Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nikon FE und Nikkor 35/2.8


Klaus Harms
18.02.2010, 14:16
Unsere erste Kamera, die wir unseren Analogis oder interessierten Mitgliedern des NF-F an analoger Fotografie zur Verfügung stellen können, ist eine Nikon FE mit einem Nikkor 35/2.8.

Kamera und Objektiv sind in einem guten Zustand und voll funktionsfähig. Das NF-F liefert zu der Kamera noch einen Trageriemen und eine Tasche im Rahmen des Verleihvorgangs mit.

Vielen Dank an Herbert (vc125), der uns die Kamera zur Verfügung gestellt hat!

Wat´iss´n´dass?

Ab 1978, ein Jahr nach der Nikon FM, produzierte Nikon die neue Nikon FE. Kein Wunder, ist sie in mechanischer Hinsicht weitgehend baugleich mit der Nikon FM und weist zusätzlich das von der Nikkormat EL-2 bekannte elektronische Innenleben auf. Sie schaut daher auf Anhieb nicht anders aus als die FM. Sie hat das gleiche Gehäuse mitbekommen; anstatt des mechanischen Verschlusses verfügt sie jedoch über eine elektronisch gesteuerte Ausgabe, das heißt, ohne Batterie funktioniert die Kamera nur sehr rudimentär. Man muss M90 auf dem Verschlusszeitenring einstellen, dann kann man mit einer 1/90s auslösen, aber nicht die Belichtung messen - mangels Strom.

Bei der Anzeige der Belichtungszeit ist man wieder einen Schritt rückwärts von den Leuchtdioden abgegangen. Die Einstellung der richtigen Belichtungszeit erfolgt indem man 2 Zeiger zur Deckung bringt. Dafür ist die Mattscheibe auswechselbar, nachdem das Objektiv abgenommen und mit einem speziellen Werkzeug im Gehäuse eine Weile herumgefummelt worden war. Immerhin ein Fortschritt, zumindest für geschickte Leute mit drei Händen gegenüber der Nikon FM, bei der die Mattscheibe nur in einer von Nikon autorisierten Werkstätte ausgewechselt werden konnte. Sobald die Nikon FE2 auf dem Markt war, konnten auch die etwas helleren Briteview-Mattscheiben eingebaut werden. Kein Vorteil ohne Nachteil: das Mattscheibenbild ist um etwa 1/3 heller, es muss jedoch auch die Einstellung der Filmempfindlichkeit angepasst werden, z. B. muss man bei einem ISO100-Film auf ISO80 einstellen.

Auch ist der Verschlusszeitenbereich größer als bei der Nikon FM und reicht von 8s bis 1/1000s plus B. Die Synchronzeit beträgt 1/125s. Als erstes Vorzeichen der vielfältigen Steuerungsmöglichkeiten der Kamera- und der Blitzfunktionen leuchtet eine Diode auf, wenn ein Nikon-Blitzgerät eingeschaltet und blitzbereit ist. Falls eine kürzere Belichtungszeit eingestellt ist als für die einwandfreie Belichtung mit Blitzlicht nötig ist, blinkt diese Diode, weil ja in diesem Fall nur ein Teil des Bildes belichtet würde.

Quelle: Peter Lausch (http://www.lausch.com/achterteil.htm)

Bilder bitte der Slideshow entnehmen!