Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : S5pro Erfahrungsaustausch
AndreasLanghammer 18.05.2007, 00:12 Hallo S5pro Anwender,
so jetzt nach 4 Wochen und über 2000 Bildern, will ich mal etwas verlauten lassen, mit der Hoffnung auf Erfahrungsaustausch mit anderen S5 Nutzern.
Raw oder JPG:
Ich fotografiere bisher ausschließlich in JPG.
Bei der Nikon D70s hat RAW für mich hier und da Sinn gemacht. Aber was aus der Fuji kommt, brauchte bei mir, außer etwas Nachschärfen nach dem verkleinern, keine Nachbehandlung. Die Bilder sind nach meinem Gefühl, direkt aus der CAM Top.
Auflösung:
Ich arbeite grundsätzlich immer mit 12 Megapixel Auflösung. (Kleiner machen, kann ich ja immer noch und lt. einschlägiger Foren, soll in dieser Einstellung die Qualität am besten sein).
Film Simulationen:
Besonders gefallen mir die Farben des S2-Modus, wenn ich Natur bei Sonnenlicht fotografiere. Das (http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/vbimghost.php?do=displayimg&imgid=17661)war z.B. der S2-Modus.
Lt. Ken Rockwell hat der S2-Modus aber nur 100% Dynamik. Also keine Unterdrückung der Spritzlichter und die verbesserte Darstellung feinerer Kontraste, was sich im Schatten und bei Gegenlicht als nicht ganz so vorteilhaft auswirkt.
Wenn Ihr den Link (http://www.kenrockwell.com/fuji/s5/film-simulation.htm)anklickt und mit der Maus über die größeren Bilder, weiter unten, fahrt, kann man die Effekte (Vor- und Nachteile) des S2 Filmmodus recht gut erkennen.
Ich wünsche mir noch mal ne gute Anleitung (Buch), zu den vielen möglichen Filmsimulationen und ein paar Tipps, zu welchen Gelegenheiten mir welcher Modus die besten Bilder beschert.
Also bisher arbeite ich wie folgt mit den Filmsimulationen:
Standard-Modus & Dynamik auf Auto oder 400%, wenn Gegenlicht oder Bilder im Schatten angesagt sind
S2 bei Naturaufnahmen (Blumen, Tiere), bei Sonnenlicht
F1b bei Tageslichtportraits mit und ohne Aufhellblitz (SB800).
F1a bei Innenraum-Portraits mit Blitzeinsatz (SB800).Aber diese Einstellungen habe ich mir selbst erarbeitet oder aus der Bedienungsanleitung "enträtselt". Ein leicht verständliches Buch über die Tipps und Tricks zur optimalen S5 Einstellung wäre schon sehr interessant. Aber ich habe leider noch nichts auf dem Markt gefunden.
Mein Fazit bisher:
Die Kamera macht Spass und supergute Bilder - direkt aus der Cam als JPG.
Das Body liegt klasse in der Hand und die Bedienung lässt keine Wünsche offen (ist ja auch dank Nikon das D200-Body:-)).
Den zusätzlich angebauten MB-D200 gebe ich nicht mehr her, der Hochformatauslöser und die besser Haptik besonders bei den grösseren Nikkoren möchte ich nicht mehr missen.
Die Unterstützung des CLS möchte ich auch nicht mehr missen - entfesseltes Blitzen macht einfach mehr Spass und bietet mehr Gestaltungsspielraum!
Ich habe den Aufstieg von der D70s nicht bereut - im Gegenteil:up:
Wie sind Eure bisherigen Erfahrungen?
