauptet zu haben. Das ist beim FX genauso wie beim DX. Wenn die Brennweite nicht reicht, dann reicht sie nicht. Es lassen sich aber auch beim FX nahezu alle Supertele-Brennweiten erreichen.




Ansonsten könnte Dein Satz genauso gut heißen:
Im Gegenteil, das DX-Format deckt praktisch alle Bereiche in der Fotografie besser ab, als ein FX-Format. Einzig der WW-Bereich am FX mag für eine bestimmte Gruppe Vorteile bringen.


Nein, sehe ich eben nicht so!

Da ist als erstes der gegenüber DX weitaus bessere, größere und üblichsichtlicher Sucher zu nennen.

Da ist das höher Freistellungspotential des FX- Formates zu nennen, das auch bei gewollter Schärfentiefe keine Nachteil ist, da gegenüber DX wiederum weiter abgeblendet werden kann, bevor Beugungsunschärfe eintritt.

Da ist der größere Dynamikumfang zu nennen, sowie die besseren High-Iso-Fähigkeiten.

Da ist der Umstand zu nennen, dass sich die Brennweiten der FX-Objektive, wieder in Ihrem vorgesehnen Bereich einsetzen lassen. Zur Qualität siehe oben.

Beim NEF Datenformat bleibt bei 14 Bit-Einstellung die volle Geschwindigkeit mit 5 Bilder/sec (MB-D10 mit 8 Bilder/sec) erhalten. Bei der D300 stehen bei 14 Bit nur noch 2,5 Bilder/sec zur Verfügung.

Also aus meiner Sicht schon ein rundum hochkarätiges Paket an Gründen, welche zugunsten des FX sprechen und sich nicht einfach umkehren lassen.




Um nicht falsch verstanden zu werden: ich habe nix gegen FX, ganz im Gegenteil: wenn (oder besser falls), die theoretischen Vorteile des Vollformates einmal in der Praxis ankommen, bin ich, Liquidität vorausgesetzt :D, einer der ersten, die das Nutzen.


So wird das wohl kommen. Das Problem ist natürlich die Liquidität. Und das kann ich natürlich voll verstehen, wenn deshalb auch die Gewichtungen anders gelegt werden. Und das andere ist ja deshalb nicht schlecht.



Evtl. könnte das bei einer 24 MP Kamera der Fall sein - ob DX bei solcher Auflösung noch rauscharm sein kann, weiß ich nicht. Bei FX ist das schlichtweg wahrscheinlicher - und dann in einem hoffentlich noch vorhandenen DX Modus mit 10 MP ähnlich gute Bilder wie heute mit der D200 zu machen, würde die Vorteile beider Formate auf eine Kamera vereinen.


Das sehe ich wieder völlig anders.

Ich werde nicht auf die Idee kommen meine FX-Kamera im Crop-Modus zu benutzen, ich habe ja schon gar keine DX-Objektive und werde mir auch keine zulegen. Ebenso wird es wohl bei den Leuten ausschauen, die sich mal für geschätzte 6.000,-- EUR eine D3x mit 24MP zulegen. Die werden sich in aller Regel auch die dazu passenden Objektive kaufen. Da gibt es keine sinnvolle Begründung mehr, sich mit DX in irgend einer Form zu beschäftigen.

Gruß Markus

maikm
28.07.2008, 22:27
in der aktuellen Ausgabe der Naturfoto schreibt dr. Schaub, daß Nikon zur Photokina Canon eine 25Mpx Kamera entgegensetzt. Das klingt nach der ominösen D3x.

So?

An eine D800 glaube cih auch nciht.

Ich auch nicht, eher an eine D900 ;)

Warum gehen immer alle bei einer 25MP Kamera von einer dicken im D3-Format aus? Weil die vielen Pixel irgendwie mit "Profi" und das wiederum mit festem Hochformatgriff gleichgesetzt wird?

Mit einer hochauflösenden FX-Kamera werden Studiofotografen und Landschaftsfotografen angesprochen. Letztere z.B. sind froh, wenn sie was Leichteres den Berg hinauf schleppen können.

Maik

Edith sagt, ich sei off topic... :frown1:

Kuirrin
28.07.2008, 22:38
So?

Mit einer hochauflösenden FX-Kamera werden Studiofotografen und Landschaftsfotografen angesprochen. Letztere z.B. sind froh, wenn sie was Leichteres den Berg hinauf schleppen können.

Maik



Erster werde aber schwerlich auf einen richtigen Griff verzichten wollen, also doch wieder 2 Modelle ;)

UweFlammer
28.07.2008, 22:38
Warum gehen immer alle bei einer 25MP Kamera von einer dicken im D3-Format aus? Weil die vielen Pixel irgendwie mit "Profi" und das wiederum mit festem Hochformatgriff gleichgesetzt wird?

Weil der Chip so teuer werden wird, dass Nikon das volle Paket wird anbieten müssen, um den hohen Preis zu rechtfertigen. Siehe Canon EOS 1 Ds.

Grüßle
Uwe

bm_koeln
29.07.2008, 01:15
Sehr gut schlagen sich übrigens die "alten" Vollformatlinsen wie das 35/2.0, das 85/1.8 (das ist top!).



Ich konnte die D700 jetzt zwei Tage ausführlich testen - und kann obiges Ergebnis nur bestatigen:
- gute Ergebnisse mit MF 2,0/35 AIS
- sehr gute Ergebnisse mit MF 1,8/85 AI und 2,5/105 AIS
- sehrgute/gute Ergbnisse mit MF 2,8/180 mm AIS ED
- und für mich eine Überraschung: gute Ergbnisse mit dem MF 35-135 AIS

Die alten MF Nikkore sehen hinsichtlich der Abbildungsleistung bei Vollformat Digital gar nicht "ALT" aus !
Grüße
winwar

Wunderbar!

Ich bin aufgrund der Aussagen von Bjørn Rørslett (in seinem D3-Test und bei seinen Objektivbeschreibungen) zwar schon davon ausgegangen, dass diese Objektive an FX gut arbeiten. Ich habe mir die D700 vor allem bestellt, weil ich dank des grossen Suchers - hab selbst schon durchgeschaut-, damit endlich effektiv manuell fokussieren können werde und neben dem AF85/1.4 hauptsächlich gedenke diverse AIS-Objektive wie Nikon 20/2.8, 135/2.0, 180/2.8 plus Zeiss und Voigtländer zu nutzen.

Das wird bestimmt die wahre Wonne für mich. Danke für die Informationen!

Grüße!

Nobody
29.07.2008, 09:30
Ich habe gerade eine größere Menge von Landschaftsfotos durchgesehen, die ich am Sonntag mit meiner D200 und dem 16-85 VR geschossen habe.
...
Dass dieses Objektiv an beiden Enden ziemlich stark verzeichnet, wusste ich bereits, es ist schon im Sucher nicht zu übersehen. O.k., kann man damit leben. Muss man sich halt passende Bildausschnitte suchen, bei denen die Verzeichnung nicht auffällt. Aber wie stark das Ding vignettiert, und zwar bei Offenblende über den gesamten Zoombereich hinweg, habe ich erst auf dem PC gesehen.


Ein Grund auch, dass weder 18-200 VR noch 16-85 VR bei mir eine sonderliche Chance hätte.

Ansonsten noch einen schönen Urlaub. :up:

volkerm
29.07.2008, 09:53
ziemlich stark verzeichnet ... vignettiert

Beides sind Schwächen, die man in den Zeiten der digitalen Fotografie nachträglich sehr wirksam korrigieren kann.

Sir Freejack
29.07.2008, 10:08
Den automatischen Weißabgleich fand ich schon bei der D3/D300 misserabel.
Der wird bei der D700 wohl der selbe sein.

Die neuen Bodys sind tatsächlich die ersten Kameras bei den ich nur noch mit
manuellen Weißabgleich (Kelvineingabe) fotografiere.