Liebe Grüße:beerchug:
Andreas
Andreas, gib bitte mal die bilder frei!!
ich habe leider keinen zugriff darauf/ keine berechtigung!
sehr schade.
liebäugele ich doch auch mit der s5pro!
gruesse
ralf
AndreasLanghammer 18.05.2007, 00:23 Sorry --- Freigabe ist erteilt...
hallo Andreas,
hast du mal vom gleichen motiv eine reihe geschossen unter anwendung aller "film"modi?
ich denke, dann könnte man das selbst am besten beurteilen, ohne ken rockwells english entziffern zu müssen ( die site hab ich mir schon angesehen, allerdings hat mich das nicht so richtig überzeugt - oder she ich da was nicht richtig und du als s5-anwender die sache ganz anders?
gruesse
ralf
für mich liegt der entscheidende vorteil der fuji derzeit im geringen rauschen und den hohen iso!
Franz CH 18.05.2007, 09:00 Mein Fazit bisher:
Die Kamera macht Spass und supergute Bilder - direkt aus der Cam als JPG.
Andreas
Hallo Andreas
Besten Dank für deinen Erfahrungsbericht. :up:
Das oben beschriebene denkt sich weitgehend mit meinen Erfahrungen der S5 ab.
Meist sind sehr gute, zuverlässige belichtete Bilder direkt aus der Kamera möglich.
98% der JPG Bilder kann ich ohne Bearbeitung direkt weiter verwenden.
Fotografiere unsere Hochzeitsreportagen zur Zeit aber auch noch mit der RAW Einstellung „zu meiner Sicherheit“.
Dies kostet mich zwar enormen Bedarf an Speicherkarten, aber die Sicherheit beruhigt mich wenn nötig
„meine Einstellungs Fehler" korrigieren zu können.
Gerade in der Kirche wo ein WB und die Belichtung vorher schlecht zu beurteilen ist,
(oft wechselnde Lichtverhältnisse)
war ich schon froh auf RAW Daten zurückgreifen zu können.
Für die wenigen Bilder die eine Bearbeitung nötig haben und sich der Aufwand dann auch lohnt,
verwende ich bisher die mitgelieferte Software.
Die endsprechenden Korrekturen „Belichtung, WB, Dynamik usw“ sind sehr leicht möglich.
Hier sieht man dann auch sehr schön den unterschied im Dynamikumfang zwischen 100 und 400%.
Auch mit meinen bescheidenen Englisch Kentniesen fand ich mich bisher im sch... langsamen Englischen Programm zurecht.
Auch ich bin noch auf der Suche nach guten Fachbüchern. :nixweiss:
...und das beste an der S5 Pro:
wenn ein heikler Priester etwas gegen einen Blitz in der Kirche einzuwenden hat... :motz:
ISO hoch drehen und gut ist’s
....ohne Rauschen! :lachen:
AndreasLanghammer 18.05.2007, 12:21 Hallo Andreas
Für die wenigen Bilder die eine Bearbeitung nötig haben und sich der Aufwand dann auch lohnt,
verwende ich bisher die mitgelieferte Software.
Die endsprechenden Korrekturen „Belichtung, WB, Dynamik usw“ sind sehr leicht möglich.
Hier sieht man dann auch sehr schön den unterschied im Dynamikumfang zwischen 100 und 400%.
Auch mit meinen bescheidenen Englisch Kentniesen fand ich mich bisher im sch... langsamen Englischen Programm zurecht.
Auch ich bin noch auf der suche noch nach Fachbüchern. :nixweiss:
...und das beste an der S5 Pro:
wenn ein heikler Priester etwas gegen einen Blitz in der Kirche einzuwenden hat... :motz:
ISO hoch drehen und gut ist’s
....ohne Rauschen! :lachen:
Hallo Franz,
danke für Deine schnelle Antwort.
Das ich mit dem Finepix Studio auch RAW's "entwickeln" kann, wusste ich noch garnicht. Ich dachte, dass ich dafür die Fuji HS-V3 Software brauchen würde. Da hat sich dieser Thread für schon mal gelohnt. Das werde ich heute gleich mal ausprobieren:-)
Deinen Aussagen zur Bildqualität bei hohen ISO Werten, kann ich mich nur anschließen. Ich fotografiere gerne AVL und habe neulich beim nächtlichen Lagerfeuer sehr rauscharme Bilder bei ISO 3200 mit meinem Nikon 50mm 1.8er Objektiv geschossen. (Ein Beispiel mit ISO3200 (http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/imagehosting/3920464d7ace842be.jpg) und eines bei ISO1600 (http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/imagehosting/3920464d7d8f06120.jpg) - bitte nur auf das Rauschen achten und nicht auf die Bildgestaltung - sind private "Erinnerungsfotos" - ohne Nachbearbeitung und unbedingten Gestaltungswillen).
Ich habe das schon früher mal mit meiner D70s bei ISO1600 versucht. Aber damals waren die Bilder wegen des hohen Bildrauschens, ohne Nachbearbeitung, nicht zu gebrauchen. Die Bilder mit ISO3200 aus der S5 konnte ich ohne Nachbearbeitung direkt zum Belichter senden.
Auch wenn ich mit meinem Nikon 80-400 unterwegs bin und bei nicht ganz optimalem Licht z.B. fliegende Vögel einfangen will und ich die, um die schnellen Bewegungen einzufrieren (und mein Zittern bei der großen Linse) erforderliche 1/600er Belichtungszeit bei ISO100 nicht mehr hinbekomme, zögere ich nie auf ISO Werte über 1000 zu gehen. Die Belichtungszeit passt dann auf jeden Fall und die Bilder werden klasse. (Storch bei ISO1000) (http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/imagehosting/39204646fcb214526.jpg)
@monoduo:
Danke für die Anregung. Ich werde mir mal am Wochenende das Stativ schnappen und bei mehreren Motiven mal alle Modi durchtesten.
Ist ne gute Idee, um eigene Erfahrungen zu sammeln.
Wenn ich die Ausdauer finde, kann ich die Ergebnisse ja hier mal Posten. Ich hoffe das ich auch ein Modell für einen Portrait-Test finde. Es gehört ja schon Geduld dazu, sitzen zu bleiben, wenn ich einen "Film" nach den anderen durchtesten will ... mal schauen ob da ein Familienmitglied bereit ist mitzumachen.
Gruss Andy
AndreasLanghammer 18.05.2007, 12:57 Hallo Franz,
danke für den Tipp mit dem Finepix Studio und der Raw Bearbeitung.
Ich habe ihn gefunden, nachdem ich im Finepix-Viewer auf Bearbeiten geklickt hatte.
Du hast recht. Der RAW-Modus gibt auch hier die Möglichkeit einfach zu "knipsen" und später die optimalsten Kamera-Einstellungen herauszutüfteln.
Da kann man sehen, was das Drehen an der Dynamik-Schraube bringt. Und braucht beim Aufnehmen sich nicht den Kopf zerbrechen, was die besten Einstellungen für diese Aufnahme sind.
Da lohnt es sich ja, sich mal nen 4GB Chip anzuschaffen :rolleyes:. Für Aufnahmen, bei denen es darauf ankommt - ist RAW sicherlich die richtige Wahl.
Aber mindestens 1 GB Ram sollte man wohl haben, damit das Studio etwas Performance gewinnt.
Und schon wieder hat sich der Thread für mich gelohnt :D:D:D
Gruss Andy
Franz CH 18.05.2007, 13:35 http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/imagehosting/thum_2370464d831a60d3b.jpg (http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/vbimghost.php?do=displayimg&imgid=17851)
Hallo Andreas
...hoffe ich darf dir hier auch ein Bild zeigen
ohne grosse Einstellungen direkt aus der Cam
für eine ganze Serie (testen)
wollte "meine Braut" aber auch nicht still halten
Hallo Franz,
danke für den Tipp mit dem Finepix Studio und der Raw Bearbeitung.
Ich habe ihn gefunden, nachdem ich im Finepix-Viewer auf Bearbeiten geklickt hatte.
Da lohnt es sich ja, sich mal nen 4GB Chip anzuschaffen . Für Aufnahmen, bei denen es darauf ankommt - ist RAW sicherlich die richtige Wahl.