Sehr angenehm: sollte man mit den eingestellten Kelvinwerten nicht so
so ganz auf die richtige Farbe kommen, ist die Farbtafel mit "Pipette" im
Menü einfach und zielgenau um da Feintunig zu betreiben. Ein Feature
was ich bei äteren Kameras auch gern hätte.

maikm
29.07.2008, 10:12
Weil der Chip so teuer werden wird, dass Nikon das volle Paket wird anbieten müssen, um den hohen Preis zu rechtfertigen. Siehe Canon EOS 1 Ds.

Unsinn, der Preis des Chips hängt nur von der Fläche ab, nicht davon, wieviele Pixel drauf sind. Der Preis könnte ähnlich wie bei der D700 werden, wenn man sich mit 4-5 Bildern/s zufrieden gibt. Canon nimmt an der Stelle viel Geld für Luft, und die 1DsIII würde angesichts einer 25MP-D900 wie Blei in den Regalen liegen.

Maik

volkerm
29.07.2008, 10:28
Unsinn, der Preis des Chips hängt nur von der Fläche ab, nicht davon, wieviele Pixel drauf sind.

Maik, das ist nicht richtig. Je feiner die Strukturen werden, um so höher die Ansprüche an die Fab.

maikm
29.07.2008, 10:45
Maik, das ist nicht richtig. Je feiner die Strukturen werden, um so höher die Ansprüche an die Fab.

Das kann aber nicht dermaßen ausschlaggebend sein, sonst wären die 14MP-Kompaktknipsen mit ihren Minichips teurer.

Maik

carlsson
29.07.2008, 10:56
Das kann aber nicht dermaßen ausschlaggebend sein, sonst wären die 14MP-Kompaktknipsen mit ihren Minichips teurer.

Maik

Da werden aber auch locker 10% Pixelfehler bis zum JPEG sauber verschmiert.


Viele Grüße

Carlsson

Stefan L.
29.07.2008, 11:00
Ihr denkt mir bitte daran, das es in diesem Thread um konkrete Erfahrungwerte zur D700 geht und nicht um theoretische Produktionsbedingungen von zukünftigen Sensor-chips

artefakt
29.07.2008, 11:45
Die neuen Bodys sind tatsächlich die ersten Kameras bei den ich nur noch mit manuellen Weißabgleich (Kelvineingabe) fotografiere.

Wie machst Du das denn? Mit einem Farbtemperaturmesser? Mich interessiert das deshalb, weil ich mir auch schon überlegt habe, so ein Gerät anzuschaffen.

Gruß
Rainer.

D200User
29.07.2008, 11:51
Ich hatte ja gestern die D700 in der Hand und konnte div. Testbilder machen.

Die Haptik war im Verhältnis zur D200 schon eine andere. Subjektiv fühlte sie sich genauso schwer an wie die D200 mit Batteriegriff.
Die Wipptaste neben dem Display steht mir viel zu weit vor und ist mir viel zu schwammig im Druckpunkt und der Steuerung! Warum das nicht flacher integriert wurde, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Die mittlere OK Taste ist ein Gewinn - ohne Frage. Die hatte übrigens auch die D40 schon (OK-Taste) und warum das nicht bereits früher eingeführt wurde?!?

Der Sucher: Ja, groß und hell und für mich als Brillenträger auch im ersten Moment schön... aber hier wird mE auch ein zu hoher Nimbus hinein interpretiert. Ich war heute z.B. selber überrascht, als ich mit dem 60er Micro-Nikkor an der D40 manuell (!) auf die Mattscheibe scharfgestellt habe und in der Tat feststellen konnte, dass es hervorragend klappt - und der Suchereinblick ist ja nun nicht wirklich als groß einzustufen. An der D700 hatte ich da vom Empfinden auch nicht mehr geboten bekommen...

Die Kombination D700 und MB-D10 ist mir bereits zu groß und zu schwer - da gewinnt auch eine D3! Die D700 alleine ist allerdings auch ein "Trümmer" und obwohl ich nicht gerade kleine Hände habe, passt die Bedienung nicht so auf Anhieb. Auf die fehlende BKT-Taste bin ich ja schon an anderer Stelle eingegangen und ich ziehe dann immer gerne meine Contax 159MM als Vergleich heran. Das war eine Kamera mit ergonomisch guten Abmessungen trotz KB-Format! Es bleibt zu hoffen, dass es bald auch kompaktere FX-DSLR von Nikon gibt, denn eine angenehme Reisekamera sieht für mich anders aus (vergleichbar einer D80).

Derzeit nutze ich für Wanderungen entweder die Coolpix 8800 und seit gestern auch eine D40, die mir zunehmend Spaß bereitet, nachdem ich die ersten Testbilder gemacht habe. Unterstützt von DXO kommt hier neben dem Kitobjektiv auch z.B. das 24-120VR im Ergebnis sehr gut weg. Das wiederum könnte ja zu späterer Zeit als FX Standardobjektiv eingesetzt werden... ;)

Soweit meine subjektiv geprägte Wahrnehmung. Es ist für mich ein angenehmes Gefühl, dass ich das Will-Haben-Syndrom nicht einmal mehr ansatzweise verspüre. Nach jetzigem persönlichen Kenntnisstand würde es eine günstige D3 im Youngtimerstadium eher sein... aber dazu habe ich ja noch ein wenig Zeit... und FX hat für mich derzeit gefühlt nur einen echten Vorteil: nicht mehr mit Ausschnitt zu arbeiten und die in den 70er und 80er Jahren erlernten Brennweiten/Blendenkombinationen wieder bewusst einsetzen zu können ohne über Crop, stärkere Tiefenschärfe usw. nachdenken zu müssen.

Helmut

Photoauge
29.07.2008, 12:15
Die Wipptaste neben dem Display steht mir viel zu weit vor und ist mir viel zu schwammig im Druckpunkt und der Steuerung! Warum das nicht flacher integriert wurde, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Die mittlere OK Taste ist ein Gewinn - ohne Frage.

Die OK finde ich auch sehr gut. Was ich bei der Wipptaste auch gut finde, ich betätige sie als Linksäuger nicht mehr. Druckpunkt könnte wahrlich besser sein...

Sir Freejack
29.07.2008, 12:23
Wie machst Du das denn? Mit einem Farbtemperaturmesser? Mich interessiert das deshalb, weil ich mir auch schon überlegt habe, so ein Gerät anzuschaffen.


Nein ein Farbtemperaturmesser habe ich nicht (und möchte ich auch nicht). Die Werte dich ich manuell über Kelvin einstelle basieren auf Erfahrungswerten für die jeweilige Situation. Z.B. 5260K für Tageslichtsituationen

peterkdos
29.07.2008, 12:43
…ich setzte jetzt mal einfach voraus, dass Du nicht für die Tagespresse fotografierest.

Aus meiner Sicht hast Du durch den Umstieg auf D700 einen sehr hohen qualitativen Wechsel vollzogen. Und das ist nicht technisch oder optisch gemeint, sondern der „Zwang“ Deine Bilder im einen 14-bittigen Dateiformat zu speichern.

Ich werde es wahrscheinlich nie verstehen, wie man die Aufnahmen in einem 8-bittigen Dateiformat unwiederbringlich verderben kann.

Die ganze Diskussion über die optischen Leistungen der eingesetzten Objektive wird dadurch obsolet.


Nur meine Meinung


Gruß

Peter

Weide
29.07.2008, 13:13
Hallo,


[QUOTE=peterkdos;702833 Ich werde es wahrscheinlich nie verstehen, wie man die Aufnahmen in einem 8-bittigen Dateiformat unwiederbringlich verderben kann.
[/QUOTE]

Kauf' Dir eine S5 pro, dann weißt Du das man sich die Aufnahmen mit einem 8-bittigen Dateiformat nicht verderben kann. Hier lernt man schnell, dass es nur wenig bringt in RAW zu arbeiten und erfreut sich an einer schnellen Bildverarbeitung. Ich sehe schon die Threads kommen: "Ich habe D3xx, arbeite mit 24MPix 14 Bit Raw und mein QuadCore reicht nicht mehr aus - was soll ich tun?" ;)


Gruß Weide

Knut
29.07.2008, 13:25
Ich sehe schon die Threads kommen: "Ich habe D3xx, arbeite mit 24MPix 14 Bit Raw und mein QuadCore reicht nicht mehr aus - was soll ich tun?"

Auf die nächste Generation der Playststion warten. Die neuen Cell-Prozessoren können das dann. :D

Gruß
Knut

Nobody
29.07.2008, 13:28
Ich werde es wahrscheinlich nie verstehen, wie man die Aufnahmen in einem 8-bittigen Dateiformat unwiederbringlich verderben kann.


Da kann ich mich dem Kollegen Weide nur anschließen. Egal ob Fuji S2, S3 oder S5, RAW bedeutet hier nur einen marginalen Zugewinn an Leistung, was jedoch in keiner Relation zum Aufwand steht.

Obgleich Nikon und Co. in Sachen JPEG schon einiges nachgelegt haben, bleibt bis zu den Qualitäten besagter Fujis immer noch eine ganze Ecke und im professionellen Geschäft ist das ein nicht zu unterschätzender Faktor. Als Amateur hat man schließlich alle Zeit der Welt, aber ...

peterkdos
29.07.2008, 13:47
...ich glaube nicht das wir uns verstanden haben:

http://www.filmscanner.info/Farbtiefe.html

Gruß

Peter

volkerm
29.07.2008, 13:53
Ich werde es wahrscheinlich nie verstehen, wie man die Aufnahmen in einem 8-bittigen Dateiformat unwiederbringlich verderben kann.
Die ganze Diskussion über die optischen Leistungen der eingesetzten Objektive wird dadurch obsolet.

Sehr gewagte Theorie, Peter. Das eine (feine Verläufe) hat mit dem anderen (Schärfe und Kontrast) wenig zu tun.

peterkdos
29.07.2008, 13:57
Sehr gewagte Theorie, Peter. Das eine (feine Verläufe) hat mit dem anderen (Schärfe und Kontrast) wenig zu tun.

...keineswegs Volker!

Auf einer Seite wird über das letzte "Körnchen" bzgl. der Abbildungsleistung bei der Aufnahme heftigst diskutiert, um dann anschliessend die Aufnahme beim Speichern zu beschneiden.

Ich sehe da keinen Sinn.

Dafür braucht man nicht die "beste" Optik.

Gruß

Peter

Stephanie78
29.07.2008, 14:03
12/14/16Bit spielen ihren wahren Vorteil bei der Bildbearbeitung
aus (weniger/keine Tonwertabrisse).

Ein 8Bit Bild aus der Kamera ist mMn keinesfalls
verdorben - es bietet nur weniger Reserven bei der EBV.

volkerm
29.07.2008, 14:07
Peter,

deine Einwände sind mMn weder theoretisch nach praktisch nachvollziehbar.

Am Ende benutzen wir ohnehin ein 8bit Format (üblicherweiseJPG), um das Bild zu zeigen oder zu printen. Wenn die Kamera die Sensordaten bereits intern soweit aufbereitet, daß dabei ein tonwertmässig ausgewogenes JPG rauskommt, dann braucht man kein RAW. Jedenfalls dann nicht, wenn man schon bei der Aufnahme sorgfältig arbeitet. Wer saubere Dias belichten konnte, der kann auch technisch hochwertige JPG erstellen.

Und schon gar nicht braucht man ein RAW, um die Vorteile einer guten Optik sichtbar zu machen. Wenn du anderer Meinung bist, dann würde ich mich über technisch nachvollziehbare Argumente und Bildbelege freuen, am besten in einem anderen Thread.

peterkdos
29.07.2008, 14:08
12/14/16Bit spielen ihren wahren Vorteil bei der Bildbearbeitung
aus (weniger/keine Tonwertabrisse).

...genau darum geht es hier, oder geht es hier letztendlich nicht um die Bilder?


Gruß

Peter

Stephanie78
29.07.2008, 14:13
...genau darum geht es hier, oder geht es hier letztendlich nicht um die Bilder?


Klar geht's letztendlich um die Bilder.

Ein gutes Objektiv ist immer von Vorteil - auch bei 8bit Bildern.
Es gibt auch Leute, die fotografieren nur in jpeg, wollen nicht großartig
nachbearbeiten und möchten die Bilder so out-of-cam.

Diese Bilder haben dann auch eine gute Qualität - trotz 8bit.

bfischer
29.07.2008, 15:16
...genau darum geht es hier, oder geht es hier letztendlich nicht um die Bilder?


Ja eben. Und welches gängige Ausgabemedium bietet eine Dynamik von mehr als 8 Blenden? LCDs? Prints?

Nach der Bildbearbeitung braucht man keine 12 oder 14 Bit mehr. Und wenn die Bildaufbereitung in der S5 Pro gut funktioniert, spricht doch nicht mehr viel gegen Jpeg-Out-of-Cam, oder?

Grüße,

Björn

Yossarian
29.07.2008, 16:06
Hallo Nikonier,

hmmmja, Peter hat meiner Meinung nach natürlich einerseits Recht, wenn er (ums mal zu kondensieren) den Anspruch stellt, dass man seine Bilder schon bestmöglichst speichern sollte, um Verlusten egal welcher Art vorzubeugen.

Andererseits müssten wir dann alle vollkommen der Megapixelomanie verfallen, da unsere Objektive ja analog arbeiten und man beim Digitalisieren am Chip automatisch Informationen verliert, da ja dann gepixelt wird. Und da ja gern 100%-Crops (also 1 Bildschirmpixel = 1 Bildpixel) beäugt werden, kann man den Auflösungswahn ja auch immer weiter treiben. Was das bringt, wenn man die Auflösungsgrenze der üblichen Reproduktionsmedien weit überschreitet, ist sicher Diskussionswürdig. Mal ganz zu schweigen vom Speicherbedarf, irgendwann geht Moore auch die Luft aus, dann wirds teuer :-)

Vieles steht auch einfach nur deshalb in Frage, weil es plötzlich Alternativen gibt... 'das Bessere ist des Guten Feind', aber das Gute wird dadurch absolut gesehen ja nicht schlechter. So krieg ich auch fein den Bogen zum Fred-Thema und den kleineren Entgleisungen nebenher... Niemand muss sich doch erregen, weil plötzlich die Lieblingskamera nicht mehr an vorderster Technologiefront steht, die Fotos, die da rauskommen, werden sich dadurch nicht wirklich verändern!

Immer ruhig bleiben.

bis denn,

Yossarian

Stefan_N
29.07.2008, 16:24
Nach der Bildbearbeitung braucht man keine 12 oder 14 Bit mehr. Und wenn die Bildaufbereitung in der S5 Pro gut funktioniert, spricht doch nicht mehr viel gegen Jpeg-Out-of-Cam, oder?

Grüße,

Björn

Wenn die Belichtung passt ja. Wenn man unter schwierigen Umständen mit größter Wahrscheinlichkeit ein brauchbares Bild haben will kann man aus einem Rawfile z. B. überblitzte Gesichter deutlich besser retten als aus einem JPG.

Stefan, der im Fall der Fälle mit seiner S2 durchaus mal RAW-files schreibt.

jflachmann
29.07.2008, 20:02
Volker hat schon recht, eine saubere Belichtung vorausgesetzt, kann man auch mit JPGs das Potenzial einer guten Kamera erschließen. Ich habe früher sehr viel mit Kodachrome-Diafilmen gearbeitet. Reizvoll an diesem Material war (ist) die besondere Farbwiedergabe, erkaufen musste (muss) man sie aber mit einer sehr genauen Belichtung. Kodachrome verzeiht hier eine unbedachte Arbeitsweise in nur sehr geringem Umfang. Mir hat es manche Enttäuschung beschert aber auch viel Erfahrung gebracht.