Aber mindestens 1 GB Ram sollte man wohl haben, damit das Studio etwas Performance gewinnt.
Und schon wieder hat sich der Thread für mich gelohnt
Gruss Andy
...dann konnte ich dir ja etwas kleines zurück geben von dem vielen was du mir schon geholfen hast.
...ein Nachteil der S5 Pro die grossen Dateien
Ja Karten werde ich Heute auch noch erwerben 2x4 GB
Die kosten ja weniger als früher ein paar gute Filme. :D
Total sind zur Zeit 20 GB vorhanden. :rolleyes:
Das reicht mir dann knapp bis zum Ende von einem Apéro, dann ist Schluss. :confused:
Mein Frau hat mir verboten in der Kirche während der Trauung Karten
auf das Laptop oder den JOBO zu speichern... :liturgy: ruhe ist dann angesagt.
Früher brauchte man für drei Cam genug Filme Heute genug Karten...:nixweiss:
Und über ein GB im Rechner ist sicher von Vorteil,
...aber auch wenn mehr Ram vorhanden ist, es rechnet nur laaaaangsam.... :motz:
gibt es hier eigentlich Umsteiger von der S3 ?
Deren Erfahrungen würden mich interessieren.
onkel_martin 20.05.2007, 18:44 Hallo Andreas,
ich habe meine S5 erst seit 3 Wochen und kann Deine Begeisterung überwiegend teilen. Zur Zeit überlege ich, ob ich meine D2H abstoßen oder behalten soll. Denn die Langsamkeit der S5 ist im Vergleich ein echtes Handycap.
Ohne RAW kann man den Dynamikumfang nicht wirklich befriedigend nutzen. 400% klingt irgendwie viel, macht aber in der Praxis "nur" 1,5 Blenden mehr aus. Eine manuelle Anpassung der Gradiationskurve kitzelt dieses Mehr deutlich besser heraus als das jpg-Ergebnis out of the cam.
Wer also etwas schneller unterwegs sein will und die S5 nicht nur als Zweitbody nutzen will, sollte besser in den Laden gehen und die D200 mit der S5 vergleichen, sowohl in Sachen Tempo als auch in Sachen Bildqualität.
Wirklich schwierige Lichtverhältnisse löst die S5 im Vergleich zur Analogfotografie auch nicht befriedigend, und dafür ist der Geschwindigkeitsverlust mir persönlich zu groß.
Wer hingegen nicht auf schnelle Bildfolgen angewiesen ist, findet in der S5 mit Sicherheit ein schönes Arbeitsgerät.
Schöne Grüße
Martin
Vierheber 20.05.2007, 23:59 400% klingt irgendwie viel, macht aber in der Praxis "nur" 1,5 Blenden mehr aus.
Verstehe ich nicht, kann mir das jemand erklären?
Für mich einzig mögliche Erklärung dieser Aussage wäre DRI, ist aber auch nur geraten :rolleyes:
capehope 21.05.2007, 22:48 Hallo Andreas,
ebenfalls nach rund 4 Wochen S5-Test macht mir die Cam richtig Freude.
Erster Eindruck:
Nachtaufnahmen/AVL mit 400er Dynamik erfordern weniger Nacharbeit.
Rauscharme Ergebnisse bei hoher Iso. In Verbindung mit lichtstarken Objektiven, bei AVL/Nachtpanos mit bewegenden Elementen, oder bei schnell verändernden Lichtverhältnissen, ergeben einen nicht zu unterschätzenden Geschwindigkeitswert. Das merkt man spätestens beim stitchen.
RAWs können nun auch in ACR konvertiert werden.
Gruß von capehope
:-)
Roland L. 21.05.2007, 23:19 Also ich habe die S5Pro in Verbindung mit dem Sigma 30mm/1.4 jetzt ein paar Tage in Dublin getestet. Fuer Stadtetouren und AVL halte ich es fuer eine tolle Kombi, bei Tierfotografie bleibe ich lieber bei der D2X (Focus, Aufloesung, Geschwindigkeit etc).