Sollte jetzt aber der Eindruck entstehen, dass man das RAW-Format eigentlich gar nicht braucht oder das es eigentlich nur für die nützlich ist, die nachlässig arbeiten, möchte ich dem trotzdem entgegentreten.

Der Brückenschlag in die Welt der Fotografie auf Film ist hier sehr nützlich. Schließlich haben wir damals (oder immer noch) auch nicht nur auf Diafilm gearbeitet. Negativmaterial unterscheidet sich von Diamaterial durch zwei Aspekte: Es ist nur ein Zwischenschritt zum endgültigen Bild und es arbeitet viel weicher. Es zeichnet weit mehr Informationen auf, als in einem Print bei als normal empfundenen Kontrast auf Fotopapier wiedergegeben werden kann. Genau diese letztgenannte Eigenart des Negativmaterials hat viele Bilder erst möglich gemacht. Besonders in der Schwarzweissfotografie ist die gekonnte Nachbearbeitung - Auswahl der richtigen Gradation, Nachbelichtung, Abwedeln, Einsatz unterschiedlicher Entwickler, Tonung und vieles mehr - in der Dunkelkammer essentiell für ein gutes Endresultat. Zurück in der digitalen Welt ist das JPG für diese Herangehensweise nicht besonders gut geeigent. Ihm fehlen die Reserven, die ein Negativ oder eben eine RAW-Datei hat.

Deshalb fotografiere ich fast ausschließlich im RAW-Format. Es ermöglicht mir das, was ich früher mit meinem Durst M70 mit Color- oder Splitgrade-Modul in der Dunkelkammer gemacht habe nun auch am Bildschirm. Der Preis dafür ist allerdings, dass ich meine NEF- oder DNG-Dateien zwingend nachbearbeiten muss.

Welche Arbeitsweise man bevorzugt - JPG als weitgehend fertige Endresultate mit geringeren Reserven für die weitere Bearbeitung oder alle Möglichkeiten mit dem Zwang zum Handanlegen bei RAW - kann nur jeder individuell entscheiden. Für eine polarisierende Schwarzweiss-Diskussion taugt dieses Thema nicht. Ich bin allerdings schon der Meinung, dass eine gute Kamera dem Fotografen die Wahl überlassen sollte. Meiner Erfahrung nach wird dieser Anspruch von Nikon mit einer ordentlichen JPG-Aufbereitung und dem NEF erfüllt. Bei der D200, der D300 und auch bei der D700. Das bedeutet nun allerdings nicht, dass es nicht noch besser ginge. Die Vorteile eines 14-Bit-NEF gegenüber eines 12-Bit-NEFs halte ich für sehr überschaubar. Vielleicht hilft es mal in sehr kritischen Situationen aber meistens ist der einzige Effekte eine größere Datei.

maikm
29.07.2008, 21:19
Egal ob Fuji S2, S3 oder S5, RAW bedeutet hier nur einen marginalen Zugewinn an Leistung, was jedoch in keiner Relation zum Aufwand steht.

Ich vermute ja, daß auch bei Fuji im RAW noch mehr Potential stecken würde, das man auch nutzen könnte, wenn der RAW-Konverter von Fuji nicht so grottig wäre. Als ich meine S3 hatte, hab ich jedenfalls mit dcraw jede Menge Informationen extrahieren können, die ich im Jpeg so nicht gesehen habe. Leider ist das tatsächlich viel Arbeit, das dann irgendwie sinnvoll zu verwerten. Die übrigen kommerziellen Konverter waren, sofern sie überhaupt Fuji SR verstanden, da auch nicht viel besser.

Daß der Aufwand in keiner Relation zum Nutzen steht, ist m.E. hauptsächlich der (nicht) verfügbaren Software anzulasten.

Maik

ony
29.07.2008, 21:21
Diese Thematik JP(E)G / RAW und damit zusammenhängende Bildbearbeitung wäre einen eigenen Thread wert!

Ich habe viereinhalb Jahre mit der D70 (s) fotografiert und mit Capture 4/NX1 nachbearbeitet.
Mit der D200 und NX2 habe ich Wochen gebraucht um brauchbare Ergebnisse (als Basis eine einigermaßen neutrale Grundeinstellung der Kamera) zu erhalten.
Ich vermisse schmerzlichst die Möglichkeit in der Kamera eine neutrale Grundeinstellung wählen zu können!

Erschwerend kommt hinzu dass Nikon leider nicht ein Werkzeug pro Bearbeitungsschritt anbietet, sondern mehrere die sich ähnlich auswirken.
So kommt man z.B. mit der Kontrasteinstellung der Kamera zu völlig anderen Ergebnissen als mit der Kontrasteinstellung der Schnellanpassungen. Bei D-Lighting vs. Schatten-Lichter-Tool, oder Tonwertkurve vs. LCH Editor verhält es sich ähnlich. Leider verrät auch die Bedienungsanleitung/Handbuch nicht an was man denn eigentlich gerade rumfummelt...

Sicherlich ist es prima das Nikon mit der D80/D200/D300 die "OutofCam-jpg - User" deutlich besser bedient als z.B. mit der D50/D70 und sicherlich hat Volker Recht dass man bei geübter, gründlicher Vorgehensweise sehr ansehnliche Ergebnisse damit erreichen kann.
Derjenige der aber RAW-Aufnahmen bearbeiten möchte hat durch die "Bildoptimierungen" in Kamera und Editor/RAW-Konverter seine liebe Not.
Allein die Weißabgleichsautomatik ist für mich schon Grund genug bei RAW zu bleiben.

Ein weiterer Aspekt ist mein persönlicher Lernfortschritt betr. EBV, aus meinen vier Jahre alten Irland-RAWs hole ich heute - auch Dank CNX2 - deutlich mehr raus. Schade wenn ich diese in JPG angefertigt hätte.
Gruß, Roland

jflachmann
29.07.2008, 22:00
Eine weitere Sache, die mir an der D700 (und der D3) im Vergleich zur D300 nicht so gut gefällt, ist die Bildfeldabdeckung der AF-Messfelder. Ich habe schon im Thread "Vorsicht Bilder!" etwas dazu geschrieben. Im Gegensatz zur D300 deckt das AF-Modul der D700 und der D3 einen deutlich kleineren Bereich im Sucher ab. Bei außermittigen Motiven muss man die Kamera häufiger verschwenken um die Schärfe zu nehmen oder zu halten. Gerade wenn die Kamera auf dem Stativ steht oder man bei kontinuierlicher Schärfennachführung und dynamischer Messfeldwahl ein sich bewegendes Motiv verfolgt, ist die Arbeit mit der D300 leichter.

Ich Vergleich zur Messfeldabdeckung älterer Modelle sind die aktuellen FX-Modelle natürlich immer noch sehr gut. Von daher mag man es als Luxusproblem abtun. Mir ist es allerdings bei der wenigen Erfahrung, die ich bisher mit der D700 habe sofort aufgefallen.

Was mich bereits bei der D200 und der D300 und jetzt auch bei der D700 ein wenig ärgert ist die (zu) geringe Ausklapphöhe des integrierten Blitzes. An den DX-Modellen schattet bei mir ein Objektiv wie das AF-S 17-55 mm und nun an der D700 das 24-70 mm das Blitzlicht stark ab. Zum steuern weiterer Blitzgeräte ist der integrierte Blitz schon ganz praktisch. Darüber hinaus überzeugt mich der Einbaublitz bei hochwertigen Kamera, an die man sinnvollerweise auch hochwertige Zooms ansetzt nicht so recht. Ganz ähnlich sieht es mit dem Hilfslicht aus. Man mag dem entgegen halten, dass es technisch nicht anders machbar ist und das Leute mit kleineren Objektiven diese Probleme nicht haben. Trotzdem, bei mir war eine der ersten "Amtshandlungen", das Hilfslicht per Individualfunktion abzuschalten.

Ist doch schön, dass es auch bei einer in der Summe sehr attraktiven Kamera immer noch Dinge gibt, die man besser machen kann. Nicht auszuschließen, dass ein Hersteller, wenn denn in genügend Foren solche Fragen sachlich diskutiert werden, bei zukünftigen Kameras nach besseren Lösungen sucht.

Richtig klasse ist und bleibt der große Sucher, die kurze Bildfolgezeit auch bei RAW, die Flexibilität mal mit mal ohne Multifunktionshandgriff und die hohe Bildqualität. Die sehr gute Verarbeitung nicht zu vergessen. Früher hat mal eine D100 soviel gekostet, wie jetzt die D700 ;)

Stefan_N
29.07.2008, 22:17
Ich vermute ja, daß auch bei Fuji im RAW noch mehr Potential stecken würde, das man auch nutzen könnte, wenn der RAW-Konverter von Fuji nicht so grottig wäre.

So ist es. Die Fujisoftware nutze ich nur wenn es mir auf maximale Auflösung ankommt. Ansonsten ist Photoshop am bequemsten und da lässt sich bezüglich überbelichteter Aufnahmen schon einiges machen. Bei S3/S5 schein Adobe ja nicht so erfolgreich zu sein...



Daß der Aufwand in keiner Relation zum Nutzen steht, ist m.E. hauptsächlich der (nicht) verfügbaren Software anzulasten.

Geht mir genauso. Ich bin froh dass ich mit Bildern kein Geld verdienen muss, da wäre mir das Rawgespiel zu ineffizient.

Gruß

Stefan

Krusty
29.07.2008, 22:24
Ein weiterer Aspekt ist mein persönlicher Lernfortschritt betr. EBV, aus meinen vier Jahre alten Irland-RAWs hole ich heute - auch Dank CNX2 - deutlich mehr raus. Schade wenn ich diese in JPG angefertigt hätte.

... und im Gegenzug, wenn es irgendwann kein NEF mehr gibt, holst Du gar nichts mehr raus. Die meiner Meinung nach einzig tauglichen Dateiformate für eine Kamera sind die, die einem offenen Standard folgen - das sind nunmal eher TIFF oder PNG, bedingt noch JPEG, aber auf keinen Fall NEF.
Einen Vorgeschmack gibt es, wenn man mal nach alternativen Verarbeitungsmöglichkeiten für z. B. RAF (nein, nicht die von Baader-Meinhof) sucht... Da erlebt man schnell mal die Hölle.
Unverständlicherweise beschneidet Nikon selbst TIFFs auf 8bit Farbtiefe - warum, dürfte nur im fernen Japan bekannt sein.

Gruß,

Krusty

Krusty
29.07.2008, 22:28
So ist es. Die Fujisoftware nutze ich nur wenn es mir auf maximale Auflösung ankommt. Ansonsten ist Photoshop am bequemsten und da lässt sich bezüglich überbelichteter Aufnahmen schon einiges machen. Bei S3/S5 schein Adobe ja nicht so erfolgreich zu sein...
Adobe spart sich eben den Aufwand für - fies formuliert - "Nebenbandkameras" wie die Fuji ein - leider hat sich Fuji da selbst ins Bein geschossen, die alten S konnten zumindest noch TIF ausgeben ....

Geht mir genauso. Ich bin froh dass ich mit Bildern kein Geld verdienen muss, da wäre mir das Rawgespiel zu ineffizient.Wie ich im Vorpost schon schrieb, wären das offene Formate und keine herstellerspezifische Geheimniskrämerei, dann wäre es ein leichtes, effiziente Importfilter zu schreiben (und man könnte diese auch problemlos vertreiben) ....

Gruß,

Krusty

Nobody
30.07.2008, 08:06
Ich vermute ja, daß auch bei Fuji im RAW noch mehr Potential stecken würde, das man auch nutzen könnte, wenn der RAW-Konverter von Fuji nicht so grottig wäre. Als ich meine S3 hatte, hab ich jedenfalls mit dcraw jede Menge Informationen extrahieren können, die ich im Jpeg so nicht gesehen habe. Leider ist das tatsächlich viel Arbeit, das dann irgendwie sinnvoll zu verwerten. Die übrigen kommerziellen Konverter waren, sofern sie überhaupt Fuji SR verstanden, da auch nicht viel besser.

Daß der Aufwand in keiner Relation zum Nutzen steht, ist m.E. hauptsächlich der (nicht) verfügbaren Software anzulasten.

Maik

Dennoch, eine Softwareemulation egal welcher Couleur, ist bekanntlich keine Hardwarelösung und solange solch ein Softkonverter auf fremder Plattform läuft, erst recht nicht. Hauptlimiter hierbei ist immer noch der vertretbare Speed. Hartverdrahtet wäre das eine ganz andere Geschichte. Ein gutes Beispiel hierfür dürfte Postscript sein. Autarke Hochleistungs-Rips lassen sich in Sachen Speed selbst heute noch nicht durch eine Softwareemulation ersetzen, die sich zwangsweise auf dem Source-PC/MAC so nebenbei abquält.

Deshalb, ihr lieben Cam-Hersteller, wie wäre es mal mit einer autarken Zusatzkarte für den Rechenknecht, die die RAW-Konvertierung kameralike in Sekundenbruchteilen erledigt? Gleichzeitig würde dem euch so lästigen Softwareklau ein echter Riegel vorgeschoben! Na, wie wärs? :hallo:

Stefan_N
30.07.2008, 08:16
Dennoch, eine Softwareemulation egal welcher Couleur, ist bekanntlich keine Hardwarelösung und solange solch ein Softkonverter auf fremder Plattform läuft, erst recht nicht.
Deshalb, ihr lieben Cam-Hersteller, wie wäre es mal mit einer autarken Zusatzkarte für den Rechenknecht, die die RAW-Konvertierung kameralike in Sekundenbruchteilen erledigt? Gleichzeitig würde dem euch so lästigen Softwareklau ein echter Riegel vorgeschoben! Na, wie wärs? :hallo:

Der Herr (Nikon) möge uns mit solchen Sachen verschonen. Nix gegen die Idee aber grundsätzlich bin ich gegen Verdongelungen und Hardwarebarrieren welche es dann dazu führen, dass ich neben der Kamera noch jede Menge proprietäre Hardware hier rumstehen habe, die natürlich auch mit den halbjährlichen Innovationszyklen kostenpflichtig softwareupgedatet werden musss und dann letztendlich doch nach drei

Nobody
30.07.2008, 08:43
Der Herr (Nikon) möge uns mit solchen Sachen verschonen. Nix gegen die Idee aber grundsätzlich bin ich gegen Verdongelungen und Hardwarebarrieren welche es dann dazu führen, dass ich neben der Kamera noch jede Menge proprietäre Hardware hier rumstehen habe, die natürlich auch mit den halbjährlichen Innovationszyklen kostenpflichtig softwareupgedatet werden musss und dann letztendlich doch nach drei


Ne, keine Hardwareverdongelung. Selbstredend läuft die zuständige Soft auch ohne Hardwareunterstützung. Bei Spielen ist es ja oftmals nicht anders, aber erst mit passendem Graphicaccelerator kommt die Sache so richtig in Schwung ...

Bei RAW bliebe somit die persönliche Frage, ob man quälende Dekasekunden je Bild auf die Software wartet oder entsprechende Zusatzhardware die Sache auf Sekundenbruchteile reduziert. Wetten, dass ein solcher CNX-Accelerator zum absoluten Renner würde?

Hans-Peter R.
30.07.2008, 09:01
Hi,

... und im Gegenzug, wenn es irgendwann kein NEF mehr gibt, holst Du gar nichts mehr raus. [...]
wenn ich eines Morgens aufwache und alle meine NEF-Files sind von allen Platten verschwunden und alle RAW-Konverter der Welt haben sich über Nacht deinstalliert und gelöscht, dann komme ich zu Dir und wir weinen gemeinsam etwas. Bis es soweit ist, halte ich das proprietäre Nikon RAW-Format für das beste, das mein proprietären RAW-Daten speichern kann.