Uebrigens habe ich leider ein starkes Frontfocusproblem feststellen muessen. Egal was ich im Pub anfokusiert habe, es kam immer das gleiche Bild heraus:
http://www.nikon-fotografie.de/gallery/files/1/6/8/8/_20070519_DSCF0534.jpg
http://www.nikon-fotografie.de/gallery/files/1/6/8/8/_20070519_DSCF0544.jpg
:nixweiss:
onkel_martin 23.05.2007, 21:21 Verstehe ich nicht, kann mir das jemand erklären?
Hallo,
na ja, in den Einstellungen der S5 kann man den Dynamikumfang von 100% auf 400% hochschrauben. Folge ist, dass dann alle Pixel (S + R) des chips genutzt werden, also 2 * 6 Mio. Daraus wird dann das gesamte Bild mit einem Dynamikumfang von 400% berechnet. Dies kostet doppelt soviel Zeit und doppelt soviel Speicher. Bringt aber in der Praxis laut einschlägigen Testheften (c't special 02/2007) "nur" 1,5 Blenden mehr als bei der D200. Und dieses Messergebnis deckt sich auch mit meinen "Erfahrungen" nach ca 1.000 Bildern.
Schöne Grüße
Martin
Vierheber 23.05.2007, 22:51 Bringt aber in der Praxis laut einschlägigen Testheften (c't special 02/2007) "nur" 1,5 Blenden mehr als bei der D200.
Hüstel. Anders gefragt: Ich verstehe nicht, ähem, warum das mehr an Dynamikumfang in Blenden ausgedrückt wird. :taucher:
D200User 28.05.2007, 14:23 Mich würde interessieren, ob die Vorteile der S3pro in Verbindung mit dem AF-D Nikkor 2,8/80-200 mm (Schiebeversion/i.d.R. keine AF-Probleme - auch im Nahbereich) auch bei der S5 noch gegeben sind.
Ist die Speicherschnelligkeit ggü. der S3 pro mit CF deutlich angestiegen? Das war bei mir damals das Ausschlusskriterium, da ich eine kleine Ewigkeit warten musste bis gespeichert war. Das kannte ich zuletzt bei der D100 im RAW Format. Die D70 und natürlich die D200 waren da um Längen schneller.
Danke vorab für die Infos!
onkel_martin 28.05.2007, 21:14 Hüstel. Anders gefragt: Ich verstehe nicht, ähem, warum das mehr an Dynamikumfang in Blenden ausgedrückt wird. :taucher:
Hallo Vierheber,
Blendenstufen, Belichtungswerte, die Frage ist doch, wie unterschiedlich hell ein Bildpunkt sein darf,bevor er in ganz Weiss oder ganz Schwarz abkippt. Bei gleicher Verschlusszeit halbiert jeder weitere Blendenwert das Licht, richtig? Ggü der D200 kannst Du also um 1,5 Blenden mehr "unterbelichten" bevor dadurch eine noch graue Zeichnung ins Schwarz abkippt.
Anders ausgedrückt:
Bei einem Dynamikumfang der Kamera von 10,5 Blendenwerten musst Du Dich entscheiden,ob Du über oder unterbelichten willst, wenn die tatsächlichen Lichtverhältnisse 12 Blendenwerte Unterschied betragen. Mit der S5 gingen alle Informationen ohne Verlust auf das Bild, ohne dass auch nur ein Pixel ins Weiss oder Schwarz absäuft.
Analogfilme verkraften hingegen so um 16 Blendenwerte Unterschied.
Besser kann ich es leider nicht erklären.
Offenbar scheint bei dem Test in der ct aber "nur" ein Dynamikumfang von 300% gemessen worden zu sein = 1,5 Blendenwerte mehr, und nicht 2 Blendenwerte mehr = 400% = 2 mal 2 soviel Licht.
Na, ist auch egal, ich rate jedenfalls jedem Interessenten, einige Probeaufnahmen zu machen, da dieses Mehr mit Tempoeinbußen zu bezahlen ist.