Unverständlicherweise beschneidet Nikon selbst TIFFs auf 8bit Farbtiefe - warum, dürfte nur im fernen Japan bekannt sein.
kannst Du das mal näher erläutern? Mit Capture NX hatte ich bislang keine Probleme 16 bittige TIFFs zu erzeugen.

Wer die Abschaffung von proprietären RAW-Formaten fordert, der fordert auch, dass den Herstellern die Möglichkeit genommen wird, Alleinstellungsmerkmale in ihre hauseigene Software zu packen. Das hemmt die Innovationsfreude und schadet letztendlich den Endkunden. Ich arbeite so lange im IT-Bereich wie es den IT-Bereich gibt und hatte noch nie das Problem von einer plötzlichen Abkündigung eines Standards so überrascht zu werden, dass es zu einem Datenvertlust gekommen ist.

Aber jeder wie er mag :cool:.

Ciao
HaPe

volkerm
30.07.2008, 09:17
Mit Capture NX hatte ich bislang keine Probleme 16 bittige TIFFs zu erzeugen.

HaPe, einige der Kameras (z.B. D2 Serie) können direkt TIFF erzeugen. Das ist aber, trotz aller Konfigurierbarkeit, immer auf 8bit beschränkt.

maikm
30.07.2008, 11:06
Deshalb, ihr lieben Cam-Hersteller, wie wäre es mal mit einer autarken Zusatzkarte für den Rechenknecht, die die RAW-Konvertierung kameralike in Sekundenbruchteilen erledigt?

Ich meine irgendwo gelesen zu haben, daß Apple Aperture in der neuen Version die GPU der Grafikkarte zu solchen Zwecken mit nutzt. Das dürfte auch der einzige sinnvolle Ansatz in der Richtung sein, wobei Apple natürlich den Vorteil minimaler Vielfalt bei der Zielhardware hat.

Maik

Krusty
30.07.2008, 11:10
Wer die Abschaffung von proprietären RAW-Formaten fordert, der fordert auch, dass den Herstellern die Möglichkeit genommen wird, Alleinstellungsmerkmale in ihre hauseigene Software zu packen. Das hemmt die Innovationsfreude und schadet letztendlich den Endkunden.

Größere Archive hast Du vermutlich auch noch nicht gesehen, denn sonst würdest Du nicht so einen Mist von Dir geben, denn auch wenn nichts plötzlich verschwindet, so ist die Notwendigkeit Archive zu konvertieren, nur weil der Support abgekündigt wurde eine nicht gerade triviale Aufgabe.
Zum Thema gehemmte Innovationfreude: Da quakt man auch einfach mal wieder unreflektiert das Marketinggefasel nach: Man kann sehr wohl offene Standards unterstützen und gleichzeitig innovativ sein sein, wenn man das denn will. Um mir ein DIA anzusehen, habe ich auch keine Speziallampe benötigt - trotzdem wird einem heute eine zweifelhafte Software aufgenötigt, um seine Daten zu sichten.

Und mal nebenbei bemerkt: Ein Scanner liefert auch keine NEFs - trotzdem überbieten sich da die Hersteller mit Features und Innovationen recht kontinuierlich und das obwohl die Interfacespezifikationen direkt an Dritthersteller abgetreten werden, damit die Hardware auch unterstützt werden kann.

Aber über geeignete Archivierungsverfahren zu diskutieren würde imho hier zu sehr OT gehen, deshalb lassen wir das jetzt an dieser Stelle.

BTW: Ich arbeite so lange im IT-Bereich wie es den IT-Bereich gibt Ist das beginnender Altersstarrsinn oder einfach nur Ignoranz?

Gruß,

Krusty

maikm
30.07.2008, 11:26
Um mir ein DIA anzusehen, habe ich auch keine Speziallampe benötigt - trotzdem wird einem heute eine zweifelhafte Software aufgenötigt, um seine Daten zu sichten.

Danke, dass Du mit diesem "Vergleich" mal Dein Knowhow-Niveau klar gestellt hast. Vielleicht führst Du Dir nochmal Deine eigene Signatur zu Gemüte?

Maik

Krusty
30.07.2008, 11:29
Danke, dass Du mit diesem "Vergleich" mal Dein Knowhow-Niveau klar gestellt hast. Vielleicht führst Du Dir nochmal Deine eigene Signatur zu Gemüte?

Maik
Während Du der Kelch bist, in dem sich die Weisheit von Jahrhunderten angesammelt hat?

Hans-Peter R.
30.07.2008, 12:40
Hallo,

Während Du der Kelch bist, in dem sich die Weisheit von Jahrhunderten angesammelt hat?
und

Ist das beginnender Altersstarrsinn oder einfach nur Ignoranz?
das werden wir per PN gleich noch mal genauer erörtern.

Ciao
HaPe

Nobody
30.07.2008, 14:07
Ich meine irgendwo gelesen zu haben, daß Apple Aperture in der neuen Version die GPU der Grafikkarte zu solchen Zwecken mit nutzt. Das dürfte auch der einzige sinnvolle Ansatz in der Richtung sein, wobei Apple natürlich den Vorteil minimaler Vielfalt bei der Zielhardware hat.

Maik


Früher gab es z.B. math. Coprozessoren und aus der Praxis kenne ich diverse Lösungen, die ohne dedizierte Zusatzkarten auf PC/MAC-Basis schlichtweg untragbar wären.

In Hinblick auf Sonys neuen 24 Mpix Sensor dürfte demnächst wohl die beste PC- bzw. MAC-Basis mit dem Rücken an der Wand stehen und genervte User den nächtlichen Batchbetrieb neu erfinden ... egal, meine D2h hat damit garantiert keine Probleme und bei Fuji geht es mit durchaus vertretbaren Abstrichen auch ohne ;)

Photoauge
30.07.2008, 14:18
In Hinblick auf Sonys neuen 24 Mpix Sensor dürfte demnächst wohl die beste PC- bzw. MAC-Basis mit dem Rücken an der Wand stehen

Frage, wie werden denn derzeit die Daten einer Hasselblad mit 39MP oder die zukünftigen 50 verarbeitet? Mit nem Supercomputer?

maikm
30.07.2008, 14:38
Früher gab es z.B. math. Coprozessoren und aus der Praxis kenne ich diverse Lösungen, die ohne dedizierte Zusatzkarten auf PC/MAC-Basis schlichtweg untragbar wären.

Ist mir durchaus bekannt. Ich hab damals zu Amiga-Zeiten auch Transputer programmiert (T800). Die Coprozessoren sind ja heutzutage in jedem Hauptprozessor mit drin und werden daher auch von jeder Software, die nicht mit integer auskommt, einfach benutzt. MMX/SSE/2/3 Erweiterungen waren die nächsten Verbesserungen zur Parallelisierbarkeit und jetzt ist die multicore-Phase angebrochen.

Die Verarbeitung von Bilddaten läßt sich hervorragend parallelisieren, was Spezialprozessoren verzichtbar macht. Wenn Du heute bei Apple einen Mac Pro kaufst, hat der standardmäßig schon 8 Kerne. Derzeit hat die Softwareindustrie ihre Lernphase, mehr als 1-2 Kerne auch auszunutzen, weil man da ganz anders programmieren muß. Wenn die Phase vorbei ist, sind wir vermutlich bei 16 cores im Standard-PC angekommen, und alles wird gut.

Um ein Spezialboard mit FPGAs oder DSPs für Bildbearbeitung zu nutzen, muß man auch ziemlich viel Arbeit in die Softwareseite stecken. Das lohnt sich nicht bei der zu erwartenden Stückzahl. Wird nicht passieren. Aber dass die Rechner immer mehr CPU-Kerne bekommen, hat sich rumgesprochen, und auch bei Nikon gibt es von Version zu Version da Verbesserungen. Mehr als 4 Kerne kann CNX2 derzeit noch nicht auslasten, aber hier man darf hoffen.