Schöne Grüße
Martin
Vierheber 28.05.2007, 22:07 Die Frage ist doch, wie unterschiedlich hell ein Bildpunkt sein darf, bevor er in ganz Weiss oder ganz Schwarz abkippt.
Ja, das Problem hatte ich dann doch richtig erkannt (und leider auch erfahren), nur wäre ich wie gesagt nicht auf die Idee gekommen, es in Blenden auszudrücken. Allerdings wurde ja auch schon zu Filmzeiten gesagt, dass man bei Farbnegativ ruhig mal zwei Blenden daneben liegen kann, "der Film verzeiht das". Wie auch immer, eine breiter angelegte Dynamik wäre schon was wert.
Danke für die Erklärung, Martin. Ich würde jetzt gerne zweimal auf Thanks drücken.
Ich finde 1,5 Blenden in der Praxis sehr viel, wenn der Hersteller 2 Blenden in den Prospekt schreibt, das ist geradezu bescheiden.
100% = Null Blenden Gewinn (nur große Wabenpixel)
200% = Eine Blende Gewinn (große Waben und ein Bisschen kleine Kreise)
400% = Zwei Blenden Gewinn (...)
Analogfilme verkraften hingegen so um 16 Blendenwerte Unterschied.
Tut mir leid, aber das ist Humbug. Der nutzbare Dynamikumfang von Dia- und Negativmaterial ist effektiv deutlich niedriger als der jedes halbwegs aktuellen Chips, daher bin ich von F100/FM-2 zu D70/D70s gewechselt.
Herzlich
Frank
Kwashiorkor 29.05.2007, 00:20 Um mal meine Erfahrungen mit der S3pro (Ich nehme einfach mal an, daß das dann auch auf die S5 zutrifft) und dem Dynamikumfang etwas einfließen zu lassen: wenn man es darauf anlegt, "falsch" zu belichten, um zu sehen, was der Dynamikumfang hergibt, fällt das Ergebnis in der Tat nicht besonders spektakulär aus. Unterschiede muß man mit der Lupe suchen. Auch, wenn man JPG mit RAW vergleicht meint man, daß die ganzen Informationen bei den JPG verlorengehen.
Ich habe allerdings etwas anderes mit meinen Fotografiergewohnheiten mit der S3 festgestellt. Da ich professionell (= für Geld) auf Pferdeturnieren unterwegs bin, habe ich auf solchen Turnieren schon zigtausende Bilder mit einigen verschiedenen Kameras gemacht. Auch analoge.
Das Horrormotiv schlechthin für die Belichtung (was auch noch unglaublich oft vorkommt) ist ein hell von der Sonne beschienenes, weißes Hindernis vor dunklen Bäumen. Mit allen Kameras musste ich bis jetzt bei solchen Motiven immer mit der Belichtungskorrektur hantieren, um zu versuchen, möglichst wenig ausbrennen oder absaufen zu lassen, da der Kontrastumfang in so einer Situation einfach extrem ist. Auch mit der Fuji in der 100% Normaleinstellung.
Stelle ich die Fuji allerdings auf den vollen Dynamikumfang (meine Standardeinstellung) und fotografiere das Motiv komplett gleich, so brennt nichts aus und nichts säuft ab. Die Kamera scheint den Puffer durch die kleinen Pixel zu benutzen, um die hellen Partien noch darstellen zu können. Seit ich die Fuji auf 400% gestellt habe, habe ich vielleicht eine handvoll Mal die Belichtungskorrektur bemüht (um danach festzustellen, daß es automatisch doch besser war) und ansonsten der Kamera alles überlassen. Das war ziemlich neu für mich, da ich vorher sehr viel an der Korrektur rumgedreht habe und nun gar nicht mehr.
Aber ich vermisse eigentlich nichts, fürchte mich nur, sollte ich wieder eine andere Kamera in die Finger kriegen ;).
Ekke Kaplan 29.05.2007, 08:07 Hallo Andreas,danke für deinen Bericht.