Maik

Stefan_N
30.07.2008, 14:48
Um mir ein DIA anzusehen, habe ich auch keine Speziallampe benötigt - trotzdem wird einem heute eine zweifelhafte Software aufgenötigt, um seine Daten zu sichten.

Um aus dem belichteten Film mal schöne Dias zu machen ist auch proprietäre Chemie und etwas drumherum nötig.

Die Jpegs die am Ende deiner Bearbeitungskette (zu deutsch Workflow) stehen kannst du auch auf fast jedem elektronischen Gerät ansehen...:-)


Gruß

Stefan

Nobody
30.07.2008, 14:49
Frage, wie werden denn derzeit die Daten einer Hasselblad mit 39MP oder die zukünftigen 50 verarbeitet? Mit nem Supercomputer?

Nicht die Pixelmenge alleine machts, sondern auch die Güte der Umsetzung und hier sind der Softwareentwicklung verständliche Grenzen gesetzt, wenn der Kunde nicht überstapaziert werden soll. Schnellere Konverter als CNX wären sicherlich nicht das Thema, aber zugleich auch bessere?

Photoauge
30.07.2008, 15:17
Nicht die Pixelmenge alleine machts, sondern auch die Güte der Umsetzung und hier sind der Softwareentwicklung verständliche Grenzen gesetzt, wenn der Kunde nicht überstapaziert werden soll. Schnellere Konverter als CNX wären sicherlich nicht das Thema, aber zugleich auch bessere?

Dann hat das ja nichts mit dem 24 MP Sensor von Sony zu tun, sondern der CNX. :confused:

Also ich glaube, das mein Mac mit Aperture weder mit den Hassidaten Probleme hat noch mit den Sony...

UweFlammer
30.07.2008, 17:25
Seit gestern besitze ich das Wundertier, und der erste Eindruck ist großartig. Seit ich digital fotografiere (anfangs mit einer Minolta Dimage A1, seit 2 Jahren mit einer Nikon D200, parallel dazu mit bisher 3 kleinen Taschenknipsen) habe ich erstmals das Gefühl, wieder einen richtigen Fotoapparat in der Hand zu halten. Eine Kamera, die den Fotografen beim Fotografieren unterstützt, anstatt ihn einzuschränken. Die Kombination aus Sucher und Einstellscheibe ist wieder so gut wie von "analogen" Vollformatkameras gewohnt, die elektronische Scharfstellhilfe erfüllt ihren Zweck, das Gehäuse liegt gut der Hand und macht einen grundsoliden, gut verarbeiteten Eindruck. Ja, es ist "made in Japan" !!

Was die gefürchtete Vignettierung und mögliche Probleme mit der Randschärfe angeht, so habe ich einen kurzen Quick-and-Dirty-Test mit meinem alten Nikkor 1.2/55 mm AI gemacht. Ich besitze die letzte Version dieses Objektivs, die von 1976 bis 1978 gebaut wurde. Als Testobjekte mussten eine weiße Wand (für die Vignettierung) und mein Sicherungskasten (für die Schärfe) herhalten.

Ja, bei Offenblende 1.2 vignettiert das Nikkor 1.2/55 mm AI an der D700, was niemanden überraschen wird, der dieses Objektiv kennt. Ab Blende 2.8 zeigen die Bilder auf dem rückwärtigen Bildschirm der Kamera keine Vignettierung mehr.

Und an der Schärfe (getestet im Nahbereich mit Blitzlicht, um Verwacklungsunschärfen auszuschließen) gibt es offenbar ebenfalls nichts zu meckern. Das Objektiv scheint bei Blende 2.8 feiner aufzulösen als der Chip, denn beim Betrachten mit der Lupenfunktion wurde auf dem rückwärtigen Bildschirm der D700 die Pixelstruktur des Chips sichtbar, bevor die Strukturen meines Testbildes begannen, unscharf zu werden.

Sobald ich ein paar Tage mit dem Gerät unterwegs war und eine ausreichende Menge von Bildergebnissen zur Verfügung habe, werde ich meine Erfahrungen in einem eigenen Thread veröffentlichen. Keine Sorge, ich werde auch Tests mit Superweitwinkeln (Nikkor 4/18 mm AI und Sigma 2.8/14 mm HSM EX) durchführen.

Fürs erste bin ich auf jeden Fall begeistert von der Kamera und bereue den Kaufpreis nicht. DX ist Geschichte - Nikon sei Dank.

Grüßle
Uwe

sebastel
30.07.2008, 18:15
hallo uwe,

zur beurteilung der vignettierung dürfte ein weitwinkel (24mm? 35mm?) interessanter sein. mir ist klar, daß man dabei die WW-typische unvermeidbare vignettierung berücksichtigen muß, aber ... 55mm ist ja schon fast tele, was soll da noch groß vinettieren. :-P

bin gespannt auf deine ersten bilder im netz.

grüße, sebastian

torson
30.07.2008, 18:17
Dann hat das ja nichts mit dem 24 MP Sensor von Sony zu tun, sondern der CNX. :confused:

Also ich glaube, das mein Mac mit Aperture weder mit den Hassidaten Probleme hat noch mit den Sony...

Das hat etwas mit der Dateigröße (Raw ca. 30MB bei 24MP) zu tun und des daraus resultierenden Arbeitsvolumen des Prozessors bei Bildbearbeitung. Mit dem Rücken an der Wand denke ich nicht, aber mit nicht aktueller Hardware könnte man täglich Zeit beim Eieruhrgucken verlieren.

wolfgangh
30.07.2008, 18:23
Das hat etwas mit der Dateigröße (Raw ca. 30MB bei 24MP) zu tun und des daraus resultierenden Arbeitsvolumen des Prozessors bei Bildbearbeitung. Mit dem Rücken an der Wand denke ich nicht, aber mit nicht aktueller Hardware könnte man täglich Zeit beim Eieruhrgucken verlieren.

Mit solchen Dateien, die beim Scannen von MF Negativen mit Vuescan häufig vorkommen hat selbst mein 4 Jahre altes Powerbook keinerlei Probleme.

AndyE
30.07.2008, 18:55
Früher gab es z.B. math. Coprozessoren und aus der Praxis kenne ich diverse Lösungen, die ohne dedizierte Zusatzkarten auf PC/MAC-Basis schlichtweg untragbar wären.



Der derzeit leistungsfähigste Coprozessor im PC ist die Grafikkarte. Für einen Softwarehersteller, der den Massenmarkt bedienen will, ist die Verbreitung ebenfalls maßgebend. NVidia hat mit CUDA eine zwar recht gewöhnunsgbedürftige, aber gute Architektur zum anprogrammieren. ATI hat mit CTM einen anderen Ansatz(weniger verbreitet). Für die eingebauten Multicore CPUs baut Intel fleißig mit Ct an einer eigenen Bibliothek und Microsoft hat mit F# und den Parallel.NET Extensions ebenfalls einen eigenen Ansatz. Nicht zu vergessen, daß mit OpenMP noch ein weiterer "Standard" existiert.

Adobe hat angekündigt, in einer zukünftigen Version von Photoshop NVidia's CUDA zu verwenden, wenn solche eine Grafikkarte im Rechner steckt.

Der größte Nachteil von Rechenleistung auf Zusatzkarten ist nicht die theoretische maximale Leistung, sondern praktische Dinge, wie maximale Datentransferrate vom PC zur Karte und sonstiger Overhead. Da kann von den möglichen 100x Beschleunigung mal schnell nur mehr die doppelte tatsächliche Gesamtleistung überbleiben.

Wie Maik schon geschrieben hat: Die (Massen) Zukunft liegt in der Lernkurve der Softwareindustrie mit den Multicore CPUs besser umgehen zu können. Es reicht nicht, wenn das Betriebssystem 64 CPUs sieht und verwalten kann. Das Problem muß parallelisierbar sein, der entsprechende Algorithmus dekompostierbar, korrekt und skalierbar sein. Dieses Gebiet der Informatik heißt Computational Science (nicht Computerscience). Das große Problem aller Softwarehersteller ist, daß es viel zu wenige Leute mit entsprechender Ausbildung am Markt gibt. Ca. 50-60 Personen schließen weltweit pro Jahr ihr Studium mit einem Dr./PhD in diesem Gebiet ab.