Nach langen Informationswochen in unserem Forum,habe ich sie mir vor 6 Tagen geholt und sie kam Pfingsten zum Einsatz.
Gruss Ekke
P.S.schau einmal unseren Langzeitthema Fuji - Test nach,habe 5 Bilder hineingestellt.
Vierheber 29.05.2007, 23:32 Der nutzbare Dynamikumfang von Dia- und Negativmaterial ist effektiv deutlich niedriger als der jedes halbwegs aktuellen Chips.
Sorry, aber seit wann genau ist das so? Hab' ich einen neuen Sensor verpasst? Oder was meinst Du mit "effektiv deutlich niedriger"?
Sorry, aber seit wann genau ist das so? Hab' ich einen neuen Sensor verpasst? Oder was meinst Du mit "effektiv deutlich niedriger"?
Das ist jetzt eine Paralleldiskussion. Lass uns dort weitermachen:
http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/showthread.php?t=37099
Laut c't-Test sind bei der Fuji S5Pro 10,5 Blenden Kontrastumfang effektiv nutzbar, d.h. man bekommt tatsächlich differenzierbare Messwerte, die man dann mit "Filmsimulationen" oder in Photoshop prächtig nach Gusto verbiegen kann.
Bei Film-Material hingegen hat man in kontrastreichen Situationen meiner Erfahrung nach stets eine wunderbare Kombination aus absaufenden Tiefen und überstrahlten Höhen und dazwischen eine je nach Filmmaterial nichtlinear verbogene Antwortkurve, also deutlich weniger differenzierte Wiedergabe der Tonwerte.
Für meine Fall (Lebensmittel) bedeutete das in der Praxis, dass eine natürlich wirkende Wiedergabe von Fleisch und Obst auf Film erst mit der Digitaltechnik kam. Ja, mit Studiolicht und Filtern und am besten im Mittelformat konnte man auch zu Analogzeiten eine detaillreiche Erdbeere bekommen, so etwas wie das hier ist aber digital mit wesentlich geringerem Aufwand zu realisieren:
http://farm1.static.flickr.com/44/116319694_c74a7639a6_o.jpg
Vierheber 04.06.2007, 15:34 Bei Film-Material hingegen hat man in kontrastreichen Situationen meiner Erfahrung nach stets eine wunderbare Kombination aus absaufenden Tiefen und überstrahlten Höhen und dazwischen eine je nach Filmmaterial nichtlinear verbogene Antwortkurve, also deutlich weniger differenzierte Wiedergabe der Tonwerte.
Im Gegensatz zu Dir kann ich das technisch nicht begründen, mein gefühlter Wert sagt allerdings genau das Gegenteil. Ich bin Anhänger und Verteidiger der digitalen Fotografie, aber genau an diesem Punkt (die gleichzeitige Darstellung von Tiefen und Höhen) hatte ich bislang Probleme ... trotzdem danke für die umfangreiche Antwort und die leckeren Erdbeeren :rolleyes:.
Im Gegensatz zu Dir kann ich das technisch nicht begründen, mein gefühlter Wert sagt allerdings genau das Gegenteil. Ich bin Anhänger und Verteidiger der digitalen Fotografie, aber genau an diesem Punkt (die gleichzeitige Darstellung von Tiefen und Höhen) hatte ich bislang Probleme ... trotzdem danke für die umfangreiche Antwort und die leckeren Erdbeeren :rolleyes:.
Ich weiß nicht, ob ich jetzt Eulen nach Athen trage, aber ein paar Tage nach Kauf meiner ersten D70 hatte ich das Problem für mich gelöst und zwar so:
http://fotogenetic.dearingfilm.com/custom_tone_curves.html
Und wenn Dein Zielformat im sRGB-Farbraum liegt (z.B. typische Minilabs) verwende sRGB, wenn Dein Ziel der Druck ist besser AdobeRGB. 12/16 Bit ist sowieso Pflicht.
Herzlich
Frank
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