LG, Andy

PS: Für die Software Geeks hier im Forum - weiterführende Info's (bitte nach Links in Google suchen):

Parallele Sprachen: Silk++, HPF,....
Funktionale Sprachen: F#, Erlang, Haskell ...
Programmbibliotheken: OpenMP, MPI, Ct, Parallel .NET Extensions , ....
General Purpose GPU: NVidia's CUDA, ATI's CTM

...und das Testen von parallelen Softwarelösungen steht noch in den Kinderschuhen ....

torson
30.07.2008, 19:55
Mit solchen Dateien, die beim Scannen von MF Negativen mit Vuescan häufig vorkommen hat selbst mein 4 Jahre altes Powerbook keinerlei Probleme.

Kommt darauf an, was man mit den Dateien macht und was man unter einem Problem versteht. Wenn man immer wieder wenn auch nur wenige Sekunden warten muss summiert sich das sehr schnell.

Photoauge
31.07.2008, 06:14
Das hat etwas mit der Dateigröße (Raw ca. 30MB bei 24MP) zu tun und des daraus resultierenden Arbeitsvolumen des Prozessors bei Bildbearbeitung. Mit dem Rücken an der Wand denke ich nicht, aber mit nicht aktueller Hardware könnte man täglich Zeit beim Eieruhrgucken verlieren.

Und die Hassidaten sind kleiner, trotz 39 MP?

Lt. Hassiwebseite durschnittlich 50MB!

Photoauge
31.07.2008, 06:18
Kommt darauf an, was man mit den Dateien macht und was man unter einem Problem versteht. Wenn man immer wieder wenn auch nur wenige Sekunden warten muss summiert sich das sehr schnell.

Schon richtig, aber deswegen stehen die heutigen Rechner ja noch nicht mit dem Rücken an der Wand...

Nobody
31.07.2008, 08:21
Dann hat das ja nichts mit dem 24 MP Sensor von Sony zu tun, sondern der CNX. :confused:


Das gilt selbstredend auch für andere Konverter. Je mehr Aufwand/Qualität, desto länger ...

Rainer Martini
31.07.2008, 08:57
Und was hat das ganze mit der D700 zu tun ??????????

Roland L.
31.07.2008, 09:01
Und was hat das ganze mit der D700 zu tun ??????????
Keine Ahnung Rainer, ich frage mich bei einigen Beiträgen im Moment, was das Forum noch mit Fotografie zu tun hat ?

miez
01.08.2008, 21:51
So, und um aus den ganzen jpg-NEF-Gedanken noch eins draufzusetzen: Ich persönlich kenne keinen Profi, der NEFs fotgrafiert (spreche hier von journalistischem Fotografieren). NEF scheint mir in erster Linie ein Steckenpferd von Edelamateuren zu sein, die zu viel Zeit haben.

Hans-Peter R.
01.08.2008, 22:02
Hallo,

NEF scheint mir in erster Linie ein Steckenpferd von Edelamateuren zu sein, die zu viel Zeit haben.
Das was ein Profi macht, ist nicht immer das Maß der Dinge. Im Reportage- incl. Sportbereich macht NEF logischerweise nicht viel Sinn. Da ist Geschwindigkeit gefragt und schnelle Übertragung zu einer Redaktion. Im Studo dürfte vermutlich schon das eine oder andere Raw-File entstehen. Ob man einem Amateur vorwerfen kann, dass er sich Zeit für sein Hobby nimmt, könnte man getrennt davon noch einmal betrachten. Wenn ich im privaten Bereich genauso "effektiv" arbeiten müßte wie während der Arbeitszeit, könnte ich gleich Tag und Nacht durcharbeiten :cool:.

Ciao
HaPe

jflachmann
01.08.2008, 22:31
Ich kenne aufgrund meiner Tätigkeit im Marketing zahlreiche Profis, die mit RAW-Dateien arbeiten und z. T. auch Nikon-Kameras benutzen. Es hängt sehr von der Aufgabenstellung ab. Im schnelllebigen Geschäft der Bildberichterstattung für Zeitungen und Zeitschriften kommt RAW/ NEF vermutlich keine große Bedeutung zu.

mashaode
01.08.2008, 23:25
Und mal nebenbei bemerkt: Ein Scanner liefert auch keine NEFs - trotzdem überbieten sich da die Hersteller mit Features und Innovationen recht kontinuierlich und das obwohl die Interfacespezifikationen direkt an Dritthersteller abgetreten werden, damit die Hardware auch unterstützt werden kann.


nicht ganz korrekt, mein Coolscan 9000 von Nikon erzeugt auf wunsch auch NEF's :-)

mashaode
01.08.2008, 23:31
Das hat etwas mit der Dateigröße (Raw ca. 30MB bei 24MP) zu tun und des daraus resultierenden Arbeitsvolumen des Prozessors bei Bildbearbeitung. Mit dem Rücken an der Wand denke ich nicht, aber mit nicht aktueller Hardware könnte man täglich Zeit beim Eieruhrgucken verlieren.

würde ich so nicht unterschreiben, meine PhaseOne erzeugt bei 39MegaPixel RAW Dateien von ca. 30-45mbyte und das läuft auf meiner workstation mit 2x 2,8GHz XEON und WinXP recht flott.

mashaode
01.08.2008, 23:33
So, und um aus den ganzen jpg-NEF-Gedanken noch eins draufzusetzen: Ich persönlich kenne keinen Profi, der NEFs fotgrafiert (spreche hier von journalistischem Fotografieren). NEF scheint mir in erster Linie ein Steckenpferd von Edelamateuren zu sein, die zu viel Zeit haben.

lern mich kennen.. ich arbeite zu ca. 50% bei reportagen im pressebereich mit RAW's, sofern die bilder auch noch ins archiv aufgenommen werden sollen....... bei fashion/glam und werbeshootings, wenn sie dann mit kleinbild und nicht mit MF gemacht werden auch.... und nun?

just my 2 cents

hottaflex
01.08.2008, 23:33
Auch bei meiner Reportage Arbeit ist jpg vollkommen ausreichend.

Wenn man bereits unzählige Veröffentlichungen in Magazinen hatte kann man sich ein Bild machen wie SEIN Bild eben im Druck ausschaut.

Viele Blätter nahmen nicht die main Pics sondern irgendwelche zwischendurch geknipste ohne Studio Blitz nur zur Probe Bilder.

Da lernte ich das auch diese Bilder im Druck perfekt kommen.

Ich bin nun etwa 4-5 Jahre digital und RAW Verweigerer.

Aber bei meiner Kodak FX war ein RAW Converter dabei und nach einer Probe fand ich das gut und bei dem alten Programm simpel.

Als ich dann zufällig ein Raw mit CS3 anklickte war die Überraschung fein, da öffnete sich ein nettes Sub Programm

Heute habe ich Lightroom 2 bekommen und muß sagen das gibt was her.

Allerdings kann man sich auch flott verzetteln.

Ein sehr empfehlenswertes Progie...

Was mir an der D700 nicht gefällt ist das Verschluß Geräusch gegenüber meiner D300 und das der ON OFF Schalter schwergängiger ist

Was die Möglichkeiten und Menüs betrifft enorm das zu beherrschen aber wenn dann is die Kamera genial.

das Gewicht mit 80-200 f2.8 waagrecht gehalten schmerzt auf Dauer (3min.) Mittel und Ringfinger da sie sehr beansprucht werden.

Motorblock habe ich bestellt und wird wohl jeder...

Handschlaufe empfehlenswert...

AndyE
02.08.2008, 08:14
nicht ganz korrekt, mein Coolscan 9000 von Nikon erzeugt auf wunsch auch NEF's :-)

Falsch.
NEF steht drauf, TIFF ist drinn.